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Nr. 12.
Mitteldeutsche Sonntags⸗Zeitung.
Seite 7.
mus verfallen sind. Allein es kann, unseres Erachtens, auch kein Zweifel darüber bestehen, daß der Alkoholismus mit seinen Schäden und Verheerungen da am krassesten auftritt, wo der Pauperismus am meisten vorgeschritten ist. Der schlechte Fusel, den die Junker brennen, wird bei den Aermsten„Nahrungs“-resp. Stärkungs⸗ mittel und Tröster zugleich, um hinterher um so schlimmere Nachwirkungen zu hinterlassen.
Wenn man mit Polizeimaßregeln vorgehen wolle, so würde man damit bei Reichen und Armen nur den„heimlichen Suff“ fördern. Bei⸗ spiele dafür bieten Nordamerita und England in Hülle und Fülle. Gerade die amerikanischen Zustände mit den kleinlichen Verfolgungen bieten das abschreckendste Bild, denn die harmlose Fröhlichkeit des mäßigen Genusses geistiger Ge⸗ tränke ist doch noch kein„Alkoholismus“ oder gar„Völlerei“, wie die Fanatiker der„Mäßig— keit“ zu sagen pflegen. Wir sind ja überzeugt, daß sich in der deutschen Sozialdemokratie nie— mand befindet, der seine Genossen den Scherereien amerikanischer Temperenzler aussetzen will. Allein wer bürgt uns dafür, daß die Wirkungen der gesamten antialkoholistischen Agitation in Deutsch— land nicht ganz andere sind, als man zur Zeit erwartet?
Nur keine englischen und amerikanischen Zu⸗ stände! Wir haben ohne sie schon Muckerei genug in Deutschland.
Der wirksamste Kampf gegen den Alkoholis⸗ mus ist und bleibt unseres Erachtens der Klassen⸗ kampf der organisierten Arbeiter gegen die kapi⸗ talistische Ausbeutung. Wo es in diesem Kampfe gelingt, die Lebenshaltung des Proletariers zu erhöhen, da wird auch den schädlichen Wirkungen des Alkoholismus Abbruch gethan.
Weiteres kann unseres Erachtens nicht ge⸗ schehen oder wenigstens nicht viel. Mit der Einführung besserer, billiger Volksgetränke könnte viel gut gemacht werden.
Man darf aber unter keinen Umständen“ so weit gehen, jeden Genuß geistiger Getränke für „Alkoholismus“ zu erklären. Das würde zu einer Bevormundung ausarten, die wir in Deutsch⸗ land in Anbetracht unserer gesamten eigenartig entwickelten Verhältnisse nicht ertragen können.
„Das deutsche Volk leidet am Saufteufel!“ isi eine seit Luther gern angewendete Phrase.
Der„Saufteufel“ existiert wesentlich durch den Pauperismus. Und da ist von selbst ge⸗ boten, was wir zu thun haben.
Sprüche zur Lebensweisheit. Das Wenige verschwindet leicht dem Blick, Der vorwärts sieht, wie viel noch übrig bleibt.
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Wie der Zweck der Arbeit
so muß auch dies eines leistungsfähigen und reellen
Senhauses
i Handwerker ist bestrebt, das Los seiner Familie zu verbessern und erreicht indem er die Ausgaben für den Haushalt durch Einkauf billiger
Zweck sein. Jeder Arbeiter und dieses Ziel zweifellos, mittel vermindert.
das
Begeisterung ist keine Heringsware, Die man einpökelt auf einige Jahre. K
Allen Gewalten
Zum Trotz sich erhalten, Nimmer sich beugen, Kräftig sich zeigen,
Feiger Gedanken Bängliches Schwanken, Weibisches Zagen, Aengstliches Klagen Wendet kein Elend Rufet die Arme Macht uns nicht frei. Der Götter herbei.
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Wie fruchtbar ist der kleinste Kreis, Wenn man ihn wohl zu pflegen weiß.
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Alle Kraft dringt vorwärts in die Weite,
Zu leben und zu wirken hier und dort!
Dagegen engt und hemmt von jeder Seite
Der Strom der Welt und reißt uns mit sich fort. Goethe.
Humoristisches.
Zwei Schweizer, die in Berlin studieren, treffen sich nach langer Pause wieder und der eine ruft seinem poetisch angehauchten Landsmann zu:„Denke Dir, Schlauchle, ich bin von Zürich bis Berlin geradelt, ohne daß ich nötig hatte, meine Radreifen wieder auf⸗ zupumpen.— Schlauchle(schwärmerisch);„Oeffne das Ventil und laß mich Heimatluft atmen!“
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Höchste Devotion. Kanzleirat Rückenbeuger be— stellt sich soeben ein warmes Bad—„neunundzwanzig Grad, wie immer“— als Seine Excellenz der Herr Präsident ebenfalls erscheint.—„Die große Wanne, mein Lieber— achtundzwanzig Grad!“ ruft Seine Excellenz dem Badediener zu.—„Für mich“, bemerkt Rückenbeuger mit vor Demut ersterbender Stimme, „dann nur siebenundzwanzig!“
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Ein bescheidenes Gemüt. Beim Schuster Knie⸗ riem sind zweimal hintereinander Zwillingl angekom⸗ men, dann aber Drillinge. Als der Storch zum vierten Male einkehrt, bringt er wieder Zwillinge, worauf er vergnügt und dankbar ausruft:„Gott sei Dank, diesmal sind's doch wieder nur zwei!“
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Während der Tanzpause.„....„O, Herr Doktor, ich liebe das Tanzen sehr!“—„Das glaube ich Ihnen gerne! Die Damen lieben es überhaupt, wenn sich alles um sie dreht!“
Gesundheitspflege.
