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Nr. 50.
MitteldeutscheSountags⸗Zeitung.
Seite 7.
wehte ihm entgegen. Er hob die Augen— was war das?!— auf dem Sarge der Sünderin lagen Blumen, wie er sie noch nie gesehen. Wo waren die her!? Diese fremdartigen Blumen und die Erscheinung von vorhin, die helle Gestalt, der gleitende Gang, ja, und jetzt glaubte er auch, sich deutlich zu entsinnen, daß ein Strahlenkranz die Gestalt umgeben habe. Blitz⸗ artig tauchte es in seinem Kopfe auf— das war ein Engel! Das war's, und ein Wunder war geschehen, nur ein Wunder hatte diese nie gesehenen Blumen hierhergezaubert auf den Sarg der Sünderin zum Zeichen der Vergebung.
So schnell ihn seine alten Füße trugen, eilte er in's Dorf und berichtete den Staunenden seine Mär. Ungläubig lief die Erzählung von einem zum andern, und der Nachmittag sah alles auf den Beinen hinauf zum Friedhof. Allen voran die alte Mutter, wieder geleitet vom Schulmeister und zitternd vor Glück, Gott könne ihrer Anne Marie Vergebung gesendet haben, durch ein sichtbares Zeichen. So standen sie alle vor dem Beinhaus, und als der Sarg herausgebracht wurde, ging ein lautes„Ahl, der Bewunderung durch die Menge. Da war ja das„Wunder“! Auf seltsam geformten, zart silbergrauen Blättern lagen prächtig gefärbte, duftende Orchideen, Blumen, die den Dörflern freilich fremd waren. Wer hatte je solche Blüten gesehen? Wo wachsen diese? Die gab es nicht einmal drinnen in der Stadt. Fast jubelnd, unter lauten Gebeten wurde der Sarg zur Grube geleitet.
Wer vermißte mehr des Herrn Pfarrers Einsegnung! ein Wunder gesendet, hatte der Sünderin ver⸗ geben, und alle die Burschen und Mädchen dachten leichteren Herzens vergangener und— künftiger Sünden.
Der Richter vor der Himmelspforte. Ein orientalisches Märchen von W. Doroschewitsch.
Asrail, der Todesengel, flog über die Erde und berührte mit seinem Flügel den weisen Osman.
Der Richter starb und seine unsterbliche Seele trat vor den Propheten
Es war vor dem Eingang in das Paradies.
Aus dem Hintergrund einer Baumgruppe kam ein Gesang der Engel, die zu den himm⸗ lischen Genüssen einluden.
In der Ferne erscholl der Klang eines Horns; die Paradiesesbewohner jagten in dichten Wäldern auf wunderschönen fchneeweißen ara⸗ bischen Pferden. a
„Lass' mich in das Paradies,“ sagte der Richter Osmann.
„Gut,“ antwortete der Prophet;„aber zuerst mußt Du mir sagen, wodurch Du es verdient hast. e bei uns im Himmel Gesetz.
Gesetz?“
Der Richter neigte sich tief und drückte die Hand auf die Stirn und auf die Herz gegend als Zeichen der größten Achtung.
„Das ist ganz gut, daß ihr Gesetze habt, die ihr befolgt. Das Gesetz soll überall existtren und es soll überall Anwendung finden. Das ist bei Euch sehr gut eingerichtet.“
Gott hatte durch seinen Boten
„Also, wodurch hast Du das Pardies ver⸗ dient?“ fragte der Richter.
„Ich kann keine Sünden haben,“ antwortete der Richter;„ich habe mein ganzes Leben damit verbracht, um Sünder abzuurteilen. Ich war ein Richter, dort, auf der Erde. Ich urteilte und urteilte sehr streng.“
„Wahrscheinlich lag auf Dir der Glanz besondere Tudenden, wenn Du andere Leute aburteiltest? Und dazu noch streng!“ sagte der Prophet.
Der Richter runzelte die Stirn.
Der Richter runzelte die Stirn.
„In Bezug auf die Tugenden... das will ich nicht behaupten. Ich war gerade so wie andere Menschen. Aber ich urteilte des⸗ halb, weil ich dafür einen Gehalt bekam.“
„Na, das ist keine besondere Tugend,“ lä⸗ chelte der Prophet,„den Gehalt einzustecken! Ich kenne keinen sündigen Menschen, der dar— auf verzichtet hätte. Also es kommt darauf heraus: Du hast Menschen abgeurteilt, weil ihnen dieselben Tugenden fehlten, die auch Du nicht besessen hast. Und dafür hast Du noch einen Gehalt bekommen! Leute, die einen Ge⸗ halt bekommen, verurteilen andere Menschen, die keinen Gehalt haben. Der Richter darf den Sterblichen aburteilen. Und der Sterbliche darf den Richter nicht aburteilen. Mir ist das nicht ganz klar.“
Die Stirne des Richters runzelte sich stärker.
„Ich urteilte nach den Gesetzen,“ antwortete er trocken.„Ich hatte alle Gesetze inne und urteilte nach denselben.“
„Und die Menschen, die Du u eurteil⸗ test, haben sie die Gesetze gekan n!?“ fragte der Prophet nengierig.
„O nein,“ antwortete der Richten stolz. „Woher denn? Das kann nicht jeder!!“
„Da hast Du also die Menschen für die Nichterfüllung der Gesetze verurteilt, die ste nicht einmal kannten,“ schrie der Prophen auf. „Nun, hast Du Dich wenigstens bemüht, die Menschen aufzuklären?“
„Ich richtete,“ antwortete mit Trotz der Richter.
