Ausgabe 
16.5.1849
 
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zogen daher raſtlos durch das wellenförmige Land weiter, und entdeckten um Mittag die kegelförmigen Hütten des Dorfes auf einer breiten Hochebene, welche ein ſtattlicher Fluß durchſtröͤmte. Auf dem Weidegrunde umher war eine zahlreiche Heerde Maulthiere unter der Aufſicht einiger berittenen Indianer zerſtreut. Als die beiden Trappers die Böſchungen am Fluſſe heraufkamen, wurden ſie von etlichen umherſtreifenden Indianern bemerkt; Einer derſel ben fing ſogleich mit dem Laſſo ein Pferd aus der Heerde, ſchwang ſich hinauf und ſprengte mit Windeseile dem Dorfe zu, um die Neuigkeit dort zu verbreiten. Alsbald ſpieen die Hütten ihre Bewohner aus, und Weiber und Kinder, Jünglinge, Männer und Häuptlinge gingen den Ankömm lingen entgegen. Killbuck war den meiſten Nutas perſön lich bekannt, weil er einige Jahre zuvor in ihrem Lande gejagt und droben in Roubideau's Fort, an den Hauptge⸗ waſſern des Rio Grande, mit ihnen gehandelt hatte. Nach dem er ſeine Bekannten begrüßt und ihnen die Hand ge drückt, ſetzte er ſie in Kenntniß von dem Ueberfall, womit ſie ihre Feinde die Rapahos in einer Anzahl von beinahe hundert Kriegern bedrohten, und erzählte ihnen die Be gegniſſe der letzten vier Tage.

Dieſe Nachrichten brachten natürlich das ganze Dorf auf die Beine: der Kriegsruf erſcholl von Hütte zu Hütte, die Weiber heulten und zerrauften ſich das Haar, die Männer dagegen begannen ſich zu bewaffnen und zu be malen. Die alteren Häuptlinge traten zu einem Kriegs rathe zuſammen und berathſchlagten bei der kreiſenden Medicinpfeife die beſte Art der Vertheidigung, beſonders ob man dem Feind angriffsweiſe entgegenrücken oder ihn, zu ernſter Vertheidigung gerüſtet, hier erwarten dürfe. Mittlerweile ſammelten ſich die Krieger unter den betref fenden Anführern, und nach allen Richtungen hinaus zogen Spähwachen und Kundſchafter auf den ſchnellſten Pferden, um die Annäherung des Feindes zu beobachten.

Als die beiden Weißen ihre Thiere getränkt und auf einem guten Weideplatze in der Nähe des Dorfes an Pfoſten angebunden, um ſie graſen zu laſſen, traten ſie auch zu dem Feuer, an welchem die rothen Häuptlinge ſich beriethen, hüteten ſich aber wohl, an der Berathung eher theilzunehmen, als bis ſie von dem älteſten Häupt⸗ ling dazu eingeladen worden waren. Killbuck mußte ſeine Anſichten über den Angriffsplan der Rapahos, über die Richtung, in welcher ihre beiden Haufen heranzogen, und ſeinen Rath hinſichtlich der von den Nutas zu ergreifen den Maaßregeln abgeben. Er war ihrer Sprache voll kommen mächtig, und fand darum um ſo eher Anklang fur ſeinen Rath. Nach einer Viertelſtunde loͤſte ſich der Kriegsrath auf und eine Truppe von beinahe 100 erprob ten Kriegern verließ das Dorf ohne Geräuſch und Ver wirrung, nachdem einige der ausgeſandten Kundſchafter zurückgekommen und Nachrichten gebracht hatten, welche Killbuck's Ausſagen beſtätigten. Die beiden Trapper woll ten ſich freiwillig dieſem Streithaufen anſchließen, ſo muͤde und erſchöpft ſie auch waren; allein die Häuptlinge gaben es nicht zu, weil ihre weißen Freunde im Rathe nützlicher ſeien, und übergaben ſie der Pflege der Squaws, welche ihre ſchmerzhaften Wunden verbinden ſollten. In einer geräumigen warmen Hütte breiteten ſie ihre Büffelhäute aus und überließen ſich der Raſt, die ſie ſo nöthig hatten.