Ueber ein neues, sehr zuverlässiges Mittel gegen Keuchhusten berichtete der prakt. Arzt Herr Dr. med. Max Heim in Düsseldorf kürzlich in der„Berliner Klinischen Wochenschrift“, indem er schrieb: In der letzten Zeit wurde wieder ein neues Mittel gegen Keuchhusten empfohlen, und zwar das„Antitussin“, welches von der Chemischen Fabrik Valentiner und Schwarz in Leipzig⸗ Plagwitz hergestellt wird. Ich muß sagen, daß ich anfangs nicht mit allzu großen Erwartungen
bemein
wohl
an dieses neue Mittel herantrat; nach meinem jetzigen Beobachtungen aber muß ich bekennen, daß es das wertvollste Mittel bei der Verhand- lung des Keuchhustens ist, über das wir jetzt verfügen. Die Wirkung habe ich hier in circa 16 teilweise sehr schweren Fällen von Keuchhusten erprobt; es hat mich in keinem Falle im Stich gelassen, auch nicht in den schwersten Fällen. Die Anwendung des Mittels ist eine äußerst einfache und die Wirkung desselben eine sehr schnelle. Das Präparat wird unter kräftiger Massage auf Hals, Brust und Nacken gerieben, wobei es in die Poren der Haut eindringt und dort eine derartige günstige Wirkung auf alle Hals- und Rachenkrankheiten ausübt, daß schon nach der ersten Anwendung eine merkliche Er⸗ leichterung, nach zwei bis drei Tagen die Heilung des Patienten zu sehen ist.— Hoffentlich be⸗ stätigt sich das alles. Antitussin ist in allen Apotheken erthältlich.
Neu eingelaufene Schriften.
Besprechung wichtigerer Erscheinungen behalten wir uns vor.
Sozialdemokratische Marinebilder. Verlag der„Sächsischen Arbeiter-Zeitung“, Dresden. Preis 10 Pfg. Lustiges und Ernstes zusammen bietet diese kleine Schrift. Auf dem knappen Raum von sechzehn Seiten— darunter 8 ¼ Seiten Illustrationen— ist eine überraschende Fülle des Stoffes zusammengedrängt. Die Zeichnungen stehen in nichts hinter unseren besten Witzblättern zurück. Wir heben hervor: 1. Die ge⸗ panzerte Faust, zwei Bilder— eine bitterböse Kritik des Marinepatriotismus. 2. Das Zentrum und die Marineforderungen— ein launenhafter, sehr amüsanter Bilderzyklus. 3. Des deutschen Steuerzahlers Erden⸗ wallen— eine Bilderserie, die in ihrer lebenswahren Schilderung ergreifend wirkt. 4. Beschäftigung für Arbeitslose u. a. m. Es sind zusammen fünfzehn Einzel⸗ bilder in vorzüglicher künstlerischer und technischer Aus⸗ führung. Der Text bietet viel mehr, als man nach dem Titel erwarten dürfte. Er ist nicht nur eine Ab⸗ rechnung mit dem Marinismus, sondern mit der Re⸗ gierung und den bürgerlichen Parteien samt und sonders und mit dieser ganzen kapitalistischen Miß⸗ wirtschaft. ee
Wir empfehlen jedem Arbeiter diese roschüre aufs beste. de e e
Flottenkoller und Weltmachtspolitik. Verla der„Sächsischen Arbeiter⸗Zeitung“, Dresden. Preis 20 Pfg.— Diese Broschüre setzt in gedrängter Form die Gründe auseinander, welche vom Standpunkte der Sozialdemolratie gegen die neueste Phase des mili⸗ taristisch-maritimen Wahnwitzes in Betracht kommen. Der Scheingrund des„Schutzes der Seeinteressen“ wird einer eingehenden Prüfung unterzogen und so⸗ dann als wahrer Grund der Flottenvorlage die„Welt⸗ machtspolitik“, das Bestreben, dem Kapitale neue Ge⸗ biete zur Knebelung und Ausbeutung zu erschließen, dargestellt. Den Schluß bildet eine Schilderung der immensen Lasten, die durch die Milliardenausgaben dem deutschen Volke aufgebürdet werden sollen. Die kleine Schrift ist unentbehrlich für jeden, der sich ein durch Thatsachen begründetes Urteil über die Flotten⸗ und Kolonialpolitik verschaffen will.
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