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dd Nr. 41. Mitteldeutsche Sonntags⸗Zeitung. Seite 7. * Der hebende Naturschauspiel der aufgehenden und gegen die Witterungseinflüsse nur um so em- sich der Vorsitzende oft nicht enthalten, vor⸗ 3 lief er, untergehenden Sonne in seiner ganzen berückenden] pfindlicher. Was Wunder, wenn dann beim wurfsvolle Worte an die wenigen An wesen den de nehr, Schönheit am besten genießen kann. Aber er geringsten Luftzuge Schnupfen und Husten als zu richten, einen Tadel über den schlechten euswort bringt auch naßkalte Nebel, die so leicht durch] ungebetene Gäste bei diesen Luftscheuen sich ein⸗]Besuch auszusprechen. Der Vorwurf kommt Lassen die Poren der Kleidung bis auf die empfindliche] stellen! Man bedenke wohl: Noch haben wir eben an die unrichtige Ad resse, an die⸗ d dieser Haut dringen; und die oft sehr kühlen Abende[den ganzen langen Winter vor uns und wissen jenigen, die ihn in keiner Weise verdienen. Hier ler, treuer rufen bei noch sommerlich gekleideten Leuten] nicht, welche rauhe Witterung und furchtbare[mag er die richtigen Schuldigen erreichen, die meist Schnupfen, Husten und andere Erkältungs-] Kälte er uns vielleicht bringen wird. Da heißt] Saumseligen, die sich um eine Fülle von Freude i vielnach krankheiten hervor. Schon zwickt und zwackt es es beizeiten, jetzt in der Uebergangsperiode, sich] und Anregung bringen, durch eine Trägheit, die enn die privilegirten Rheumatiter in den Gliedern, tüchtig abhärten, sonst kann man später, wenn das Neue scheut. Ihnen allen rufen wir zu: nu besotgt schon hört man hier und da munkeln von In⸗erft Schnee und Eis kommt, gar nicht mehr[Kommt Alle, kommt so oft Ihr könnt! dit meinte fluenza und Diphtheritis. Wenn man daher hinaus in die frische Luft, sondern wird von] 2. Man komme pünktlich. Ein Haupt⸗ cht. Der sich nicht schon jetzt in Stubengefangenschaft be⸗] Woche zu Woche immer mehr stubensiech, und übel des Versammlungswesens ist gegenwärtig sadaß die geben und dadurch sehr bald winterlich stuben⸗] wenn dann im Winter eine Gelegenheitskrank⸗[die Schwierigkeit, zur rechten Zeit zu be⸗ b besonderz siech werden will, so muß man beizeiten sich heit, z. B. Influenza, sich einstellt, so fallen die ginnen. Eine sträfliche Nachlässigkeit unter lit wappnen und wehren gegen die Unbilden der Luftscheuenwie Fliegen um. Darum nur, ist eingerissen, man will allen, die kommen, gern das Ftüu⸗ Witterung durch Befolgen des hygienischen Grund⸗ muthig hinaus, auch in den Herbstnebel! Nur den ganzen Bortrag bieten, man will auch dem nen, und satzes; vorsichtig abhärten, warm anziehen, täg⸗ muß man draußen nicht stille stehen, sondern Referenten nicht zumuthen, vor leeren Bänken t ihm aus liche Bewegung draußen im Freien! a sich möglichst kräftige Bewegung michen. Dann zu beginnen. So zieht sich die Wartezeit m nit dit Bei Beginn der kälteren Jahreszeit müssen] wird sogar die Nebelluft sehr gut bekommen. mindestens eine Stunde hin. Sind die, welche dont wir zur Erwärmung unseres Körpers besonders Man betrachte doch einmal die auch im sich rechtzeitig einstelleu, auf diese Weise öfters u üer dahin streben, den Stoffwechsel energisch anzu- Herbst im Freien kampirenden Zigeunerfamilien, durch allzu langes Warten gestraft, dann machen

regen, den Blutkreislauf gehörig zu fördern um

deren Kinder halb nackt in dieser sogenannten

