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Milteldeutsche Souutgs⸗Zeitung.
Seite 7.
horsam und den Betrug entrüstet, andererseits aber von der Tatsache erfüllt, daß er's ihm doch infam eingetränkt habe, wußte er jetzt nicht, was er tun sollte, und griff auch seiner⸗ seits zu dem Auskunfts mittel, seine Gefühle hinter tiefernsten Mienen zu verbergen.
Daß der Alte und Tobias„solche Gesichter machten“, fiel der Walpurg auf; allein sie hatte, im ersten Schlafe liegend, von dem Auftritt auf der Gasse so wenig vernommen wie Kaspar, und wenn sie nun auch denken mußte, daß die beiden wieder einen Stuß mit⸗ einander gehabt, so war ihre Seele doch weit entfernt, die Wahrheit zu erraten. f Nachdem die Löffel am Tischtuch abgewischt und in die Tischlade gelegt waren, ordnete der Vater die Arbeiten des Tages an, und die ganze Familie begab sich auf die Wiese. Hier führte Tobias seinen Teil regelmäßig aus, in⸗ dem er den Ernst und die würdige Ruhe, die er angenommen hatte, zu behaupten wußte. Der Alte, nachdem er ihn einmal prüfend von der Seite angesehen, schüttelte den Kopf. Er begriff nicht, wie der Bursch zu einem Gesicht kam, da, mit sich und seinem Schicksal zu⸗ frieden schien. Er hatte gemeint, er würde heute noch viel schlimmer aussehen, als nach dem Auftritt im Garten; und jetzt schien er völlig getröstet zu sein! Sogar eine gesunde Farbe hatte er und bewegte seine Glieder ganz leicht— an nichts konnte man sehen, was ihm
gestern passiert war.— Nach dem letzten Ge⸗
danken erhellte sich übrigens das Gesicht des Alten mit einem eigenen Lächeln. Es war ihm
eingefallen, daß er nach den ersten Ohrfeigen
dem zu Boden Geworfenen hauptsächlich die Schultern und den Rücken der ganzen Länge nach bearbeitet hatte und demgemäß die Folgen der Züchtigung von den Kleidern bedeckt sein mußten.— 5
Während in der Schneiderfamilie die Be⸗ ziehungen so hinliefen, fand im Pfarrhaus eine entscheidende Szene statt.
Die Bäbe war früh aufgestanden und zur Bereitung des Frühstücks in die Küche ge⸗ gangen. Das Bewußtsein, sich etwas Unge⸗ wöhnliches herausgenommen zu haben und deswegen zur Rede gestellt werden zu können, äußerte sich in einer eigenen Mischung von Ergebung und Gefaßtheit. In ihrem Bette erwachend, hatte sie die Vorgänge der gestrigen Nacht erwogen, und es war ihr möglich, ja wahrschetnlich vorgekommen, daß die Pfarrerin nichts Bestimmtes wußte, sie nicht wirklich ge⸗ sehen, sondern nur etwas gehört und etwas geargwöhnt hatte. In diesem Falle war ihr nicht nur im eigenen Interesse, sondern auch um des Geliebten willen ein bestimmtes Be⸗ nehmen vorgezeichnet, und sie beschloß, es genau einzuhalten.
Wie sie dem geistlichen Ehepaar den Kaffee in die Stube brachte, grüßte sie wie sonst, und nur die Pfarrerin, deren Augen durch Einsicht geschärft wareu, bemerkte im Tone eine Weich⸗ heit und im Gesicht einen Schein von Wehmut. Der alte Herr war aufgeräumt. Er befand sich körperlich wohl, und in diesem Zustand war er nicht nur munterer, sondern auch noch gutmütiger als gewöhnlich, namentlich aufge⸗ legt, andere durch Lob zu erfreuen.
Mit der würdigen Freundlichkeit eines Herrn und Seelenhirten begann er:„Der Tee ist dir gestern geraden, Bäbe; er ist mir ganz gut bekommen; ich habe vortrefflich darauf geschlafen, und von Husten ist keine Spur mehr da.“
Mit einem Erröten, das der Geistliche für die Wirkung seiner Anerkennung nahm, er⸗ widerte das Mädchen:„Das freut mich, Herr Pfarrer! Mühe hab' ich mir gegeben!“
„Hast aber auch aufstehen müssen,“ fuhr der alte Herr fort,„aus dem ersten Schlafe!“
„O,“ versetzte die Bäbe,„das ist meine Schuldigkeit. Und für den Herrn Pfarrer würd' ich mit Freuden ganze Nächte durch⸗ wachen, wenn's sein müßt'!“
Durch diese Huldigung befriedigt, nickte der Geistliche, während die Pfarrerin mit sonderbaren Augen vor sich hinsah.
Nach dem Frühstück begab sich der Herr in seine Studierstube, recht erheitert durch den Gedanken, daß es eben doch noch gute, wackere, aufmerksame Leute und treue Dienstboten gebe.
Die Pfarrerin dagegen sagte zu der Ge⸗ rühmten, als sie das Geschirr hinaustragen 805„Ich hab' mit dir etwas zu reden,
äbe.“ 7 Das Mädchen stellte das Kaffeebrett wieder auf den Tisch und bot alles auf, den Effekt dieser Worte auf ihr Gemüt nicht sichtbar werden zu lassen. Die Frau stellte sich vor sie hin, sah fie an und begann:„Nun, sagt dir dein Gewissen
nichts?“
ö
„Mein Gewissen?“ entgegnete die Bäbe mit großer Verwunderung.
