Ausgabe 
13.10.1849
 
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Regierungscommiſien des Regierungsbezirks

Friedberg

an die Bürgermeiſter des ehemaligen Bezirks Hungen.

Bezirks Hungen Anwendung erleiden ſoll und verordnen ſogleich weiter, daß die die ſerhalb vorliegenden ſonſtiges

Sie werden dies zur Kenntniß bringen. Friedberg am 5. Oktober 1849. 11178445 Ounrie x.

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Krach.

Polizeiliche Bekanntmachung. f Da das Bedürfniß der Einführung der in den Städten Friedberg und Butzbach; bereits beſtehenden Polizei-Taxen auch für die übrigen Gemeinden des Kreiſes rege geworden iſt, ſo wird nach Anhörung der Localpolizeibehörden und eingeholter hoͤchſter Entſchließung das Folgende allgemein hiermit, verfügt: 2 N N 1) Die wöchentlich feſtgeſetzten und im friedberger Intelli⸗ genzblatt veröffentlichten Victualienpreiſe(Polizei⸗ Taxen) der Städte Friedberg und Butzbach gelten in Zukunft auch für die übrigen Gemeinden des Kreiſes in der Art, daß insbeſondere

a) die Taxen von Friedberg Anwendung finden auf

die Gemeinden: 0 f Altenſtadt, Aſſenheim, Bönſtadt, Bruchenbrücken, Budesheim, Burggräfenrod, Engelthal, Fauer⸗ bach II., Großkarben, Heldenbergen, Höchſt, Rom⸗ melhauſen, Holzhauſen, Ilbenſtadt, Kaichen, Klein⸗ karben, Niedereſchbach, Florſtadt, Niedermörlen, Niederrosbach, Niederwöllſtadt, Oberau, Oberer⸗ lenbach, Obereſchbach, Obermörlen, Oberrosbach, Oberwoöllſtadt, Okarben, Kloppenheim, Ockſtadt, Oſſenheim, Bauernheim, Rendel, Rodenbach, Rod⸗ heim, Stammheim, Steinbach, Steinfurt, Wiſſels⸗ heim, Petterweil, Melbach, Södel und Vilbel, für

p) die Taxen von Butzbach aber Anwendung finden auf die Gemeinden: 680 910 1 Butzbach, Bodenrod, Fauerbach I., Niederweiſel, Hochweiſel, Langenhain mit Ziegenberg, Maibach, Münſter, Oppershofen, Oſtheim, Rockenberg,

1 Kirchgöns und Pohlgöns. 24192 82 D Für die Orte Rödelheim und Niederurſel ſoll die Taxe wöchentlich durch den Polizeirath zu Rödelheim beſtimmt 8 werden. 10 n i 0 enn 3) Sollte etwa einmal dieſe Bekanntmachung für eine 8 Woche unterblieben ſein, ſo bleibt die Taxe von der borhergehenden Woche in Kraft. 45 Die Backer und die Metzger haben ſich ſtrenge nach. der beſtimmten Taxe zu richten und überdies vor ihrem Laden oder ihrer Verkaufsſtube nach der Straße zu ein Täfelchen aufzuhängen, worauf die Preiſe in Uebereinſtimmung mit der vorgeſchriebenen Taxe deut⸗ lich angeſchrieben ſind. Jede desfallſige Unterlaſſung ſoll mit einer Polizeiſtrafe von 1 fl. 30 kr. belegt werden. 5) Um ſtets die Richtigkeit des Brodgewichts auf eine untrügliche Weiſe prüfen zu können, wird ferner ver⸗ ordnet, daß in Zukunft in der Regel nur 1⸗, 20 und

Apfündige Laibe Brod gebacken werden dürfen. Eine

Ausnahme hiervon ſoll nur in Anſehung des gemiſchten

ſ. g. Tafelbrodes und des auf beſondere Beſtellung

anderen Gewichts gebackenen Brodes ſtattfinden. Dieſes

letztere darf aber alsdann weder auf dem Laden aus⸗ geſtellt, noch in der Stube, wo das übrige Verkgufs⸗ brod ſich befindet, aufbewahrt werden.

6) In dem Falle der Uebertretung der vorſtehenden Vor⸗ ſchriften ſoll der Bäcker in eine Polizeiſtrafe von 3 bis

5 fl. verfallen, und überdies das bei ihm vorgefundene

Brod von leichterm als das taxmäßige Gewicht von

Polizeiwegen zerſchnitten und zum Verkaufe unbrauch⸗

bar gemacht werden. b Gewichtsunterſchiede: a) bei friſchem Brode, d. i.

ſolchem, welches nicht über einen Tag alt iſt, von

/ Loth pr. Pfd. bp) bei älterem Brod von 1 Loth

pr. Pfd. und c) bei Milchbrod, Wecken und gemiſch⸗

tem Brod von ½ Loth, dürfen jedoch nicht berück ſichtigt werden, und ſind ſtraffrei.

7) Brod, welches nicht wohl ausgebacken, unreif, uͤber⸗ reif oder ſonſt verdorben iſt, darf weder verkauft, noch in den Localen, wo die übrigen Bäckerwaaren ſich