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Er war damals ein Jüng⸗ lichſte Band knüpft von 23 Jahrenz er war arm, er konnte Lottchen ihrer Liebe, ihrer eirathen. Sie mußte einen Paſtor nehmen. 2 t j
einſt ſein Lottchen geſchenkt. ligg nicht. f llefen ſchon erwachſene Enkel von ihr herum.— war ſchon längſt todt. ö. Der alte Mann nimmt die Brieftaſche in die ae 11
in ſein Wie iſt es rührend, wenn ſolch' verborrtes Herz noch eine Knospe ſchlägt, eine Knospe, für die es, ach! keinen Frühling hat! 2 1
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Funke auf Funke verglüht.—„Gute Nacht ö
10 0 Auf welches Grab, ich den Weihnachtsbaum geſetzt?
— Ich ſage es nicht. 2 anz Ihr Werdet morgen ſeine Aſche darauf finden.
uf. 3 weiter Gan g. Aile aun nme sf ee en In 1209 1¹ Jun 71% b men 0 11 widt 10„1 0%¼% 9 901 d Da Um Erdgeſchoß iſt das Fenſter hell erleuchtet. Iſt es der Weihnachtsbaum? Neitt, fein 1.—Ailf zwet Stühten ſteht ein kleiner Sarg, und in dem Sarge ſchlummert ein zweijähriger Liebling, der Mutter einzige Hoffnung, einzige Lebensfreude. Die kleinen Wangen fd indch angehaugt des Lebens, und dennoch todt— für immer verloren!— Die bleiche Frau daneben ringt ſprachlos die Hände— ach, weinen kann ſie nicht mehr. Der Vater aber geht ſchweigend auf und ab, und ſucht mit den Gründen der Weisheit und des Glaubens den gewaltigen Schmerz in ſeiner Bruſt niederzukämpfen.— an Auf einem Tiſche in der Ecke ſteht ein Weihnachts⸗ bäumchen, noch ungeputzt und unbeſchwert, aber es war wohl dem kleinen Knaben im Sarge beſtimmt fuͤr den Fall ſeiner Wiedergeneſung, ann 2 Doch der Herr hatte es anders beſchloſſen in ſeinem unerforſchlichen Rathe, und den Eltern einen andern Weih⸗
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vom letzten: Roſenlicht
gänglich brennen, unß der ö als ein großer, unendlicher Weihnachts tag. 1 nde is A. 1
Ein hohes ſtattliches Haus. Die Spiegelſcheiben glänzen von blendender Helle und überſtrahlen die Straße. In der Belletage in einem prachtvoll meublirten Gemache ein junges Ehepaar, die Frau 28, der Mann etwa 34 Jahre, alt, Beide ſchön, Beide reich! Und dennoch ſind ſie nicht glücklich! Der Himmel hat ihnen in einer Sjäh⸗ rigen Ehe perſagt,, was erſt das ſchönſte, das unauflös⸗
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dem ſie dei zärtlichen Gatten in heißen zieht ſie ihn Reihe.
wiſchen N ärtiichkeit“. müc eines
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dem Chrkſtbaume die kleinen Hände in einander ſchlägt.
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Den Tiſch in der r ee unn e
ein liebendes fen verneh, ts⸗
11 5 üſſen., gedankt, ban i an ihr di Und er findet; eine koſtbare Jagdflinte, ein pracht⸗ volles Eigarrenétui, ein Puhekiſſen, Zehn andere Dinge ihrer Wahl oder ihres Fleißes, und als Prachtſtück zum Beſchluſſe ein altes, 151 einbares, faſt modriges, aber in Sammt und Gold gebundenes Buch, die uralte Ausgabe eines italieniſchen Claſſikers, ein Werk, nachdem er ſo lange vergebens getrachtet j alte,, Koſthare Bücher ſind ſeine Lebens aft.— 17074 100 nun 1 12170 0 1200 1119 „Während ſeine Bruſt ſich Luft macht in freudigen Auen iſt ſie von dannen geſchlichen, und leiſe zu⸗ rückkehrend ſetzt ſie neben den großen Weihnachtsbaum, mit einem Tuch bebe Er hebt raſch die Hülle davon.“ n b nal „Was ſoll das, Emilie?“ fragt e. Menne „Und ſie, die bisher ſtets gewaltſam ein freudiges Lächeln, wie ein ſüßes Geheimniß, niedergekämpft, er⸗ röthet und ſpricht mit bebender Stimme:„Lieber Eduard! Weil— weil wir im künftigen Jahre— einen Fritten Weihnachtsbaum brauchen werden!— Verzeih, daß ich Dir es ſo lange verſchwiegen,— aber ich wollte mir die Freude auf den heutigen Tag ſparen!“ Wee i
b Emilie! ruft er entzückt aus,„welch ein herr⸗ liches Weihnachtsgeſchenk! Du biſt ein Engel.“ Und ſie verſtükt in ſeiner Umarmung.
Zwei Mädchen gehen vor mir. Der Kleidung nach ſind es Nähterinnen, oder ſie arbeiten in einer Fabrik. Die Größere und wie es ſcheint Aeltere ſpricht:
„Alſo Dir wird heute auch von Niemandem beſcheert,
ſo; wie mir T αι u 1 1 h „Glaubſt Du denn, der Onkel wird mir Etwas geben? Da kennſt Du ihn ſchlecht! Der vertrinkt lieber Alles in der blauen Kanne! Ich kann noch froh ſein, daß 40070 11 1 19% Uns
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das Pfand 1


