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Gießen, Sonntag, den 2. Februar
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Redaktion: 7 Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. J Expedition: Kreuzplatz Nr. 4. 8 Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Sspaltige Petitzeile. 2 Kreuzplatz Nr. 4.
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Die Armenpflege in Gießen.
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. Nach dem Bericht der städtischen Armenkasse beliefen sich die Einnahmen derselben in Jahre 1894/05 auf 83 280,84 Mk. Demgegenüber steht eine Ausgabe von 82 018,84 Mark, sodaß ein Ueberschuß von 1262,70 Mark verblieb.
Die nachstehenden Tabellen zeigen, wie sich die Einnahmen und Ausgaben verteilen.
I. Einnahme
Von Gebäuden und Grundstücken 2223,31 Mk.
Kapitalzinsen. 5 10416,05„ Zuschuß:
a) ständiger Beitrag aus anderen
Kassen e 17
b) Zuschuß aus der Stadtkasse. 40874,33„ Milde Gaben und Verehrungen.—— Ersatz von Verpflegungsgeldern 17948,65„ Einnahme aus der Hausverwaltung. 270 18„ Verschiedene Einnahmen tl. 136,93„ Kassevorrat und Ausstände aus vorderen
Jahren.. 915,96„ Zurückempfangene Kapitalien 10309,36„ Verkauf von Häusern und Gütern 8 55,083„ Eingebrachtes Vermögen der Pfleglinge 195,27„
Summe der Einnahme 8380,84
II. Ausgabe.
Grundlasten und ständige Zinsen. 6,02 Mk. Landessteuern„ 112,14„ Gemeindesteuern. 1 267,90„ Brandversicherungsgelder 54,41„ Kapitalzinsen. 1 120%„ Gerichtskosten 5 54,30„ Gehalte und Pensionen... 2727,70 7 Schreibmaterialien, Drucksachen, Buchbin⸗ derlohn ꝛc.. 3 216,29„ ö Besondere Belohnungen, Tagegelder und F 731,64„ Botenlohn, Postgeld, Verkündigungskosten 125 Unterhaltung der Gebäude u. Grundstücke 1018,49 5 Uneinbringliche Posten und Nachlässe——„ Kursverlust bei Ankauf von Wertpapieren—— 5 Geldunterstützungen und sonstige Gaben 2696142 10 Anschaffung von Schulbedürfnissen 688,84„ Aerztliche Behandlung und Arzneien 1349519„ ft 434,55„ Kosten des städtischen Hospitals 8384,34„ Kosten für Verpflegung armer Geistes⸗ ej 762,42„ desgleichen von Epileptischen und Idioten 1782,32„ Aus Stiftungen. ne Unterbringung armer Kinder in Familien 7013,67„ Fürsorge für berwahrloste, blinde u. taub⸗ stumme Kinder 2335,26„ Lehrgelder 150,—„ Reservefonds. en— Einrichtung des Siechenhauses 2407,82„ Jurückzuzahlende Kapitalien 5 Neu auszuleihende e ie Ankauf von Gebäuden und Grundstücken 662,—„
—
Summe der Ausgabe 820 18,14 Mk. Soweit die Ausgaben sich auf Unter— lützungen beziehen, wollen wir dieselben des Näheren hier erörtern. Unterstützungen. A. In offener Armeupflege. Geldunterstützungen und sonstige Gaben.
Zeldunterstützungen an hiesige und aus⸗
wärts befindliche Personen. 8597,36 Mk.
Brotunterstützungen. 8 Brennmaterial als Unterstützung. Für Milch und Essen ꝛc... Beiträge an Wohlthätigkeitsanstalten, Vereine und dergl. 5
„
1045,.—
26961, Mk.
für ärztliche Behandlung und Arzneien 3 9
„
wurden verausgabt 15 495,10 ee ee e gräbniskosten waren 205,45 Mk. erforderlich. (Ein weiterer Artikel folgt in nächster Nummer.)
