Ausgabe 
21.11.1849
 
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iſt etwa fl. 1. 15 kr. rhein. oder 22 Sgr.) Die Matroſen begaben ſich in einem Schleppboot der Eingebornen an's Land, während wir Lehrlinge, der Obhut des Aelteſten von uns anvertraut, in einem zu dieſem Zwecke herbeigerufenen Boot ohne Nachtheil für unſern Putz wohlbehalten an's Land gelangten. Oberhalb der Anlände trafen wir eine Gruppe Palankinträger, Kulies und Punkah⸗Bedars oder Sonnenſchirmträger mit ihren Sonnenſchirmen und Palm blättern, die ſümmtlich emſig bemüht ſich um unſere Kund⸗ ſchaft zu bewerben, uns ihre Namen zuriefen und ſich Alles gefallen laſſen wollten, wenn wir ihnen nur eine Gelegenheit gaben, unſer Geld zu verdienen. Unter dem Vortritt unſerer älteren Vorgeſetzten marſchirten wir übri gens ſammtlich in Einer Truppe an Sailor's Homme und unter den Balkonen der nächſten Häuſer vorüber, deren glänzend⸗weißer blendender Kalkbewurf auffallend mit ihren hohen grünen Fenſterblenden und den umgebenden Bäumen contraſtirte. 10 2 11 111125

Wir jungen Leute waren ſeelenvergnügt; fühlten wir doch nun nach einer langen beſchwerlichen Fahrt wieder einmal feſten Boden unter unſern Füßen, waren wir doch wieder frei, hatten unſeren eigenen Verdienſt in der Taſche, und ſahen die weitgerühmten Herrlichkeiten des Morgen⸗ landes jenſeits dieſer Gebäude vor uns ausgebreitet, und

Alles ſo ſpottbillig, daß ein Schilling hier weiter reichte,

als eine Krone(5 Schillinge) in England! Dazu kam noch, daß mehrere von uns den indiſchen Boden zum erſten Male betraten! Bald bogen wir von der Anlände aus um die Ecke in eine breite ſtille Straße von großen ausein⸗ anderſtehenden Häuſern ein, wo keine Seele ſich zu rühren ſchien eine doppelte Reihe maſſiver Häuſer mit flachen Dächern ohne ſichtbare Thüren, die oberen Stockwerke voll dicht verhangener und beſchatteter Fenſter; hohe Mauern reichten vom einen zum andern, und über dieſe ſchaute reichliches Laubwerk von der verſchiedenſten Farbe und Geſtalt herüber, mit den reichſten Blüthen bedeckt, deren Duft die ganze ſtille Atmoſphäre mit Würzhauch erfüllte. Von allen Seiten ſtrömte grelles Licht auf den weißen Gypsbewurf; die Baluſtraden der großen Gebäude in der Ferne, der ſpitze Thurm einer Kirche mit flachem Dach erſchienen noch weißer in dem ſozuſagen zunehmenden grellen Licht der Ferne, das durch alle Oeffnungen drang. In der Straße war weder Fußweg noch Fahrſtraße zu be merken, ſondern nur eine ſchmale Goſſe trennte die Straße vom Bürgerſteig; und die einzigen Spaziergänger ſchienen anfangs zwei Bhiſties oder Waſſerträger, welche aus Schläuchen von Büffelhaut den rothen Staub der Straße beſprengten. Bei der nächſten Straßenbiegung trafen wir

übrigens eine größere Anzahl Menſchen, meiſt Eingeborene oder Matroſen, denn ſonſt geht Niemand bei Tage oder zu Füße aus; ferner begegneten uns Heckeries oder in⸗ diſche Fuhrwerke, Boggies und raſſelnde Miethkutſchen, gefüllt mit halb betrunkenen Matröſen, Palankine und Kulies, die über ihre Herren die breiten Sonnenſchirme hielten Alles wogte bunt durcheinander. Plötzlich er öffnete ſich uns die weitgedehnte Ausſicht auf Flach-Street, den Haupttummelplatz der Fremden und der auf Urlaub am Lande befindlichen Matroſen, und bald umgab uns ein dichtes Menſchengewuͤhl. Hier gab ein Schlangenbeſchwörer mit ſeinem Korbe Vorſtellungen vor einem dichten Haufen, dort lag ein ſchwarzer Beſchwörer platt an der Erde und heulte in wilder Verzückung, um einige Pice(die kleinſte Scheidemünze.) Morgenländer aller Arten: Juden, Ma⸗ layen, Parſis, ernſte bletche Armenier in weißen wallenden Gewändern und hohen Turbanenz Chineſen mit den ſchiefen Aeuglein, der gelben Haut und der bunten Kleidung; der gewöhnliche Bengaleſe in ſchmutzigem Kattun, der indiſche Kaufmannsdiener im wallendem Gewand von leichtem Ge⸗ webe, der Muſelmann mit dem weiten bunten Kaftan, der ſchwarze Portugieſe und der Paria mit dem Tuch um die Hüften, ſie alle umſchwärmten uns in dichtem Gewühl, machten aber ſcheu den lärmenden engliſchen Matroſen Platz, die deſto zahlreicher wurden, je weiter wir vorſchritten. In Flach⸗Street dieſen Namen fuͤhrt die Straße von dem Flaggenſtock an ihrem einen Ende waren ungemein viele europäiſche Fäden, Weinhäuſer, Bierſchenken, wo ginger beer verzapft wurde, portugieſiſche Kneipen und ein Hotel für reichere oder vornehmere Fremde. Hier be⸗

