die aber dieſen Continent vor Jahrhunderten bewohnten und jene Städte und Tempel bauten, deren Ruinen noch jetzt durch die Wildniß zerſteeut liegen. aufmerkſam gemacht, den benachbarten Boden unterſuchte, entdeckte er, daß er überall mehr oder weniger goldhaltig ſei. Dies beſtimmte ihn augenblicklich. Er beſtieg ſein Pferd und ſprengte ſo raſch zum Fort, als ihn dieß tra⸗ gen konnte. ö
„Als Mr. Marſhall ſeinen Bericht beendet,“ ſagte
der Kapitän,„und ich mich nach den mitgebrachten Be⸗
weiſen überzeugt hatte, daß der Bericht nicht übertrieben
ſei, fühlte ich mich faſt ſo erregt, wie er ſelbſt. Ich frug
ihn raſch, ob er das Gold den Arbeitern an der Mühle ſchon gezeigt habe, und war froh als er mir verſicherte, er hätte es gegen keinen einzigen Menſchen erwähnt. „Wir beſchloſſen nun alſo,“ fuhr der Kapitän lächelnd fort,„den Umſtand gegen Niemand laut werden zu laſſen und bereiteten uns vor, früh am nächſten Tage nach der Mühle aufzubrechen.
Als wir gerade vor Sonnenuntergang dort ankamen, wühlten wir den Sand an verſchiedenen Plätzen auf und es, dauerte gar nicht lange, bis wir, natürlich mit erdigen Theilen vermiſcht, über eine Unze Gold geſammelt hatten. Ich blieb die Nacht bei Mr. Marſhall, und am nächſten Morgen gingen wir eine kurze Strecke den ſüdlichen Arm hinauf, wo wir bald fanden, daß das Gold nicht allein am ganzen Laufe des Bachs, ſondern auch im Bett des Hauptſtroms, ja ſogar in jedem aufgetrockneten Ravin und ſeichten Creek exiſtirte. Ich glaube überhaupt, daß es gerade in der Gegend am häufigſten vorkommt; denn ich ſelbſt, mit weiter Nichts als einem kleinem Meſſer, fand in einer ſchmalen trocknen Schlucht, den Berg ein Stückchen hinauf, einen Klumpen, der faſt 1½ Unzen wog.“
„Als wir nach der Mühle zurückkehrten, waren wir nicht wenig erſtaunt, die Arbeiter zu ſehen, die uns in Maſſe entgegenkamen und uuns kleine Stückchen Gold zeig— ten, gerade wie wir ſie gefunden hatten. Marſhall ver— ſuchte ſie auszulachen, indem er ſie überreden wollte, ſie hätten weiter Nichts als irgend ein blitzendes Metall von keinem Werth gefunden. Einer der Indianer aber, der
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Als er aber, jetzt
mit im einer Goldmine in der Nachbarſchaft von La Paz in Nie derkalifornien gearbeitet hatte, rief aus: oro, oro! Uns ärgerte dieſe Entdeckung nichr wenig, und wir konn⸗ ten nicht anders glauben, als daß die Arbeiter uns nach—
geſchlichen ſeien, wenn wir auch jede Vorſicht gebraucht hatten, die, wie wir glauben mußten, ihnen unſre Schritte Später hörte ich, daß Einer von ihnen, ein ſchlauer Kentiucker, unſern Fährten gefolgt ſei und
verbergen ſollte.
gerade dabei, daß er die Spuren im Auge behielt, kleine Stücken Gold gefunden habe.“
(Fortſetzung folgt.)
Für die bei dem Kampfe in Baden
verwundeten heſſiſchen Soldaten und hülfsbedürftigen Angehörigen der Gefallenen, ſind in Folge unſeres in Nr. 48. des Int.⸗Bl. abgedruckten Aufrufs, bis fetzt eingegangen:
Von Pfr. Textor zu Steinfurth 1 fl. 45 kr. Dit ⸗E. Dieffen⸗ bach 1 fl. D. B. 2 fl. Metzgermeiſter Weller 1 fl. Fr. S.⸗ D.& 2 fl. 42 kr. Landrichter Hoffmann 5 fl.
