Ausgabe 
18.7.1849
 
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ſchloſſen wir, augenblicklich nach dieſem aufzubrechen; denn wir fürchteten ſchon faſt, Story wie Joſé ermordet zu finden. Als wir das Fort erreichten, kam uns jedoch Story ſehr kaltblütig entgegen und erwiderte auf unſere Fragen, daß er, während er das Kochen des Mittagseſſens beſorgt und Joſé die Kannen mit Waſſer füllte, mehrere von unſern Pferden habe fortgalloppiren ſehen, denen zu glei⸗ cher Zeit drei oder vier Indianer nachſprengten.So raſch, erzählte er dabei,geſchah das Alles, daß ſie, ehe ich nur meine Büchſen aufgreifen konnte, ſchon faſt aus Schußweite waren. Ich feuerte allerdings noch nach, doch ohne Erfolg, und während ich mich, wahrſcheinlich etwas ſehr verblüfft, umſchaute, ſprengten etwa noch vier⸗ zig andere raſch an mir vorbei. Ich weiß nicht, vob ſie mich bemerkten oder nicht; mir lag aber keineswegs viel daran, ihre Aufmerkſamkeit auf mich zu lenken, und ich war froh genug, als ich nichts mehr von ihnen hörte noch ſah. Ich ging dann, um Joſé aufzuſuchen, den ich im Fluß und zwar bis an den Hals im Waſſer fand. Er hatte geglaubt, ſich auf ſolche Art am beſten verſtecken zu können, da er wußte, daß ihn ſeine wilden Brüder,

ſobald ſie ihn erwiſchten, jedenfalls erſchlagen, und vielleicht

gar gefreſſen hätten.

Ich ging augenblicklich daran, Dowling's Ohr und eine Wunde, die Don Louis in die Hand bekommen hatte, zu verbinden. Die letztere ſchien nur kaum geritzt, und die einzige Gefahr konnte ſein, wenn der Pfeil vielleicht vergiftet geweſen wäre. Don Louis fühlte ſich aber ſo feſt überzeugt, daß dies nicht die Sitte der dortigen Stämme ſei, daß er mir nicht einmal geſtattete, die nöthigen Vor⸗ ſichtsmaßregeln gegen einen ſolchen Fall zu treffen.

Wir ſingen jetzt an, um unſere Freunde beſorgt zu werden, die auf der Jagd draußen waren, und ſaben ängſtlich deren Rückkunft entgegen. So überraſchend kamen uns dabei die ganzen Vorfälle des Morgens, daß Keiner von uns Luſt verſpürte, gleich wieder an die Arbeit zu gehen, und wir uns in und um das Lager herum beſchäftig⸗ ten, die vermuthliche Urſache des indianiſchen Angriffs beſpra⸗

chen und überlegten, ob wohl ein erneuter zu fürchten ſei. Der

Tag ſchwand, ohne daß wir auch nur ein Zeichen von der Rückkehr unſerer Gefährten ſahen. Gegen Abend ſchoſſen wir gelegentlich eine Büchſe ab, um ſie wenigſtens die Gefahr wiſſen zu laſſen, der ſie aller Wahrſcheinlichkeit nach durch einen Angriff der Wilden ausgeſetzt waren, wie auch den Letzteren anzudeuten, daß wir für ſie eben falls bereit ſeien. Dabei hatten wir uns verſtändigt, Alle wach zu bleiben, bis unſere Freunde einträfen; wir konnten uns dann auch beſſer gegen jede uns noch drohende Gefahr bewahren. Denn wenn ſich die Indianer überhaupt noch in der Nähe des Lagers aufhielten, ſo beabſichtigten ſie jedenfalls einen neuen Ueberfall. Erſchöpft jedoch durch Aufregung und Arbeit legten wir uns nach einander nieder und ſchlieſen ein. Ich erwachte endlich, wie ich glaubte, durch den Knall einer Büchſe, dem augenblicklich ein furcht bares Stöhnen folgte. Wir alle ſprangen wie der Blitz empor, griffen unſere Büchſen auf und erwarteten nichts Anderes, als die Feinde. Bradley's wohlbekanntes Pfeifen beruhigte uns jedoch in Etwas wieder. Wenige Minuten ſpäter ſtanden Lacoſſe, Bradley und der alte Jäger am Lagerfeuer. i

