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Nr. 24.
Mitteldeutsche Sountags⸗Zeitung.
Seite 7.
Amtmann war nämlich sehr schwerhörig. Seine Gattin schrie ihm also ins rechte Ohr, der Fritz hätte heute Mittag die gut gerösteten Kartoffeln stehen lassen.— Die Jungfrau Thekla schrie ihm ins linke Ohr, früher sei der Bube froh gewesen, wenn er Wassersuppe bekommen hätte, und voll Dankbarkeit, und jetzt sei ihm Alles nicht mehr gut genug.— Nun schrie Mathilde wieder ins rechte Ohr und dann die Jungfrau Thekla wieder ins linke, bis der Herr Amtmann genug zu wissen glaubte und nun selbst recht erbost war über den Schlingel, der nicht einmal so gut geröstete Kartoffeln essen wollte.
Er, der Amtmann, hatte sich zweimal davon herausgenommen, gerade weil sie so delikat waren, sie hatten so ein vorzügliches Aroma— er konnte nicht sagen nach was— aber der Herr Amtmannn wußte, was gut war, und wenn er die Kartoffeln essen konnte, dann waren sie für so einen Schlingel auch gut genug. Na, er wollte ihm schon die Meinung sagen.
Es war wirklich so, wie seine Mathilde meinte — man thut den Leuten zu viel Gutes. Nicht nur, daß der Junge jeden Monat eine Mark baares Geld bekam— nein, auch noch Essen, was übrig blieb, und so alle drei, vier Tage war schon etwas übrig— hier und da gab ihm seine Mathilde auch noch ein Stück Brot, und wenn es auch recht dünn war, ein Stück Brot war's doch.
Nun hatte der Junge bis jetzt Alles mit einem Heißhunger verschlungen und man sah es seinen Augen an, daß er gern noch mehr gehabt hätte— und nun wollte er nichts mehr essen. Alles war ihm nicht mehr gut genug, wie die Amtmännin meinte. Nun soll ja Nie⸗ mand denken, daß sich der Junge in der Amt⸗ männischen Familie so herausgefüttert hätte, daß er überhaupt keinen Hunger mehr gespürt hätte. Gott bewahre! Seine Wangen waren noch genau so dünn wie damals, als er von der Frau Amtmännin gnädigst zu ihrem Lauf⸗ burschen angenommen worden war.
Was war also die Ursache, warum hatte der Schlingel solch eine Antipathie gegen das gute Essen? Daran war nur ein Tropfen schuld — ein ganz kleiner, harmloser Tropfen! Jawohl — das ging nämlich so zu.
z er wurde immer größer.
Der Fritz stand in der Küche und bürstete eifrigst die Stiefel des Hern Amtmanns, was zu seinen täglichen Funktionen gehörte; beinahe waren sie schon blank, da schaute er auf und sein Blick fiel auf die Jungfrau Thekla, die Kartoffeln schälte, und zwar schälte nach ihrer Manier. Mit einem alten Löffelstiel wurde also die Haut so dünn als möglich abgezogen, und dann nahm die alte Jungfrau die Kartoffel⸗ schale und schleckte sie noch fein säuberlich ab, daß ja nichs verloren ging.
Bei dieser Gelegenheit muß gesagt werden, daß die amtmännische Familie— Herr, Frau und Schwägerin— sehr sparsam war, und zwar so sparsam, daß man's der Wahrheit gemäß als Geiz bezeichnen mußte.
Also das Kartoffelschälen, obwohl es der Fritz sonst noch nirgends so gesehen hatte, wäre ihm nicht dermaßen in die Glieder gefahren, daß er seine Bürste fallen ließ, sondern etwas ganz Anderes, Fürchterliches, Grauenerregendes. Es war nur ein Tropfen!
An und für sich wäre der Tropfen nicht so abscheulich gewesen, denn er sah ganz schön braun aus, ungefähr wie Kaffee, und Kaffee ist ja etwas Gutes, aber— daß der Tropfen an der Nasenspitze der Jungfrau Thekla hing, das machte die Sache kritisch. Da hing er nun, und atemlos starrte der Fritz nach dem Tropfen. Er dachte nicht mehr an seine Stiefel, hatte überhaupt keinen andern Gedanken mehr als
— wird er in die Kartoffeln fallen oder nicht?
Jetzt konnte es nicht mehr lange dauern Zitternd und schwankend hing er noch, aber Fritz sah, daß er sich nicht mehr lange in seiner schwierigen Stellung behaupten konnte.
Da— jetzt— hatte die alte Jungfrau nicht ganz so sachte an der Kartoffelschale gezogen wie sonst oder war der Tropfen zu schwer ge⸗ worden?— ohne Rettung fiel er herab und zerfloß in kleine Atome— unter den Kartoffeln.
(Schluß folgt.)
Gemeinnütziges.
Die Gefährlichkeit der Insektenstiche, denen man mit Eintritt der wärmeren Jahres⸗
zeit wieder ausgesetzt ist, scheint noch immer nicht genügend bekannt zu sein. Die Insekten nähren sich nicht nur von den Säften lebendiger, sondern auch toter Thiere, saugen also gelegent⸗ lich sog. Leichengift. Durch die Insekten⸗ stiche kann derartiges Gift auf den Menschen übertragen und Blutvergiftung erzeugt werden, die oft den Tod zur Folge hat. Da hilft nun am Besten Salm iakgeist, den man sofort auf die Wunde reibt. Es empfiehlt sich daher, auf den Spaziergängen stets ein Fläschchen Salmiakgeist bei sich zu tragen. Auch ein Stückchen weiße Kernseife thut schon ihre guten Dienste.
Humoristisches.
Gemütlich. Patientin:„Um Gottes willen, Sie haben mir ja einen ganz schrecklichen Schmerz bei dem Zahnziehen gemacht!“
Arzt:„Ja, wissen Sie, ich ziehe auch sonst keine Zähne... aber einem so hübschen Fräulein, wie Sie sind, kann man ja nichts abschlagen!“
Pech. A.:„Herr Nachbar, zeigen Sie mir doch Ihre neue Sicherheits vorrichtung gegen Ein⸗
bruch!“ Kaufmann:„Bedaure sehr— die haben s' mir leider gestern gestohlen!“ ae 2 Litterarisches.
Christentum und Sozialismus. Vor bei⸗ nahe 30 Jahren hatte Genosse A. Bebel eine Aus⸗ einandersetzung mit einem katholischen Kaplan über die kulturelle Bedeutung des Christentums. Später erschienen diese im Leipziger„Volksstaat“ veröffentlichten Artikel in einer Broschüre, die jetzt die Buchhandlung „Vorwärts“ in Berlin in neuer Auflage heraus⸗ giebt. Die damaligen Ausführungen Bebels über die Stellung der Kirche zu den Befreiungsbestrebungen der Arbeiterschaft sind auch heute noch durchaus zutreffend. Bebel begründet in einem neuen Vorwort zu der wirk⸗ samen Agitationsbroschüre das Neuerscheinen mit dem Hinweis auf das Renegatentum im ehemaligen frei⸗ geistigen Bürgertum und die ständigen Versuche, die Religion als Unterdrückungsmittel wider die Befreiungs⸗ bestrebungen des Proletariats iu benützen. Das Schriftchen kostet nur 10 Pfg. Für die Massenverbreitung ist neben der 10 Pfg.⸗ Ausgabe eine Agitation s⸗ ausgabe veranstaltet, von der 100 Exemplare zu 3 Mk., 500 zu 10 Mk. und 1000 schon zu 15 Mark abgegeben werden.
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