Ausgabe 
10.3.1849
 
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e Auzeige für Auswanderer! en

(420 Regelmäßige Segelſchifffahrt nach Nord- Amerilra von Bremen in gekupferten Dreimaſtern mit bequemen Zwiſchend ecken e a London mit den rühmlichſt bekannten Packet Poſt⸗ ee Anliberpen mit amerikaniſchen Schiffen; alle SIA Tage nach Neue Vor, Piludelphia oder Bal- limore, im Frühiahr und Herbſt nach Ner- Orleans und Galvesion, monatlich einmal von Byemen nach Californien. Unter Zuſicherung guter Bedienung zu den billigſten Preiſen bei N 1 5 der Haupt⸗ Agentur von 1 17 Wilhelm Fertſch⸗Finger in Frankfurt a. M. Nähere 2 theilt gerne unentgeltlich ä Mabere Auskunft ertheilt 905 1 belm Febrſch 45 Friedberg, Fruchtmarkt Nr. 209.

Literariſche Ann z e ige.

Geſchenk für Mütter und Freunde der Kinderwelt!

(425) Bei H. L. Brönner in Frankfurt a. M. iſt ſo eben erſchienen und in allen Buch⸗ handlungen, in Friedberg bei C. Bindernagel, zu haben:

Das deutſche Kinderbuch.

Altherkoͤmmliche Reime, Lieder, Erzaͤhlungen, Uebungen, 75 Raͤthſel und Scherze fuͤr Kinder.

Geſammelt von Karl Simrock. Geheftet. Preis fl. 1. 12 kr.

Inhalt: Ammenſcherze. Koſeliedchen. Schooß⸗ und Knieliedchen. Buchſtabier⸗ ſcherze. Wiegenlieder. Kindergebete. Kinderpredigten. Allerlei Leder und Reime. Verkehr mit der Natur. Nachahmungen. Spiele. Jahreslieder. Neck⸗Märchen und Gedächtnißübungen. Sprechübungen. Deutſch oder Wälſch? Räthſel.

Selbſt in Tagen wie die gegenwärtigen, wo ſich die Welt mehr von kindlichen Scherzen abgewendet hat, können wir es uns nicht verſagen, unſere Leſer, und beſonders unſere Leſerinnen auf dieſe köſtliche Sammlung aufmerkſam zu machen.

Es iſt eine allbekannte Erfahrung, daß Kinder, mit welchen früh in angemeſſener Weiſe geſtherzt und geplaudert wird, ſich geiſtig beſonders entwickeln, während ſolche, denen eine bloße leibliche Pflege von mürriſchen Perſonen zu Theil wird, lange ſtumpf und ſeelenlos bleiben. Was ein Kind in den erſten Anfängen ſeines erwachenden Seelenlebens erregt und ergötzt, bis zu den Gränzen der Kindheit, wo der Sinn für die Geſchichte, das Märchen und die Fabel beginnt, das iſt in dieſem Buche zuſammengeſtellt. Der Herausgeber ſcheint im Rorden wie im Süden unſeres an Gemüthlichkeit überreichen Vaterlandes alle die anſpruchloſen und doch ſo liebenswürdigen Er⸗ findungen belauſcht zu haben, die eine Mutter in den beſten Stunden ausſinnt, um ihten Liebling zu beglücken. Die Sammlung iſt 676 Nummern ſtark, und faſt alle deutſchen Dialeete ſind darin Vertreten. n 0

Wir trauen es jeder Mutter zu, daß ihr in guter Stunde wohl ſelbſt der Witz zu Gebote ſtehen wird, um ihr Kind zu beſchwichtigen oder in muntere Laune zu bringen. Aber giebt es immer gute Stunden, und beſonders bei Frauen, denen ein Uebermaß von Arbeit und Sorge oft entweder den Aufſchwung oder die Geduld raubt? Kinder, die man nicht hinreichend zu beſchäf tigen weiß, werden gewiß mehr von der Langeweile geplagt, als wir Erwachſene uns einbilden; und doch, wer kann es einer von Lärm betäubten Mutter verdenken, wenn ſie nicht ihren kleinen Erzählchen⸗Vorrath tagtäglich wiederholen mag? Hier giebt nun unſer Kinderbuch unerſchöpfliches Material an die Hand. Vor allem iſt der Eindruck entſcheidend, den es auf die Kinder ſelbſt macht. Sie behalten dieſe kurzen Verſe, die meiſt mit einem Spielchen mit den Fingern oder Geſichts⸗ theilen verbunden ſind, ſehr ſchnell auswendig, und werden nicht müde, ſie unter ſich laut lachend zu widerholen und zu vartiren. Es iſt als ob ſie fühlten, daß ihnen hier nichts an⸗dreſſirt wird, ſondern daß ſich ihre eigenſte kleine Welt an dieſer Wiederſpiegelung entfaltet. 0

Doch nicht allein zur Ergötzung der Kinder iſt dieſes Buch entſtanden. So viel Kindlich⸗ keit nimmt jeder Deutſche mit in die Mittaghöhe des Lebens, um ſich einmal aus dieſen morgen⸗ friſchen Blättern ein erquickendes Lüftchen der Erinnerung zuwehen zu laſſen(Aus einer Recenfton.)

Kirchliche Anzeigen für- Friedberg.

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1290 Wie ee e e 15 Sonntag Oculi den 11. März.

Pfarramtliche Functionen verrichtet; Herr Diaconus Baur. 7 f 05 Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Diaconus Baur. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: 7 Herr Candidat Breither. 5 1 Vormittags predigt in der Burgkirche; Herr Stadtpfarrer Selg, 2 Nachmittags predigt in der Burgkirche; Herr Candidat Rockel. 1 71ο¹

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Fruchtpr ei fe. 0 1

7. Mz. 2. Mz. 23. Feb. Gattung. ried⸗ iu Die⸗

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f fl. kr. fl. kr. ſt. kr. Waizen pr. Malter 840 848 830 Kprü.%, t 5/45 525 80 Gerſte 5 4351 4341 430 Hafer 7 7 3 11 3136134

Polizei- Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 10. bis 16. März 1849.

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2 ö b.% 9 Fried⸗] Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 5 I kr. pf. J kr. pf,

1 Leib⸗Roggenbrod e 63 75 4 2 42 44357 7 8153109 th. th.

Milchbrod 14/5% 1 Waſſerweck 15% 0 Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 16 16 Fleiſch⸗Preiſe. pf pf

1 Ochſenfleiſch etss 19 1 N emäſtete

2 Kühſteiſch ungemäſtetes A . zh. gemäſtetes 81 18 1. Nindfleiſch Tungemäet 77 Kalbfleiſch 66 6 Schweinenfleiſch 42 12 Hammelfleiſch 8 09 Schaaffleiſch Mei een Wurſt veblos Schweinen 14. 14 Gemiſchte Wurſtt 10 Bratwurſt 5 184. 16 Schwartenmagen e Geräucherter Speck 24 24 Schinken 18 19 Doörrfleiſch ene Schweinenſchmalz, f . ausgelaſſen 24 24 unausgelaſſen 20. 20

Nierenfett 1 54 24. 24 Hammelsfett 16 1516

Die Großh. Heſſe Regierungskommiſſion des * Regierungsbezirks Friedberg aun O u e en

Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg.

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