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Nr. 30.
Mitteldeutsche Sonntags⸗Zeitung.
Seite 7.
besitzen durfte, als er ernähren konnte. In der doppelten Moral, die in Bezug auf die Geschlechter noch allgemein herrscht, sehen wir ein Zeichen dieses Rückstandes.
Trotzdem erfreute sich die Frau der alten Zeiten einer großen Hochachtung und übte merklichen Einfluß. Denn ihr arbeitsreiches Leben war ein wichtiges Glied in der Kette menschlicher Verrichtungen. Den Acker baute der Mann, wie er früher die Herden gehütet; aber die Zubereitung der Rohstoffe zum täglichen Gebrauch war einzig ihre Arbeit. Spinnen, weben und nähen, Brot backen, Fleisch einsalzen und Früchte einlegen, Seifekochen und Lichter⸗ ziehen, sowie alle weiteren Bedürfnisse des Haud⸗ halts waren in ihre Hand gegeben. Der Mann ohne Weib hatte auch kein Heim und war der Not ausgesetzt. Aber aus dieser Hochburg riß sie die Maschine und der Großbetrieb, der sich in ungeahnter Ausdehnung zeigte. Er arbeitet
besser und billiger als die Hand und hat ihren
Wirkungskreis sehr eingeengt— und sie zugleich entbehrlich gemacht für die Hauswirtschaft. Die Ehe wird dadurch zu einer Belastung für den Mann, der er sich um so weniger unterwerfen mochte, als ihm die Prostitution Befriedigung seines Geschlechtstriebes bietet, ohne ihm weitere Pflichten aufzuerlegen. Dem besitzlosen Arbeiter ist die Ehe nach wie vor nur möglich durch Mitarbeit der Frau um das tägliche Brot. Weniger als in den höheren Klassen, aber auch noch merklich genug erweitert sich die Kluft zwi⸗
schen Mann und Weib. Die steigende Kultur
bietet dem Geist eine Fülle von Aufgaben, die Kunst stürmt mit tausend neuen Reizen auf seine Sinne ein. Die Politik verlangt ihr Recht, der Luxus übt seine verführerische Macht und dringt auch in die bescheidensten Verhältnisse. Das ruhige Familienglück scheint in der allgemeinen Hetzjagd zu schwinden.
Wird mit steigender Zivilisation die Ehe überhaupt schwinden?
Nichts wäre thörichter als diese Annahme. Denn immer wird die Frau Gobärerin der kommenden Generation bleiben, immer wird die Liebe Mann und Weib vereinigen. Aber die höhere Kultur muß eine höhere, reinere Form der Ehe bringen, als die untergehende Wirtschaftsordnung der Gegenwart sie bietet.
In der heutigen Ehe ist es noch einer der ehrenwertesten Gründe des Zusammenhaltens in
so vielen Fällen, daß man sich nicht trennt, um
nicht den Kindern das Heim zu nehmen. Und es läßt sich nicht leugnen, daß hier eine sittliche Pflicht waltet, obgleich die innerlich zerrüttete Ehe auch für die Kinder nicht förderlich sein
kann. Von der Zukunft aber erwarten wir eine
Erziehung nur durch berufene— von der Natur berufene Pädagogen, welche in wirksamer Weise die Entfaltung der Einzelpersönlichkeit in jedem Schüler pflegen und dabei die Unterordnung unter das höhere Gesetz der Menschlichkeit in die junge Seele pflanzen. Körper und Geist zu
harmonischer Ausbildung gebracht— die schönste
Anfgaben für den Erzieher— erfordert aber den ganzen Menschen und auch das ganze Kindes⸗ leben, nicht für einige Stunden, sondern in Er⸗ ziehungshäusern. So wird im allgemeinen Bil⸗ dung gesichert, im Gegensatz zu den gegenwärtigen
trostlosen Zuständen.
Nicht der einzelne Lehrer, nicht die einzelne Familie trägt die Verantwortung für die be⸗ stehenden Uebel. Aber das ganze System, dem sie entspringen, ist morsch, zum Abbruch reif. Nicht einen gewaltsamen Einsturz hoffen wir zu
erleben, wohl aber ein allmähliches Versinken
des Toten zu lebendiger Erneuerung. Möge das neue Geschlecht den ragenden Bau für sein Heim in seiner Weise ausbauen— nur in schwachen Andeutungen läßt sich dessen Gestaltung Erst das volle Leben wird die Schatten des Kommenden mit Farbe und frischer Kraft erfüllen. Auf besserer, festerer Grundlage einer sozialen Wirtschaftsform wird die Kultur der Zukunft ihren herrlichen Tempel errichten. Und auch hier werden in idealer Form Ehe und Kindererziehung Schlußstein und
Krönung des Gebäudes sein.
