N 5— 342—
keinem kleinen Waſſer, um und um der Boden roth von
geronnenem Blute. Ain Ri el und an dem Maule, den einzigen antaftbaren. Theilen, ſahen wir die Spuren von den Klauen und Zähnen der blutdürſtigen Chitras(Leo⸗ parden); leider hatten ſie ſich ſchon vor unſerer Ankunft entfernt. lichen gehalten wurde, maß vom Scheitel bis zur Sohle doch nur etwa acht Fuß; ſo, ſehr käuſchte man ſich in Betreff der Größe. Er hatte nur ganz kurze, gerade Stoßzähne, deren einen wir nach unſäglicher, anderthalb— ſtündiger Arbeit abloͤſten, ſo bedeckt wurden, daß wir eher den Wilden, als civiliſir⸗ ten Eucopäern, glichen, r ö uU E 2 2 5 9 0 0
Nicht weniger intereſſant aber iſt die Schilderung eines der berühmten indiſchen Thierkämpfe, welchem der
Der Elephant, obwohl er für einen ganz anſehn⸗
—
wobei wir mit Schweiß und Blut
0
Büffel. erſchüttert wu
gemacht,
4* 1 4 e
dhe Angſt von ihren Bäumen aber, als dieſe durch die Hörner der
en, wie todt herabfielen und, auf allen Vieren ausgeſtreckt, mit der größten Reſignation ihr Ende erwarteten, ohne das Geringſte für ihre Rettung zu
herabſahen, dann
thun. Zwei andere Thiere von etwas kleinerem Wuchſe
*
das Ringen noch fortdauerte.
wurden jetzt mit vieler Mühe hereingetrieben, während Sie waren jedoch nicht zu bewegen irgend einen Angriff zu verſuchen, ſondern drück— ten ſich nach Art der Katzen an den Wänden herum, wenn
die Büffel, welche noch immer rückſichtslos mit den Hör⸗ nörn auf ihren Gegner einhieben, ſich ihnen näherten.
Der große Tiger hatte jetzt einen Stoß erhalten, der ihn
von ſeinem Sitze lüftete; er ſtürzte herab und kroch feig
nämliche Reiſende am Hofe des Königs von Aude zu Lucknow
beiwohnte 1 f
w Man erblickte dort“(auf dem Kampfplatze, in wel⸗ chen die Zuſchauer von einer hohen Gallerie hinabſahen) „ſechs gewaltige Büffel, nicht von der zahmen Race, ſon⸗ dern krüftige Abkömmlinge des Arulbüffels aus den Ber⸗ gen, bis zum Rücken zwohl 4½ Fuß hoch, mit mächtigen, weit ausgeſchweiften Hörnern von 3 bis 4 Fuß Länge. Daſſſtanden ſie guf ihren plumpen, kurzen Füßen und blieſen unter heftigem Schuauben den Athem aus den vor⸗ geſtreckten Naſen, als ob ſie etwas von der herannahenden Gefahr ahneten. Welche mächtigen Thiere; welche un⸗ geheure Kraft in dem breiten Nacken! Wenn dabei nicht nur ſolche Dummheit aus ihren Augen ſähe. Ein Klap⸗ pern von Stöcken und der Schrei verſchiedener thieriſcher Stimmen wurde gehört, welchen die Büffel mit dumpfem Gebrüll antworteten. Plötzlich ſtürzte aus einer geöff— neten Seitenthür ein gewaltiger Tiger hervor, wohl 10 bis 11 Fuß lang und 4 Fuß hoch. Ohne langes Beſinnen fuhr er mit einem weiten Sprunge zwiſchen die Büffel, von denen er einen der ſtärkſteu, mitten durch die gefähr⸗ lichen⸗Hörner hindurchſchlüpfend, im Nacken mit Klauen und Zähnen packte. Das Gewicht des Tigers zog den Büffel faſt nieder; es entſpann ſich ein gräßlicher Kampf, unter Stöhnen und Brüllen ſchleifte der Büffel ſeinen mächtigen Gegner auf dem Kampfplatze umher, während die andern Buͤffel mit ihren ſpitzen ſchweren Hörnern ihm gefährliche Hiebe austheilten, um ihren Gefährten zu be⸗ freien. Tiefe. Stille herrſchte unter dem Publicum. Alle Zuſchauer ſahen mit geſpannter Erwartung dem Ausgange dieſes Kampfes zwiſchen dem Tiger und den Büffeln und dem) Schickſale einiger unglückſeligen Affen entgegen, welche, gleichſam zum Spotte, zu Zeugen des blutigen Auftritts
in eine Ecke, wo er, von dem durch den aufgeriſſenen
Nacken wüthend gemachten Büffel verfolgt, verſchiedene Stöße hinnehmen mußte, bei welchen er nur ſchrecklich das
