Ausgabe 
9.5.1849
 
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ſehen waren, ohne Verzug die zwei Pferde zu beladen, die weit unter dem Schuppen angebunden dem gie⸗ rigen Auge der Indianer entgangen waren, ſetzten ihre Weiber darauf, und verließen die Indianer mit Flüchen und Verwünſchungen überhäufend, das Lager, weil ſie einen abermaligen Angriff fuͤrchteten und ſich zurückziehen und verbergen wollten, bis die Gefahr vorüber war. Nicht ſo La Bonté, der ein wackerer treuer Burſche im Gefecht ſich tüchtig geſchlagen hatte, und nun den Körper ſeines alten Gefährten ſuchte, von welchem er erſt den Leichnam des von ihm erlegten Rapaho entfernen mußte, bevor er Killbuck's Wunden unterſuchen konnte. Killbuck lebte noch; nur ſtark betäubt, hatte ihn der kalte Regen, der ihm in's Geſicht fiel, bald wieder in's Leben gerufen, und er ſchlug bald die Augen auf, erkannte ſeinen treuen Freund, der ſich vor ihm niederkauerte, ſeinen Kopf auf ſeinen Schooß legte und das Blut abwiſchte, das aus dem verwundeten Scalp ſtrömte.

Iſt die Kopfſchwarte fort, Junge? fragte Killbuck; denn mein Kopf brennt mich ordentlich und ſummt noch, ſag' ich Dir!

Der Indſchen da hätte ſie ſchier mitgenommen! verſetzte der Andere und ſtieß den rothen Leichnam mit dem Fuße fort.

Alle Wetter, Junge, Du haſt einen verd guten Stoß geführt! So zieh' nun dem Nigger ſeinen Scalp 'runter und hol' mir'was zu trinken!

Hell und klar brach der Morgen an, und mit Aus⸗ nahme einer leichten Wolke, die über Pike's Peak hing, war der ganze Himmel ohne ein Wölkchen, und vollkom mene Windſtille war auf den heftigen Sturm der ver floſſenen Nacht gefolgt. Der Fluß war vom Regen ange⸗ ſchwollen und trübe, und als La Bonté eine kleine Strecke am Ufer entlang ging, um eine Furth im Waſſer zu ſuchen, blieb er plötzlich ſtehen und ein Schrei entfuhr ihm unwill⸗ kührlich. Wenige Schritte vom Ufer lag der Leichnam eines ſeiner Gefährten, der während des Angriffs die Wache gehabt hatte. Er lag auf dem Geſicht, die Bruſt von einem Pfeile durchbohrt, der bis zu den Federn hin⸗ eingedrungen war; den Scalp vom blutigen Schädel ge⸗

nommen. Nahe dabei auf einem Raum von kaum hundert Schritten, lagen die drei Anderen, ebenfalls todt und auf gleiche Weiſe verſtümmelt. Der Feind mußte ſo nahe ge⸗ weſen ſein und ſo ſicher gezielt haben, daß ſie alle ohne Todeskampf geſtorben und daher auch nicht im Stande ge weſen waren, die Gefährten im Lager zu allarmiren. La Bonté ſah mit Einem Blick auf die Uferbank, daß die tückiſchen Indianer unter dem Schutz des Gewitters un entdeckt längs des Fluſſes herangekrochen und an der ſteilen Uferböſchung heraufgekommen waren, um dann mit Einem Male die wachehaltenden vier Jäger niederzuſchießen.

Zu Killbuck zurückkehrend, ſetzte er dieſen von dem traurigen Geſchicke ihrer Gefährten in Kenntniß, und ſie berathſchlagten ſich nun über das was ſie weiter thun wollten. Der alte Jäger war bald mit ſeinem Entſchluſſe fertig.Zuerſt, ſagte er,will ich mir mein altes Maul- thier wieder holen, das mich und meine Fallen ſchon ſeit zwölf Jahren herumgetragen; mag's auch jetzt nicht ver⸗ lieren an dieſe hölliſchen Indſchens. Zweitens gelüſtet mich's ſtark nach ein paar Haarſchöpfen, und ein paar Rapohos müſſen für das Stückchen von vergangener Nacht dran glauben Drittens wollen wir jetzt unſere Biberfelle verſtecken, und dann, viertens, der Fährte der Indſchens folgen, wohin ſie auch fuͤhren mag!

