uuzugießen. „ daß die chern des Satz von en nahmen bei Seite, net würde. „ die Wir⸗ ſte Geſell⸗ ſabelhaften igen reali⸗ die Hände u gemein- ucher ver⸗ fal bis zu idrend wir ſſen ſahen, aber in Leute in vorden, ſo ann zeigte iner Blech⸗ Dollar die ß die ganze aft wirken leiſen Ab⸗ waren mit chen denen die früher ren. Ein u wir einen wie uns 1 aufzurich⸗ ger Nalſfe beültte dort
2 folgt.)
nach Lang ⸗ in. Wi 0 Wetterau uen Band
— 219—
Jahr 1471 neu aufgeſtellte Zinsbuch der Gruͤninger Pfarr⸗
kirche aus; denn in demſelben lautet der S. 27 ſtehende
2. Poſten der Birnkheimer Gülten:„Mathiß Muß(zahlt
Zins] XI hlr off(d. i. von]! I morgen, stôsset vff den Holczhemmer weg vnd vff dy weyde am andern ende und lijt“) an der cappelnlant vnd I morge hynder
Birnckhem n dem wartfelde)) an Clesenpedern.
vnd IL. morgen hynder der clùsen an der cappeln- lant,“ und in dem Aten Poſten daſelbſt wird ein Garten näher bezeichnet durch„gelegen under der cappeln
garthen jn dem dorff.“ Daß die Capelle das Dorf
iange überdauert hat, läßt ſich nach den bis jetzt vorhan— denen Mauerreſten und aus der von Herrn Profeſſor Diefe
fenbach aus Würdtweins Buch?) angeführten Stell⸗
ſchließen, in welcher ſtatt Bermkeim entweder Bernckeim
oder Berinkeim zu leſen iſt, welches letztere gar leicht falſch geleſen werden konnte„Bermkeim,“ zumal da man vor Alters über das j ſehr oft keine Bezeichnung ſetzte. Aber
wann iſt das Dorf ausgegangen? Ich glaube, im 16ten
Jahrhundert; mit Gewißheit kann man antworten: nach
1471. Dieß ergibt ſich aus mehreren Poſten des eben ge—
nannten Zinsbuches, welche ich deswegen hierher ſetze:
S. 19. Nr. 56. Smerhans[gibt Zins] I tornos von eym garten an der Steinbergerwesen“). stosset vf den slos graben vnd ist
eyn gedeyltz) von sim eyden Rul-
chin, vnd 1 phunt was[d. i. Wachs!“ von eyner gassen an sym grôssen garten zu Brenckhem vndem[lies: Inden] jn dem dorſſe.
D. 24. Nr. 76.: Conrat Smydt III hir vff Id. i. Zins von] dem garten, der dad was[war! Küse Guntrams,) stosset vff dy
rechten gassen dorch daz dorfſ Bernck- hem, lijt an Sype beckern.)
S. 27. Nr. 91.:(„Birnckhemmer golde“ Nr. 3.): Emmeln- hen vnd Nyclas sin eyden gebent eyn firtel ways[d. i. Wachs] von eym gertchin, ist eyn firtel, lijt vnder dem dorff Bernckhem.
S. 27. Nr. 92.:(Birnkh. golde Nr. 4.): Der Ampt- man Dyderich I phunt ways Id. i. Wachs) vk ld. i. Zins von] eym garthen, gelegen under der cappeln garthen In dem dorfl.
Alle dieſe Poſten enthalten von Birnkheim den Aus— druck das Dorf, welcher nicht da ſtehen würde, wenn keine Häuſer mehr da geweſen wären. Dann iſt nur von Gär— ten, die Zins geben müſſen, die Rede, wie ſie bei den Häuſern jedes Dorfes liegen, nicht von Aeckern, und die in dem erſten Zinspoſten genannte Gaſſe wird eine in einen Garten gehende Sackgaſſe geweſen ſein, deren Anlage einer beſondern Erkaubniß bedurfte und darum einen Zins nach ſich zog. Wären dagegen ſtatt Gärten in und an dem Dorfe Aecker genannt, ſo mußte dieſes als ein bereits aus⸗ gegangenes betrachtet werden. Wie ubrigens jene an
2) d. i. Ut Cunſer jetziges wetterauiſches leit ſtatt liegt). 1
2) Das hier in Klammern Stehende iſt im Zinsbuche durchgeſtrichen.
) Würdtwein, dioeces. Mogunt. II, 71.
) Im Zinsbuch ſteht durch Verſehen: steynber wesen. Altwette⸗ rauiſch wese ſtatt wise Wleſe.
8) getheiltes Grundſtück. 5
) Altwetterauiſch was ſtatt wahs, wie noch der Floas ſtatt Flachs. Die Form ways in andern Poſten zeigt langes a an, alſo was. — Uebrigens deuten die häufigen Wachszinſe auf die ehemalige ſehr bedeutende Bienenzucht der Gegend.
