Provinz Oberheſſen
im Allgemeinen,
den negierungsbezirk grie bers
im Beſouderen.
M. 39.
— den 10. Wel
1840.
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15.——
1 und Be⸗ nem ſeither
Wirth
ligen Wein b zahlreichen
rapp.
Amtlicher 0711.
An die Großh. a ee des bender Friedberg.
Sie wollen in ihren Gemeinden alsbald veröffent⸗ lichen, daß die in dieſem Jahre abzulegenden Vormundſchafts⸗ Rechnungen ſogewiß in 4 Wochen von heute an, dahier einzureichen seien, als ſonſt jeden ſäumigen Vormund eine
Strafe von 1 Fthlr, trifft.
Friedberg den 15. Mai 1849. Großh. Heſſ. Landgericht Dr. Gil mer.
Lebensbilder aus dem„fernen Weſten“ Vordamerika's. Cortſetzung.) 3
Killbuck und La Bonté blieben den Winter über bei den Yutas, und holten, als ſie ſich wieder einigermaßen zerholt hatten, ihre am Bijou Creek zurückgelaſſenen Bal⸗
len. Als aber die Frühlingsſonne das Eis der Flüſſe ge⸗
löſt und den Schnee der Berge geſchmolzen hatte, als unter ihrer belebenden Wärme das Gras der Prairien wieder grünte und üppig unter der verkohlten Raſenſchwarte hervorkeimte, nahmen die beiden Trapper von ihren gaſt⸗ freundlichen indianiſchen Wirthen Abſchied und zogen wie— der in die Ebenen herab, während die Yutas das Dorf abbrachen und nach den Thälern des Rio del Norte zogen. Schon am erſten Tage ihrer Wanderung, als ſie noch dem Indianerpfade vom Bayou Salade aus folgten, erblickten ſie gegen Sonnenuntergang, da ſie eben ihr Nachtlager aufſchlagen wollten, einen einſamen Reiter, der mit drei
„Maulthieren hinter ſich ſtracks auf ſie zukam. Sein Jagd⸗
rock aus Hirſchhaut mit Franzen, die Büchſe, die er quer züber dem Sattelknopfe trug, bekundeten ihn ſogleich als einen Weißen. Als er aber ſeinerſeits die beiden Jäger in ihrer indianiſchen Tracht die Thalſohle heraufkommen ſah, wie ſie ihre ſechs oder ſieben Pferde vor ſich hertrie—
ben, mochte er ſie für Indianer und Feinde halten, denn
ſie ſahen, wie er raſch die Büchſe ſchußfertig machte und unter den Arm nahm. Der Reiter nahm hierauf ſein Roß zuſammen und ritt ihnen gemächlich entgegen, da er be⸗ merkt, daß ſie nur ihrer zwei waren, und Zwei gegen
Jim Waters
Einen in den Athen der Berg gper nicht viel zu ſagen hat, gleichviel ob's Weiße oder Rothhäute ſind.
Wie der Fremdling jedoch näher gekommen, ſah er ſeinen Irrthum ein, legte die Büchſe wieder über den Sattel, ließ dem Roß den Zügel und wartete auf ſte, denn dieſer Platz war ganz geeignet zu einem Nachtquartier, da er genugſam friſches Waſſer und dürres Holz bot.
„Woher des Wegs, Fremdling?“ rief Killbuck.
„Vom Kanzas⸗Divide“); gehe nach dem Bayou um Fleiſch zu holen, und Ihr kommt von dort her, wie ich ſehe. Sind ſchon Büffel dort!?“
„Büffel genug, und aalfett. Was für Fährten ſind
drunten in den Ebenen?
'n Streithaufe der Rapahos ging geſtern Abend mit Sonnenuntergang über'n Squirrel Creek(Eichhorn⸗ fluß), und nahm mir beinahe meine Thiere da mit. Am linken Arm des Boiling Spring River ſind noch mehr Fährten von ihnen, und kein Büffel mehr von dort bis zum Bijou Creek zu treffen. Wollt Ihr hier übernachten,
„Gewiß, wollten eben abſatteln. Aber wo ſind Eure Gefährten s
„Habe gar keine, bin ganz allein,„ſagte der greneling. 19„Ganz allein? Blitz wie bringt Ihr denn Eure Thieke ort?“
„Ich reite voran und ſie folgen meinem Gaule!“
„Ei der Tauſend! Ein Kapitalroß das! iſt wohl ſein Geld werth, denk' ich!“ ſagte Killbuck.„Woher ſind denn die Maulthiere? ſehen aus wie kaliforn'ſche Zucht!“
„Nein, ſind mexikaniſche, weit aus'm Süden herauf!“
„Blitz! ſind ſchöne Thiere!— Und woher ſeid Ihr,
„Auch von dort her!“
„Was gilt der Biber in Taos?“
„N Dollar das Pfund, und in Saint Louiy ebenſo?,
„Verd— wenig!— Viel Nachfrage nach Hirſchhäu⸗ ten, he? a
„Mächtig viel! Die Soldaten in Santa Fé ſind ganz erpicht auf Leder, und halb erfroren vor Mangel
daran; für'n Paar Mocaſſinen löſt man gerne zwei Dollars.“
„Ei! Wie ſteht's um den Handel am Arkanſa, und wie geht's im Fort?
„Hm, gut! Am Big Timber ſind Schiaus, und Bent's Leute handeln fleißig. Am Northfork verkaufte hundert Päcke recht gut, und die Sioux löͤſten noch mehr.
*) D. h. von der Stelle, wo der Kanzas ſich in mehrere Arme theilt.