Iſt M'Phail hier? frugen Alle in einem Athem und ſahen ſich äugſtlich im Kreiſe um. Die Antwort war eine traurige. Keiner von uns hatte ihn geſehen. Auf unſer Fragen, wo ſie ſich von ihm getrennt, und ob ſie ſich von ihm getrennt, und ob ſie den Schuß gehört, der uns aufgeſtört, erwiderte Lacoſſe, daß ſie ihn zuerſt etwa

vor ¼ Stunden vermißt, ſich aber nicht viel darum be⸗

kümmert hätten, da ſie geglaubt, er ſei vorangeritten. Die Nacht war ziemlich dunkel, Lacoſſe verſicherte jedoch, die Spur wäre deutlich zu erkennen. Was den Schuß betrifft, den wir gehört, und das Stöhnen, das ihm folgte ſo ſagte Bradley: Bald nachdem ſie gefunden, daß Mi'Phail fehle, ſeien einige Wölfe auf ihre Spur gekom⸗ men, die wahrſcheinlich die geſchoſſenen und auf den Pfer⸗ den liegenden Hirſche witterten. Damit der Lärm aber nicht etwa einen gefährlicheren Feind in Geſtalt eines Panthers auf ſie locken möchte, feuerten ſie ein paar Piſtolen auf das Rudel ab und verwundeten zwei deſſelben, die in ein furchtbares Heulen ausbrachen. Bradley's letzter Schuß muß uns aufgeweckt haben; denn Keiner von uns hatte mehr als einen gehört.

Unſere drei Jäger gingen augenblicklich daran, ihr Abendeſſen zu bereiten und hofften feſt, daß M'Phail ein⸗ treffen würde, ehe das Fleiſch gebraten ſei. Das Mahl wurde jedoch gekocht und gegeſſen, und M'Phail kam nicht. Noch eine Stunde ſchwand dahin, und dann überlegten wir, daß es wohl jetzt drei volle Stunden wären, ſeit er zuletzt geſehen worden, während die Entfernung, in der er damals geweſen, kaum eine einzige Stunde vom Lager be trug. Er mußte alſo entweder die Spur verfehlt, oder den Rückwechſel, wie der alte Jäger meinte, angenommen haben. War das nicht der Fall, ſo konnte ihm nur ein Unglück wiederfahren ſein. Wir beſchloſſen augenblicklich, ihn aufzuſuchen und ließen deßhalb eine Wache im Lager. Der Steuermann und Don Louis, Beide verwundet, blie ben natürlich ebenfalls zurück. Bradley ſchützte Müdig⸗ keit vor und wünſchte, als Wache zu bleiben. Biggs wurde ihm beigegeben.

Es muß ungefähr 1 Uhr geweſen ſein, als wir auf⸗ brachen, und nach einer halben Stunde ſcharfen Reitens erreichten wir den Ort, wo M' Phail zuletzt geſehen wor den. Wir ſchrieen einige Zeit ſo laut, als es unſere Lun⸗ gen erlaubten, börten aber Nichts, als das Heulen einiger Wölfe. Dann folgten wir der Spur etwa 89 Meilen in raſchem Trab, konnten aber auch hier Nichts von un ſerem fehlenden Freunde entdecken. Es ſchien daher gar nicht mehr möglich, heraus zubekommen, ob er dieſer Rich tung gefolgt ſei, oder nicht, da die Spuren, welche die Geſellſchaft an dem Morgen hinterlaſſen, den alten Jäger irre machten. Sein ſcharfes Auge entdeckte jedoch bald Spuren eines Pferdehufes in einer entgegengeſetzten Rich tung, über die hin, welche die Pferde der zurückkehrenden Partei auf ihrem Heimmarſch hinterlaſſen hatten. Dieſe Zeichen fanden wir aber nicht auf der Stelle, die wir jetzt erreicht; wohin ſie ſich aber gewendet, war die Nacht zu dunkel zu erkennen.

(Fortſetzung folgt.)

Für die in Baden verwundeten Heſſ. Soldaten

ſind zu den in Nr. 53 dieſes Blattes bereits eingezeigten 181 fl. 26 kr. ſeitdem ferner beigeſteuert worden:

von F. P. 1 fl., St. H. 5 fl., Herrn Lehrer Pabſt zu Bönſtadt 1 fl., Fr. S. in O. 30 kr., Herrn Hauptmann von Runkel hier 5 fl.; bis⸗ herige Summe 193 fl. 56 kr.

Den gütigen Gebern berzlichſt dankend, bemerken wir zugleich, daß die Sammlung in der Kürze geſchloſſen werden wird und bitten daher diejenigen, welche etwa noch etwas beiſteuern wollen, um baldgefällige Mittheilung ihrer Gaben.

Friedberg am 16. Juli 1849. Textor. Cronenberg. J. Steinhäußer. Krach. Meyer Hirſch. H. M. Decher. Jac. Pfeffer. F. Cordes. G. Trapp II. W. A. Simon. C. Groß. g

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