Ausgabe 
3.2.1849
 
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von Seiten der Staatsregierung, ſowie unter Zugrund⸗ legung der Gemeinderechnungen von 1822 und der vor⸗ handenen Verträge erfolgen möge, und endlich, daß dem Ausſpruche dieſes Schiedsgerichtes beide Theile ſich unbe⸗ dingt zu unterwerfen haben. 5 Stockhauſen empfiehlt unbedingte Annahme, die einſtimmig erfolgt.

9) Bitte des Joſeph Veith aus Friedberg dem Stadtvorſtand ſeine Frau bei Beſetzung einer neuen Hebammenſtelle zu empfehlen. Der Ausſchußantrag den Wunſch auszusprechen, der Stadtvorſtand möge die Bitte beruͤckſichtigen, wurde einſtimmig angenommen.

10) Die Anlegung guter Feldwege, insbeſondere die Herſtellung des Roßbacher Wegs in der Gemarkung Niederwöllſtadt. Dem von Stoll geſtellten Antrage auf Herſtellung des Wegs ſtimmt der Aus⸗ ſchuß bei, und der Antrag: bei der Regierungscommiſſion den Wunſch auszuſprechen, daß der Ortsvorſtand zu Niederwöllſtadt mit der Her⸗ ſtellung beauftragt werde, wird einſtimmig angenommen.

11) Herſtellung des Vicinalwegs auf der Gränze zwiſchen Butzbach und Griedel. Dem von Streb geſtellten Antrag tritt der Ausſchuß bei, und es wird einſtimmig beſchloſſen, der Regierungs⸗ commiſſton den Wunſch auszudrücken, dieſelbe möge dafür ſorgen und den betreffenden Gemeinden aufgeben, den fraglichen Weg, und insbeſondere die Abfahrt an der Provinzialſtaße herzuſtellen.

12) Voranſchlag der Gemeinde Florſtadt, die Unterhaltung des Wegbaues zu Oberflorſtadt betreffend, ſowie die Anlegung eines Vicinal⸗ wegs von Staden nach Friedberg, jetzt Geſuch um Genehmigung zur Erhebung von Chauſſeegeld. Es handelt ſich hier um die Frage:

1) iſt die Gemeinde Florſtadt ſchuldig, den Vieinalweg von

Oberflorſtadt nach Staden fortwährend zu unterhalten; 2) ſoll ihr Geſuch wegen Erhebung von Chauſſeegeld auf dieſem Wege bevorwortet werden.

In ſeinem ausführlichen Bericht hat der erſte Ausſchuß die 1. Frage be⸗ faht, die 2. Frage verneint, da es überhaupt nicht geeignet erſcheine, ein derartiges Geſuch zu empfehlen. Das Geſuch um Uebernahme der Straße durch den Staat weiter zu verfolgen, müſſe der Gemeinde anheim gegeben werden. Muth iſt gegen Chauſſeegeld, dagegen für Ueberweiſung der Straße an den Staat. Cretzſchmar beantragt, weil die Straße durch die Fuhren zur Eiſenbahn ruinirt worden, eine Entſchädigung aus Staatsmitteln und glaubt, daß eine ſolche um ſo mehr gewährt würde, als verſchiedene Regierungen dabei bethei⸗ ligt ſeien. Rautenbuſch: Die Straße berühre nicht allein das In⸗ tereſſe von Florſtadt, ſondern ſei zum Vortheil der ganzen Provinz. Geſuche wegen Erhebung von Chauſſeegeld und Aufnahme in das Syſtem der Provinzialſtraßen müßten jedoch bei den Ständen und nicht bei dem Miniſterium vorgebracht werden. Stoll: Würde die Straße gehörig im Stande gehalten, ſo würde ſie die Haupt⸗ ftraße werden, und die jetzige Provinzialſtraße nur eine Nebenſtraße ſein. Für Antrag auf Entſchädigung von der Eiſenbahnbaukaſſe fimme er nicht, weil die Akkordanten und nicht der Staat den Weg benutzt haben. Der Vorſitzende ſtellt hierauf folgende Fragen:

1) Iſt die Gemeinde Florſtadt zur Herſtellung des fraglichen

Wegs verbunden und ſind die Koſten mit 246 fl. in den Voranſchlag aufzunehmen? Wird einſtimmig bejaht.

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2) Spricht ſich der Bezirksrath für Unterſtützung des Geſuchs wegen Erhebung von Chauſſeegeld aus? a CEinſtimmig verneint. N

3) Wünſcht der Bezirksrath die Uebernahme der fraglichen

Straße in das Syſtem der Provinzialſtraßen 2. Einſtimmig bejaht. 0 4) Unterſtützt der Bezirksrath den Antrag Cretzſchmars: daß der Gemeinde eine Entſchädigung aus Staatsmiteln ge⸗ währt werden möge? 8 Wird mit 9 gegen 2 Stimmen verneint.

13) Die Incorporation von Privatgemarkungen in die be⸗ treffenden Gemeindegemarkungen, insbeſondere Zuziehung zu den auf letztere ausgeſchlagenen Communalumlagen. Der Antrag des Aus⸗ ſchuſſes ſtimmt dieſer Eingabe des Volksvereins in Ockſtadt bei, und wird dieſelbe auf gegebene Erläuterungen Cretzſchmars: daß in dieſem Betreffe bereits ein Geſetz angenommen worden ſei, nach einſtimmigem Beſchluß zu den Acten genommen.