Ein kühnerer Trapper als La Bonts ſtellte nie eine Biberfalle, und kein Entſchluß hätte ſeinen eigenen Gefühlen mehr entſprochen, als der Plan des alten Killbuck.Ein⸗ verſtanden!/ ſagte er, und machte ſich an's Werk, ein caehe oder Verſteck für die Biberbaͤlge zu machen. Dieß konnten ſie dießmal nicht in gewöhnlicher Weiſe beſorgen, drum begnügten ſie ſich, ihre Biberfellballen in Büffelhäute ein⸗ zuſchlagen, dieſe mit Riemen von rohen Häuten zuſammen⸗ zuſchnüren und hoch oben in den Aeſten einiger Baum⸗ wollenbäume feſtzubinden, unter welchen das Lager aufge ſchlagen war. Als dieß geſchehen, machten ſie ein Feuer an und kochten ſich etwas Büffelfleiſch; reinigten dann, ein Pfeifchen rauchend, ihre Büchſen ſorgfältig und füllten Pulverhörner und Kugeltaſchen mit einem tüchtigen Vor⸗ rath von Schießbedarf.

(Fortſetzung folgt.)

Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.

N

Gläubiger Aufforderung.

(686) Ueber das Vermögen der Müller Jo⸗ hannes Geiß Eheleute zu Obereſchbach iſt der formelle Concurs erkannt worden. Demzufolge werden deren ſämmtliche, bekannte wie unbe⸗ kannte Gläubiger aufgefordert, Dienſtag den 22. Mai d. J., Vormittags 10 Uhr,

zur Anzeige und Begründung ihrer Forderungen und Vorzugsrechte, Wahl eines Maſſecuratörs und Ausſchuſſes ꝛc. bei Vermeidung des Aus⸗ ſchluſſes von der Concursmaſſe, dahier zu er⸗

ſcheinen. J Groskarben den 22. April 1849. Großh. Heſſ. Landgericht Jäger. Sartorius.

Frucht ⸗Verſteigerung. (72% Freitag den 11. Mai, Nachmittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe von dem Fruchtvorrath des vereinigten Armenfonds 50 60 Malter Korn und 10 Malter Gerſte, meiſtbietend verſteigert.

Friedberg den 30. April 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.

Verſfferi ge emuch.

(7126) Freitag den 11. Mai, Vormittags um 10 Uhr, wollen die Chriſtian Müller'ſchen Ehe⸗ leute in hieſigem Rathhauſe ihre Grundſtücke, in hieſiger Gemarkung gelegen, freiwillig an die Meiſtbietenden verſteigern, ſodann die Begraſung eines in dem Roſenthal liegenden Gartens für das Jahr 1849 verpachten laſſen. Friedberg den 3. Mai 1849. 5 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Wed e.

Hofraithe⸗Verſteigerung.

(727) Auf Anſtehen der Frau Anton Nern Wittwe wird Freitag den 11. Mat l. M., Mor⸗ gens um 10 Ühr, in hieſigem Rathhauſe ihre, in der Engelsſtraße befindliche Hofraithe meiſt⸗ bietend verſteigert. Friedberg den 3. Mai 1849. In Auftrag: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bend e.

Immobilien ⸗Verſteigerung.

(732) Mittwoch den 13. Juni d. J., Mor⸗ gens 9 Uhr, kommen die zur Concursmaſſe des Steiger Schiffmann und deſſen Ehefrau Fran⸗ ziska, geb. Becker, von Dornaſſenheim gehören⸗ den Immobilien, beſtehend in einem einſtöckigen Wohnhaus und 53 Ruthen 12 Schuh Hofraithe und Gartenland, im Werth von 1198 fl., auf

dem Rathhauſe in Dornaſſenheim zur öffent lichen Verſteigerung. Reichelsheim den 1. Mai 1849. Herzogl. Naſſ, Landoberſchultheißerei v. Preuſchen.

Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn.

(728) Nachſtehende Arbeiten ſollen Freitag den 11. Mai l. J. Vormittags 10 Uhr auf dem Sektionsbüreau zu Vilbel durch öffentliche Verſteigerung an die Wenigſtnehmenden in Ak⸗ kord gegeben werden: A. Zur Ueberbrückung des Gerlingsgrabens in der Gemarkung Kloppenheim. 1) Maurerarbeit veranſchl. zu 275 fl. 6 kr. 2) Stein hauerarbeit 135/ 22 3) Zimmerarbeit. e e B. Zur Erbauung eines Durchlaſſes auf der Berkersheim Vilbeler⸗Grenze. 1) Maurerarbeit veranſchl. zu 461 fl. 46 kr. 2) Zimmerarbeit* 601% 33 Pläne, Voranſchläge und Steigbedingungen können auf dem Sektions⸗Büreau zu Vilbel eingeſehen werden. Friedberg den 30. April 1849. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Vilbel Hochgeſand.

Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn.

(720) Samſtag den 12. Mai d. J. Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhauſe das