Neue holländiſche Vollhäringe!!, 170) neue Sardellen und Gardasee ⸗Ei⸗
tronen bei i Friedberg. Wilhelm Fertſch, Fruchtmarkt Nr. 209.
8 Ein blauer Kittel (1171) iſt am 20. d. M. auf der Chauſſee zwiſchen Ilbenſtadt und Niederwöllſtadt gefunden worden. Der rechtmäßige Eigenthümer kann denſelben gegen Erſtattung der nſeratgebühren in Empfang nehmen bei 0 Heinrich Waas U, Oekonom. Anzeige. (11720 Auf mehrſeitige Anregung beabſichtigt der Buß bacher Muſik⸗Verein künftigen Sonne tag über 8 Tage, als den 5. Auguſt d. J., ein Blech⸗Inſtrumental⸗Concert in meinem Saale zu veranſtalten und wird im Progamm das Nähere angegeben. Bad⸗Nauheim den 25. Juli 1849. 1 1050 D. F r i. t.
Einladung.
(1113) Sonntag den 29. d. M. wird da⸗ bier ein Gaben Schießen abgehalten, wozu der Unterzeichnete alle Schützen ſowie Freunde des geſelligen Vergnügens mit dem Bemerken ein⸗ ladet, daß das in dem bereits ausgegebenen Einladungszettel angegebene, Schnappſchießen nicht ſtattfindet. er
Reichelsheim. 1 18 Ker.
20e g dcs e (117140 Gibt es in und außer der Stadt Friedberg keine anderen Zimmer- und Holzplätze als auf der ſchönen breiten Ludwigsſtraße; ge⸗ wöhnlich ſind dieſe indeſſen immer an dem nach Oberwöllſtadt zu gelegenen Theile der Stadt zu finden. Wahrſcheinlich gilt es darum, daß gerade dieſer Platz beſtändig verbarrikadirt iſt, damit kein Markt in der Nähe des Mainzer⸗ thors ſoll oder kann abgehalten werden.
5 121 Mehrere Bürger.
Erklärung.
(1176) Der Unterzeichnete beabſichtigt nicht, ſich in die ſchmutzigen Verhandlungen, welche in dieſem Blatte ſeit einiger Zeit zwiſchen dem Rentmeiſter Riedel und dem vorhinnigen Schul⸗ vikar Burk ſfattfinden, irgendwie einzumiſchen. Dagegen muß er in Erwiederung auf den an 901 30 N 00 ſogenannten offenen Brief in 36 des Intelligenzblattes einfach bemerken: daß er ein Zeuguiß der dort erwähnten Art weder ausgeſtellt noch unterſchrieben hat; weß⸗ halb die gegen ihn gerichteten Vorwürfe don ſelbſt in ihr Nichts zerfallen. Wäre auch der Unterzeichnete wohl veranlaßt und berechtigt, den Rentmeiſter Riedel wegen jener unwahren und anmaßlichen Veröffentlichung ſchon jetzt zur gerichtlichen Verantwortung zu ziehen, ſo wird er ſolches doch, überzeugt, daß dies zur Rettung ſeiner Ehre ſolchen Angriffen gegenüber keines⸗ wegs erforderlich ift, vgrerſt unterlaſſen. Sollte übrigens Rentmeiſter Riedel verſuchen, den Un⸗ terzeichneten noch einmal in irgend einer Weiſe in ſeinen unſguberen Streit einzumiſchen, ſo würde er es ſich ſelbſt beizumeſſen haben, wenn ein gerichtliches Verfahren Ihn in eine ſchwer⸗ lich angenehme Lage bringen ſollte. Obermörlen, am 26. Juli 1849. Weismantel, Pfarrer.
Anfrage.
