Ausgabe 
27.10.1849
 
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Achtzehn Jahre vol be Strapazen und uierhörter Muͤhe! nde e Suzon halblaut für ſſch hin. 1Was liegt daran, w nu er nun r ein Vermögen in Aus⸗ ſicht hat?!, rief Charles heftigBas Schlimmſte iſt nicht die Reiſe auf ſchlechten Wegen oder ein Bivouac im Freien

ohne alles Obdach und bei ſtuͤrmiſchem Wetter, ſondern das 117

daß man kein Ziel der Reiſe abſieht! Was hilft alles Sorgen

und Placken, wenn man am Ende keine Früchte davon ſieht l Du beneideſt alſo den Hauſirer um ſein Glück,

Charles? fragte Suzon ſchüchtern und! wagte den Vetter dabei kaum von der Seite anzuſehen. lich all Deine ſchönen Jugendjahre, eines Deiner Augen und eine Deiner Hände um zwei Millionen geben.

Ei gewiß! um eine einzige im Nothfall h, verſetzte Charles raſch;Du brauchſt mir nur einen Käufer um dieſen Preis zu finden, Suzon, und ich mache den Handel! richtig. Wenn er zu Stande kommt, ſoll Dir? 8 an einem guten Nadelgelde nicht fehlen!

Dias junge Mädchen gab keine Antwort, ere wandte ſich wehmüthig ab; ihr Herz war kummerſchwer und in ihrem Auge zitterte eine Thräne. Vincent ſchwieg ebenfalls, und fuhr wieder unmuthig über ſeinen Schnurr⸗ bart. Eine lange Pauſe. entſtand. Jede der drei handeln⸗ den Perſonen hing ſeinem eigenen Ideengang nach. Erſt der Schlag der kleinen Wanduhr, die die achte Stunde verkündete, weckte Suzon aus ihrem Nachſinnen. Sie ſtand haſtig auf und begann den Tiſch zum frügalen Abend⸗ brode zu decken, das ſchnell und wortlos vorüberging⸗ Charles, der die letzte Hälfte des Nachmittags mit ſeinen Freunden in einer Kneipe verbracht hatte, wollte nichts eſſen, und die arme Suzon hatte den Appetit verloren. Vincent allein that der Mahlzeit die gehörige Ehre an, denn er war von ſeinem Kriegsleben her gewöhnt, unter allen Umſtänden und ſelbſt den verzweifeltſten, die Privi⸗ legien ſeines Magens aufrecht zu erhalten. Sein Hunger war bald geſtillt und ernkehrte zu ſeinem Armſtuhl am Fenſter zurück. Suzon ſehnte ſich nach Einſamkeit; ſie brachte daher Alles ſo raſch wie möglich in Ordnung, küßte den alten Mann und zog ſich dann in ihr Schlaf⸗ kämmerchen im oberen, Stockwerke zurück. Vincent und ſein Neffe ſaſſen ſich nun allein gegenüber und der Letztere wollte ſich gerade ebenfalls verabſchieden, als der Veteran ihm bedeutete, ſich naher zu ihm herzuſetzen.Ich möchte gerne etwas mit Dir reden! ſagte er ernſt.

Charles willfahrte langſam und blieb in unbehaglicher Stimmung vor dem alten Manne ſtehen, weil er über ſein Betragen getadelt zu werden fürchtete; Vincent aber bat ihn, ſich zu ſetzen.

Haſt Du auch über die Worte. nachgedacht, die Du vorhin äußerteſt, Charles 2, fragte er ihn mit feſtem Blicke.Wäreſt Du wirklich im Stande, Dich einer lan⸗ gen und anhaltenden Anſtrengung zu unterziehen, um Dir ein Vermögen zu erwerben?

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Würdeſt Du wirk⸗

ſcharrt worden. Divtſion,

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Hen ne Lebensweiſe ändern?