„Ich sollt's meinen“, versetzte die Frau. Und mit strengem Ausdruck fuhr sie fort:„Du hast gestern Nacht einen Burschen ins Pfarr⸗ haus gelassen!“
Das Mädchen zuckte unmerklich, faßte sich aber im Moment und schien höchlich überrascht und schmerzlich befremdet zu sein. Mit der Miene einer unbegreiflich Angeklagten erwiderte ste:„Frau Pfarrerin, wie können Sie denken—“
„Leugn' es nicht,“ unterbrach sie die Frau, „ich weiß es!“
Noch hielt die Bäbe stand. Die Sorge für den Geliebten und für ihr Verhältnis schien ihr eine viel höhere Pflicht zu sein als Auf⸗ richtigkeit, und mutig antwortete sie:„Ach, Frau Pfarrerin, das muß Ihnen geträumt haben! So wahr ich—“
„Schweig,“ sprach diese mit heftigerem Tone,„und lüg nicht! Ich habe es durchs Schlüsselloch mit meinen eigenen Augen gesehen, wen du in deine Kammer getragen hast.“
Das machte freilich dem Leugnen und zu⸗ nächst auch em Reden ein Ende. Von Röte übergossen, it atmendem Busen, aber trotzdem noch mit einer gewissen Haltung stand die Entlarvte da und schwieg.
„Bekenn es,“ rief die Pfarrerin gebieterisch, mit leuchtenden Augen—„oder du mußt mir im Augenblick aus dem Hause!—“
Nun sah die Bäbe den Moment für ge⸗
nicht mehr am Orte, vielmehr ein offenes Be⸗ kenntnis in jeder Hinsicht erfordert war. Mit
reuigem Gesicht, mit feuchten Augen und weichem
kommen, wo die Versicherung der Unschuld
Tone begann ste:„Frau Pfarrerin, ich will's Ihnen gestehen, ich hab' mich vergangen und bitte Sie um Verzeihung! Aber mein Fehler ist nicht so groß, wie Sie vielleicht denken. Der Tobias hat mich gern in allen Ehren, er will mich heiraten, aber sein Vater will's nicht leiden, und wir haben eben keine andere Ge⸗ legenheit gewußt, wo wir uns ruhig über die Sache beraten können. Sie dürfen mir's glauben, Frau Pfarrerin, es ist nichts ge⸗ schehen—“
„Ich glaub' dir's schon,“ fiel die Frau ein, indem ein kaum merkbares Lächeln um ihre Lippen spielte. Mit erneuter Strenge fuhr ste dann aber fort:„Was du getan hast, ist un⸗ recht genug. Wenn es nun der Herr gesehen hätte? Du kennst ihn. Dieser Unfug in seinem Hause wäre für ihn die größte Kränkung ge⸗ wesen— er hätte vor Zorn und Kummer gar nicht gewußt, was er anfangen sollte. Und wenn's nun jemand anders gesehen hätte, und es würde bekannt, daß die Pfarrmagd des Nachts Liebhaber zu sich einläßt— was würde man im Dorfe sagen, und was würde man von
uns denken?“ (Fortsetzung folgt.)
Splitter.
Durch Löcher scheint auch der geringste Fehler; Talar und Pelzwerk decken alles zu. Panz're die Sünd' in Gold, so bricht an ihr Der starke Speer des Rechtb unschädlich ab; Hüll' sie in Lumpen, und ein Zwerg durchbohrt Mit einem Strohhalm sie.
Shakesspeare.
Der große Mann ist der, der sich in Ueber⸗ einstimmung weiß mit den Gesetzen der Natur und mit der Wahrheit der Dinge.
Und dräut der Winter noch sehr Mit grimmigen Geberden! Und streut er Schnee und Eis daher! Es muß doch Frühling werden!
Carlyle.
Geibel.
Numoristisches
Sehr richtig. A.: Da hat der Bülow ganz recht: Der Zukunftsstaat ist blos der„Sprung eines Blinden in's Dunkle!“
B.: Aber mein Lieber— einem„Blinden“ kann es doch egal sein, wo er hinhuppt; der sieht ja so wie so nichts.—
Aus Kalau. Sie: Warum war denn im Kwilecki⸗Prozeß immer von dem„Kampf um's Mayerat“ die Rede?
Er: Das ist doch sehr einfach: weil sich's um den kleinen Meyer gehandelt hat.
Das ist doch wieder was Andres! Spießer: Hm, das ist ja freilich bös mit den ho⸗ hen Kosten für das Militär, aber— wir können doch unserer Armee die beste Waffe nicht verweigern?
Arbeiter: So? Aber dem Volke die beste Schul⸗ bild ung verweigern, das könnt ihr!
(Südd. Postillon)
Sein erster Gedanke. Wirt: Das ist doch narrisch! Das ist in Norddeutschland in'nem Dorf a Madel derwacht, das hat siebzehn Jahr lang ge⸗ schlafen!
Hausknecht: Donnerwetter— muß die aber Schlafgeld zu bezahlen hab'n!
(Südd. Postillon.)
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