„Hast Du, als Du sahest, daß gegen Ge⸗ setze gehandelt wurde, Dich bemüht, so einen Zustand einzuführen, daß es den Menschen nicht nötig wäre, die Gesetze zu umgehen?“
„Ich habe den Gehalt bekommen, um zu richten!“
Der Richter warf auf den Propheten einen düsteren Blick. Er runzelte noch stärker seine Stirn, seine Augen funkelten.
„Du sprichst ungebührliche Dinge, Prophet, ich muß Dir das bemerken,“ sagte er streng, „fehr gefährliche Dinge! Du denkst zu fret, Prophet. Nach Deinen Worten vermute ich, Du seiest ein Schiit), Prophet. Ein Sunnit darf nicht so denken, Prophet. Deine Worte sind im Buche Sunn vorgezeichnet.“
Der Richter dachte nach.
„Und deshalb, auf grund des vierten Buches Sunn, Seite 123, vierte Zeile von oben, die zweite Hälfte, und auf grund der Kommentare
4) Schiiten und Sunniten sind zwei Richtungen des Miachan eden uns(etwa wie Katholizismus und Proteslantismus im Christentum).
der weisen Alten, unserer Heiligen, klage ich Dich an, Prophet.“
Das hielt der Prophet nicht aus und lachte laut auf.
„Geh' zurück auf die Erde, Richter,“ sagte er;„für uns bist Du zu streng. Bei uns im Himmel sind wir viel besser, viel nachsichtiger.“
Und er schickte den weisen Richter zurück auf die Erde.
„Aber wie willst Du es machen, wenn ich gestorben bin? In welche Formel willst Du das bringen?“
„Ich ersuche Dich, Deinen Tod für ungiltig zu erklären,“ lächelte der Prophet.
„So ist es gut! Auf grund dieser Erklärung geht es. Ich bin einverstanden.“
Und der Richter kam zurück auf die Erde.
(Aus dem Russischen von Dr. L. Sokolewsky.) CT....———.... Aus dem Gießener Standesamtsregister.
Aufgebotene. 4. Dezember: Johann Bürger, Wirt dahier mit Elisabeth Stegmann in Iserlohn. 5. Otto Schmidt, Schreiner dahier mit Marie Lang in Ehringshansen. 6. Friedrich Deiß, Schlosser mit Anna Nicolai dahier. 7. Karl Horn, Bäcker mit Elisabethe Prang dahier. Karl Stork, Kutscher mit Margarethe Mootz dahier. 9. Johann Börstel, Lehramtsassessor in Nidda mit Ottilie Lund dahier. Hermann Klotz, Spengler, mit Lina Klingelmeier dahier.
Eheschließungen. 7. Heinrich Abel, Fuhr⸗ mann mit Elisabethe Reuschling, dahier. Heinrich Decker, Metzger, mit Anna Schlapp dahier. 9. Johann Kloos, Taglöhner, mit Katharine Wormschlag, dahier. 10. Ludwig Schneider, Kaufmann, mit Katharine Döpfer, dahier.
Geborene. Dem Taglöhner Nikolaus Ißberg e. T. Dem Metzgermeister und Wirt Gustav Trinkaus e. T. 5. Dem Kaufmann Joseph Seeler e. T. 6. Dem Schlosser Hermann Güldenpfennig e. T. Dem Werk⸗ meister Wilhelm Schmidt e. S. 7. Dem Eisendreher Franz Ganß e. T. 8. Dem Friseur Otto Rottmann e. T. 11. Dem Handlungsgehülfen Hans Greilich e. T.
Gestorbene. Am 6. Margarethe Jörg, geb. Glas, 51. Jahre alt. 11. Elisabeth Grau, 18 Jahre alt, ohne Beruf dahier.
Marktberichte.
Auf dem Wochenmarkt in Gießen kosteten am 12. Dezember: Butte v d. Mk. 1,20— 1,35, Hühnereier 1 St. 8 10 P eneier 1 St. 0—0 Pfg., Gänseeier per St. 00— 00 Pfg. Käse 1 St. 5—8 Pfg., Käsematte 2 St. 0—0 Pfg., Erbsen per Liter 20 Pfg., Linsen per Liter 30 Pfg., Kartoffeln per 100 Kilo 3,20— 3,50 Mk., Zwiebeln per Ztr. Mk. 4,00 5,00, Milch per Liter 18 Pfg., Tauben per Paar Mk. 0,70 bis 1,00, Hühner per St. Mk. 1,00— 1,20, Hahnen per St. Mk. 0,70— 1,00, Enten per St. Mk. 1,20 bis 2,50, Gänse per Pfd. 52— 60 Pfg.
Fleischpreise. Ochsenfleisch per Pfd. 66— 76 Pfg. Kuh⸗ und Rindfleisch 60—64 Pfg., Schweinefleisch 70 bis 80 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, 84 Pfg., Kalb⸗ fleisch 60— 66 Pfg., Hammelfleisch 50—70 Pfg.
K. 0 Ac ß ß. An unsere Leser! Die Kolporteure sind gehalten, bis zum 15. jeden Monats abzurechnen; wir bitten die Abon⸗
nenten, dies zu beachten. . Die Expedition.
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