Wenn es zu irgend einem Ziele führte, ſofern ich

das thäte, ſo will ich mich dazu verpflichten, entgegnete

Charles.Aber warum fragen Sie mich deßhalb? Du ſollſt meine Gründe ſogleich erfahren! ſagte

der Veteran und offnete die Schublade eines kleinen

Schreibpults, worin er gewöhnlich die alten Zeitungen

8 verwahrte, welche ihm einer der Mitbewohner des Hauſes lieh. Nachdem er eine Weile unter denſelben herumge⸗

ſtoöbert, brachte er eine Zeitung zum Vorſchein, in welcher er einen rothangeſtrichenen Aufſatz Charles zeigte. Halb

laut und haſtig las der junge Mann:Es ſind kürzlich

bei der ſpaniſchen Regierung Schritte gethan worden, um einen Schatz wieder ausgraben zu dürfen, der nach der Schlacht bei Salamanca an den Ufern des Dguro) 8 Eine Compagnie der erſten franzöſiſchen welcher auf jenem denkwürdigen Rückzug das Geleite einiger Tönnchen anvertraut geweſen, wurde von dem Gros der Armee getrenit(und von einer ſo überle⸗ genen Streitmacht umzingelt, daß jeder Verſuch eines Widerſtandes vergeblich geweſen wäre⸗ 1 der comman⸗ dirende Offizier dieſes Zuges ſah, daß! gar keine Hoffnung vorhanden war, ſich durch die feindlichen Streitkräfte durch⸗ zuſchlagen, ſo benützte er die Dunkelheit. der Nacht und ließ die ſeiner Obhut anvertrauten Fäßchen. von einigen vertrauten. Soldaten in die Erde graben; nachdem er ſich ſodann überzeugt, daß Niemand ſie hier entdecken könne, hieß er ſeine kleine Bande ſich zerſtreuen, damit Jeder auf eigne Fauſt ſich durch die feindlichen Linien hindurch zu ſtehlen ſich verſuche. Allein nur ſehr Wenigen gelang es, ihre Diviſion wieder zu erreichen, und der commandirende Offizier ſammt denjenigen Soldaten, die um den Verſteck der Fäßchen wußten, blieben auf der Flucht. Man weiß nun mit ziemlicher Beſtimmtheit, daß in dieſen Fäßchen die zu den Kriegs- koſten für die ganze Invaſionsarmee benöthigte r im Geſammtbetrag von drei Mienen, enthalten war.

FChFortſetzung folgt.) 22

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Markt Be 0 0 Nilfſoch

4 Friedberg, am 24. Oktober 198449.

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De rann mach un g.

Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.

1

2 Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn.

(157) Dienſtag den 30. Oktober l. J. Vor⸗ mütags 11 Uhr werden auf dem hieſigen Rath⸗ hauſe Steinhauerarbeiten zur Erbauung des Viaduktes über das Roſenthal bei Friedberg, veranſchlagt zu 20208 fl. kr. an die Wenigſt⸗ bietenden in 2 Looſen öffentlich in Akkord ge⸗ geben werden. Friedberg am 20. Oktober 1849.

Der Großh. Heſſ. SectionsIngenieur

der Section Friedberg. Hochgeſand.

Sc af p fesche= 3

(15800 Montag den 29. Oktober, Morgens

um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe meh⸗ rere Schaafpferche, welche den 2. November ihren Anfang nehmen, meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 24. October 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. b

Bekanntmachung.

(1581) Montag den 5. November, Morgens um 10 Uhr, wird in hieſigem Ratbhauſe die

Anlieferung von 17 Gemarkungs⸗ und 200 Flur⸗

ö Orenzſteine an den Wenigſtnehmenden verſteigert.

Friedberg den 25. 3581 1849. 19 Der Großh 15 ürgermeiſter deer.

8(1582) Montag den 5. November, Morgens 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe ein zum

Nachlaß des dahier verſtorbenen Philipp Chri⸗ ſtian Trapp gehörenden Garten, 290 Klafter, in der 14ten Gewann an den Mauergärten, theilt mit Georg Krieger und Friedrich Hilbrecht, meiſt⸗ bietend, erſtlich verpachtet, ſodann in eee verſteigert.

Ge een 25. Ottober 1849.

eng Heſſ. Vurgermiſet

1 n d e 1 1 2 1 Hofraithe. Vergehen gg (1583). Montag den 12. November, Morgens um 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die

Hofraithe der Chriſtian Friedrich Sieck's Wittwe, beſtehend in Wohn- und Brauhaus, an Ludwig

1158 Vormit den Ge. einem durch ö fordern

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