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Lokales und Provinzielles. Gießen, 30. Jauuar.(Stadtverord— netensitzung.) Der Anschluß der von Robert Haas in der Maigasse gebauten Waschküche (Kostenanschlag Mk. 280) an die städtische Wasser⸗ leitung wird genehmigt, nachdem sich der Gesuch— steller zur Zahlung von Mk. 28.— pro Jahr für den Mindestgebrauch an Wasser verpflichtet hat. Das Gesuch von 15 Gartenbesitzern um Anschluß an die Wasserleitung für den Nahrungs— berg gegen eine Leistuug von je 15 Mark pro Jahr wird genehmigt.— Die Versamm- lung ist damit einverstanden, daß der zum Ausbau der Landmannstraße benötigte Boden durch Vor⸗ arbeiten zur Terrassierung des Lutherberges am Niederdruckbehälter gewonnen wird.— Es folgt nun die Vorlage zur Genehmigung des Voran⸗ schlages des städtischen Gewerks pro 1886/97. Die ordentlichen Einnahmen belaufen sich voraus⸗ sichtlich auf 227,650, die außerordentlichen Ein⸗ nahmen belaufen sich voraussichtlich auf Mark 125,825.— zusammen also Mk. 352,975, denen in gleicher Höhe ordentliche Ausgaben mit Mark 259,650— und außerordentliche Ausgaben im Betrage von Mk. 93,325.— gegenüberstehen. Die zu zahlenden Zinsen der Werke betrugen im Vorjahre Mk. 19,000.— Die Amortisation beläuft sich auf Mk. 25,000 pro Jahr. Der Betriebs⸗lleberschuß des Gaswerk betrug 1895796 Mk. 20,000.—, welcher in die Stadkasse wanderte, Derselbe soll nach dem Voranschlag 1896/97 be⸗ tragen Mk. 23,000. Der Oberbürgermeister weist daraufhin, daß das vorzügliche finanzielle Er⸗ gebnis des Gaswerks,— welches durch den ge⸗ steigerten Gaskonsum bedingt ist, es ratsam er⸗ scheinen läßt, die Preise für Leuchtgas um 1 Pf. von 22 auf 21 Pf. pro Kubikmeter., von Gas für gewerbliche Küchen- und Heizzwecke auf 2 Pf., von 15 auf 13 Pf. pro Kubikmeter herabzu⸗ setzen und erbittet hierzu die Zustimmung der Versammlung. Es fei das allerdings nicht das erstrebenswerte Ziel, aber vielleicht könne man im nächsten Jahre die Gaspreise noch weiter herunterzusetzen. Im Voranschlage befände sich unter„Außerordentliche Einuahme“ der Posten Kapitalaufnahme in Höhe von Mk. 70,325.— hiervon wird beabsichtigt, ca. Mk. 6000.— zur Errichtung eines weiteren Gasbehälters zu ver⸗ wenden, Mk. 4500 sollen zur Umänderung unserer Straßenlaternen für Gasglühlicht Verwendung finden. Der Rest würde zum ferneren Ausbau des Gasrohrnetzes benötigt. Der projektirte Gas⸗ behälter würde einen Fassungsraum von 2700 Kubikmeter erhalten, so daß wir mit den vorhau— denen Behältern über einen Raum für 6000 Kubik⸗ meter Gas verfügen würden. Dieser Speise⸗ raum sei für das Werk aus technischen Gründen, aus Gründen der Betriebssicherheit und um den Anforderungen des sich stets steigernden Ver⸗ brauchs genügen zu können, unbedingt erforderlich. Stadtverordneter Schmall giebt zu bedenken, ob es ratsam sei, diese immerhin große Summe von Mk. 60,000 für einen Gasbehälter auszugeben in einer Zeit wo die technische Vervollkommnung des Lichts jeden Moment die Kapitalaufwendung für Gasanlagen e machen kann, in der Zeit, wo es nur eine Frage der Zeit sei, daß das elektrische Licht durch Wohlfeilheit das Gas⸗ licht verdrängen kann. Es würde durch weitere Kapitalaufwendung