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Nr. 35.
Mitteldenutsche Sountags⸗Zeitung.
Seite 5.
ist besonderes Augenmerk auf die Schleppdampfer während der Bergfahrt zu richten.“
Zum Krosigk⸗Prozeß. Gegen das den Sergeanten Hickel frei⸗
sprechende Erkenntnis hat der Gerichtsherr Revision eingelegt.
Aus dem Wahlkreise Marburg⸗ Kirchhain. St. Marburg, 28. August 1901.
— Handwerkskammer. Am 16. d. Mts. fand im Saale des Kaufmannshauses zu Kassel eine ordentliche Vollversammlung der Handwerkskammer für den Reg.⸗Bez. Kassel und das Fürstentum Waldeck statt, welche vom Reg.⸗Assessor Listemann eröffnet und geleitet wurde. Infolge von Differenzen innerhalb des Vorstandes hatten der Vorsitzende sowie zwei weitere Vorstandsmitglieder ihre Aemter nieder⸗ gelegt, sodaß Beschlußunfähigkeit eintrat. Vor Eintritt in die Tagesordnung fand eine Be⸗ sprechung behufs Beilegung 51 0 75 Differenzen statt und beantragte Heuser⸗Marburg hierzu Ausschluß der Oeffentlichkeit, welchem Antrage durch Mehrheitsbeschluß stattgegeben wurde. Hierdurch war auch der Gesellen⸗Ausschuß zum Verlassen des Saales gezwungen. Da hatten die Gesellen wieder einen prächtigen Beweis von der Herrlichkeit der ant de der Nachdem dann die Ergänzungswahl des Vor⸗ standes stattgefunden hatte, wurde der Entwurf der Meisterprüfungs⸗ Ordnung mit geringen Abänderungen angenommen. Prüfungsausschüsse sollen errichtet werden in: Kassel, Marburg, Fulda, Hanau, Eschwege und im Fürstentum Waldeck. Zur Regelung des Lehrlingswesens gelangten nach längerer Debatte, in welcher u. a. das Mitglied des Gesellenausschusses, Mohr⸗ Marburg auf die Notwendigkeit genügender Schulkenntnisse der aufzunehmenden Lehrlinge hingewiesen hatte, die Berliner Vor⸗ schriften zur Regelung des Lehrlingswesens zur Annahme. Die Probezeit kann von 4 Wochen auf 3 Monate ausgedehnt werden. Ob all' dies dem Handwerk wieder auf die Beine zu helfen vermag? Wir bezweifeln es stark.
— Flugblätter. Die laut Versamm⸗ lungsbeschluß beschafften Flugblätter gegen den Brotwucher sind eingetroffen. Die Genossen werden ersucht, sich recht zahlreich an der bald vorzunehmenden Verbreitung zu beteiligen. Die Flugblätter sind Hofstatt Nr. 24111 abzuholen. — Ebenso sind die Petitionslisten gegen den Brotwucher eingetroffen und ebenda zu haben. Es wird gebeten, dieselben bei der Zirkulation möglichst vor Beschmutzung zu bewahren und die Eintragung der Namen mittelst Tinte zu bewirken. Alle über 17 Jahre alte Personen, auch Frauen und Lehrlinge, sind zur Unter⸗ zeichnung berechtigt. Genossen! Sorgt für recht zahlreiche Unterschriften!
— Totgestürzt. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch gegen 3 Uhr stürzte aus dem Fenster des 3. Stockes eines Hauses am Pilgrimstein ein Student auf das Straßenpflaster herab und blieb sofort tot. Der Verunglückte hatte tags zuvor sein Examen als Dr. med. glücklich bestanden.
O. Ein brutaler Gewaltakt gegen das gesetzlich gewährleistete Koalitionsrecht wurde seitens der Firma„Westerwälder Basalt⸗ steinbrüche“ A.⸗G. gegen ihre Arbeiter ver— übt. Bekanntlich fand am vorletzten Sonntag in Biedenkopf eine öffentliche Steinarbeiter⸗ versammlung statt, welcher auch die Arbeiter obengenannter Firma beiwohnten. Schon am folgenden Morgen, noch vor Beginn der Arbeits⸗ zeit, erhielt der Polier der Firma, N. Amann, (der Vertrauensmann der Biedenkopfer Stein⸗ arbeiter) von derselben ein Telegramm, worin er angewiesen wurde, wegen Arbeitsmangel sämtliche Arbetter, 27 an der Zahl,— darunter mehrere Famil kenväter— sofort zu entlassen; welchem Befehl er sebstverständlich nachkommen mußte. Kurz darauf erhielt auch der Polier selbst seine Entlassung zugestellt. Die so plötz⸗ lich aufs Pflaster geworfenen Arbeiter werden natürlich ihre Forderung auf Zahlung eines 14 tägigen Lohnes gerichtlich einklagen. Einige
von der Firma bereits engagirte Streikbrecher erklärten sich aber, nachdem sie über die Sachlage informirt waren, mit den ausgesperrten Arbeitern solidarisch und zogen wieder ab. Zuzug tst fernzuhalten!(Weiterer Bericht folgt.)
