Ausgabe 
5.9.1849
 
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und Ne dürken ee en mit ihren hachteln und Säcken all ni ichts Guts. St rr Hanjacob da und ſp ie Augen guf be ging als ein Schrittchen näher und kam end⸗

lich auf das Schiff.

d der

Nichts für ungut, ſagte er zu dem ſchelmigen Con⸗ Wen 20

ducteur,darf man einmal das Schiff n

auch ein Trinkgeld koſtet. Gr Wollen Sie mitfahren 2 cg 392 Gott behüte! ſprach der Herr od, ſehen

möcht' ich's nur ſo einmal, daß ich ſagen könnte, ich hätt's

geſehen.

habe juſt noch N Fiel durchaus Nichts!

Das gefiel dem Herrn Hanjacob und um ſol. 9 Aber es koſtet 18 und. ſo viel, ſondern generös war und ein galanter Mann.

als der Herr Conducteur nicht ſagte:

Geh er denn mit ihm; ſieht die Cajüte, die Küche, * Maſchine, und endlich auch den prachtvollen Pavillon,

ſo heißt nämlich das hinterſte und l Gemach, in dem

r. frische Perſonen⸗ reiſen.

1 Heil, rief er 45 aus, ſo was, das muß ich ſagen! hab' ich noch nicht geſehen unde bin fünfzig. J 5 alt! Und wie müßte da ein gutes! Tröpfchen ad Er ſchnalzte mit der Zunge und, dachte an ſeinen, vierteligen Krug daheim im Schränklein neben dem Sorgſtuhl.

Ei, das, können Sie auch hier aßen age der Condusteur, und klingelte. 20 un Wie; der Blitz. war ein Kellner da.

5Eine Flaſche Pis porter l, rief der Conducteur.

%% Ei was!. rief der Herr Hanlacoe, macht doch keine Nartenſtreiche. Meint Ihr, ich tränke? hier nicht! 8

Der Conducteur lachte und ſagteStill nur, das iſt ja. der allerbeſte Moſelwein, und jeber darf hier ſo viel Flaſchen auspfeifen, als er will! 7.

Wenn das iſt, ſo laß ich mir's gefallen, meinte Han jacob, und ſetzre ſich, mit unendlichem Behahen in ne l ee

In dem Augenblicke kam der Kellner.

5 Der Conducteur ſchenkte ein ünd ſagte:Laſſen Sie ſich's ſchmecken/ 110 maß einmal a, N N 9 1 1

Hanjatob erſüchte d probte. Pihl late er zu ſi ſch, der ite mein Seel, beſſer wie meiner daheim, und iſt 22er.

Als der Conbüttenr! kam, war das Flaͤſchlein leer.

Hört mal, ſagte Hanjccob, der iſt beſſer, als ich dachte; laßt Euren Sohn noch eine Flaſche holen, die aber noch einmal ſo viel hält, wie die daz denn als ich ihn geprobt hatte, war ſie leer. Das heſſiſche Maaß iſt probat, da ſchlägt der Wein en vor der Naſe, wie die Bin⸗ ger ſagen! 5

Der Conducteur kungelte und der Keller kam

Kind,, ſagte Hanjacob in beſter Laune,bring' gleich Zei, denn dein Vater ſoll auch mittrinken.

Der Kellner verbiß das Lachen und brachte die ver⸗ langten Flaſchen; aber die hielten nicht lange vor, denn nun war der Herr Hanjacob angetrunken und im Zuge.

Es kamen noch zwei.

Als nun das Schiff ſich bewegte und die Räder an⸗ fingen zu ſchlagen, fragte Hanjacob,was das wäre?

Die Räder ſchaufeln! erwiederte der Conducteur, und der Herr Hanjacob gab ſich und meinte 1 Hier ſei's herrlich; da könnte ein Konig ſitzen und trinken!

Da ſitzen auch nur Könige und Fuürſten le, war des Conducteurs Antwort. 10

Ver⸗

Warum, denn 17 800 ſprach der Conpücteur,ich eit Kommen Sie nur! Es koſtet

Das darf man

4 g Hollah, 1 725 N eine! er Conducteur ging, den Kellner zu ſenden, und der

brachte noch eine Flaſche, die ihre gute Wirkung that. Als

nach einiger Zeit der Conducteur wieder kam, lag der gute

Hanjacob auf dem eh und ſchlief hart und feſt. Der

ſchalkige Conducteur ſchlo b die Thüre ab und ging, ſeines

Amtes zu warten.

Es war ſchon ſpät am Nachmittag, als das Schiff

bei Coöln anlegte, da polterte Herr Hanjacob wie raſend

an 851 Thüre, des Papillous

Der Conducteur eilte hinab, Wurd aufzuſchließen. Ausgeſchlafen? fragte er.

Ja, ſagte Hanjacob und dehnte ſich, behaglich gäh⸗

nend,das heiß ich ſchlafen!

Er kam auf das Verdeck, um nun z1 ins Roßchen zu gehen und dachte: Was ſagen, daß ich ſo lange ausblieb?

Als er ſich aber umſah, wurd's ihm ganz kirios- zu Muthe; denn die Stadt Mainz, die er ſeit 40 Jahren ſo genau kannte, wie ſeine Wees de ſuh ihm jetzt ganz anders aus. 8

Was, alle Wetter! 95 192 45 denn die Mainzer alle behert worden, ſeit ich f Die haben ja alle ihre Hausthüren 1 ae d ws hab' ich auch noch nicht erlebt!

Als er aber ſi ich genauer umfah und Alle, die um ihn ſtanden, und denen der Condücteur den Spaß erzählt hatte, in ein ſchallendes Gelächter ausbrachen, rief er:Wo bin ich dann??/⸗

In Cöln! ſagte der Capitün)))

Hedda lu rief er zornig, weben den Conducteur beim Rocke.Warum habt Ihr mir den Streich geſpielt?

Nun, Sie ſchliefen feſt, ſagte der,daß ich Sie, trotz alles Rüttelns und Schüttelns, nicht wach kriegen konnte!, Da dachte ich denn, Sie, wollten einmal eine

Rheinreiſe machen und ſich, disſſchene Gegend beſehen, wie ein Engländer.

Als alles wie beſeſſen 1 kratzt er ſich hinter dem Ohr und ſagte:Was wird mein Jerjel ſagen, der im Rößchen einen e Bier trinkt und 1 mich

ſeinem Jerjel kind der?! hut

wartet?

Seien Sie nur ruhig, ſagte der Vonbuckenremorgen fahren Sie wieder mit uns nach Mainz!

Ol dann iſt's gut, rief nun Hanjacob aus, und flüſterte dem Conducteur ins Ohr:: 80 1 Ihr noch ven dem Ihr, wißt's ſchon 010 87 5

Freilich! verſetzte der Condücfeur. 18 0

Ei, ſo ſagt Euxem Sohne, er ſoll mir nach eine hin⸗ unter in die ſchoͤne Stube ene ſagte er, f ging

binn

wieder hinab.

Und am andern Tage fuhr er wieder mit. nach Mainz. Aber was machte er für Augen, als er die Zeche für den 1822er Pisporter hörte und das Reiſegeld für den Pavillon,, in dem er an und Verauf den Sein

mehr. Fr 9 Betangtlich 1295 die Gasthöfe und Hiper in u W Phe die 3 a alls nach dem Rheine hin keine Hausthüren.

11 MEA nenne

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