für die Gasanstalt nur die Einführung des elektrischen Lichts in unserer Stadt erschwert. Im übrigen könne das Gas— werk die Eisenbahn als Abnehmer jeden Tag verlieren und so den Konsum plötzlich vermindern. Oberbürgermeister Gnauth ist der Meinung, daß die Befürchtungen des Stadtverordneten Schmall wegen des Verlustes der Eisenbahn als Kunde des Gaswerks vorerst ausgeschlossen seien und selbst wenn dieser Konsum ausfalle, so sei der fortfallende Gasbedarf doch nicht so bedeutend um das Werk zu entlasten. Der Jahresbedarf der Eisenbahnbetrage 80,000 Kubikmeter. Das Gaswerk hat in den 9 Jahren, seitdem es im Besitz der Stadt sich befindet, derart amortisirt und der Stadt so gute Ueberschüsse eingebracht, daß
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gelte die Abwendung eines Gesetzes, welches die ungestörte Ausübung des Gastwirtsgewerbes un⸗ möglich machen würde. des Rhein-Main Gastwirts⸗Verbandes habe nun beschlossen, an die zweite Kammer der Stände eine Vorstellung zu richten mit dem Ersuchen, „dem lustbarkeiten von Personen 3 Jahren betr., die Genehmigung zu versagen.“ an die 2. Kammer werden alle die gewichtigen Bedenken gegen das Gesetz— wie wir zum
großen Theil in unserer Zeitung vom 22. September in einem besonderen Artikel schon ausgeführt haben— hervorgehoben. Reinemer⸗
Darmstadt bittet nach Verlesung der Petition
Kapitalaufnahme von Mk.
sein wird. Gasanstalt-Direk. den vorhandenen Gasbeh Konsum die Verantwor des Betriebes nicht weite und zerstreut die Einw verminderung
. des im Gaswerk anzulegenden Kapitals durch
den elektrischen Strom.
bedingten Notwendigkeit der Erbauung eines ferneren Gasbehälters überzeugt. Stadtverord⸗ neter Schmall erklärt, daß er nach diesen Dar⸗ legungen für die Vorlage stimmen werde. Stadt— verordneter Petri frägt an, ob nach der teilweisen Umänderung der Straßenflammen mit Glühlichtbrennern, die doch so schön hell brennen, die Laternen nicht in größeren Abständen als jetzt gesetzt würden. Direktor; Bergen erklärt dem⸗ gegenüber, daß dieses wohl nicht angehe indem mau ja gerade mit diesen Brennern eine bessere und hellere Straßenbeleuchtung zu schaffen be⸗ zwecke. Der Voranschlag und die vorgeschlagene Verbilligung des Gases, sowie die Kapital⸗Auf⸗ nahme von Mark 70,000 zur Erweiterung des Gaswerks ꝛc. werden angenommen.— Beim Voranschlag des Wasserwerks findet die Ver⸗ sammlung nichts zu erinnern. Oberbürgermeister Gnauth teilt mit, daß demnächst der Ein— tausendste Anschluß an die Quellwasserleitung be⸗ wirkt sein wird. Ein Drittel aller Haushal⸗ tungen sei dann mit Wasser versorgt. Die Gesuche um Wirtschaftskonzession des Wilh. Gerhard für den Rheinischen Hof, des Heinrich Rausch für das Haus Neustadt 78, des Peter Berg Stadt Marburg, des Jakob Bab, Kaiserhof, des Eduard Böhm für das Lahnthal Neustadt 48, des H. Loeberich für das Haus Brandgasse 6 werden bewilligt. Die nachgesuchte Erlaubnis des Wilh. Schmall zu einer Kantinenwirtschaft für die bei der Gradelegung der Wieseck beschäftigte Arbeiter wird abgelehnt. Gießen, 31. Jau. Gestern Abend fand im Hotel Einhorn die Generalprobe des Kronbauerschen Quaxtettvereins zu dem am Sonntag im Gesellschaftshause beabsichtigten