dadtkirche: dadtkirche: 0.
Jurgkirche:
2 Lurgirche:
dtadtkirche:
nahl.)
tadtkirche:
*
0 2 22
J
W
a
Freren
5 1 Provinz
Oberheſſen 5 un id Sllgenielt, was 8e zaun 15 den Regierungsbezirk
im Beſonderen.
riedbe r 9
2 42.
Sonnabend den L. Jun:
1849.
Hbensbilder aus dem„fernen Weſten“ Morbümerikktl's. (Fortsetzung und Schluß.) g
Als ſie einem kleinen Flußchen am ſuͤdweſtlichen Ende des Sees folgten, ſtießen ſie auf einen Trupp ärmlich⸗ ausſehender ſchwächlicher Indianer, die man Diggers (Erdaufwühler, Graber) heißt, weil ſie vorzugsweiſe von Wurzeln leben. Als dieſe die Weißen zuerſt gewahr wur⸗ den, verließen ſie ihre elenden Hütten und flüchteten den Bergen zu; einer der Trappers aber ſprengte ſein Pferd an, ſchnitt ihnen den Weg ab und trieb ſie wie Schaafe vor ſich her und in's Dorf zurück, Einige der armen Geſchöpfe kamen am Abend in das Lager der Weißen und erhielten ſoviel Fleiſch, als man von dem Vorrathe ent⸗ behren konnte. Sie ſchienen keine andere Nahrung im Dorfe zu haben, als Wurzeln der Hampah und getrock⸗ nete Heuſchrecken und Ameiſen und deren Larven. Ihre Hütten beſtanden aus einigen Büſchen Fettholz(grease wood), die in Form einer geneigten Wand als eine Art Windſchirm aufgehäuft lagen und unter denen ſie ihre ſchmierigen Körper vergruben. Während der Nacht ſchli⸗ chen ſie ſich an's Lager heran und ſtahlen zwei Pferde, und am andern Morgen war keine Spur mehr von ihnen zu ſehen. La Bonté wohnte nun einem Proceſſe nach dem Strafverfahren der Bergjäger und der praktiſchen Ausführung ihres Wiedervergeltungsrechtes an.
Die Spur der entlaufenen Diggers fuhrte nach Nordweſten, am Saume einer kahlen waſſerloſen Wüſte entlang, die ſich vom weſtlichen Geſtade des großen Salz⸗ ſees bis an die Gränze von Oberkalifornien hin erſtreckt. La Bonté wollte mit drei Anderen die Pferdediebe ver⸗ folgen, und ihnen die geſtohlenen Roſſe abnehmen und dann wieder mit den beiden Anderen GKillbuck und Rube) an einem Flüßchen zuſammentreffen, das zwei Tagereiſen von ihrem jetzigen Lager entfernt war. Sie brachen mit Sonnenaufgang auf, ritten den ganzen Tag uber im ſchärfſten Trab und immer auf der friſchen Fährte, welche gerade nach Nordweſt durch eine öde ſandige Gegend ohne Wild und Waſſer führte. Der Fährte nach mußten ihnen die Indianer nur noch um einige Stunden voran ſeyn, als die Erſchöpfung ihrer Pferde, in Folge des Mangels an Waſſer und Gras, ſie zwang, an einem kleinen Bäch⸗ lein, worin ſie glücklicherweiſe etwas Waſſer fanden, das Nachtlager aufzuſchlagen. Hier fanden ſie zugleich auch tine breite Indianerfährte, die offenbar häufig benützt wurde. lange vor Tagesanbruch waren ſie wieder im Sattel, und
waren ſo glücklich, ſchon nach einem Ritt von wenigen Stunden in-getinger Entfernung vor ſich den Schein von mehreren Feuern zu ſehen. Sie hielten daher ſogleich an und einer von ihnen ſchlich ſich zu Fuße voran, um zu recognosciren; bald kehrte er mit der Nachricht zurück, daß der Indianerhaufe den ſie verfolgten, ein anderes In⸗ dianerdorf von 30 bis 40 Hütten erreicht habe.
Die Jäger ſchnallten ihren Pferden die Gurten lockerer und ließen ſie in dem dürftigen Graſe weiden, das hier zu finden war, während ſie ſelber ſich mit einer Pfeife Tabak labten, denn ſie hatten gar keine Nahrungsmittel bei ſich, und die ganze Gegend lieferte auch nicht die min⸗ deſte Jagdbeute. Sobald der erſte Schimmer des Tages⸗ geſtirns den Himmel im Oſten röthete, beſtiegen ſie ihre Pferde, machten ihre Büchſen ſchußfertig und ſchlichen vorſichtig dem indianiſchen Dorfe näher. Da es kaum hell genug war, um ihre Operationen beginnen zu können, warteten ſie hinter einem Sandhügel in der Umgegend, bis die Sonne genug heraufgekommen war, brachen dann plotzlich mit lautem Kriegsgeſchrei aus ihrem Verſteck her⸗ vor und ſtürmten in einer Linie mitten in's Dorf hinein.
Da die erſchreckten Indianer kaum ſich vom Schlafe erhoben hatten, ſo fanden die verwegenen Jager keinerlei ernſten Widerſtand, ſchoſſen Einige von ihren Noſſen. herab nieder, ſtiegen dann ab und fielen die Anderen mit dem Meſſer in der Fauſt an, und gaben die Metzelei nicht eher auf, als bis 9 Indianer erſchlagen am Boden lagen und viele Andere verwundet waren. Unterdeſſen hatten ſich die Weiber vor Schrecken halbtodt auf einem Häufchen an den Boden niedergeworfen und heulten erbärmlich zu⸗ ſammen; die Bergjäger gingen auf ſie zu, ſchwaugen die Laſſos mit offenen Schleifen um die Köpfe, warfen ſie in den dichten Trupp hinein, und zerrten drei der jüngſten und hübſcheſten heraus, denen nun die Arme auf den Rücken geknebelt, die Füße gekoppelt und die mit dem Rücken an einen Baum gebunden wurden, während die Jager den Erſchlagenen die Kopfhaut abſtreiften. Sie waren eben damit beſchäftigt, als ein alter Indianer mit grauem Haar und verwitterten Zügen, kaum größer als ein Affe, plötzlich hinter einem Felſen hervorkam, ein Bün⸗ del Pfeile und einen Bogen in der Hand, auf welchem bereits ein Pfeil ſchußfertig lag. Er rannte auf die Jäͤ⸗ ger zu, und ehe dieſe ſeiner gewahr wurden, ſchoß er auf wenige Schritte Entfernung nach ihnen, ſo daß der Pfeil kaum einen halben Schritt vom Kopfe La Bonté's in den Boden fuhr, als dieſer ſich uͤber einen der todten Indianer


