Ausgabe 
6.10.1849
 
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für die

Provinz Oberheſſen 0 kanu in Allgemeinen, 1 2276

den Regierungsbezirk Friedberg

im Beſonderen. 2 1025

Sonnabend den 6. Oktober

1849.

Regierungsblatt⸗Auszũge.

Nr. 52. enthält das Geſetz vom 3. September 1849, die Zu⸗ ſammenſetzung der beiden landſtändiſchen Kammern und die Wahlen der Abgeordneten betr. Angehängt iſt demſelben a] das Verzeichniß der Wahlbezirke für die Wahlen der Abgeordneten zur zweiten Kammer, mit Angabe der dazu gehörigen Orte, und b) das Verzeichniß der Wahlbezirke zur erſten Kammer. 0

. Nr. 53. enthält: Verordnung, die Aufnahme in die Militärſchule, die Beförderung zum Officiersgrade und die wiſſenſchaftliche Fortbildung der Officiere betr.

Scenen aus deim Merikaniſchen Kriege. (Schluß.) 1 8

Kaum war er fort, als der Anführer der Schaar ſein Rifle nahm und nach dem Fliehenden zielte. So wie der Schuß gefallen, fiel auch der Mexikaner, in's Rückgrat getroffen, und lag da in Todeskrämpfen. Die Buſchklepper zogen vorüber, kaum den Leichnam anſehend, Einer jedoch, der barmherziger war als die übrigen, zog ein Piſtol aus dem Gurt und drückte daſſelbe auf das Antlitz des Ver⸗ wundeten ab, welcher ſogleich vollends verſchied. Es wird kaum glaublich erſcheinen, daß ein ſo barbariſcher Mord von einem civiliſirten Menſchen begangen werden konnte, und doch iſt es faktiſch, daß ſolche Thaten ſehr häufig unter der oben beſchriebenen Bande vorkamen. Zu ſolcher Höhe waren dieſe Schrecklichkeiten gediehen, daß nur augen⸗ blickliche Beſtrafung von Seiten der Offiziere denſelben ein Ende machen konnte, und dennoch geſchahen ſie oft noch heimlich.

Als die Buſchklepper ſich dem rancho näherten, zer⸗ ſtreuten ſich die Reiter, welche auf der Sierra geſehen worden waren, nach allen Richtungen hin und keine Seele

zeigte ſich in der Nähe des großen Gebäudes. Da die

Pachterwohnungen im nördlichen Mexiko ſtets nach Art von Feſtungen gebaut werden, ſo ſind ſie ſtark genug, die Einfälle der Comanches abzuhalten, welche oft die ganze Gegend verwüſten, Menſchen tödten, Gefangene machen unter den Weibern und Kindern, und die großen Heerden von Mauleſeln und Pferden, mit welchen die Ebenen be⸗ deckt ſind, hinwegtreiben. Mann tritt in dieſe Wohnungen durch einen großen Thorweg, welcher zu einem corral oder viereckigen Platz führt, an deſſen Seiten ſich die Wohnungen der peones oder Arbeiter befinden. Die Dächer dieſer Häuſer ſind flach und die Mauern einige Fuß höher, ſo daß ſie eine kleine Schanze bilden, welche

die Vertheidiger vor den Pfeilen der Indianer ſchützt.

Nicht ſelten befindet ſich ein großer Zwölfpfünder auf der

Spitze aufgefahren und der Anblick deſſelben übt, meiſtens einen heilſamen Einfluß auf die Indianer, welche ſelten wagen, innerhalb ſeines Bereiches zu kommen. Bei dieſer Gelegenheit war das Thor, beſtehend aus ſchwerem Mes⸗ quitholze, verſchloſſen, und ſtatt zu klopfen, um Einlaß zu erhalten, ſteckte einer der Buſchklepper die Mündung ſeineß Piſtoles durch das Gitter und feuerte es ab, ſo daß die Splitter nach allen Seiten hin flogen. Auf dieſes. Ge⸗ räuſch lugte ein Geſicht über die Mauerſchanze und fragte: Quien llamo?(Wer da?) b

Oeffne die Thür, Du gelbes Spaniergeſicht!/ fuhr der Anführer der Buſchklepper heraus, oder ich jage Dir eine Kugel durch's Hirn, bei Loth! 11

Geſicht und Kopf erſchienen jetzt oberholb der Schanze und der Mann, welcher kein anderer war als der. ranchero ſelbſt, wollte eine Unterredung beginnen, als einer, der Texaner geſchickt ihm ſeinen Laſſo über den Kopf warf und unter dem Gejauchze und Gelächter ſeiner Kameraden ihn über die Mauer zog, wo der arme Wicht um Erbar⸗ men flehte. Die Thür oͤffnete ſich nun ſchnell und der Mann wurde von der Schlinge befreit, während die Schaar der Buſchklepper in den corral des rancho eindrang und von den Pferden ſteigend, ſchnell Mais für ihre hungrigen Thiere herbeizuſchaffen befahlen. Zitternde peones brach⸗ ten, durch Fußtritte belohnt, das Verlangte herbei, Als für die Pferde geſorgt war, traten die Buſchklepper in die Häuſer und waren bald dabei, einige nußbraune Weiber, welche ſich bei dem Herannahen der wilden Texaner ver⸗ ſteckt hatten, aus den Winkeln hervorzuziehen. Einer der kerle hatte ſich der ſchönen Tochter des ranchero be⸗ mächtigt und wollte ihr einige allzu practiſche Aufmerk⸗ ſamkeiten beweiſen, als Smith, dem die Schönheit des Mädchens ſelbſt gefiel, unter einem Fluche ihm befahl, die ſich Wehrende loszulaſſen.

Wer biſt Du? fragte der Andere,daß Du mir das zu befehlen wagſt? Wennn Du Deine Schlinge nicht fern von meinem Pferde hältſt, ſo möchte es Dir ſchlimm ergehen.

Wer Ich bin? wiederholte Smith kaltblütig;möge dies Dir es ſagen! Und ein Piſtol aus dem Gürtel ziehend, drückte er es, auf die Bruſt ſeines Kameraden zielend, ab; dieſer, durch's Herz getroffen, ſtürzte zu Bo⸗ den, während Jener ruhig wieder das Piſtol in den Gurt ſteckte. Dann wandte er ſich zu dem Mädchen, und ſagte

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