Maul verzog, ohne die geringſte abwehrende Bewegung zu machen. Neue Kämpfer erſchienen nun auf der Arena. Zwei Bären verſchiedener Art vom Himalaya wurden mit großer Anſtrengung auf den Kampfplatz gezerrt, gerade in den Winkel, in welchen ſich der Tiger zurückgezogen hatte. Maucher Klauenhieb, manche harte Ohrfeige wurde hier gewechſelt unter heftigem Knurren und Brüllen. Blut floß von allen⸗Geſichtern. Während alle drei in fürchter⸗ lichem Gemetzel begriffen waren, erneuerte der verwundete Büffel, der unterdeſſen mit einem der halbtodten Affen ſich beſchäftigt hatte, ſeinen Angriff, verarbeitete ſie alle zuſammen in einem Haufen und ließ nicht eher ab, als bis ihm ein kräftiger Klauenhieb, ein großes S ück Fell von der Naſe geriſſen hatte. Nun trat eine allgemeine Erſchöpfung ein; der erſte Tieger lag wie todt und zog ſchreckliche Geſichter, die andern hinkten, lahm geſtoßen, aus einer Ecke in die andere; auch die Bären verhielten ſich vollkommen ruhig, ſobald ſie nicht mehr die ſpitzen
5
Stöcke der Thierwäaͤrter in ihren Rippen fühlten.“
l l Ane 1 TRI ATN Markt⸗ Bericht. Friedberg/ am 17. Oktober 1849. m
b AKAufgefahren Verkauft eee e Gattung. wurden wurden Witelkgeite f(Mtr.)(Mltr.). 1 kr. Waizen J 30 la: 2771 720 ac 50 rn anne 37 4 3½„4 n F VVT e— 1041 31937170— Erbſen. 9 J 1 c 1—ç—— Kartoffeln A
Bekafintmachimgen von Be⸗ hoͤrden. 4- 0 1 1
f Beka mut mach un g. 1 (1552 Der Jahrſnartt zu Oberurſel wird anſtatt am 22. October, Montag den 29. Oe⸗ tober abgehalten 1180 9/15 Oberurſel, den 14. October 1849. e dada Kun z, Bürgermeiſter. „Mg in Weſer ⸗Eiſenbahn. (1813) Deenftag den 23. Oktober d. J. Vormiftags 11 Uhr werden auf dem hieſigen Rathhauſe nachgenannte Arbeiten zur Herſtellung eines Kohlenſchoppens in dem Bahnhofe zu Friedberg, nämlich:
1) Zimmerarbeit, beranſchl. zu 694 fl. 30 kr.
2) Dachdeckerarbelt„„ 556/ 30
3) Schreinerarbeit„„ 466% 41 4) Schloſſerarbeit 143.% 48% 5) Weißbinderarbeit„/ 102/ 44„ 6) Spenglerarbeit„ 31„ 30%
*
an die Wenigſtbletenden öffentlich in Akkord ge⸗ geben werden.“) 5 Friedberg den 14. Oktober 1849.
1
der Section Friedberg. oe
Acer ⸗ Verpachtung.
(18383) Montag den 22. l. Mts., Morgens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe ein, dem Hospital dahier gehörender, in dem Groß⸗ galgenfeld liegender Acker, ohngefähr 1¼ Mor⸗ gen haltend, auf den Zeitraum von 10 Jahren meiſtbietend verpachtet. 0
Friedberg den 18. October 1849.
Der Großh. Heff. Bürgermeiſter
Bender. 291
f* Berichtigung. 8 In Nr. 81 Inſerat 1543 d. Bl., die Main⸗ Weſer⸗Eiſenbahn betreffend, ſoll es heißen; an den „Wenigſtbietenden“, ſtatt: Meiſtbietenden⸗ a Der Setzer.
Main ⸗Weſer ⸗Eiſenbahn. (1835) Mittwoch den 31. October l. J.
2. 5 5. i 40. 1 ie E it Der Großh. Hef. Sections ⸗Ingenieut Vormittags 10 Uhr ſollen die Erdarbeiten zur
Herſtellung des Dammes zwiſchen dem Viaduct über das Roſenthal bei Friedberg und dem be⸗ reits geſettigten Theile an der kurheſſiſchen Grenze daſelbſt im Betrage von 32709 fl. 15 kr., unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht wer⸗ denden Bedingungen, an Ort und Stelle an den Wenigſtnehmenden in Accorv gegeben werden. Voranſchlag, Man und Bedingungen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten gur Einſicht offen, und wird bemerkt, daß nur ſolche Steigerer zugelaſſen werden, welche ſich über eine Cautions⸗ fähigkeit von 4000 fl. ausweiſen kͤnnen. Friedberg am 17. October 1849. Der Großh, Heſſ, Sections ⸗Ingenieur der Section Friedberg Hoch geſand.
Bekannt match ung.
N(1885) Nächsten Dienſlag den 23. b. Mts.,


