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Nr. 5.
Nitteldeutsche Sountags⸗Zeitung.
Seite 7.
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Zur Geschichte des preußischen Königtums.
Am 18. Januar wurde die Feier des 200 jährigen Bestehens des Königreichs Preußen festlich begangen. Natürlich benutzten die By⸗ zantiner aller Sorten die Gelegenheit, auf Kosten der geschichtlichen Wahrheit den preußi⸗ schen Königen alle möglichen Tugenden anzu⸗ dichten, ja sogar ihnen das Verdienst an der geistigen und wirtschaftlichen Entwickelung, die das deutsche Volk bisher genommen, zuzuschreiben. Jeder vernünftige Mensch weiß, daß ein Ein⸗ zelner und sei er der Mächtigste, nicht im Stande ist, die Geschicke eines großen Volkes wesent⸗ lich zu beeinflussen. Zur kulturellen Hebung der Preußen und Deutschen haben aber die preußischen Könige das Allerwenigste bei⸗ getragen. Daran ändern auch die ordenssüch⸗ tigen Schweifwedler mit ihren Verhimmelungen nichts.— Wie weit die Anbetung im Staube geht, zeigt ein Artikel der Zeitschrift„Vornehme Welt“ der also endigt:
„Die Vorliebe des Monarchen(Wilhelm II.) für die deutsche Flotte, für Gewinnung von Landbesitz und Einflußsphären in den außer⸗ europäischen Kontinenten ist bekanut und viel belobt. Seine blendende Erscheinung entzückt, sein Wort gilt als ein gewichtiges, so weit die Sonne scheint. Von dem Tritt seiner Füße bebt die Erde, und sein Volk beugt, in schweigender, wiewohl staunender Bewunderung seines Genies, gas Haupt vor ihm zu Bo⸗ den, in stummer Verehrung, dem er⸗ habenen Grundsatz seines geliebten Monarchen beistimmend: suprema lex regis voluntas.“ (Das höchste Gesetz ist des Königs Wille.)
Ungefähr in derselben Weise reden die Pro⸗ pheten vom allmächtigen Gott!—
Diese Lobhudeleien dämpfte der„Vorwärts“, indem er an der Hand geschichtlicher That⸗ sachen schilderte, wie und unter welchen Um⸗ ständen das Königreich Preußen entstand. Wir dürfen diese historischen Erinnerungen
nsern Lesern nicht vorenthalten und geben sie im Folgenden wieder.
Wie die Krone erworben wurde.
Der erste Anstoß zur Erwerbung der preußt⸗ schen Königskrone ging von dem französischen König Ludwig XIV. aus. Er riet dem Kur⸗ fürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg, der in seinem Solde stand, sich die Königskrone auszusetzen, um so das heilige römische Reich deutscher Ration noch mehr zu zerrütten, als es schon zerrüttet war: je mehr das Reich in kleine selbständige Staaten zerfiel, um so ohn⸗ mächtiger war es gegen die Eroberungsgelüste des französischen Despotismus. Jedoch der Kurfürst Friedrich Wilhelm, so unbedenklich er sich mit französischem Golde für seinen Reichs⸗ verrat bezahlen ließ, hatte Verstand genug, ein⸗ zusehen, daß die Königskrone für sein blutarmes Ländchen von noch nicht zwei Millionen Ein⸗ wohnern eine wnerträgliche Last sein würde, und daß er mit guten Finanzen und Soldaten mehr in europäischen Staatenkonzert bedeute als mit dem leeren Prunk eines königlichen Hosstaats.
Diese bescheidene Einsicht vererbte sich leider nicht auf seinen Sohn, den Kurfürsten Fried⸗ rich III., einen kleinen verwachsenen Mann, von ungemessener Eitelkeit, aber höchst bemessenem Verstand. Sein einziges Trachten ging nach der Königskrone, obgleich ihm seine Minister, keineswegs aus idealen Beweggründen, aber aus der ganz„realpolitischen“ Erwägung her⸗ aus, daß eine Haud voll wirklicher Macht immer noch besser sei als ein noch so blendender Schein von Macht, dringend abrieten. Nach endlosen Jutriguen, und nicht ohne Hilfe von Jesuiten, erteilte der habsburgische Kaiser im November 1700 endlich die Erlaubnis, daß der Kurfürst sich in dem Herzogtum Preußen, das nicht zum Deutschen Reiche gehörte, als König krönen lassen dürfe. Hauptgrund seiner Nachgiebigkeit war, daß er die braudenburgischen Truppen
für seine habsburgischen Hauskriege brauchte. In der That mußte Friedrich III. auf eine Reihe von Jahren hinaus jede selbständige
Politik aufgeben und sich ohnmächtig in die wohlwollende Gnade seiner Nachbarn schicken, für den Genuß, den König zu spielen; die brandenburgischen Landeskinder verbluteten der— weil auf den Schlachtfeldern des spanischen Erbfolgekriegs, der sie in aller Welt nichts anging.
