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endenden Aus t Stuchbdändet riß mit dem m tbemaligen athtauſe dahier
18350. A erundarg
ntelligenz-Vlatt
fuͤr die
Provinz Oberheſſen
4 im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg
im Beſonderen.
N 72.
Sonnabend den 1. September
1850.
Amtlicher Theil.
Die Großherzoglich Heſſiſche Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg an die Gr. Bürgermeiſter dieſes Regierungsbezirks. Betreffend: Die Aufſtellung der Gemeinde⸗Voranſchläge für 1851.
Diejenigen von Ihnen, welche die rubricirten Voran⸗ ſchläge noch nicht eingeſendet haben, werden an die Ein⸗ ſendung binnen weiteren 8 Tagen bei Meidung der Abho⸗ lung erinnert.
Friedberg am 10. September 1850.
Ou tie.
Eine Anekdote.
Die alte, ehrwürdige Pfarrerin zu St. hatte unter andern auch die Sitte aus der guten, alten Zeit bewahrt, daß ſie ſelbſt ihren Bedarf an Leder kaufte, und jedes Halbjahr den Schuſter ins Haus nahm, wo dann Groß und Klein friſch beſohlt und befleckt, auch wohl mit nagel⸗ neuen Schuhen verſehen wurde. Kam ſie doch dabei viel billiger weg, als wir, die wir alles fix und fertig beim Meiſter Pechdraht kaufen. So dachte denn auch Meiſter Franz, ihr Schuſter, eines Tages beim Zuſchneiden, ein Paar Sohlen, die nichts koſteten, ſeien auch ein guter Handel, und jedenfalls wohlfeiler, als ein Paar, die er beim Gerber oder Lederhändler hole! Ob er dabei hat wollen den heiligen Criſpinus, den Patron der Schuſter, nachahmen, das weiß ich nicht,— kurz und gut, als er eben für den Herrn Pfarrer ein Paar Sohlen aus einer Kernhaut von einem Ochſen geſchnitten hat, denkt er: Es geht juſtement in Einem hin!— und ſchneidet ſich flugs auch ein Paar für ſich heraus. Um ſie, aber ſicher aufzu⸗ heben und unbeſchrieen heimzubringen, zieht er ſchnell ſeine Weſte aus und näht die Sohlen ans Futtertuch feſt.
Plötzlich aber hört er Fußtritte im Hausgang, als eben mit Nähen fertig war. Schnell zieht er ſeine Weſte an, aber er merkt nicht, daß er ſie verkehrt anzieht in der Elle und Angſt. Wenn er's auch gemerkt hätte, zum Ver⸗ bebern des Irrthums blieb doch keine Zeit mehr, denn die Frau Pfarrerin trat eben raſchen Schrittes herein, und Meiſter Franz ſitzt mit dem Rücken gegen die Thur. Was
zum Kuckuck, Meiſter Franz, ruft ſie aus, warum hat er ſich denn die Sohlen auf den Buckel genäht?
Erſchrocken bemerkt jetzt der Unglückſelige ſeinen Irr⸗ thum; aber ſich raſch ſammelnd, erwiedert er: Hören Se, ſehen Se, Frau Parrin, dort trocknet das Leder am Beſten!
Item, ich weiß Einen, der hätte keine ſo gute Aus⸗ rede bei der Hand, wenn ſein Futterzeug ſo unverſehens herausgekehrt wurde. Das Sprüchwort ſagt: Eine gute Ausrede iſt einen Batzen werth. Der mir das Stücklein erzählt hat, meinte, die Pfarrerin wäre ungläubiger Natur geweſen, hätte dem Meiſter Franz geſagt, er ſolle ſich künftig mit dem Ledertrocknen nicht ſoviel Mühe machen — und ſie wäre ſpäter beim Lederſchneiden immer zugegen geweſen.
Das hat ſicherlich nichts geſchadet, und beim Zuſehen lernt man was!(Spinnſtube 1850.)
Für die Familie des H. Sommerlad
ſind durch Hrn. Lehrer Kitz eingegangen:
Von Hrn. Pfarrer Decker zu Hochweiſel 1 fl. 30 kr.; von Mad. Wick in Ziegenberg 1 fl.
Durch Unterzeichneten ſind eingegangen:
Aus der Gemeindekaſſe zu Fauerbach J. 10 fl.; aus der Gemein⸗ vekaſſe zu Münſter 3 fl.; von mehreren bekannten und unbekannten Wohl⸗ thätern 41 fl. 54 kr.
Indem man den freundlichen Gebern für die vorſtehenden Liebes- gaben herzlichen Dank abſtattet, erklärt mau ſich zum Empfange ähnlicher Gaben gerne bereit.
Ziegenberg, im September 1850. R. Bindewald, Lehrer
Markt Bericht. Friedberg, am 11. September 1850.
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Aufgefahren] Verkauft Mittelpreiſe
Gattung. wurden wurden (Mltr.)(Mltr.) fl. kr. Waizen 43% 43% 8 28 Korn 24 16 5 30 Gerte„ 20 177 4 30 Hafer ne 46 46 2 55 Erbſen.* 2 2 5 35 Kartoffeln.. 12 194 2— Mohnſamen. 5 1 12—


