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Nun kommt noch ein zweiter Umſtand hinzu, welcher den Lehrer König ſo in Harniſch gegen Kirchliche Anzeigen 0 0 mich gebracht hat. Die hieſige Kirchenuhr, wonach ſich die hieſigen Einwohner in ihrer Zeit richten, für Friedberg 10. 0 555 bald bedeutend 175 bald nach, 97 1 W N Wie 5 5 17 3.— N r der hieſigen Einwohner mit den beiden Nachbarſtädten de non klar ſein. erho i 005 88 A. d. N. ſpeſ Gr, Bürgenmelſer dahier dieſerhalb eine Reclamation und erſuchte ihn, die 3. Sonntag n. Trinit. den 24. Juni. Wärter der Uhr zur größern Pünktlichkeit im, Stellen derſelben anzuhalten. In dieſer Reclamation 0 i erblickt nun Lehrer Könkg, welcher in Gemeinſchaft mit Herrn Lehrer Ahlbach die Uhr aufzuziehen Pfarramtliche Functionen verrichtet: und zu ſtellen hat,(was ich ührigens, erſt jetzt erfahren babe) eine Beleidigung gegen ſich. Jetzt Herr Diaconus Baur. war das Maaß meiner 7 900 Herrn. 15. e g 10 a fen dien land Lehrer Burk an die Hand genommen, obigen 5 mähartikel verfertigt und dieſe; 4841; 5 1 85 N an die Expedition dieſes Blattes befördert. Allein die Expedition verlangte von dem Vormittags predigt in der Stadtkirche: Ueberbringer, da der Artikel nicht unterzeichnet, daß er die Verantwortlichkeit übernehmen ſolle. Da Herr Stadtpfarrer Feu tſch. dieſer ſich dieſes zu thun jedoch weigerte, ſo. marſchirte der Artikel hierher wieder zurück. Hierauf.—— 2— hin ging ein dem Lehrer König ergebenes Gemeinderathsmitglied nach Friedberg und bewirkte, Nachmittags predigt in der Stadtkirche:
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daß der fragliche Artikel, unterzeichnet„Mehrere Einwohner daſelbſt⸗ in Nr. 46 dieſes Blattes 8 1
. die Baue zu ſtehen 5 75 ee 40— 1 von ene 2 Gen 1155 f Herr Candidat Müllez e
erſuche. Warum Herr Lehrer Konig twa deßhalb, weil mir das nereſſe der Gemeinde; 7 1 5
1 Herzen liegt, als Ihre ebrenwerthe Gunſte So ſcharſſinnig Ste auch ſonſt ſein mögen, Vormittags predigt in der Burgkirche:
das haben Sie aber dieſesmal, mit gütigſter Erlaubniß, nicht gut gemacht. Sie müſſen ſehr für Herr Diakonus Baur.
Ihre werthe Perſon eingenommen ſein, wenn Sie glauben können, ich würde mir die Mühe geben, b 205 a
Sie verehrteſter Herr Lehrer zu chikaniren. l Nachmittags predigt in der Burgkirche“= Was nun die in fraglichem Schandartikel ausgeſprochene Behauptung anlangt, ich ſuche mich
um„jeden Preis“ in den Gemeinderath zu drängen, ſo mag das davon hergeleitet werden, daß Herr Candidat Kraus.
ich vor einigen Tagen mit vielen Ortsbürgern eine Vorſtellung an Gr. Regierungscommiſſion*
habe abgehen laſſen, worin beantragt wird, die Gemeinderathserſatzwahl dahier ſchleunigſt vornehmen
u laſſen, da der, hieſige Gemeinderath in ſeiner jetzigen Zuſammenſetzung das Vertrauen der Ge⸗ 11328 mend nicht mehr bebe. Sollte ich, wiewohl es mir in anderer Beziehung gar nicht erwünſcht J r u ch t pre i. 6. käme, in den Gemeinderath gewählt werden, ſo gebe ich gern zu, daß dieſes mir geſchenkte Vertrauen S———— für Herrn Lehrer König und Genoſſen ſehr unangenehm ſein möchte, indem ich ihre Karte wohl 1 20. Juni. 15. Juni. J L. Mal. gewaltig verderben würde. Ich nehme es daher dem Herxn Lehrer König ganz und gar nicht Gattung. Fried⸗ zug Sie⸗ übel, wenn er meinen redlichen Willen zu verdächtigen ſucht; ſo etwas gehört zur Sache und darf cer Mainz J dur 9 auch Lehrer König ſeinen Charakter nicht verleugnen. i 9 eee Was endlich vom„Junkerthum, in jenem Schandartikel räſonnirt wird, ſo diene als Er⸗ f. tr fl. kr. fl. Tr. läuterung Folgendes: Eine freche Lüge iſt es, wenn behauptet wird, mein Herr Principal ſtünde Waizen pr. Malter 9 20 98 8 10 mit der Gemeinde wegen einer neuen Kirchhofsanlage im Conflict. Werden von dieſem Herrn] Korn„„„ 6— 1 5 27 5 ar Grundſtücke zu dem Kirchbof verlangt, ſo liegen Geſetze vor, wonach die Abtretung zu erfolgen hat. Gerſte„„ 4 401 4 51 4410 Was die Weideberechtigung anlangt, ſo beſtimmt das Geſetz vom 7. Mai d. J. deren Ablöſungs⸗ Hafer„ 5 4 30 3351 2150 8 norm, es kann daher bon einem Conflict auch hier keine Rede ſein. Im Uebrigen ſteht mein—— Herr Principal in der hieſigen Gemeinde gerade ſo da, wie jeder andere Be⸗„. 