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Nr. 8.
Mbh dautsche Zeuntags- Zeitung.
Seite 7.
Ein Vild ass dem Rurenkriege.
Eine packende Schilderung persönlicher Er⸗ lebnisse eines Teilnehmers an der Schlacht von Magersfontain entnimmt die„Post“ einem Privatbriefe:
„Ich habe mir den Krieg stets als etwas Furchtbares vorgestellt“, schreibt der Verfasser, „aber die glühendste Phantasie kann diese ent⸗ setzlichen Vorgänge nicht nach Wirklichkeit schildern
Der erste Schuß rollte über die Fläche und dröhnte gegen die Felsen, auf denen wir lagen. Wie durch einen Zauberschlag war danach die friedliche Landschaft verändert. Man fühlte Fürchterliches nahen. Große Klumpen Bürger galoppierten nach ihren Stellungen; Kanonen und Munitionswagen polterten über die Fels⸗ brocken vorbei und schwere Granaten splitterten die Felsen um uns hin. Doch wir blieben ruhig liegen, der Feind war zu weit entfernt. Von 3 bis 7 Uhr dauerte der Eisenhagel, dann senkte sich die Nacht mitleidig auf Freund und Feind herab. Wir legten uns neben unsere gesattelten Pferde, das Gewehr im Arm.
Kurz nach 2 Uhr morgens lagen wir wieder auf unseren Posten, und nun begann der längste, fürchterlichste Tag meines Lebens. Das Dröhnen, Pfeifen, Zischen, Rasseln, Schreien, Röcheln hemmte die Denkkraft, zwang allein zu physt⸗ schem Handeln. Die Hände waren ruhig, die Augen starr auf die Linien und Haufen gerichtet, die kriechend, springend, hüpfend sich fortbewegten, überall zuckende Punkte zurücklassend. Die zu⸗ rückbleibenden Punkte wurden Haufen, je näher sie kamen. Die Linien waren gebrochen, als sie sich von dem Boden erhoben und in toller Schnellheit herankamen, um ebenso schnell wieder zurück zu eilen.
Merkwürdig war die Haltung der Kämpfen⸗ den rings um mich herum. Die Hemdärmel aufgestülpt, das Hemd auf der Brust offen, damit die schwache Brise den Schweiß aufsaugte, so standen sie da, lauernd, zielend, Greist neben Jünglingen und Knaben.
Das erste Ereignis war ein gefangenes Häufchen Hochländer, ungefähr 40 Mann, die niedergeschlagen vorbeizogen. Dann hieß es, die Skandinavier seien in einer gefährlichen Lage und kämpften als Helden. Ein trauriger Zug Verwundeter kam vorbei; zuerst ein Bur mit gebrochenem Arm, danach einer mit großen Blutflecken am Schenkel. Einen gräßlichen Anblick bot ein Reiter, dem der linke Fuß von einem Grauatsplitter abgeschlagen war; er suchte nach der Ambulance; wankend saß er im Sattel, und ich konnte nicht begreifen, daß er nicht fiel. Schrecklich schrie ein junger, starker Bur, den eine Kugel in den Kopf verrückt gemacht zu haben schien; er schlug um sich und rang mit
seinen Trägern. Das Wasser schoß mir in die
Augen beim Aublick eines sechzehnjährigen Pot⸗ chefstroomers, dessen linkes Bein durch eine Granate zerschmettert war. Er lag ganz ruhig auf der Tragbahre und lispelte:„Es ist so arg nicht, aber ich habe so schrecklich Durst“. Der arme Knabe hatte zwei Stunden in der
glühenden Sonne gelegen, bevor Hilfe kam. Dann kam der Zug der Toten.
Gegen 4 Uhr nahm das Geschützfeuer ab und sprachen nur noch die Mauser von Lee Metfords. Nun hatten unsere Maxims Chance. Die Engländer flohen nach allen Richtungen hin, allen voraus die Reiter. Die tapferen Hochländer versuchten immer und immer wieder durch unsere Linien zu brechen, aber sie fielen, um nie wieder aufzustehen. Die Sonne ging unter und mit ihr die Hoffnung der Engländer auf den Sieg.
Dienstag Morgen war der Anblick gräßlich. Vierzig Stunden lang hatten unsere Leute in ihren Laufgräben in der Kniebeuge gesessen oder auf dem harten Boden gekniet, und nun schleppten sie sich, die gefühllosen Glieder reibend, in das Vorgelände. Da lag, tot, schrecklich anzusehen, die Blüte von Englands Söhnen. Fünfzehn Schritte von den Laufgräben entfernt lag ein junger Offizier. Er war herangekommen, den Helm schwingend, und hatte gerufen:„So, Kerle, jetzt sind wir da!“ als ihn drei Kugeln trafen. Auf fünfzig Schritte Abstand von den Laufgräben lagen die Leute der schottischen Regimenter wirklich in Haufen, die meisten tot, viele sterbend, klagend, stöhnend. Es waren lauter Riesen in merkwürdigen Haltungen, die ihnen der Tod gegeben. Um einen kleinen Ameisenhaufen herum fand ich vier große Hoch⸗ länder im ewigen Schlaf; sie hatten gedacht, dahinter Deckung zu finden, doch die Mauser⸗ kugel war durchgedrungen wie durch Kuchen. Es war sehr still, sehr still unter unseren Leuten. Die Freude über unseren Sieg erstarb auf den Lippen beim Anblick von so großem Jammer!“
Sprüche zur Lebensweisheit.
