Ausgabe 
14.7.1849
 
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8 0 ö der Soldaten erhöht werden. 5 b ſich dabei gegen die ihn umſtehenden Männer,werden auch als Bürger verpflichtet ſein, mit allen ihren Kräften bekannte Deſerteure, Männer, die ihre Fahnen verlaſſen

und das Land in Gefahr brächten, um in den Minen ein l

trunkenes Leben zu führen, auszuliefern? 10 Oberſt Maſon beſuchte hiernach Kapitän Weber's

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Sie aber, und er wandte

1 1 8 mehrerer Stämme bekannt der Steuermann u fe 0 auch den Kopf auf der richtigen Stelle zu haben,. 2

mermann war jedenfalls eine ganz vortreffli e Acquiſition;

Laden, wohin ihn Bradley begleitete. Als dieſer zurück⸗ 5

kehrte, ſagte er uns, der Oberſt und ſein Stab beabſich⸗ tigte, noch an demſelben Nachmittage nach Suttersfort

zurückzukehren, und wolle einige Meilen unterhalb der

Bradley nahm mich

Sägemühle die Nacht auslagern.

dann bei Seite, und frug mich, ob ich nicht glaube, daß

dies eine gute Gelegenheit ſein würde, unſern bisher ge⸗ ſammelten Goldſtaub an den Kapitän Sutter zu überſen⸗

den, der für mäßige Commiſſionsgebühren ihn für unſre

Rechnung einem Kaufmanne in Monterey übergeben könnte. Das Gewicht deſſelben wurde fa und wit befanden uns noch außerdem in fortw r Angſt, daß uns irgend Etwas damit pchſlen könnte. Jetzt wäre die Zeit, meinte Bradley, Alles das, was wir bisher er⸗ beutet, in Sicherheit zu bringen. Er kannte Oberſt Maſon, hatte auch in der That unter ihm gedient und wollte, wenn ſich die übrige Geſellſchaft dazu verſtände, es über nehmen, das Gold unter dem Schutz des Oberſten nach Suttersfort ſicher und gut hinunterzuſchaffen.

Dieſer Vorſchlag hatte viel für ſich, und Oberſt Maſon verſicherte, als er darum angegangen wurde, Mr. Bradley mit dem größten Vergnügen ſolchen Schutz ange⸗ deihen zu laſſen, als ſeine Begleitung ihm gewähren könne. Wir riefen deßhalb unſere Geſellſchaft zuſammen, und nachdem wir fämmtlichen bis jetzt gewonnenen Goldſtaub oder doch faſt die ganze Quantität, herbeigebracht und gewogen, fanden wir, daß er 2 Pfund 3 Unzen Troy, alſo etwa den Werth von 4600 Dollars betrug. Bradley ſtellte der Geſellſchaft hierüber eine Quittung aus, und verpflichtete ſich, eine gleiche von Kapitän Sutter zurück⸗ zubringen. Der Goldſtaub wurde dann in einen kleinen Mantelfack, durch zahlreiche Seile feſt zuſammengeſchnürt, gepackt und auf den Laſtſattel eines Extrapferdes gebunden. Neben dieſem wollte Bradley reiten, den Zügel deſſelben um ſeinen Arm ſchlingen und das Schleppſeil vom Hals des Pferdes an ſeinem eignen Sattel befeſtigen. Er war gut mit Piſtolen und Büchſe bewaffnet und brach mit OberſtMaſons Geſellſchaft einige Stunden vor Sonnen⸗ untergang auf, ſo daß ſie den Fluß noch vor Dunkelwer⸗ den kreuzen konnten; den übrigen Weg wollten ſie bei Mondenlicht zurücklegen..