— Der vornehmste Rock scheint der eines Postschaffners 1 e wenigstens nicht nach der Ansicht des Marburger Nord⸗ bahnhof⸗Wirtes. Dieser wies nämlich kürzlich einen Postschaffner aus dem Garten, weil er nicht„standesgemäß“ gekleidet sei. Dabei hatte der Betroffene seine funkelnagelneue Uaiform an! Aber der Wirt motivierte auch sein Vor⸗ gehen: es könnte nämlich der Herr Post⸗ direktor in den Garten kommen und sich durch die Anwesenheit des plebejischen Schaff⸗ ners unangenehm berührt fühlen. So ver⸗ urteilenswert nun das Verhalten dieses Wirtes für die oberen Zehntausend sein mag, wir haben Ursache, uns darüber zu freuen. Denn es trägt dazu bei, den Unterbeamten die Klassenunterschiede und⸗-Gegen⸗ sätze zum Bewußtsein zu bringen, die viele von ihnen noch nicht erkannt haben.
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Arbeiterbewegung.
T Eininter nationaler Glasarbeiter⸗ Kongreß, der von Delegirten aus Dänemark, England, Frankreich, Deutschland, Oesterreich, und der Schweiz besucht war, tagte diese Woche in Hannover— Selbstverständlich war unter Anderem auch der Generalstreik der deutschen Glasarbeiter Gegenstand der Erörterung. Die Engländer verpflichten sich, die ausständigen Flaschenmacher in Deutschland zu unterstützen und sollte es auch ihren ganzen Streik⸗ fonds, der 1 Millionen beträgt, kosten. Gleichzeitig trafen abermals 20000 M. aus England ein.
Kleine Mitteilungen.
** Sittlichkeitsverbrechen. Wegen des Verbrechens der Vornahme unzüchtiger Handlungen mit Kindern unter 14 Jahren wurde in Rockenberg bet Butzbach der Dachdecker Ruppenthal verhaftet.— Aus dem gleichen Grunde wurde in Rüddings⸗ hausen ein bereits über 50 Jahr alter un⸗ verheirateter Mensch verhaftet.
* Grauenhaft verstümmelt wurde ein bei der Dreschmaschine in Büdes heim beschäftigter Arbeiter. Er geriet in das Räder⸗ werk derselben, wobei ihm ein Arm aus⸗ gerissen, und er am Kopfe schwer verletzt wurde. Der Arm kam zerstückelt aus der Maschine heraus. Kurze Zeit nach dem Un⸗ fall trat der Tod des Unglücklichen ein.
u Ein zweites Schadenfeuer inner— halb einer Woche äscherte am Sonntag Abend in Biedenkopf zwei Häuser ein. Man ver⸗ mutet Brandstiftung. Wegen des ersten Brandes wurde bereits eine Untersuchung eingeleitet.
** Wegen Unterschlagung wurde ein Postassistent in Gladenbach verhaftet.
* Ein schweres Bauunglück ereignete sich in Basel. Ein Neubau stürzte ein und begrub 15 Arbeiter. 2 sind tot, 4 schwer, die andern leichter verletzt.
* Die Bauunfälle mehren sich in unheimlicher Weise. Vorigen Samstag stürzte wiederum in Frankfurt ein Weißbinder beim Abtragen des Gerüstes vom vierten Stock eines Hauses in der Kaiserstraße herab. In's städtische Krankenhaus verbracht, starb er bald darauf.
* Eingrausiger Unglücksfall ereignete sich vorigen Mittwoch im Farbwerke Höchst a. M. Im Naphtolraume waren Arbeiter mit dem Füllen eines Kessels mit Naphtalin be⸗ schäftigt; plötzlich fing die Masse Feuer und stand der Raum in wenigen Minuten in Flammen. Der Arbeiter Bender, dessen Kleider ebenfalls von den Flammen ergriffen wurden, erhielt schreckliche Brandwunden am ganzen Körper, sodaß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Auch der Arbeiter Hahling erhielt Brandwunden. Beide wurden in das städtische Krankenhaus aufgenommen.— Große Aufregung hat es unter den auf dem Farbwerke beschäftigten
Berufes in derselben Gegend zu verdienen pflegen.
Arbeitern, sowie unter der Bevölkerung hervor⸗
erufen, daß gerade im Naphtolraume solche schwerez Unfälle vorkommen; denn in einem Zeit⸗ raume von etwa einem Jahre ist dies schon das dritte Brandunglück.
Partei-Uachrichten.