Concert statt. Die Eintrittskarten sind im Vor⸗ verkauf fast vollständig vergriffen, was voraus— zusehen war, weil erstens der Kronbauersche Gesangverein über tüchtige Kräfte verfügt und sich so selten in der Oeffentlichkeit hören läßt, und weil zweitens der Ertrag des Concertes zu so guten Zwecken Verwendung finden soll. Gießen, 1. Febr. Die dritte Jahres— versammlung der Organe der offenen Armenpflege findet Montag, den 3. Februar, Abends 8¼ Uhr, in den oberen Räumen der Restauration Feidel statt.(Tagesordnung siehe im Inserat unserer heutigen Nummer. Gießen, 31. Jan. Die auf heute Nach⸗ mittag 3½ Uhr nach Stein's Saalbau einbe⸗ rufene Wirte-Versammlu ug war überaus zahlreich, besonders von Intexressenten aus der näheren und weiteren Umgebung, auch Wein— händlern besucht. Der Vorsitzende Carl Hain eröffnete die Versammlung und erteilte dem aus Darmstadt erschienenen C. Reine mer das Wort, um das Referat zu erstatten; derselbe wies daraufhin, wie der der zweiten Kammer vorge⸗ legte Gesetzentwurf über den Besuch öffentlicher Tanzbelustigung durch Persouen unter 16 be— ziehungsw. 17 Jahren nicht nur tief einschneide in das Gewerbe des Gastwirts und diesen neuen Placke⸗ reien und Chikanen aussetze, gegen die man sich jetzt wehren müssen, sondern auch verstoße gegen alt hergebrachte Gebräuche und Gewohnheiten unseres deutschen Volkes. Es sei bekannt die Abneigung gegen diesen Gesetzentwurf bei zahl⸗ reichen unserer Landtagsabgeordneten, aber es
Der Central-Vorstand
Gesetzentwurf, den Besuch von Tanz⸗
unter 16 bezw. 17
In der dann zur Verlesung kommenden Petition
es heute nur noch 14,000 Mk. kostet und daher eine
und um deren lebhafte Agitation, Unterschriften
im deren Unterschrift durch die Versammelten
6000 wohl zu billigen tor Bergen erklärt mit ältern bei dem gesteigerten tung für die Sicherheit r übernehmen zu können ände betreffs der Wert⸗
Die Stadtverordneten Georgi und Voigt erklären, früher auch den Standpunkt des Kollegen Schmall geteilt zu haben sie haben sich aber von der un—
von interessirter Seite dafür zu sammeln. Land⸗ tagsabgeordueter Westernacher-Lindheim, der als Gast in der Versammlung erschien, erklärte den Gesetzentwurf, so wie er vorliegt, unter dem Beifall der Versammlung für unannehm bar. Reinemer⸗Darmstadt referirt nun über die gänzliche Aufhebung des hessischen Wein⸗ steuergesetzes. Diese Weinsteuer sei eine schwere Maßnahme für das Großherzogthum, welches von Preußen, das keine derartige Steuer hat, von allen Seiten hart umgrenzt wird. Schwer würden die Wirte in Hessen geschädigt werden, die großen Weinfirmen würden einfach den Sitz ihrer Geschäfte nach Preußen verlegen, daher müsse die Streichung des Gesetzes, ein definitives Begraben desselben stattfinden. Der Central Vorstand habe eine Petition an die 2. Kammer der Stände in Umlauf gesetzt des In⸗ halts„dem Antrage des Herrn Abgeordneten Haas⸗Offenbach auf Aufhebung des Ge⸗ setzes vom 9. Dezember 1876, die Besteuerung, des Weines betreffend, stattzugeben.