Ausgabe 
12.8.1900
 
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Nr. 33.

Mitteldeutsche Sonntags⸗Zeitung.

Seite 7.

des Riesenfernrohrs notwendig waren, wurden

sofort aufgebracht.

Von diesem Instrument erklären die Franzosen mit Stolz, es werde den Beweis erbringen, daß, wenn auch vielleicht die deutsche Industrie und die amerikanische Werkzeugfabrikation heuer in Paris Triumphe feiern werden, Frankreich sich seine führende Rolle in der Erzeugung astro⸗ nomischer Apparate nicht hat entreißen lassen. Thatsächlich stammen die optischen Gläser der meisten großen Teleskope und Fernrohre aus Paris, unter anderem auch das Objektiv des Fernrohres der Nerkes⸗Sternwarte in Chicago, das mit seinem Durchmesser von 1,05 Meter bisher das größte der Welt war.

Von den bei der Erzeugung solcher Riesen⸗ gläser zu überwältigenden Schwierigkeiten geben

die von der Illustration veröffentlichten Mit⸗

teilungen über den. Bau des Pariser Weltaus⸗

stellungs⸗Fernrohrs einen Begriff. Die Dimen⸗ sionen, die man festgestellt hatte, waren: Linsendurchmesser 1,25 Meter Brennweite 60,00 Meter.

Die Montierung eines Fernrohrs von 60

Meter Länge auf einer Zentralachse, wie dies

auf Sternwarten geschieht, hätte den Bau einer Kuppel von 64 Meter Durchmesser erfordert, die sich mit einer Geschwindigkeit von 16 Meter per Stunde um ihre Achse hätte drehen müssen; dies hätte ungeheure Kosten erfordert, und die Gefahr von Deformationen für das Instrument wäre infolge des großen Gewichtes eine un⸗ geheure gewesen. So beschloß man, nach dem System des Foucaultschen Siderostaten das Rohr auf fixen Trägern horizontal zu lagern und einen Spiegel von zwei Meter Durchmesser zu benutzen, der das Himmelsbild ins Objektiv reflektieren soll. Dieser Spiegel wurde auf einer drehbaren Achse montiert, sodaß er der Bewegung der Himmelskörper folgen kann.

Ein optisches Glas ist etwas ganz anderes als selbst das feinste Stück Krystallglas, dessen Reinheit und Klarheit auf den ersten Blick voll⸗ kommen erscheint; betrachtet man nämlich selbst das feinste Krystallglas unter einem gewissen Winkel, so bemerkt man nämlich in seinem Innern eine Anhäufung von Fäden in feinsten Strichen und Knötchen; das Ganze macht den Eindruck, als wäre aus einer dichten Syrupmasse ein Stäbchen herausgezogen worden, und der Syrup wäre dann erstarrt. Das sind Unvoll⸗ kommenheiten des Gusses, bei dem die dickflüssige, syrupähnliche, heiße Glasmasse die Tendenz hat, in Fäden zu erstarren. Diese müssen nun in einem optischen Glase um jeden Preis vermieden werden, und so besitzen die großen Fabrikanten optischer Gläser eigene Hochöfen, in denen nach einem besonderen Verfahren die Glasmasse zu⸗ bereitet wird.

Der Ofen wird erst durch 30 Stunden bis

zur Weißgluthitze geheizt, dann werden successive und in kleinen Portionen die zu erglasenden Materialien in den Ofen eingeführt; die Pause zwischen je zwei Einführungen beträgt mindestens 15 Stunden, die erforderlich sind, damit die in der Glasmasse sich bildenden Blasen sinken. Dann wird wieder auf 1600, ja 1800 Grade geheizt, und es kommt vor, daß in dieser Höllen⸗ temperatur nicht nur die Graphitschmelztiegel zerspringen, sondern auch die Ziegel des Ofens selbst zu schmelzen beginnen und die ganze Arbeit wieder von vorne angefangen werden muß. Geschieht kein Unfall, so folgt nun nach Ab⸗ schäumung der Oberfläche eine der wichtigsten Operationen, die des Umrührens. Das ist eine schwere Arbeit, die unter den größten Vorsichts⸗ maßregeln ein Mann nicht länger als fünf Minuten leisten kann, und die Operation dauert nicht weniger als 1015 Stunden. So wird