Um die Angelegenheit der Hamburger Akkordmaurer und den Spruch des Schiedsgerichts und der Parteikontrolleure findet in der Parteipresse eine lebhafte Diskussion statt. Nach einem längeren Artikel Bernsteins folgte einer des Gen. Parvus, dann antwortete wieder Gen. David auf den Bernstein'schen Artikel. Mit viel Scharffinn wird das Verhältnis der Partei zu den Gewerkschaften auseinanderzusetzen gesucht, der Schiedsspruch kritistert und verteidigt.— Wir meinen, das Verhältnis zwischen Partei und Gewerkschaft spielt bei dieser Angelegenheit gar keine Rolle; unseres Er⸗ achtens wäre nur die Frage zu beantworten, ob die Betreffenden ehrlos gehandelt oder grobe Verstöße gegen die Grundsätze der Partei sich haben zu schulden kommen lassen.— Zweifellos wird der Fall eine eingehende Erörterung auf dem Parteitage erfahren.
Zu der Erhöhung der Beiträge innerhalb der hessischen Landesorganisation schreibt man uns aus Daubringen, daß dort allerdings bisher 20 Pfg. Monatsbeitrag erhoben wurden, dazu sei man aber durch die Einführung der Sterbekasse gezwungen gewesen. 10 Pfg. davon behielte die Lokalkasse; dieser Betrag sel aber auch absolut nötig zur Bestreitung der Ausgaben. Nach dem neuen Organisationsstatut müsse man 25 Pfg. monatlichen Beitrag erheben, das sei den Daubringer Genossen nicht möglich durchzuführen, weil sie außerdem noch gewerkschaftliche Beiträge zahlten und sich die Lebens⸗ haltung verteuert habe.„Der Delegierte zur Landes⸗ konferenz ist beauftragt, gegen die Erhöhung zu stimmen, diese würde uns zwingen, aus der Kreisorganisation auszuscheiden und uns nur lokal zu organisteren.“— Die Daubringer Genossen werden wohl ihre Ansicht noch etwas revidieren müssen. Kein vernünftiger Genosse wird wegen ganzen fünf Pfennigen den Monat seiner Organisation untreu werden. Was sagen denn die Genossen, wenn ihnen die Agrarier den hundert⸗ fachen Betrag aufhalsen? Opfer müssen wir bringen; thatsächlich werden die meisten von den städtischen Genossen gebracht, obwohl es manchmal den auf dem Lande viel leichter fallen dürfte.
Versammlungskalender. Samstag, den 31. August.
Gießen. Sozialdem. Wahlverein. Abends 9 Uhr Versammlung bei Orbig.
Montag, den 2. September.
Gießen. Glaserverband. Abends ½9 Uhr Ver⸗ sammlung bei Orbig.— Tapeziererverband. Abends 1/9 Uhr Versammlung bei Lö b(Wiener Hof).
Dienstag, den 3. September.
Gießen. Gewerkschaftskartell.
Sitzung bei Orbig.
Briefkasten.
H.⸗Lauterbach. Unverkürzt wäre es des Guten etwas zu viel gewesen. J. B.⸗Frischborn. Inva⸗ lidenrente kann beanspruchen, wer nicht mehr im Stande ist, durch eine seinen Kräften und Fähigkeiten entsprechende Thätigkeit, unter Berücksichtigung seiner Ausbildung und seines bisherigen Berufes, ein Drittel desjenigen zu erwerben, was gesunde Personen seines Vor⸗ ausgesetzt natürlich, daß er mindestens 200 Marken ge⸗ klebt hat. Verdient der Mann in Ihrem Falle mehr, so kann er entsprechend seines Verdienstes auch zur Steuer herangezogen werden. Will er Ansprüche erheben, muß er sie zunächst bei dem Bürgermeister einreichen.— Wegen der Riedeselschen Forstwarte Antwort nächstr Nr.
Aus dem Gießener Standesamts register.
Eheschließungen. 27. August: Ludwig Raab, Feldwebel dahier mit Marie Batz in Eschen cod.
Geborene. 19. August: Dem Schlosser Karl Reiber e. S. 19. Dem Eisendreher Karl Enz e. T. 20. Dem Bildhauer Friedrich Winkler e. S. Dem Monteur August Hotz e. S. 22. Dem Institutsvor⸗ steher Dr. Franz Kübel e. T. Dem Kaufmann Bern⸗ hard Stern e. T. Dem Fuhrmann Heinrich Otto e. S. Dem Glaser Wilhelm Kreß e. T. 23. Dem Kutscher Heinrich Völpel e. S. 25. Dem Bremser Balthasar Dapper e. S. 26. Dem Hoboist Wilhelm Andrä e. T.
Gestorbene. 28. August: Elisabethe Vogelhöfer, geb. Habermehl, 50 Jahre alt, Ehefrau des Cigarren⸗ machers Wilhelm Vogelhöfer dahler. Katharine Gold⸗ stein, 2 Mte. alt, Tochter des Mechanikers Vitus Gold⸗ stein dahier. 29. Emilie Rinn. 9 Mte. alt, Tochter des Hausverwalters Johann Rinn dahier.
Abends 9 Uhr