“ Auch für diese Eingabe bittet der Referent die Versammelten energisch zu agitieren und Un⸗ terschriften zu sammeln. Landtagsabgeordneter Westernacher⸗Lindheim erklärt, er habe in der 2. Kammer 2 Mal für die Streichung der Weinsteuer gestimmt und werde auch weiter so stimmen. Hierauf verliest der Schriftführer Jaskowsky ein vom Landtagsabgeordneten Metz eingegangenes Schreiben, worin er sein Bedauern ausspricht durch Berufsgeschäft verhindert zu sein, der Versammlung beiwohnen zu können. Er würde aber für Aufhebung der Weinsteuer ein⸗ treten. Als Mitglied des Gesetzgebungsaus⸗ schusses der 2. Kammer habe er und der Laud⸗ tagsabg. Metz⸗Darmstadt gegen das Gesetz selbst in gemilderter Form, wie ihn die Mehrheit des Ausschusses(4 gegen 2 Stim⸗ meu, 1 Mitglied fehlte) angenommen habe. Die Versammlung nahm hierauf auf Antrag Reinemers folgende Resolution einstimmig an: Die heute in Gießen versammelten Gastwirte und Interessenten erklären, daß die Aufhebung des Weinsteuergesetzes angesichts der zweimaligen Streichung der Steuer im Staats⸗Budget aus den zahlreichen hierfür eingebrachten Gründen eine unumgängliche Notwendigkeit ist. Zugleich wird darauf hingewiesen, daß der hessische Gast⸗ wirtsstand gegen jede Art von Weinsteuer ein⸗ treten wird, weil diese unsern hessischen Wein⸗ handel und die Gastwirte unkonkurrenzfähig machen würde gegenüber den eine Weinsteuer nicht besitzenden Preußen und Baiern und weil jede Weinsteuer den Weinbau schädigt, auch ohne eine für alle Teile belästigende Kontrolle nicht durchführbar ist.— Reinemer tritt dafür ein, daß die Gastwirte gegen diejenige Landtagsab⸗ geordneten bei der nächsten Wahl agitiren und stimmen sollen, die bisher für die Weinsteuer eingetreten sind. Ueberhaupt sollte man jeden Kandidaten verpflichten, für keine Sondersteuer zu stimmen, denn wer heute ein anderes Gewerbe knebelt, knebelt ein andermal die Wirte. Hierauf beschließt die Versammlung den Ceutral⸗Ausschuß zu beauftragen, mit allen gesetzlichen Mitteln für die Ablehnung des sogenannten hessischen Tanz⸗ gesetzes einzutreten und zu wirken. Jaskowsky fordert zu reger Agitation aller Wirthe zur Unterschriftensammlung unter die Petitionen auf, man könne gegen die Weinsteuer jeden Wein⸗ händler, an jeden Kaufmann, welcher Wein in Flaschen verkauft, wenden. Ferner weist Redner daraufhin, daß der Frankfurter Detail⸗ listen⸗Verein dafür eintrete und eine dahingehende Petition an deu Reichstag beabsichtige, daß den Wirten der Cigarrenverkauf an Sonn⸗ tagen, abgesehen von der allgemeinen Verkaufs⸗ zeit untersagt werde und giebt anheim, eine Gegenagitation durch den Verband hiergegen in's Leben gerufen. Reinemer-Darmstadt tritt für eine Eingabe des Bundes deutscher Gastwirte an den Reichstag ein, dahingehend den Weiter⸗Ver⸗ kauf von Cigarren wie bisher zum Genusse auf der Stelle den Gastwirten den ganzen Sonntag über frei zu geben. Der Vorsitzende Carl Hain schließt mit Dankesworten an den Referenten und die erschienenen auswärtigen Kollegen die Ver⸗
sammlung. a Gießen, 1. Februar. In der Hof⸗ und Universitätsdruckerei von Curt v. Münchow ist das Vorlesungsverzeichnis für das Sommer⸗ Semester erschienen und in allen Buchhandlungen erhältlich. 1 P. Gießen, 1. Jauuar. Eine auswärtige Brauerei hat im früher Merzschen Hause die in der Bahnhofstraße gelegenen Läden gepachtet, um
darin ein„Wiener Cafe“ zu errichten.