5 0 güterter auch.. f J 8 J Polizei- Taxe Was den übrigen ſchmutzigen Inhalt fraglichen Schandartikels anlangt, ſo verachte ich es. a 1 123 hierauf noch Etwas 10 1 e ee 9 für die Städte Friedberg und Butzbach So vlel für jetzt; ich hoffe jedoch, daß Herr Lehrer önig die Güte haben wird, mir Ge⸗ 1 8 a legenheit zu geben, das Thema noch etwas witer fortzuſetzen. vom 23. bis 29. Juni 1849. 2 f 5
m Schluſſe noch eine Moral:„Man wird finden, daß eine Kröte ſtets aus
einem Verſteck ihr Gift auf den Vorübergehenden zu ſchießen ſucht. i Sbermoͤrlen den 16. Juni 1849. 5 5 No Friev⸗ Butz g Oswald Riedel, Ortsbürger daſelbſt. 8 rod ⸗ eiſe. berg. bach. . 8 kr. pf. kr. pf. 2 2 11 Leib⸗Roggenbrod 21510 2 6 4 Zur Nachricht für Auswanderer! 2 304 (1003) Das nach Nordamerika auswandern wollende Publikum erlaube ich mir darauf aufmerk-.. Ath. 00 ſam zu machen, daß ich von der Geſellſchaft zum Schutze der Auswanderer nach Amerika, Direfe⸗— Milchbrod 1105 15 tion Havre und Antwerpen, bevollmächtigt bin, unter ſehr vortheilhaften Bedingungen für die Aus⸗— Waſſerweck 15 ½ wanderer Schiffsaccorde abzuſchließen, wobei ich, bemerke, daß die Preiſe ſehr gering ſind.— Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 10616 Nähere mündliche Auskunft zu ertheilen bin ich ſtets bereit. 5 ö Hungen den 18. Juni 1849. 1 Fleiſch⸗ Preiſe. pf. pf P. Weigand, Gemeinde⸗Einnehmer. 1 Ochſenfleiſch abet 12— 12— nge; gemäſtetes N 9— A 10 e 1 e 1 Kühſteiſh Ungemaſtetes 8——— 5 ge.„ Nindfleiſch gemäſte e— 8 (4004) Auch in dem bevorſtehenden Halbiahr wird die Hanauer Zeitung, wie bisher, Kalbfleiſch ungemäſtet. 5 r die Sache des Volkes vertreten und ſich nicht irre machen laſſen durch politiſche Zweizüngeleien, 45 Schweinenfletſch 11 2 0 welche jetzt ſchon hin und wieder in der Journaliſtik auftauchen. Eutſchieden erklärt ſie ſich für die conſtitu⸗ 15 Hammelfleiſch 9—1 9 1 tlonelle Staatsform, wie ſie in der deutſchen Reichsverfaſſung vorgeſchrieben; dieſer allein gilt die„ Schaaffleiſch 7 7 U Tendenz des Blattes, das nicht nur aufs Schnellſte alle Tagesbegebenheiten berichten, ſondern die⸗„ Wurſt b. blos Schweinen 12 1 14 + e ſelben auch von Zeit zu Zeit in längeren Artikeln beſprechen wird. 5 Gemiſchte Wurſt 10 IIA a Die„Blätter der Vergangenheit und Gegenwart“, als Beiblatt„ Bratwurſt“ 15— 16 lie der Hanauer Zeitung, fahren fort, durch anziehende Erzählungen ſowohl als durch Aufſätze ver⸗„Schwartenmagen 15— 16 d ſchiedenen Inhalts, die theils humoriſtiſch, theils dem Gebiete der Länder⸗ und Völkerkunde, oder„ Geräucherter Speck 24— 24 1 12 70 Geſchichte, der Politik und der Staatseinrichtungen angehören, ihre verehrlichen Leſer zu unter⸗„ Schinken 17— 18 f ha en. Dö i 5* 5 1 0 Inſerate, welche durch die weite Verbreitung der Hanauer Zeitung vom beſten Erfolg be— 5 n 1 15— 0 gleitet find, werden per Zeile mit 4 Kreuzer vergütet. 0 ausgelaſſen 7 24— 241 Der Preis der Han auer Zeitung mit ihren Beiblättern beträgt für Hanau 3 fl. 30.3 bei unausgelaſſen 30— 20 4 fer allen kurheſſiſchen Poſtämtern 2 Thlr. 4½ Sgr. halbjährlich. Vom Tage der Beſtellung an bis„Nierenfett 20— 24 fi zum 1 0 dem Beginn des neuen Halbjahrs, erhalten neu zugehende Abonnenten die Zeitung„ Hammelsfett 16— 16 bei unentgeldlich. ö Di 974% Fi 1 je Großh. Heſſ. Regierungskommiſſion die u Hanau, im Juni 1849. f 1 Regterungsbezrte Friedberg bes Die Redaetion der Hanauer Zeitung. Ouveier. bi 52— Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg.