Die Krönung am 18. Januar 1701.
Kaum hatte der Kurfürst den sogenannten Kronenvertrag vom 16. November 1700 in der Tasche, als er sich mitten im Winter auf den Weg machte, um sich in Königsberg krönen zu lassen. Es war eine der größten Kavalkaden, die Deutschland je gesehen hatte. Um sich über⸗ haupt fortbewegen zu können, mußte sie in vier Abteilungen zerlegt werden; außer den aus Berlin mitgeführten Pferden waren 30000 Vorspannpferde nötig, die natürlich die armen Bauern liefern mußten.
Am 17. Januar stiftete der Kurfürst den hohen Orden vom Schwarzen Adler, als erster Ordenskanzler fungierte der Graf Kolb von Wartenberg, von dem wir gleich mehr hören werden. Am 18. Januar erfolgte dann die Krönung, in deren Schneiderpracht der Leser vielleicht einen flüchtigen Blick thun mag:„Der König trug ein Scharlachkleid, dessen Knöpfe Diamanten, je 3000 Dukaten an Wert, waren, und einen Mantel von purpurfarbenem Sammt. Der Mantel war über und über mit in Gold gestickten Kronen und Adlern bestreut und wurde von einer prachtvollen Agraffe von drei großen Diamanten, eine Tonne Goldes Wert, zusam⸗ mengehalten. In diesem Ornat bestieg der König den Thron im Saale des Königsberger Schlosses und setzte sich die vom Oberkammer⸗ herrn v. Kolb auf den Knieen präsentierte Krone auf. Nach diesem Akte der Selbstkrönung begab er sich in die Zimmer der Königin, um diese zu krönen. Sie trug ein Kleid von Goldstoff, mit Ponceaublumen durchtränkt, an dem alle Nähte und die ganze Brust mit Diamanten be⸗ deckt waren, dazu trug sie noch rechts an der Brust einen Strauß der schönsten Perlen und übrigens einen Purpurmante“ mit goldenen Kronen und Adlern, ganz wie der König. Die Krone empfing sie von ihm knieend, aber mit völliger Unbefangenheit, daß sie während der langweiligen Zeremonie durch eine Prise sich eine angenehme Zerstreuung zu machen versuchte, was der grabitätische König sehr übel vermerkte und dem Unterfangen durch eine Zurecht⸗ weisung seinen wohlverdienten Lohn zukommen ließ.“ Nach der Beschreibung der kirchlichen Einsegnung, die darauf folgte, wird der Leser wohl kein Verlangen tragen.
Dann aber wurde die neue Krone durch prunkende Feste ununterbrochen bis zum 8. März verherrlicht; in Anreden und Predigten wurden teils biblische, teils griechisch⸗römisch⸗mythologische Groteskbilder nach dem Bombaststil der Zeit in überschwenglicher Fülle ausgespendet, der neue König unaufhörlich als„zweiter Salomo“ gefeiert. Für die Rückreise brauchte er uater unaufhörlichen Schwelgereien reichlich zwei Monate; erst am 6. Mai zog er durch sieben Ehrenpforten in Berlin ein. Nun folgten neue Feste und Lustbarkeiten, bis am 22. Juni ein großes Dank⸗, Buß- und Betfest den ganzen Trubel beendete, der dem ausgesogenen Lande mindestens sechs Millionen Thaler gekostet hat, was damals natürlich eine ganz andere Summe bedeutete als heutzutage.
Der neue Salomo.
Der König Friedrich J. füllte seine Tage nunmehr mit dem lächerlichsten Etikettewesen aus, nach dem Muster des französischen Hofes. Während an diesem Hofe aber doch immer noch große politische Interessen mitspielten, fehlten sie gänzlich am preußischen Hofe, der ja eben auf die Politik verzichtet hatte, um mit der Krone zu spielen. Die niedrig en Kabalen des Hofgesindes drängten sich um den neuen Salomo, der darin vergnügt als in seinem eigenstem Element plätscherte.