Der Herrgott und die Könige. Von Karl Ewald.
Einmal wurden die Menschen ihrer Könige so überdrüssig, daß sie beschlossen, an den Herr⸗ gott eine Deputation zu schicken und ihn um Hilfe zu bitten.
Die Deputation wurde an der Himmels⸗ pforte gnädig aufgenommen und zur Audienz vor⸗ gelassen, sobald die Reihe an sie kam. Als aber der Sprecher sein Anliegen vorgetragen hatte, 1 0 der Herrgott verwundert den Kopf nnd agte: f
„Ich verstehe kein Wort von dem, was Du sagst. Ich habe Euch niemals Könige gegeben.“
Da schrieen sie Alle durcheinander: die Erde sei voll von Königen, die behaupteten, von Gottes Gnaden zu herrschen.
„Davon weiß ich nichts,“ sagte der Herrgott. „Ich schuf Euch Alle gleich und nach meinem Bilde. Lebt wohl!“
Damit war die Audienz vorbei. Die Depu⸗ tation aber setzte sich vor die Himmelspforte und weinte bitterlich.
Als nun der liebe Gott das erfuhr, da fühlte er Mitleid mit ihnen und hieß sie wieder herein⸗ kommen.
Er rief einen Erzengel herbei und sagte zu ihm:„Schlag in dem Buche nach, in dem ich alle Plagen aufgezeichnet habe, mit denen ich die Menschen um ihrer Sünden willen heimgesucht 95 und sage mir, ob darin etwas von Königen steht.“
Das Buch war sehr dick, und der Engel brauchte einen ganzen Tag zur Durchsicht. Als er gegen Abend fertig war, meldete er, daß er nichts gefunden habe.
Da wurde die Deputation wieder vorgelassen, und Gott sprach:„Ich weiß nichts von den Königen. Lebt wohl!“
Da verfielen die Armen in so fücchterliche Verzweiflung, daß der Herrgott abermals Mit⸗ leid mit ihnen empfand.
Wiederum rief er den Engel und sagte zu ihm:„Sieh in den Büchern nach, in denen ich all das Elend aufgezeichnet habe, das über die Menschen ihrer dummen Gebete wegen kam, da⸗ mit sie einsehen möchten, daß meine Ratschläge weiser sind als die ihren. Und teile mir mit, ob dort etwas von Königen stehlt.“
Der Engel that. wie ihm befohlen war. Er hatte aber zwölf dicke Bände durchzusehen, und es dauerte daher zwölf ganze Tage, bis er mit seiner Arbeit fertig wurde. Und er fand nichts.
Da ließ der liebe Gott die Deputation zum letzten Mal vortreten und sagte:„Ihr müßt wirklich unverrichteter Dinge wieder nach Hause zurückkehren. Ich kann nichts für Euch thun. Die Könige sind Euere eigene Erfindung, und wenn Ihr ihrer überdrüssig seid, so müßt Ihr selber sehen, wie Ihr mit ihnen fertig werdet.“
Sprüche zur Lebensweisheit. Weltfrieden. In Afrika Kriege, In Europa Intrigue, Und da spricht man hinieden Vom Frieden! Kory Towska.
Vereinigt werden Viele stark,
Sind einzeln sie auch ohne Mark; Mit einem Seil, aus Gras gewunden, Wird selbst der Elefant gebunden.
Vor allen andern Schätzen hat der Wissens schatz, Den Männer in sich tragen, auf den ersten Platz Den Anspruch; rauben kann kein Dieb, kein König ihn; Er ist nicht lästig, wenn wir in die Fremde ziehn. (Indische Sprüche.)
Wüßte das Pferd seine Kraft zu nützen, Bliebe kein Einziger darauf sitzen.
Gemeinnütziges.