Nachdem Hr. Brooks als Arzt und Goldwäſcher noch mehrere Stellen beſucht, und dabei am Americanos immer weiter nördlich und öſtlich vorgedrungen, wo es ihm und ſeinen Gefährten nicht an Abenteuern gefehlt, kommt er end lich auch auf die Gefahren zu reden, welche dem Goldſucher drohen; wir laſſen ihn ſelbſt weiter erzählen. Die Ge ſellſchaft hat einen Jäger getroffen, den ſie als Genoſſen aufnehmen und will ſich von ihm nach dem Bärenfluſſe führen laſſen, wo ein kühleres Klima und eine ergiebigere Goldausbeute ohne Concurrenz winken.*

An dieſem Morgen erboten ſich drei Männer, die von unſerer beabſichtigten Expedition hörten, uns zu beglei⸗ ten. Es waren dies: Eduard Story, ein amerikaniſcher Advokat, der eine der unteren Alkaldenſtellen während der ſpaniſchen Regierung in Monterey bekleidet hatte; dann John Dowling, der erſte Steuermann, und Samuel Brad⸗ ſhaw, der Zimmermann eines amerikaniſchen Walſiſchfän⸗ gers, den ſie in San⸗Francisco verlaſſen. Der Advokat war ein ganz gebildeter Mann und mit den Sprachen

da wir jetzt noch dazu im Begriff ſtanden, die äußerſten Grenzen der Civiliſation zu überſchreiten, und ſehr wahr ſcheinlich auf die Angriffe der Indianer, ohne auf Hilfe von Andern rechnen zu können, gefaßt ſein mußten. Wir freuten uns über das uns gemachte Anerbieten und nahmen ſie gern in unſre Geſellſchaft auf. Alle drei hatten Pferde, obgleich, wie das bei Seeleuten gewöhnlich iſt, der Steuer mann und Zimmermann entſetzlich ſchlechte Reiter waren.

(Fortſetzung folgt.)

Kirchenbuchs⸗Auszug vom Monat Juni. 11 Butzbach. Getraute:

4. Joh. Nicolaus Barwig, Gensdarm zu Pferd, ſtationirt in Gießen, Ortsbürger zu Wörrſtadt aud Anna Mar⸗

garetha, des verlebten Bürgers und Wagnermeiſters

Jonas Emmel zu Butzbach nachgelaſſene Wittwe, geb. Kneipp. 228 1 ins Getaufte: 5 Dem Bürger und Schneidermeiſter Caspar Faatz eine Tochter, Johannette Eliſabethe, geb! den 25. April. Dem Bürger, Bäckermeiſter und Gemeinderathsmitglied Heinrich Feldmann I. ein Sohn, Johann, Ludwig Konrad, geb. den 17. Mai- ee Eine uneheliche Tochter, Katharine Dorothea, geb. den 26. April.. i Dem Gens darm zu Pferd Konrad Wenzel eine Tochter, Anna Margarethe Eliſabethe, geb. den 9g. Mai. Dem Bürger und Schmiedemeiſter Georg Frank ein Sohn, Wilhelm, geb. den 3. Juni. i Dem Buͤrger und Schneidermeiſter Johannes Klunk einen Sohn, Jacob, geb. den 21. Mai. Ann, Dem Gr. Landgerichtsaſſeſſor Dr. Irle ein Sohn, Otto Albert Heinrich Karl Theodor, geb. den 12. Mai.. Dem Bürger und Schloſſermeiſter Joh. Adam Weid⸗ mann eine Tochter, Anna Henriette Katharine, geb. den 4. Juni. ö A5. Dem Bürger und Bäckermeiſter Joh. Adam Bornſcheuer ein Sohn, Johann Adam, geb. den 11. Juni. Beerdigte; n Eliſabethe Margarethe Dorothea, des verlebten Wacht⸗ meiſters im Garderegiment Chevauxlegers Jacob Schnei⸗ der, nachgelaſſene eheliche Tochtet ee 6 Jahre, 5 Monate und 7 Tage, f den 31. Mai. 8 5 Der Bürger und Schuhmachermeiſter Schwarz, alt 40 Jahre, 7 Monate und den 1. Juni. 972 245

10.

17.

Juni. 2750 1 i gn m Johannette Dorothea, des Bürgers und Schuhmacher⸗ meiſters Konrad Weber Ehefrau, alt 50 Jahre und 19 Tage, 1 den 23. Juni. 5 2 5 f

24.

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