5) Der Mann heißt„Guntram Küse“(d. i. neudeutſch Guntram Kaus), wie im T7öſten Zinspoſten ſteht. 5
e) d. i. dem Becker Sipen(d. 1. neudeutſch Seip).
Gruͤninger Einwohner gekommen ſind, ob durch Erbſchaft, Verheirathung oder Ueberzug, iſt gleichviel; die Annahme, daß das Dorf damals(1471.) noch beſtanden habe, wird
durch dieſen Einwand nicht umgeſtoßen. Endlich hat das
Zinsbuch nach den Grüninger Gülten(S. 2— 24 mit 79 Zinspoſten) beſonders S. 25 Gülten zu Dorf⸗Güll(„Golle“), S. 26 Gülten zu Holzheim(„Holtzhem“) und dann aus⸗ drücklich S. 27.„Item Birnekhemmer golde“(4 Zins⸗
poſten) verzeichnet, worauf zuletzt nach einer leeren Seite
auf S. 29 noch 5 Zinspoſten mit der Ueberſchrift Item daz hellige Crutz“ folgen). Auch dieſe beſondere An⸗ führung des Dorfes hinter zwei jetzt noch vorhandenen Dörfern darf für ſein Daſein zu jener Zeit ſprechen.
Was nun den Namen Birnkheim anbelangt, ſo hat ſich derſelbe ohne Zweifel aus altdeutſch Birincheim gekürzt. Bero, d. i. unſer Bär, war ein geläufiger alt⸗ deutſcher Mannesname; davon durch Ableitung Birinc, welches ſoviel als Abkömmling des Bero(Bär) bedeutet, ebenfalls ein Mannesname, wol in Birincheim der Name des Gründers oder erſten Herrn des Dorfes. Daß die Mundart aus Birncheim, Birnckheim, Birnekhem ein Bernckhem, durch Verſetzung des e und 1 Brenckhem, auch Birnghem, endlich Bornkheim und wie man jetzt ſchreibt, Boringheim werden ließ, fallt dem Kundigen nicht auf. Was die letzten Namensformen angeht, ſo will ich nur z. B. erinnern an die wetterauiſche Ausſprache der Wort, der Hort, borne ſtatt der Wirth, der Hirt, bernen (d. i. brennen).
Uebrigens bietet das Zinsbuch manchen nicht unin⸗ tereſſanten alten Namen aus der Grüninger Gemarkung dar. So ſteckt z. B. in dem Brunnennamen der Waden- born(im 26ſten Zinspoſten auf S. 10.) der altdeutſche Mannsname Wate, Wato. Der widesgrunt(in den Zinspoſten Nr. 63. und 67. auf S. 21. und 22.) bedeutet
Holzgrund, wie wir denn noch die Witt ſtatt gedrehte Bind⸗
gerte ſagen. Der oder das hirterich(im 33ſten Zins⸗ poſten auf S. 11.), welches wol ſo viel als Hirtenbezirk, Hutbezirk bedeuten wird, erinnert an die Benennung der Büderich, wie ein Bezirk zwiſchen Echzell und Gettenau heißt. Rich(rich), unſer Reich, iſt hier ſo viel als Gegend, Bezirk, Gebiet. ö W.
*) In dem erſten dieſer letzten Zinspoſten kommt vor ein„wese⸗ pleckelchin gelegen zu Birnckhem, stésset yff den ampt- man hie herwirters“ Pd. i- hie herwärts, nämlich nach Grünin⸗ gen zu].— Im ten Zinspoſten daſelbſt leſen wir als Zins
„I seffter släsel“ d. i. ein Sechter Schlagſel, und ſo finden
wir ſchon 1471 wetterauiſch das slase! für Oelfrucht(Reps, Lein, Magſamen ꝛc.) zum Schlagen in der Oelmühle.
Bericht des Ausſchuſſes des Armen Vereins (gegen Bettelei) für den Monat Juni 1849.
Unterſtützt wurden 434 Arme, was eine Ausgabe von 46 fl. 36 kr. veranlaßte. 8 Beim Ablauf dieſes Quartals glaubt man noch fol— gende Ueberſicht geben zu ſollen. Es betrug: die Einnahme die Ausgabe April 50 fl.— kr. 50 fl. 29 kr. Mai 208 fl. 1 kr. 79 fl. 8 kr. Juni 29 fl. 57 kr. 46 fl. 36 kr.
Summe 287 fl. 58 kr. 176 fl. 13 kr. Von dieſer Geſammt-Einnahme 287 fl. 58 kr. die Geſammt- Ausgabe ab 176 fl. 13 kr. gibt an baarem Vorrath die Summe 111 fl. 45 kr.
welcher für den Monat Juli vereinnahmt worden iſt.
Friedberg den 1. Juli 1849. Der Ausſchuß des Armen-Vereins (gegen Bettelei).
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