ein Schichtendienst errichtet, während dessen ein

großer eiserner Haken, der mit feuerfestem Thon verkleidet ist, in der Glasmasse herumgedreht wird, die schließlich so dicht wird, daß man den Haken darin kaum bewegen kann. Jetzt heißt es mit größter Vorsicht das Instrument nach und nach herausziehen, damit keine Fäden ent⸗ stehen, und an die Abkühlung der Glasmasse zu schreiten, die wieder eine Operation von größter Wichtigkeit ist. Erfolgt die Abkühlung zu rasch, dann gerät der Glasblock in einen solchen Zu⸗ stand von Molecularspannung, daß schon ein leichter Stoß genügt, um ihn in Millionen von kleinen Stücken zerspringen zu machen. Die Abkühlung des Glasblockes für die Linsen des neuen Riesenfernrohres dauerte nicht weniger als zwei Monate, und da war der Fabrikant noch nicht sicher, ob er nach der Eröffnung des Tiegels nicht nur unbrauchbare Trümmerstücke finden werde, die dann wohl die herrlichsten falschen Diamanten, aber nicht Linsen gewesen wären. Doch kein Unfall geschah, und drei Monate nach dem Beginn der Arbeiten war ein Glasblock da, der geeignet schien, die Riesenlinse von fünfviertel Meter Durchmesser zu liefern.

Zunächst wurden mittelst Sägen an dem Block zwei parallele Flächen hergestellt, sorg⸗ sält'g poliert, und nun konnte man den flachen, prächtig wassergrünen Glaszylinder in seinem Innern prüfen. Diese Untersuchung erfolgt mit eigenen, überaus feinen Apparaten, welche jede Stelle anffinden lassen, wo der Glasblock auch nur die leiseste Fadenbildung aufweist. Am Um⸗ fange und an der Oberfläche werden solche Fehler durch Sägen und Polieren entfernt, die tiefer gelegenen werden durch ein eigenes Verfahren näher an die Oberfläche gezogen, indem der Glasblock wieder in den Schmelzofen kommt und mit der größten Langsamkeit bis zur Rotglut erhitzt wird. Die Gefahr eines Zerspringens ist dabei eine unaufhörliche, und die Operation

muß mehrere Male wiederholt werden, da stets nach einer mehrere Wochen dauernden Abkühlung eine weitere Prüfung des Blockes erfolgt, und es braucht manchmal bis zu fünf Wiederholungen dieser langwierigen und gefährlichen Operation, ehe die letzten Fäden verschwunden sind. Doch der Effekt ist, daß vom ursprünglichen Block kaum noch die Hälfte oder noch etwas darüber vorhanden ist; um welche Massen es sich dabei handelt, zeigen zwei Ziffern: eine vollendete Flintglaslinse von 1,25 Meter Durchmesser wiegt 360 Kilogramm und eine Crownglaslinse von gleichen Dimensionen 230 Kilogramm. Man kann sich also vorstellen, wie groß die ursprüng⸗ lichen Glasblöcke sein müssen, von denen für jede Linse zwei notwendig sind, einer aus Crown⸗ und einer aus Flintglas; bekanntlich werden Linsen aus zwei Teilen zusammengesetzt, weil infolge des verschiedenen Brechungscoöffizienten verschiedener Glassorten diese Zusammensetzung achromatische Bilder giebt(ohne die bekannten Regenbogenränder). Zum Schlusse folgt ein Schmelzprozeß, durch welchen der Glasblock die gewünschte Linsenform erhält das dauert wieder einen Monat und dann erst schreitet man an das Schleifen der Oberfläche. Alles in allem verging bei der Fabrikation der Linse für das Riesenfernrohr vom Beginne der Arbeiten bis zur Schleifung der Linsen ein Jahr. Vier Linsen waren erforderlich, und jede derselben kostete 75000 Franks.(Schluß folgt.)

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