fand ſich auch das Polizeibürcau mit ſeinen Gruppen von

Tſchokihdars oder einheimiſchen Polizeiſoldaten, von denen wir Einige ſo eben beſchäftigt ſahen, einen rieſigen betrun⸗ kenen Matroſen in Arreſt zu ſchleppen, worauf aber ſeine Gefährten einen Angriff auf die Tſchokihdars machten und ihn herausriſſen. Ganze Reihen von Mieth-Palankinen ſtanden an der Ecke von Frittie Bazar, einer Reihe von Gold⸗ ſchmieds⸗ und Juweliers⸗Gewölben, wie man ſie in London oder Liverpool nicht ſchöner und reicher ſehen kann. Die Seſſelträger lungerten neben ihren Gefährten herum oder rannen, zu vier und vier, keuchend und ſtöhnend mit ihrer Laſt davon; es waren gar ſeltſame Burſchen, merkwürdig anzuſchauen mit ihrem Haar, das ſie nach Weiberart in einem Knoten über dem Scheitel aufbinden, die Geſichter mit rothem und gelbem Ocker beſtrichen wie die Arbeiter der ärmſten Kaſte, die nackten Körper mit übelduftendem Kokosnußöl eingeſalbt.

(Fortſetzung folgt.)

Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.

NN Mobilien Verſteigerung. 41684) Donnerſtag den 22. l. M., Vormit⸗ nags um 9 Uhr, werden in der Wohnung des Tobias Thaler in der Uſa⸗Vorſtadt dahier deſſen Mobilien, beſtehend in Holzwerk, wobei ſich ein Schreibſecretär befindet, Zinn, Kupfer, Eiſen, Weißzeug, Bettung, Kleider, Pferdegeſchirr ze. de., ſodann ein Pferd und eine Ziege, meiſtbietend werſteigert. f 1 Friedberg am 14. November 1849, In Auftrag Groß, Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben der, Gläubiger aufforderung.

10 9) Rechtsanſprüche jeder Art an den Fug ver unter dem 10. Juli d. J. zu Fried⸗ berg ohne Leibeserben verſtorbenen Wittwe des Mathſchöffen Ehriſtian Friedrich Eich, einer ge⸗

borenen Engel, welcher theilweiſe unter der Rechtswohlthat des Geſetzes und Inventars angetreten wurde, find Mittwoch den 12. Dezem⸗ ber d. J., Vormittags 9 Uhr, bei unterzeich⸗ netem Gerichte, bei Meidung Ausſchluſſes von dem Inventar, geltend zu machen. Friedberg den 15. November 1849. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Bekanntmachung. (17000) Da die am 13. November Nach⸗ mittags abgehaltene Emrich Rauch'ſche Mobilien⸗ Verſteigerung die Genehmigung nicht erhielt, ſo werden die betreffenden Mobilien Montag den 26. l. Mts., Nachmittags um 2 Uhr, in der Wohnung in der Vorſtadt zum Garten, be⸗ ſtehend in Holzwerk, als: Bettſtellen, einen nuß⸗ baumenen Tiſch, Küchenſchrank, eine Wanduhr ze. ſodann ſämmtliches Schloſſerhandwerksgeſchirr, als: Ambos, zwei Blasbälge, zwei Schraub⸗ ſtöcke u. ſ. w., nochmals meiſtbiekend verffeigett. Friedberg am 19. November 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.

Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1701) Donnerſtag den 22. November Vor⸗ mittags 10 Uhr ſoll in dem Magazin des hie⸗ ſigen Bahnhofes die Lieferung von Schippen, Rechen, Handſägen, Kratzen, Handrammen, Oel⸗ kannen, Gießkannen, Pechpfannen, Nagelkaſten, Schneeſchlitten, Klafterſtangen, Tracirleinen ꝛc. ꝛc. zur Ausrüſtung der Bahnwärter nach den vor⸗ liegenden Muſtern an den Wenigſtnehmenden öffentlich in Akkord gegeben werden. Friedberg den 15. November 1849. Der Großh. Heſſ. Sections Ingenieur der Seetion Friedberg. Hochgeſand.

Katharinenmarkt zu Butzbach.

(1702) Der diesjährige Katharinenmarkt findet nicht wie in den Landkalendern angegeben iſt Sonntag den 25, ſondern Montag den 28. d. M. ſtatt. Butzbach den 15. November 1849. Der Großhe Heff. Bürgermeiſter Krauß.