Eine Trunksuchtsstatistik. Welch' schwere wirtschaftliche, gesundheitliche und sittliche Nach⸗ teile unserem Volke aus dem Alkoholismus erwachsen, dem vielfach auch unter dem Studenten-
tum gehuldigt wird, ist im allgemeinen bekannt. Ebenso, daß die gesundheitsgefährliche Wirkung des Alkoholismus sich nicht auf den Alkoholiker selbst beschränkt, sondern vielfach auch dessen Abkömmlinge in bedenklicher Weise in Mitleiden⸗ schaft gezogen werden. Dagegen fehlen vielfach noch die statistischen Unterlagen für die genaue Berechnung und die ziffernmäßige Darstellung dieser nachteiligen Folgen sowohl in Bezug auf die sittliche und leibliche Gesundheit der Be⸗ völkerung. Auf eine Anregung im preußischen Landtag hat der Minister der geistlichen und Medizinal⸗ Angelegenheiten das kgl. Statistische Bureau beauftragt, soweit das ohne zeitraubende und umfangreiche Erhebungen möglich ist, die zur Beurteilung der Sache dienlichen statiist i⸗ schen Daten zu sammeln und sachgemäß zu bearbeiten. Hoffentlich versäumt man dabei nicht, namentlich den Beruf der Alkoholiker anzugeben, damit nicht der Glaube genährt werde, als fröhne bloß das sogenannte„Volk“ dem Alkoholismus, das häufig erst durch schlechte Ernährungsverhältnisse zum Alkoholismus ge⸗ drängt wird.
Humoristisches. Im Tempel der Gerechtigkeit.
Warum man nur das Klassenwahlsystem nicht auch gleich auf die Strafvollstreckung überträgt? Ver⸗ brecher der ersten Wählerklasse— Festung; der zweiten Wählerklasse— Gefängnishaft; der dritten Wählerklasse — Zuchthaus! Es wäre doch besser, wenn das gleich im Gesetz ausgedrückt wäre, damit nicht schließlich ein Richter in falschen Verdacht kommt.
*
Richter:„So... Hunger haben Sie g' habt.. Das ist kein Grund... ich hab' auch Hunger.. bei⸗ nahe alle Tage und stehl' deswegen doch nicht!—
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Der Prinz v. Arenberg: Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie andere Mörder, Räuber, Diebe, Sittlichkeitsverbrecher oder gar wie sozialdemokratische Redakteure, Agitatoren und Streikpostensteher!
(Südd. Postillon.)
Schwarzkünstler.
Ein Weiser, der just aus dem Kerker kam,
Von Gutenbergs neuer Kunst vernahm
Und schaute dankend zum Himmel auf:
„Jetzt mag sich wenden der Zeiten Lauf!
Nach langer Nacht mag endlich auf Erden
Der Menschheit Licht und Freiheit noch werden!“
Ein Pfäfflein sah ihn und strich den Bauch:
„Gemach, mein Herrlein, wir drucken auch!“ („Igd.)
Neu eingelaufene Schriften.
Von dem Lieferungswerke:„Gesundheitsschutz in Staat, Gemeinde und Familie“ von Emanuel Wurm ist soeben das 3. nnd 4. Heft erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Die Abstammung des Meuschen.— Affe und Meusch.— Der mensch⸗ liche Körperbau.— Lebensdauer, Krankheits⸗ häufigkeit und Sterblichkeit.— Unsere kleinsten Feinde. Außerdem enthält Heft 4 eine farbige Tafel. „Spaltpilze oder Bakterien“. Das Werk wird in 25 Heften à 20 Pfg. komplett vorliegen. Das Studium dieses Werkes, dessen Anschaffung kein Arbeiter versäumen sollte, ermöglicht einem Jeden, wirksame und geeignete Vorkehrungen gezen Krankheiten zu treffen, wodurch die Anschaffungskosten desselben sich vielfältig lohnen!
In Gießen bei H. Schneider, Sonnenstraße 25, beziehbar.
Ein großer Forschritt auf dem Gebiete der Säuglings⸗ nährmittel ist Dr. med. Thein⸗ Jhard's lösliche Kinder⸗ 2 nahrung, welche sich in der
N Verwendung mit verdünnter Kuhmilch als außerodentlich brauchbar erwiesen hat: denn die zum Gedeihen des Kindes be⸗ dingten Nährstoffe erscheinen in der fertigge⸗ kochten Dr. Theinhardt's Säuglingssuppe in nahezu demselben prozentualen Verhältnis wie in der Muttermilch. Die gänzliche Abwesenheit von roher Stärke, die leichte Verdaulichkeit, die einfache Zubereitung und der billige Preis, welcher auch Minderbemittelten den andauernden Gebrauch möglich macht, sowie die günstigen Ernährungs⸗ resultate, die in jahrelanger, ärztlicher Praxis damit erreicht worden sind, machen die Dr. med. Theinhardt's lösliche Kindernahrung zu einer Säuglingsnahrung, gegen deren Anwendung heute 1150 berechtigter Cinspruch mehr erhoben werden ann.
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