e Ver⸗ en? ge zuKin f nannt. sie es den anderen nach, welche ja auch noch icht ins namentlich in den Extremitäten die leicht stockendegiftigen Luft herumspringen, ohne daß sie je⸗ eine Stunde später zurechtkommen. Der Referent 0 ü Zirkulation in schnelleren Fluß zu bringen.] mals dem Apotheker etwas fürHustensäftchen] macht es eben so. Und zum Schluß klagen 5 2 Hierfür gibt es drei Mittel: warme Kleidung, zu verdienen geben. Dasselbe sah man im alle über die späte Stunde, die da oft ein Alten en. erwärmende Nahrung und körperliche Bewegung.] größten Maßstabe im Jahre 1873 auf dem] Hinderniß für interessante Diskussionen bildet. cb dir Es ist gesundheitlich ganz falsch, sich jetzt noch[ Biederizer Anger bei Magdeburg. Mit dem[Das Mittel gegen diesen Uebelstand ist da ein⸗ ebe die sch mit dünner Sommerkleidung brüsten zu wollen.] Oktober⸗Quartalwechsel erreichte nämlich die[ fach: Man komme pünktlich. 3. Man halte a f Besonders bei nebeligem Wetter versüume man Wohnungsnoth eine solche Höhe, daß der Magist⸗[keine lauten Privatgespräche während * 10 nie, wollene Unterkleider anzulegen. Von größter[rat von Magdeburg sich genöthigt sah, für die[von der Nednortribüne oder vom Vorstandstisch 7 Ther Wichtigkeit ist das sofortige Wechseln nasser[Obdachlosen, trotz der nebeligen Herbstwitterung] aus gesprochen wird. Bei dieser Mahnung 1 1 800 Kleidung, namentlich der Strümpfe; wenn die vorläufig Zeltwohnungen im städtischen Glacis denken wir nicht an diejenigen, welche die Ge⸗ g und ge. Eltern darauf bei ihren Kindern mit aller einzurichten, wo sich dann so etwas, wie ein] legenheit wahrnehmen, um während des Vor⸗ um sch Strenge halten, so werden sie manche Erkrankung großes Zigeunerbiwak entwickelte. Weit entfernt trages den Stadtklatsch breitzutreten. Daß 0 fernhalten und sich und ihren kleinen Lieblingen] aber, etwa Krankheit zum Ausbruche zu bringen, dieser Unfug nicht in Versammlungen gehört, ie Laden. viele schwere Stunden ersparen. Gerade hier übte dies Leben vielmehr den günstigsten Ein⸗ braucht nicht besonders betont zu werden. Man a 1 z gilt das Wort: Kleine Ursachen, große fluß auf den Gesundheitszustand aller aus und enthalte sich aber auch der Kritik, besonders der 8 ichen Zer⸗ Wirkungen! vekam namentlich derarmen zarten Kinder- eingehenden, während ein Redner spricht. Jeder 1 auber wurde Wärmespendende Nahrung besteht welt so vortrefflich, daß man sehr wohl von den es treibt, seine Meinung dem Nächstsitzenden 0 ante ann hauptsächlich in Fleisch und Fett. Daher sind einer improvisirten Ferienkolonie reden konnte.] mitzutheilen, mag wohl denken: was schaden die 1 leßfeden derartige Speisen jetzt wieder mehr zu genießen] Der dortige Kreisphysikus, Medizinalrath Dr.] paar Worte? Ich spreche so leise; man hört es 31 e bei ihren als im Sommer. Ebenso leisten zur sofortigen] Voigt, schrieb damals an Dr. P. Niemeyer: nicht. Aber so denken manchmal mehrere hundert. 9 seine Buck Erwärmung sehr gute Dienste: morgens Kaffee[Bestimmt weiß ich, daß von sämmtlichen In⸗JUnd Hunderte leiser Stimmen zugleich ergibt 1 Augendlic oder Kakao, zum Frühstück Bouillon, mittags sassen dieses Lagers jeden Alters und Geschlechts ein Getöse, ein mächtiges Summen und Surren, 1 Daß e Suppen und abends Thee. Diese Genußmittel nicht ein einziger erkrankte. Bei den Kindern welches die Aufhorchenden verhindert, den Redner 1 Das gane sind wirksamer, gesünder, nahrhafter und billiger, konnte man sogar aus der Röthung der vorher zu hören. Dieser, ob Referent, ob Vorsitzender, 1 die immet als Bier und Wein. blassen Gesichter den ganz positiven Nutzen dieses[und Diskussionsredner, muß die Stimme aufs E Das beste und nachhaltigste Erwärmungs⸗ Zeltlebens nachweisen. äußerste anstrengen, um noch einigermaßen durch⸗ 4 ct wünsche, mittel aber 15 und