M. in F 1 fl. Fr. G. S. K. 1 fl. B. R. H. 30 kr, Act. 9 P. B. in O. 2 fl M. S. 30 kr. Ung. 1 fl. Sch 30 kr. Ch. V. 30 kr. W. Wagner 36 kr. nebſt Leinwand. G. H. 10 fl. J. St. 2 fl. S. 36 kr. R. M. 35 kr. Baruch Hecht 1 fl. Frl. Sauer 12 kr. J. B. I. 47 kr. H. W. II, 5 fl.. 2 fl. C. Ir, 1 fl G. 1 fl. Rl fl. S. G. 3 fl. E. B 1 ff, J fee helm Bechſtein 1 fl. Johs. Falk 1 fl. 10 kr. S. Engel 30 kr. Ein Heſſe bricht die Treue nicht: 6 kr. Treu ſeinem Fürſten, treu ſeinem Eide iſt der Heſſe bis in den Tod: 24 kr. C. Heidt 1 fl. Mendle Garde 24 kr. Meier Hirſch 1 fl. 45 kr. Ouvrier 3 fl. 30 kr. Dr. R. 2 fl. Fk. 24 kr. Bk. 12 kr. Rühl 12 kr. Decher 12 kr. F. 1 fl. J. J. 1 fl. N. 30 kr. D. 9 kr. K. Erbes Wtw. 1 fl. Carol. Pil⸗ n Schmalkalder 4 fl. B.⸗R. Textor 1 fl. 45 kr.— Zuſammen 5 fl. 56 kr. ö
Den gütigen Spendern der vorſtehenden Gaben herzlichſt dankend, hegen wir zugleich die Hoffnung, daß dieſer gute Anfang zu recht großer
Nacheiferung anſpornen werde. Friedberg am 28. Juni 1849. N Textor. Cronenberg. J. Steinhäußer. Krach. Meyer Hirſch. H. M. Decher. Jae. Pfeffer. F. Cordes. G. Trapp II. W. A. Simon. C. Groß. a
P. Dr. S 2 fl. 30 kr. C.
Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.
N Hofraithe⸗Verſteigerung.
(833) Dienſtag den 3. Juli, Morgens um
10 Uhr, wird in hieſigem Raͤthhauſe die Hof⸗
raithe der Hartmann Hoffmann'ſchen Eheleuten
dahier meiſtbietend verſteigert, als: Wohnhaus
und zwei Hintergebäuden, an Chriſtoph Engel.
Gibt Zins in die Auguſtiner⸗Schule 6 ¼ kr.
Friedberg am 31. Mai 1849. In Auftrag Großh Heſſ. Landgerichts
Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter
Bender.
Ve x ſtei gerung.
10060 Mitwoch den 4. Juli, Morgens um 9 Uhr anfangend, wird in der Wohnung des Bürgers Metzgers Heinrich Weller, der Nach⸗ laß des dahler verlebten Seribenten Jean Köſter, beſtehend in Kleidungsſtücken, Hemden, eine Büch ſe, eine ſilberne Taſchenuhr ꝛc., meiſtbietend verſteigert. Ju Auftrag: Groß. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben deer.
Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn.
(1010) Dienſtag den 3. Juli l. J. Vormit⸗ tags 10 Uhr, werden auf dem Sectionsbüreau zu Vilbel nachſtehende Arbeiten und Lieferungen zur Erbauung eines proviſoriſchen Stations⸗ hauſes der Station Groskarben an die Wenigſt⸗ nehmenden öffentlich in Accord gegeben, als:
fl. O2 kr.
1) Maurerarbeit veranſchl. zu 92 „5 9
2) Steinhauerarbeit
5
.
3) Zimmerarbeit„„ 111% 49„ 4) Dachdeckerarbeit„195„ 04„ 5) Schreinerarbeit„„ 124 12„ 6 Schloſſerarbeit 1 1 122% 22, 7) Glaſerarbeit 1% 24.„%— 8) Spenglerarbeit 1„ 18„ 06„ 9) Weißbinderarbeit„„ 68„ 47„ 10) Die Lieferung von 4850
Stück hart gebrannten Back⸗
ſteinen veranſchlagt zu 72 7 45„
Plan, Voranſchlag und Accordsbedingungen können auf dem Sectionsbüreau zu Vilbel ein⸗ geſehen werden.
Friedberg den 22. Juni 1849.
Der Großh. Heſſ. Seetions⸗Ingenieur der Section Vilbel Hochgeſand.
Main ⸗Weſer⸗Eiſen bahn. (1007) Dienſtag den 3. Juli d. J. Vor⸗
mittags 11 Uhr wird auf der Bürgermeiſterei zu Bleichenbach die Herbeifuhr von 20 Cubik⸗ klafter Schichtenmauerſteinen aus dem Stein⸗ bruche bei Bleichenbach in das Roſenthal bei
Friedberg in einzelnen Looſen an die Wenigſt⸗
nehmenden öffentlich in Accord gegeben werden. Friedberg den 21. Juni 1849.* Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Seclion Friedberg Hochgeſand.
Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1008) Dienſtag den 3. Juli l. J. Vormit⸗ tags 11 Uhr, wird auf dem Sectionsbüreau zu Vilbel die Fundamentirung der Schienenbahn in der Section Vilbel, veranſchlagt zu 56 19 fl. 36 kr., in 6 Looſen unter den bei der Verſteigerun bekannt gemacht werdenden Bedingungen an d Wenigſtnehmenden öffentlich in Accord gegeben.
Friedberg den 22. Juni 1849. f Der Großh. Heſſ. Sections ⸗ Ingenieur der Section Vilbel Hochgeſand.
Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn.
(1009) Dienſtag den 3. Juli l. J. Vormit⸗ tags 10 Ubr, werden auf dem Sections büreau
zu Vilbel nachſtehende Arbeiten an die Wenigſi⸗
nehmenden öffentlich in Aceord gegeben:
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