Am andern Morgen war Killbuck's Bein ſo ſtark entzündet, daß er die Hütte nicht verlaſſen konnte; allein gleichwohl ließ er ſich von ſeinem Gefährten ſein altes Maulthier vor die Thüre der Hütte bringen und gab ihm ein paar Maiskolben aus dem geringen Vorrathe, welchen die Indianer aus dem Navajo-Lande mitgebracht hatten. Inzwiſchen verſtrich der ganze Tag bis zum ſpäten Abend,

ohne daß Nachrichten vom Heerhaufen eintrafen, was große Beſtürzung und Wehklage unter den Weibern ver urſachte, von den Weißen aber als günſtiges Wahrzeichen gedeutet wurde. Am folgenden Morgen aber ſah man mit Sonnenaufgang die lange Reihe der heimkehrenden Krieger über die Prairie herüberziehen, und Jubelfreude erfüllte das Dorf, als ein vorausgeſprengt kommender Kundſchaf⸗ ter die Nachricht von einem großen und glänzenden Siege über die Yutas einbrachte. In geringer Entfernung von den Hütten hielten die Krieger und harrten auf die An⸗ kunft des übrigen Volks. Greiſe, Weiber und Kinder warfen ſich auf die Pferde und Maulthiere, ritten den Heimkehrenden entgegen und führten ſie unter Jauchzen und Trommelſchall im Triumph nach dem Dorf zurück. Dem Zuge voran ritt ein Krieger mit ſchwarzbemaltem Geſichte, eine hohe Stange in der Hand, an welcher drei zehn blutige Kopfhäute, die Trophäen der Expedition, hin⸗ gen. Als er ſie in die Höhe hob und der Menge zeigte, er ſcholl ein betäubendes wildes Freudengeſchrei. So zogen ſie zu Hauſe ein, beinahe ehe die Angehörigen der gefallenen Nutas die Trauerbotſchaft von dem Verluſte der Ihrigen erhalten hatten. Bei dieſen nun verwandelte ſich der Jubel alsbald in Wehgeſchrei, und die Mütter, Weiber und Kinder der ſieben Erſchlagenen kehrten raſch und mit ge⸗ ſchwärzten Geſichtern in ihre Hütten zurück, nachdem ſie heulend um die mitten im Dorfe aufgepflanzte Stange getanzt hatten, und verbargen ihren Gram in ihren Be⸗ hauſungen.

Killbuck erfuhr nun, daß die Rapahos, ſobald ſie ihren Angriffsplan entdeckt ſahen, ſich bemüht hatten, ihre beiden Haufen zu vereinigen, was jedoch die Nutas glück⸗ licherweiſe zu verhindern gewußt hatten. Der Angriff der Nutas auf den einen Haufen hatte die vollſtändige Nieder lage und Zerſtreuung deſſelben zur Folge gehabt, und drei zehn von ihnen das Leben gekoſtet. Dieſer Schlag hatte den andern Haufen der Rapahos zur ſchnellſten Umkehr bewogen, und ein Theil der Yutas verfolgte ſie nun. Dieſer Sieg ward von den glücklichen Indianern nun na türlich mit einem großen Feſt und Gelage gefeiert, bei welchem Trinken, Tanzen und Bemalen mit Zinnober und gelbem und rothem Ocker, als Farben der Freude, eine große Rolle ſpielten.

(Fortſetzung folgt.)

Beiträge, welche zum Beßten der Hinterbliebenen des verſtorbenen Lehrers Bauer weiter eingegangen find:

Bei Herrn Cronenberg: Von T. 2 fl., J. M. 1 fl. 30 kr., Fr. G. 1 fl., B. H.(jährl. Beitrag auf 3 Jahre) 1 fl.

Bei Herrn Lindheimer: Von Frf. L. zu St. 3 fl.; ferner, über⸗ geben durch Herrn Lehrer Blickhahn, von der Lehrerconferenz zu Nidda 6 fl. 57½ kr., von der Lehrerconferenz zu Hungen 6 fl. 47 kr., von der Bönſtädter pädagogiſchen Geſellſchaft 7 fl. 36 kr.

Bei dem Unterzeichneten: Von K G. 3 fl., H. K. 1 fl. 12 kr., H.(übergeben durch Herrn Volk) 1 fl. 45 kr., B. in B. 1 fl. und B. in N. 1 fl.,(übergeben durch Herrn Störger), L. und H. in Z. 1 fl. und H. in L. 24 kr.(übergeben durch Herrn Blickhahn).

Summe der einmaligen und für dieſes Jahr eingegangenen jähr⸗ lichen Beiträge: 215 fl. 58 kr.

Friedberg den 8. Mai 1849.

K. Bauer.