bleibt körperliche Be⸗ 8 Kune Denn unbewußt erhebt in dem all⸗ Augen an, wegung. er so glücklich ist, ein Gärtchen N n gemeinen Lärm jeder einzelne die Stimme mehr e einge sein eigen zu nennen, möge darin jetzt die um⸗ N ler kei. und mehr und mehr, um wenigstens sich fact 1 jeh er plz: fangreichen Herbstarbeiten vornehmen, selbst bei Regeln für Versammlungsbesucher. zu hören. Ein ahnungsloser Fremder würde 1 ente sch. Nebel und Regen. Auch Holzhacken möge 1. Man gehe in die Versammlung. glauben, daß dieses Tosen ein tobender Wider⸗ 9 an an, Et niemand unter seiner Würde halten; ging doch Erste und Grundbedingung allzs übrigen; denn spruch gegen den Redner sein soll, während es 1 Jau er darin der alte Gladstone, derenglische Bis- was nützen weitere gute Rathschläge denjenigen, häufig die friedfertigste Stimmung bedeutet, seine 10 daß se ch marck!, mit gutem Beispiel voran. Im Zimmer die nicht da sind, um sie zu befolgen? Handelt[ Zustimmung schnell den Nächstsitzenden bekannt a nuch inen. aber werden regelmäßige Uebungen mit Hanteln es sich um eine Gewerkschaftsversammlung, so] zu geben. Jat jemand etwas zu sagen, so 1 25 oder Stäben stets gute Dienste thun. Freilich sei es Ehrensache der Angehörigen, des Gewerks, melde man sich zur Diskussion. Eine lange den ute! darf man darüber das Spazierengehen draußen sich so zahlreich als möglich einzufinden; nicht] Rede ist dabei weder möglich, noch auch nur un haue in der frischen freien Luft nicht vernachlässigen. als seien Andere weniger willkommen, welche, erwünscht, eine kurze Anfrage, ein neues Gegen⸗ Tolhet! Wohl scheuen sich ängstliche Gemüther vor der ohne direkt betheiligt zu sein, den Gang der argument, wohl auch eine zustimmende Er⸗ astonen naßkalten herbstlichen Nebelluft, jedoch mit Un⸗ Angelegenheit kennen lernen wollen. Bei Sachen gänzung kann in wenigen Worten gesprochen 8* auf, recht. Viele bleiben jetzt schon in den wenig der Politik oder des allgemeinen Interesses gehe] werden und ist oft von großem Interesse und In un oder gar nicht gelüfteten Zimmern und verlassen] man, um zu hören und zu lernen. Ist eine] von Wichtigkeit für den beabsichtigten Erfolg. 0 Slßen die Wohnung nur, wenn es durchaus sein muß. Versammlung leer aus Mangel an Theilnahme 0 tb vice Das ist ganz falsch, denn dadurch werden sie seitens derer, die man erwartet hatte, dann kann 1 Vin furl 3 Br ̃ ˙ r ̃˙. ̃ ˙¹i⸗ꝛ»aL ia rr 0 7 90 een 6 0 2 Ci 4 N 0 7 5 4 f f 5 S N % Gesang-JereinEintracht Verkehrskarte ff??? m es 9 3 n Posten e 5 z kunt da Giessen. von Giesse. n e herren-anæugne, e 4 mer Jahn Samstag, den 13. Oktober, Abends 8 Uhr, nur 10 Pfa. solange d. Vorrat reicht 2. 10 u. 12 Mk. N 8 9 6 Bac 5 ee Markus Zauer, Giessen f te Ri f f für Gießen und Oberhessen: 0 i Kirchenplatz Il e es H. Schneider. 8 gegenüb. d. Stadtkirche. N ˖% 28. Stiftungsfestes, 9 5 ieee 80 verbunden mit Theater, Konzert und Tanz, wozu Dürg!. Gesetzbuch, 0 8, Ü-w ̃ m 9 l ien freundlichst einladet Der Vorstand. großes, schönes Format in eleg. MS Err 3 getbili Karten im Vorverkauf(bei den Herren Buchhändler Leinen-Einband, so lange Vorrat Unges unde und Leidende! t Schneider, Sonnenstraße, Gastwirth Orbig, Ritter⸗ reicht, zu Die Hellkraft der Elektrizität ist wunderbar! Ueber die glän⸗ in gasse, Rottmann, Friseur, Kaplansgasse, Peter Berg, nur 60 Pfg. zenden Ersolge des Helbstkur unit der preisgekrönten elektrischen 1 ee, Westauration zur Sladt Marburg und bei den Mitgliedern p] Buchhandlung Schneider I A ng B. Sun Nac solger, Jeeben 18. l gb gg, 75 Pf. Abends an der Kasse Mk. 1. Gießen, Sonnenstr. 25.. 10