Ausgabe 
11.7.1849
 
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Neigen erg. den 8.

m verrichtg; Sell.

der Stadtſich

agr.

der Stadtkirche

Jertſch.

der Burgkiche

elcker. S ei ſe.

Ali

Intelligenz-

fuͤr die

Provinz Oberheſſen

im Allgemeinen, ä den Regierungsbezirk Friedberg

im Beſonderen.

1 53.

Mittwoch den 11. Juli

189.

Amtlicher Theil.

Bekanntmachung der Preisvertheilung in der Provinz Oberheſſen im Jahre 1849.

In Folge des Beſchluſſes des Ausſchuſſes des land wirthſchaftlichen Vereins von Oberheſſen vom 23. Mai ſollen auch im Jahre 1849 Preisvertheilungen in der Pro⸗ vinz Oberheſſen abgehalten werden und zwar

1) zu Nidda, Mittwoch den 18. Juli,

2)Schlitz, 1 den 25. Juli,

3)Battenfeld, Dienſtag den 31. Juli und

4 Gießen, Freitag den 3. Auguſt.

Die zur Beförderung der Viehzucht ausgeſetzten Preiſe ſind auf jeder dieſer vier Stationen: ne

a) Für die beſten Zuchtbullen von Gemeinden oder ſolchen Privaten, welche ſie nicht zur ausſchließlich eignen Zucht benutzen, 50 fl. zu Preiſen von 615 fl.

p) Für junge Bullen, zum Verkaufe an Gemeinden tauglich, mindeſtens Jahr alt und ſeit 5. Jahr Eigen⸗ thum des Beſitzers, 30 fl. zu Preiſen von 510 fl.

c) Für ſelbſtgezogene Rinder von 23 Jahren, die entweder ſichtbar trächtig ſind oder erſt kurzlich das erſte Mal gekalbt haben, 92 fl. zu Preiſen von 512 fl. und eine Preisglocke ſammt Halsriemen für die ſchönſte Kalbin.

Von dieſen Preiſen ſollen drei Viertheile in den Ge⸗ genden, in welchen die Vogelsberger oder die eigentliche Landrace vorzugsweiſe gezüchtet wird, zunächſt auf dieſe Racen verwendet werden.

Solchen, denen wegen ſtarker Concurrenz keine Preiſe mehr zuerkannt werden konnten, wird, wenn ſie z wei Stunden und weiter hergekommen ſind, eine Wegent ſchädigung zugeſichert, beſtehend fur ältere Bullen in 24 kr. und für junge Bullen und Rinder 12 kr. für jede Stunde der Entfernung, jedoch mit der ausdrücklichen Be⸗ dingung, daß das betreffende Stück Vieh jedenfalls preis würdig iſt.

Die ſonſtigen Beſtimmungen ſind:

10 Die, Muſterung des Viehes beginnt jedesmal um 8 Uhr Morgens, und es haben die Preisbewerber Beſchei⸗ nigungen ihres betreffenden Bürgermeiſters(auf ſtempel⸗ freiem Papier) beizubringen, worin bezüglich der Zucht⸗ bullen bemerkt iſt, daß ſie auch wirklich zur Zucht ver⸗ wendet werden, und ſich hierbei brauchbar erweiſen, ob ſie

noch mit den weiblichen Zuchtthieren zur Weide getrieben werden, ob der Ankauf der Bullen durch die Gemeinde ſelbſt beſchafft wird und ob deren Unterhaltung nicht mehr an den Wenigſtnehmenden verpachtet iſt oder gar durch Reihumhalten geſchieht in Bezug auf die jungen Bullen, daß ſie ſeit/ Jahr dem Beſitzer eigenthümlich gehören, in Bezug auf die Rinder aber, daß ſie von dem Eigen⸗ thümer ſelbſt gezogen worden ſind.

Wer die Bedingungen bezüglich des Beibringens nach obiger Vorſchrift abgefaßter Beſcheinigungen(wäre es auch von Bewerbern aus dem Orte ſelbſt, wo die Preisverthei⸗ lung ſtattfindet) nicht erfüllt, kann, ohne Anſehen der Perſon, zur Preisconcurrenz nicht zugelaſſen werden.

2) Die alteren Bullen müſſen wohl gefeſſelt und mit gehöriger Vorſicht vorgeführt werden. g

3) Die Concurrenz an den Stationen iſt an keine Kreis- oder Bezirksabtheilung gebunden.

Indem der Unterzeichnete Vorſtehendes zur öffentlichen

Kenntniß bringt, ladet er die Vereinsmitglieder, ſowie alle

Freunde der Landwirthſchaft zu recht vielſeitiger Theilnahme an den Preisvertheilungen ein. Weſentlich könnten dieſelben auch dadurch verſchönert werden, wenn auch, unabhängig von der Preisvertheilung, ſchönes ſelbſtgezogenes Vieh und andere intereſſante Gegenſtände der landwirthſchaftlichen In⸗ duſtrie dem größeren Publikum zur Anſicht ausgeſtellt würden. Laubach den 1. Juli 1849. Der Präſident des landwirthſchaftl. Vereins von Oberheſſen. Otto, Graf zu Solms-Laubach.

Ueiſeſkizzen aus Kalifornien, im Frühjahr 1848. Von J. Tyrwhitt Brooks. (Fortſetzung.)

Nachdem wir die Natur des Landes etwas näher erforſcht, um zu ſehen, was wir da beſonders zu hoffen hätten, fanden wir, daß die Plätze, wo das Gold in größerer Menge und in den größten Stücken vorkam, die Betten der jetzt trocknen Bergſtröme ſeien, die manchmal in beide Forks einfließen. Wir kletterten einige der ſteilen Schluchten hinauf und bemerkten bei verſchiedenen Ge⸗ legenheiten, während wir unter den Schiefern herumſuchten, ſchimmernde Stücke Gold. Im Boden iſt jedenfalls ſehr viel Gold enthalten, die einzige Schwierigkeit aber die große Entfernung vom Waſſer. Abends kamen unſre

Blatt

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