(4117060 Am Sofntag, als den 22. d. M, wurde in Bönſtadt ein Scheibenſchießen abge⸗ halten, wobei, wie gewöhnlich, mehrere Wirkhe
— 248—
Getränke verzapften. Wirth Weygand exlaubte
ſich auf eine grobe und brutale iſe den ſchon Poſto geſaßten Wirth Balting zu ver⸗ drängen und eine andere Stellung anzuwel⸗ ſen. Einſender fragt nun,; at bei einer ſol⸗
chen Gelegenheit nicht einer ſo viel Recht als
der andere? und iſt hier das Sprichwort nicht anwendbar: wer zuerſt kommt mahlt erſt.— Zur Riedel'ſchen Streitſache 1 gehörig. (1177) Durch den offenen Brief des Herrn Rießel an Herrn Pfarrer Weismantel dahier Wabthel zum erſten Male meine Ehre in Wabrhelt angegriffen und zwar in einer Welſe, daß die 600 nur auf gerichtlichem Wege ihre Erledigung finden kann. Da ich aber Herrn Riedel gegenüber durch meine gegen ihn aus⸗ geſprochene Beleldigungen das Klagerecht ver⸗ loren habe, ſo fordere ich dieſen bei ſeiner Ehre guf ſich beſtimmt darüber zu erklären, ob er die von mir ausgegangenen ihn betreffenden Inju⸗ rien ignorltt Und ſich die in ſeinem Schreiben an Pfarrer Weismantel enthaltenen, Verdächti⸗ gungen meines Charakters zu erweiſen im Stande dünkt. Im Verneinungefalle hätke ſich Riedel das Urtheil ſelbſt geſprochen. Ich wäre als⸗ dann Ahe nach Maßgabe der Umſtände gegen Andere eine gerichtliche Unterſuchung zu beantragen. Dem Publikum wird jedenfalls über das Reſultat der gerichtlichen Verhandlun⸗ gen ſeiner Zeit Mittheilung gemacht werden. Daß übrigens alle Behauptungen ꝛc. Riedels, ſo weit ſie mich betreffen, völlig aus der Luft gegriffene Lügen ſind, darf ich demjenigen Theil der Leſer verſichern, welcher Sinn für Menſchen⸗ würde hat und die dermallge Stellung und Bildung der Lehrer kennt. Mein Gewiſſen iſt rein, ich habe deshalb nicht im mindeſten nöthig, mich vor einer Unterſuchung, welcher Art ſie auch ſein mag, zu fuͤrchten. Was das in Nr. 54 d. Bl. enthaltene Schulvorſtandszeugniß an⸗ langt, ſo bin ich damit ohne alle Kenntniß und wird ſich der, Sachverhalt deſſelben gewiß bal⸗ digſt aufklären, a Obermörlen am 24. Juli 1849. Buer k, Lehrer.
Zeugniß,. (1178) Oer Unterzeichnete Ortsvorſtand der Gemeinde Obermörlen bezeugt hiermit auf Pflicht, daß Lehrer Burk von hier während ſeines da⸗ ſigen Aufenthalts von Jugend an einen ſtets tadel⸗ loſen und muſterhaften Lebenswandel geführt hat. Obermörlen am 8. Juli 1849. Der Gr. Bürgermeiſter Der Gemeinderath König. Andreas Guckelsberger. Ante Jobs. König. Jakob König. Johs. Scheibel. Anton König. Jakob Fritz. Putep wong. Heinrich Burk. Vorſtehende Unterſchriften beglaubigt Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter ö König. Zeugniß über das Betragen des Schulvicars Burk. Aus Rheinheſſen. (1179) Oer unterzeichnete Schulvorſtand be⸗ ſcheinigt hiermit, daß ſich der ſeit dem 26. Juni 1843 hier angeſtellte katholiſche Schulvicar Burk bisher nicht nur ſittlich gut betragen, ſondern auch hinſichtlich ſeiner Leiſtungen in der Schule, der davon gehegten Erwartung genügend entſprochen habe.
Lanbenbeſm am 21. Auguſt 1845.
Henrich, Pfarrer. Möhn, Bürgermeiſter. Mohr.
Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 8. Sonntag n. Trinit. den 29. Juli.
Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell. a Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Sell.
Nachmittags predigt in der Stadtkirche; Herr Candidat Krauß.
Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Cellarius.
Nachmittags predigt in der Burgkirche: 3. Herr Diaconus Baur.
F r u ch t preiſe.
——— 425. Jult. 20. Juli. 28. Juni Gattung. Fried⸗ in, Die⸗
5 1100 berg Mainz N 5
1 D ffefſen, 71 85 pr. Malter 9 5.40 0 40 rn 7 10 1 Ir 9 5 7 Gere„ 65 1 5055 Hafer Ih zug: 3045 J 351 34
für die Städte Friedberg und Butzbach vom 28. Juli bis 3. August 1849.
D. Fried⸗Butz⸗ 8 Brod Preiſe. berg. bach. kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod At 1e er aW 4 243 4 77 77 9— 9 2 1* 9 0 0 2 — Milchbrod 1 40 1 795 — Waſſerweck 15% K — Gemiſchte(Tafel-) Brod 146 15%% Fleiſch-Preiſe. pf. pf 1 Ochſenfleiſch 15 12— 111— ge ia gemäſtetes 9—— 4 KühfieiſchHungemäſtetes 8— 15— ;; gemäſtetes 90— 181— „Rindſteiſch Ne 7— „ Kalbfleiſch 6— 6— „ Schweinenfleiſch 11111110 „ Hammelfleiſch 69—9.— „ Schaaffleiſch 7— 7— „ Wurſt veblos Schweinen 12— 14— „Gemiſchte Wurſt 10——— „Bratwurſt g 15116— „ Schwartenmagen 151— 16— „ Geräucherter Speck 24— 244 „Schinken 5 17— 181— „Doörrfleiſch 16— 18— „ Schweinenſchmalz, 5 5 ausgelaſſen g 24— 24— unausgelaſſen Wfa „Nierenfett 201— 1244— „ Hammelsfett 16— 116— Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.
Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg.
3
8100