Alle Kunst praktischer Erfolge besteht darin, alle Kraft zu jeder Zeit auf einen Punkt— auf den wichtigsten Punkt— zu konzentrieren und nicht nach rechts und links zu sehen.“
. Lassalle. Das Erdenleben, wie's auch sei, Ist doch nur immer Plackerei.
*
Wo viel Licht, ist viel Schatten.
Der Glaube ist nicht der Anfang, sondern das Ende alles Wissens. Goethe. .
Der führt eine traurige Flinte
Und besser die Kühe treibt,
Der nur mit Feder und Tinte
Und nicht mit seinem Blute schreibt.
Karl Henckell.
Gemeinnütziges.
Der Diphtheritis vorzubeugen, thut man gut, auch dem scheinbar unbedeutendsten Katarrh gleich energisch entgegenzutreten. Die Dis position zu derartigen Affektionen kann durch Abhärtung vermindert werden. Kaltes Gurgeln, kaltes Waschen des Halses sind vorzügliche
Präservative. Namentlich sei man bei Epide⸗ mien auf der Hut und behandle daher jeden Katarrh mit besonderer Sorgfalt. Ausgiebigste Reinlichkeit, Ventilation und peinlichste Sauber⸗ keit müssen dann geübt werden.— Ist man um den Kranken, so wasche man sich mit Karbol⸗ säure und stecke bei Bepinseln des Halses in Nase und Ohren Watte, halte den Mund ge⸗ schlossen. Man lasse bei Behandlung von solchen Kranken nie den Mut sinken, denn oft haben die schwersten Fälle einen glücklichen Ausgang, man handle daher kräftig und be⸗ sonnen.
Mit Gicht behafteten Personen ist der Genuß von Aepfeln sehr zu empfehlen. Die Aepfel enthalten ein reichliches Verhältnis an Zucker, Schleim und Stärkemehl, mit dem jene Säuren und aromatischen Bestandteile ver⸗ bunden sind, welche bei Personen, die häufig animalische Nahrung zu genießen pflegen, dazu dienen, die Geneigtheit dieser Nahrungsmittel, in Fäulnis überzugehen, verhindern und als kühlende Stärkungs⸗ und antiseptische Mittel wirken und die Verdauung befördern. Solchen Personen, welche Geneigtheit zur Gicht besttzen, würde ein Spaziergang vor dem Frühstück und der Genuß eines guten Pipinapfels zu empfehlen sein, indem er wesentlich dazu beiträgt, die Anfälle dieser Krankheit zu verhindern.
Humoristisches.
Die Beine hoch! Seiner ersten Broschüre„Die Waffen nieder!“ hat Professor Arnold Folke jetzt eine zweite folgen lassen, die den Titel führt„Die Beine hoch!“ Der verdiente Verfasser macht darin den Vor⸗ schlag, daß alle Mitglieder der Flotten vereine sich an jedem Tage mindestens einmal in freudiger Be⸗ geisterung auf den Kopf stellen sollen. Was dabei an Geld aus den Taschen herausfällt, wird den Kassen für freiwillige Selbstbesteuerung zugeführt. Mit Recht weist Professor Fokke darauf hin, daß auch Damen, wenn sie unter sich sind, sich an diesen patriotischen Uebung en beteiligen können. Möge es bald kein deutsches Haus mehr geben, wo nicht die Broschüre fleißig gelesen und täglich in ihrem Sinne gehandelt wird.(Kladderad.)
*
Ausgleichende Gerechtigkeit— diese besteht — um nur ein Beispiel zu nennen— darin, daß wenn man zwar keine Excellenz einen Esel nennen darf, man dafür aber das Recht hat, jeden Esel eine Excellenz zu schimpfen.
Neu eingelaufene Schriften.
Besprechung wichtigerer Erscheinungen behalten wir uns vor.
Das Arbeiterrecht. Im Verlag von J. H. W. Dietz Nachf. in Stuttgart ist soeben Heft 5 und 6 des „Arbeiterrecht“ von Arthur Stadthagen, Mitglied des deutschen Reichstags, erschienen. Dem Werke direkt an⸗ geschlossen ist der Führer durch das Bürgerliche Gesetzbuch. Mit vielen Beispielen und Formularen für Klagen, Anträge und Beschwerden u. s. w.
Das„Arbeiterrecht“ enthält alles, was für den Arbeiter notwendig ist zu wissen und macht Textaus⸗ gaben der Gesetze erst verständlich. Das Werk wird in 92 Lieferungen von je 32 Seiten à 20 Pfg. erscheinen. Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen und Kolpor⸗ teure entgegen. Alle acht Tage erscheint ein Heft. Mit dem Bezuge einzelner Hefte kann jederzeit begonnen werden.
Sonntag, den 18. Tebruar, vormittags 10 Ahr:
Oeffentlsche
auf Lonys Bierkeller. Tagesordnung: Haben die Arbeiter von dem guten Geschäftsgang Nutzen?
Referent: Kollege E. Martersteig, Offenbach.
Zahlreiches Erscheinen erwünscht.
Der Einberufer.
9 Metallarbeiter Oersammlung
gegenwärtig
Marburg.
Sonnabend, den 24. Februar, abends 9 Uhr: Oeffentliche
Parteiversammlung
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bei Herrn Jesberg, Wehrdaerweg. Tagesordnung:
1. Besprechung über Abhaltung einer Märzfeier. 2. Abrechnung der Kolportage-Kommisston. 3. Neuwahl eines Mitgliedes zur Kolportage— Kommission. 4. Verschiedenes.
Der Vertrauensmann.
Marburg.
— Sonntag, den 25. Februar, abends 3 uhr:———
Gewerkschaftsfest
im Restaurant Schloßgarten.
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