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Sonnabend den 8. Septembor e a. 1819.
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4 i(Spinnßube 1848.)
AJn ſeinem Brieflein Seite 1 der Spinnſtube ſagt der Gevatter:„Vergeß' Er auch den Schmiedjacob nicht!“ und das bezieht ſich auf die, Seite 198 und folgende der
votjährigen Spinnſtube, ſtehende Geſchichte) Aus der
Schmiede, und auf das Dort gegebene Berſprecken. Wort halten iſt Pflicht.
So will ich denn den Schmiedjacob ſeine Geſchichten erzählen laſſen, wie ich's aus ſeinem Munde gehört auf des Schulzen Kathrinchen ſeiner Hochzeit mit dem Valtin. Ihr kennet 25 ſchon aus der Schmiede! Es war Nach— mittags, als die Alten bei einander ſaßen in dem Hoch⸗ zeithauſe, ihr Pfeiflein„A;. Reiter, ſchmauchten und judi⸗ cirten über K und Frieden. Da hob der Schulz an und ſagte:„Schmiedjacob, erzähl uns doch mal Deine Geſchichte. Es ſind manche Leute hier in der Stube, die haben's noch nicht gehört.“
„Warum das nicht,“ ſagte der, und ſchnell lief Eins hinauf zu dem jungen Volke und ſagte: Der Schmied⸗ jacob erzählt! Da haben ſie ſich alle ganz ſachte herbei gemacht und ſich geſetzt, und der alte, ehrliche Stelzfuß (Ihr kennt ihn ja von dem ſchönen Bilde, das vor der Spinnſtube von Anno 1847 ſteht) begann:
„Manche von Euch,“ ſagte er,„wiſſens noch, was es für trübe Augen gab, als ich zu den Franzoſen mußte. Damals gab's eben nur zwei Ausſichten: entweder todt⸗, oder zum Krüppel geſchoſſen zu werden. An mir könnt Ihr ſehen, wie wahr es iſt. Die trüben Augen gab's dei meinen armen Eltern, die beide alt waren und ich ihr einzig Kind. Dem Vater wurde das Schmieden ſchwer; aber was half's? daß ich's ehrlich ſage, mir wurden die Augen auch trüb, denn ich hab' auch keinen Kieſelſtein, wo Andre das Herz haben. Und noch ein Paar wurden trüb— ich hatte einen Schatz.— Ihr habt alle das Bärbelchen gekannt, der alten Zimmermannslieſe ihre Toch— ter, deren Vater vom Gebälk geſtürzt war, als das Pfarr⸗ haus gebaut wurde, und den Hals brach. S; war ein herzig Mädchen, ſittig, fromm, fleißig, und der Maler hat's eben recht gut getroffen da vornen auf dem ſchönen Bilde, obwohl es da gar betrübt iſt und weint. Davon werde ich ſpäter reden. Scheiden und Meiden that weh! Es floſſen viele heiße Thränen, aber ich mußte fort und Bärbel⸗ chen rief:„Treu bis zum Tod!, Von Hanai aus ging's
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nach Frankreich, und durch das lange Frankreich hindurch nach Spanien über das Gebirge, das Spanien von Frank⸗ reich ſcheider, und bald horten wir ſpaniſche Kugeln pfeifen, was aber gerade klang, wie hier auch— nur mit dem Unterſchied, daß ſie verwettert gut krafen. 3
Der alte Schmiedjacob wollte mit den letzten Worten einen Scherz machen, der die Leute nicht ſeinen Schmerz ſollte ſehen laſſen; allein der brach doch durch, und er mußte huſten, damit er die vor innerer Bewegung zitternde Stimme verberge. i N Darauf fuhr er mit der Hand über das Geſicht, als wolle er mit der hervorbrechenden Rührung alle innere Bewegung wegwiſchen und fuhr fort. Es war Anno 1808, wo's in der Landſchaft Aragonien recht blutig zuging, ab⸗ ſonderlich bei Saragoſſa. Dorthin ging's. Die Stadt liegt in einer Ebene, fruchtreicher wie unſre geſegnete Wetterau, und ich möchte ſagen, wie's in der Bibel heißt, es floͤſſe Milch und Honig dort, und an dem Fluſſe Ebro. Ich hab' da die Gelegenheit recht genau kennen gelernt, denn wir haben lange Zeit dazu gehabt. I mt
Die Spanier ſind ein kriegeriſches Volk. Die waren gegen die Franzoſen aufgeſtanden und wehrten ſich für ſhr Vaterland. Meiner Seelel es iſt mir an das Herz gegangen, wenn ich gegen ſie kämpfen mußte. Ich hätte das Gewehr lieber gegen die Unterdrücker, die Franzoſen, gerichtet. Und wie wurde für uns geſorgt? daß ſich Gott erbarme! Futter für die Pferde ließ der liebe Gott überall in dem geſegneten Lande wachſen; aber wenn wir nicht vom Wunde leben wollten, mußten wir uns ſelbſt ſuchen, das heißt, ſtehlen. Was thut der Menſch nicht, wenn er vor Hunger nicht ſterben will?
Anfangs hatte ich greulich das Heimweh; aber man gewöhnt ſich halt an Alles. Ich fand mich drein und mußte mich drein finden, weil ans Heimkommen nicht zu denken war.
Einmal ſagte Abends der Lieutenant: Kinder, Mor⸗ gen früh, wenn's Tag wird, müſſen wir Lebensmittel in einem Dorfe ſuchen, das drei Meilen von hier iſt. Um zwölf Uhr ſitzen wir auf.
Alles wurde vorbereitet, und richtig um zwölf ritten wir ab— fünfzig Mann. Der Mond ſchien ſilberhell auf das ſchöne Land. Als es Tag zu werden begann, lag das Dorf vor uns; aber die Leute hatten Wind von unſerm Kommen. Es war keine Seele un Dorf und nir⸗ gends etwas zu beißen.


