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16.5.1849
 
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Mittwoch den 16. Mai

1815.

1 S8 Cbensbilder aus demfernen Weſten Vordamerih abs.

(Fortſetzung.)

Mit der Zeichenſprache und Mimik der Indianer vertraut, erfuhr Killbuck all dies, auch ohne daß er ein Wort ihrer Unterredung hörte. Er erfuhr ferner noch, daß der größere Theil der Truppe mit Sonnenuntergang wieder weiter ziehen würde, um das Bayou mit erſter Morgenfrühe zu erreichen, und daß nur vier bis fünf der jüngſten bei den Packthieren und dem Gpäcke bleiben ſoll⸗ ten. Gleichwohl blieb der Jäger in ſeinem Verſteck liegen,

bis die Sonne hinter den Bergen untergegangen warz

um dieſe Zeit griffen die Rapahos wieder zu den Waffen, warfen ihre Büffelröͤcke über die Schultern und verließen einer hinter dem andern mit geräuſchloſen Schritten und ſtumm wie das Grab das Lager. Als endlich die letzte dunkle Geſtalt hinter den Felſen verſchwunden war, welche das nördliche Ende des kleinen Thales begränzen, erhob ſich Killbuck und kroch auf dem Bauche den Abhang hinab, um wieder zu ſeinem Gefährten zu ſtoßen.

Lève- toi! ſagte er, als er ſeinen Lagerplatz er⸗ reicht hatte;ſoll nicht lange mehr dauern, ſo werden wir genug zu thun bekommen, denk' ich, und die Sonne iſt nahezu hinunter. 0 1 i fBin ſchon fertig, alter Burſch, ſagte La Bonté und ſchüttelte ihm die Hand;wie ſieht's aus? und wie viel ſind ihrer äm Lager?

Alles ſteht gut! Die Fährte iſt friſch, und nur ihrer fünf ſind auf der Wache. Wie iſt Dir's?

Bin ganz erpicht auf Kopfhaar! ſagte La Bonté; mach' nur, daß wir zum Schlagen kommen 170

Hm ſagte Killbuck;dazu kann Rath werden. Haben heute Nacht Mondſchein und ſobald der Mond herauf iſt, woll'n wir ihnen auf den Pelz! Er beſchrieb nun ſeinem Gefährten Alles was er geſehen hatte und ſetzte ihm ſeinen eigenen Plan auseinander. Er wollte nur warten, bis es genügend mondhell war, dann nach dem indianiſchen Lager ſchleichen und es überfallen, ſo viel Schöpfe nehmen als man konnte, die geſtohlenen Thiere wieder nehmen und dann ſogleich nach dem Bayou auf⸗ brechen, um die befreundeten Putas vor der ihnen drohen⸗ den Gefahr zu warnen und ihnen beizuſtehen. Freilich lief man Gefahr, den auf dem Marſch befindlichen Rapa⸗ hos zu begegnen; allein hiefür verließen ſich die beiden Trapper auf ihre Behutſamkeit und die Schnelligkeit ihrer Maulthiere, falls dies je begegnete. Von Sonnenunter⸗

gang bis zum Aufgang des Mondes hatten ſie Zeit genug, ihr Abendbrod zu verzehren, das abermals aus Buͤffelleber und getrocknetem Büffelfleiſche beſtand, worauf Killbuck meinte, es ſeie ihm nun noch einmal ſo wohl, und er fühle ſich noch weit aufgelegter zu einer Rauferei.

Während der kurzen rabenſchwarzen Finſterniß, welche dem Mondſchein voranging, und von heulenden Windſtößen aus dem Hochgebirge herab begleitet war, krochen die bei den kühnen Männer mit dem leiſen Tritte des Panthers an den Rand des kleinen Plateaus vor, das nur wenige hundert Ellen in's Gevierte maaß, und auf welchem die mit der Hut der Thiere betrauten Indianer, gar keine Gefahr ahnend, um das Feuer ſaſſen. Etliche Gruppen von Zedern und Unterholz ſchoſſen in der kleinen Prairie auf, und zwiſchen dieſen weideten die gutgekoppelten Maulthiere und Pferde. Dieſe an die Nähe von Weißen gewöhnten Thiere brauchten unſere beiden Jaͤger, nicht zu fürchten, denn ſie gaben gewiß kein Zeichen der Unruhe von ſich, wenn die Trapper von Buſch zu Buſch dem Feuer näher krochen; ja ſie dienten gewiſſermaßen eher dazu, die Be⸗ wegungen derſelben zu verbergen, falls je die Judianer auf ihrer Hut wären. Dieß bemerkten die beiden Jäger auf den erſten Blick; aber Killbuck wüßte auch, daß, wenn ſein treues altes Maulthiex ihn äuge(ſehe) oder wittere, es ein fröhliches Wiehern ausſtoßen wuͤrde, das die In dianer leicht aus ihrer Unbefangenheit aufſchrecken möchte. Er ſuchte daher erſt ausfindig zu machen, wo ſein Thier weide, und war recht froh, als er es am entfernkeſten Ende der Prairie entdeckte, wo es ſeinen eigenen Bewegungen nicht hinderlich werden würde. 3

Zwiſchen den äſenden Maulthieren hinkriechend, er⸗ reichten ſie einen dichtbelaubten Buſch, kaum vierzig Schritte von der Stelle, wo die argloſen Wilden rauchend um ein Feuer hockten. Hier duckten ſie ſich nieder und warteten, kaum zu athmen wagend, auf den Augenblick, wo der Mond über die Berge heraufgekommen ſeie und ihnen ge⸗ uug Licht geben wurde, um ſich ihrer Büchſen bedienen zu konnen. Kein Pulsſchlag im Buſen der beiden ernſten Männer ſchlug höher als gewöhnlich, kein Nervenzucken ſtörte ihre antike Ruhe. Mit ſchußfertigen Büchſen, die Piſtolen lockerer im Gürtel ſteckend, die Scalpirmeſſer halb aus der Scheide ziehend, ſtauden ſie unter den überhän⸗ genden Zweigen. Schon zeigte ſich der blutrothe Hof des Mondes über den höchſten afengre im Oſten; ſchon blinkte Licht durch die Fohrengipfel auf deuſelben, und La Bonté brannte vor Begier, hervorzubrechen und ſein blu

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