Seinen Oberkammerherrn, den Grafen Ko b von Wartenberg, besoldete er mit einem Jahres- gehalt von 100000, nach Andern gar 123000, den Obermarschall v. Printzen mit jährlich
40000 Thalern. würdenträgern folgte ein ganzes Gevölk von Kammerherren, Kammerjunkern und Kammer⸗ dienern, die alle für ihr Nichtsthun mit uner⸗ hörten Gehältern belohnt und alle Augenblicke mit der unstnnigsten Pracht neu eingekleidet wurden. Dabei suchte man nicht etwa die An⸗ fänge der preußischen Industrie durch Aufträge zu fördern, sondern bezog all den kostspieligen Tand aus Paris, da der neue Salomo wünschte, das auch das Ausland etwas von seinem splendiden Glanz abbekäme. Wenigstens an einer Probe mag gezeigt
werden, wie er sich huldigen ließ. Als seine
erste Enkelin getauft werden sollte, befanden sich die Könige von Dänemark und Polen bei ihm zum Besuch. Ein adeliger Höfling verglich nun in einem Gedicht die neugeborene Prinzessin mit dem Christkind und die drei Könige mit den Königen aus dem Morgenland, die gekom⸗ men seien, es anzubeten. Das machte einen so tiefen Eindruck auf den König, daß er dem „Dichter“ ein Geschenk von tausend Dukaten reichen ließ.(Fortsetzung folgt.)
Humoristisches.
Ein Pechvogel. Einige Tage nach der letzten großen Ziehung der zweiten hessischen Landeslotterie ent⸗ spann sich zwischen zwei Einwohnern eines hessischen Landstädtchens folgendes Zwiegespräch:„No, Hannes, hoste vorgeschtern aach ebbes in de Lotterie gewunne?“
„Ich? Gewunne? Joo, des bassiert mir mei Lebdog net. Waste Philipp, wann emol su e Joahres fuffzeh Zuchthaus zu verluste sein, do sein eich gewiß mit eme Fünftellos debei beteiligt.“
Der Erbpirnz.„Meine Puppe schreit Mama, wenn man sie auf die Brust drückt.“
„Das ist noch gar nichts, wenn ich groß bin, be⸗ komme ich sechzig Millionen Puppen, die schreien Hurra, wenn man sie auf den Bauch tritt.“
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Litterarisches.
Für Gewerkschaften, Vereine und die Ar⸗ beiter überhaupt hat die Buchhandlung Vorwärts, Berlin, soeben eine Sammlung: Billige Führer durch die Arbeiterversicherungsgesetze er⸗ scheinen lassen, und zwar je einen Führer durch das a) Invaliden⸗, b) Gewerbe⸗Unfall⸗, c) Bau⸗ Unfall- und d) Farst⸗ und Landwirtschafts⸗ Unfall⸗Versicherungsgesetz. Jedes Heft kostet 25 Pfg. enthält ausführliches Sachregister, Musterformulare, und empfiehlt sich den Arbeitern um des willen, weil der ganze Jahalt des Gesetzes nicht paragraphenweise hergezählt, sondern nach der Materie populär zusammenge⸗ faßt ist, so daß der Arbeiter sofort sich Rat holen kann. Bei der finanziellen Wichtigkeit dieser Gesetzmaterie ist eine genaue Kenntnis der Rechte und Pflichten für jeden Arbeiter unerläßlich.
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Die Sozialdemokratie in der Gemeinde⸗ vertretung ist eine Frage, die für unsere Partei brennend geworden ist, so daß die sozialistischen Gemeinde⸗ vertreter bereits zu regelmäßigen Konferenzen sich ge⸗ zwungen sehen. Das eben im Verlage der Buchhand⸗ lung Vorwärts in Berlin zum Preise von 50 Pfg. er⸗ schienene Protokoll der 2. Kouferenz sozial⸗ demokratischer Gemeindevertreter der Provinz Brandenburg, die zu Weihnachten in Berlin tagte, ent⸗ hält Referate zu den wichtigsten Fragen, die zur Zeit die Gemeindevertretungen beschäftigten z. B. Kom⸗ munale Wohnungspolitik, Kommunalwahl-⸗ gesetz⸗ Reform, Gesundheitspflege, Landge⸗ meinde ordnung, nächste Aufgaben der sozial⸗ demokratischen Gem eindevertreter usw. Wenn natürlich auch den kleinen Gemeinden nicht so große Aufgaben gestellt sind wie den großen Städten, so bietet doch das Protokoll gleichsam für alle sozialistischen Ge⸗ meindevertreter die Richtschnur, nach der sich ihre Thätig⸗ keit im Kleinen zu richten hat. Wir empfehlen daher das Protokoll unseren Lesern zum Studium und zur Aufklärung.
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Auf das Lieferungswerk: Gesundheitsschutz in Staat, Gemeinde und Familie machen wir unsere Leser wiederholt aufmerksam. Soeben ist das 17. und 18. Heft erschienen. Diese enthalten: Die Wohnungsfrage.— Die Ernährungs⸗ und Verdauungsorgane.— Die Verdauung und ihre Pflege.— Zahn⸗, Mund⸗ und Rachenkrankheiten.— Magen⸗ und Darm⸗ krankheiten.— Bauchfell⸗ und Leberkrank⸗ heiten.— Stoffwechselstörungen.— Die Harnorgane.
Diesen beiden obersten Hoch⸗