Anfrage Stolls:

Es beſteht ein Streit zwiſchen dem Ortsvorſtand und der Eiſenbahnverwaltung, wegen der Herſtellung eines Wegs, 8 zines Viaducts. In welcher Lage befindet ſich dieſe Sache? 5

Rautenbuſch: Auſſeramtlich habe ich vernommen, daß das Miniſte⸗

rium an die Eiſenbahnverwaltung eine Verfügung erlaſſen hat, wo⸗ nach nicht ein Viaduct, ſondern ein gewöhnlicher Uebergang über den fraglichen Weg angelegt werden ſoll. Hierauf Kuhl:.. Ob ſich die Regierungscommiſſion zur Erſparung von Koſten nicht veranlaßt ſehen wollte, an Orten, wo ſich ge⸗ eignete Bürgermeiſter und Beigeordnete oder ſonſt befähigte Staatsbürger befänden, welche die Ortsvorſtandswahlen unentgeldlich zu leiten geſonnen ſeien, dieſe als Wahl⸗ kommiſſäre zu beſtellen? Rautenbuſch: Die Regierungscommiſſion würde dieſem Anſinnen gerne entſprechen und wünſche nur, daß der Bezirksrath ihr zur Leitung der gedachten Wahlen die geeigneten Perſonen vorſchlage.

1 Markt Bericht.

Friedberg, am 31. Januar 1849.

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Aufgefahren] Verkauft. 3

Gattung. wurden wurden Mötfeiß wife (Mltr.)(Mltr.) fl. 1 kr.

Waizen f e i Korn eg. Nee 16 7 5 48 Gerſte!! 201, 9 4 4 35 Hafßrß n 13 7 3 20 Kartoffeln. 5 Erbſen nene 5

Bekanntmachungen von Be⸗

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Immobilien ⸗Verſteigerung.

bekannt gemachten Bedingungen an die Wenigſt⸗ nehmenden öffentlich in Akkord gegeben. Friedberg den 25. Januar 1849. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand.

Soumiſſionen in der vor dem Lazareth-Büreau angebrachten Kapſel niederzulegen. Den 5. Febr., Vormittags um 11 Uhr, geſchieht die Prokocol⸗ lirung der eingegangenen Forderungen, bis zu welcher Zeit die Lieferungsbedingungen zur Durch⸗ ſicht offen liegen.

(19) Montag den 5. Februar, Morgens um 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die Chri⸗ ſtian Engel'ſchen Immobilien öffentlich meiſtbie⸗ tend verſteigert, als: 1) Hofraithe als Wohnhaus, Hinterbau und Stall, an Adam Bender. 2) 112,1[U◻0Klafter, 57 Ruthen Garten in der Langgaß, an Philipp Preußer Jun. 3) 70,8[OO Klafter 36 Ruthen Garten am alten Mainzerthor an Emmrich Müller. 4) 135,7 UOKlaſter 69 Ruthen am Gäßchen, an Friedrich Jakob Oberländer. Friedberg den 3. Januar 1849. Der Großh. Heff. Bürgermeiſter Bender.

Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn.

(1460 Dienſtag den 13. Februar d. J. Vor⸗

mittags um 11 Uhr, wird auf dem Rathhauſe dahier die Lieferung von 60,000 Backſteinen von Zoll Dicke, veranſchlagt zu 780 fl., zur Erbauung eines Werkſtättenbaues in dem Bahn⸗ hofe dahier, unter den bei der Verſteigerung

a hoͤrden.

Edi ct g f las ng.

(162) Zur Abwendung des förmlichen Con- cursverfahrens haben die bekannten Gläubiger des Heinrich Schäfer von Geilshauſen, welcher zu deren Befriedigung ſein Vermögen abgetreten hat, ein Arrangement getroffen. Es werden daher etwaige unbekannte Gläubiger hierdurch aufgefordert, Rechtsanſprüche jeder Art an das fragliche Vermögen im Termin den 1. März d. J., Vormittags um 9 Uhr, bei Meidung des ſtillſchweigend erfolgenden Ausſchuſſes von der Maſſe und der Ertheilung der richterlichen Be ſtätigung des Arrangements anzumelden und zu begründen. Grünberg den 10. Januar 1849. Großh. Heſſ. Landgericht Wie lickſe r,

Stroh Nie fee

(468) Die Lieferung von 100 Gebund Rog⸗ genſtroh für das hieſige Lazareth, ſoll auf dem Wege der Soumiſſion in Accord gegeben wer⸗ den. Luſttragende zu dieſer Lieferung haben ihre

Friedberg den 1. Februar 1849. In Auftrag: Fuhr, Hauptmann.

Ve ſt ei ger un

(16) Montag den 5. l. M., Nachmittags um 2 Uhr, werden an hieſigem Rathhauſe nach⸗ ſtehende Gegenſtände meiſtbietend verſteigert: 1) ein Pferd, nebſt Pferdgeſchirr, 2) ein einſpänniger Wagen, 3) ein Kleiderſchrank/ 4) ein Tiſchchen, 5) ein Pferd, 6) ein Waſchkeſſel, 7) eine Wanduhr, 8) ein Geräthſchrank. Friedberg den 1. Februar 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bie ned er

Holz⸗Verſteigerung.

(165) Donnerſtag den 15. und Freitag den 16. Februar, Vormittags 9 Uhr anfangend, ſoll in dem Freiherrlich von Ritter'ſchen Walde bei

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