Ausgabe 
30.12.1848
 
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* 416.

Dieſelbe an dieſelben. Betreffend: Die Muſterung im Jahr 1849.

Gemäß der Bekanntmachung vom 12. d. M. Nr. 69 des Regierungsblattes iſt der Regierungsbezirk in 2 Rekru⸗ tirungsdiſtrikte getheilt worden und wir haben zum Rekru⸗ tirungsdiſtrikt

ungen:

Die Orte des ehemaligen Kreiſes Hungen, welche zum Regierungsbezirke gekommen und weiter: Butzbach, Kirch⸗ und Pohlgoͤns, Niederweiſel mit Hauſen, Rocken⸗ berg, Oppershofen, Steinfurth mit Wiſſelsheim, Melbach, Södel, Beienheim und Florſtadt.

Friedberg: 8

Alle übrigen Orte des Regierungsbezirks verwieſen.

Nach höchſter Weiſung ſollen die Muſterungsarbeiten ſo viel als thunlich beſchleunigt werden. Bis zum 25. Ja nuar k. J. müſſen daher die ganz vollſtändig aufgeſtellten Liſten hierher eingeſendet werden. Gegen diejenigen, welche dieſen Termin nicht einhalten, müßte mit Strafe vorge gangen werden, was wir nur beklagen könnten und in welche unangenehme Nothwendigkeit zu ſetzen Sie uns hof fentlich keine Veranlaſſung geben werden.

Sie werden bei dieſem Geſchäfte genau nach den Vorſchriften der Verordnung über Ausführung des Rekru tirungsgeſetzes vom 30. April 1831,§§. 6 14 verfahren. Zu den Auszügen der Geiſtlichen uber die 1829 gebornen Dienſtpflichtigen ſind nur die vorgeſchriebenen gedruckten Formularien, welche Sie den Geiſtlichen zuzuſtellen haben, zu gebrauchen; auch haben Sie darauf zu ſehen, daß hin ſichtlich dieſer Auszüge die unter dem Formular II. zur Verordnung vom 30. April 1831 in den Bemerkungen unter ſolchen gegebenen Vorſchriften genau beachtet und das Pfarr⸗ amtsſiegel dieſen Auszügen beigedruckt werde; bei ſich er⸗ gebenden Mängeln haben Sie die Auszüge alsbald zur Verbeſſerung zurückzugeben.

Ueber die bei Ihnen angebracht werdenden Anſprüche auf Depotverſetzungen haben Sie die Protokolle genau nach dem Formular V. aufzunehmen und ſich nur gedruckter Formularien zu bedienen, die Vorſchriften der§. 1831 der Verordnung ſorgfältig zu beobachten, auch dahin zu ſorgen, daß den auf Seite 4 des Protokolls von den Geiſt lichen auszuſtellenden Beſcheinigungen über die Familien verhältniſſe der das Depot Anſprechenden das Dienſtſiegel beigedruckt werde. Dieſe Protokolle über Depotanſpruche ſind nach§. 28 vor deren Offenlegung und noch vor der Einſendung der Ortsliſten zur Prüfung an uns einzuſenden.

Wie hoch die Summe ſein muß, welche der Ortsvor ſtand bei Beurtheilung der Frage, ob der Depotanſprechende zur Stellung eines Einſtehers vermögend genug iſt, zu Grunde zu legen hat, darüber wird Ihnen noch beſondere Entſchließung zugehen.

Wir machen Sie auf die Beſtimmung des§. 10 pos. 6 beſonders aufmerkſam, wonach Sie diejenigen Dienſtpflich⸗ tigen, welche durch die Sinne nicht wahrnehmbare Fehler angeben, wie z. B. Schwerhörigkeit, Kurzſichtigkeit, fallende Sucht u. ſ. w. beſonders anzuweiſen haben, ſich deßfalls genügende Zeugniſſe von Schullehrern, Geiſtlichen, Gemeinde vorſtänden u. ſ. w. zu verſchaffen und dieſe bei der Muſte⸗ rung mitzubringen.

Nach§. 40 der Verordnung müſſen, mit alleiniger Ausnahme derjenigen, welche ſich vertreten laſſen, alle Con⸗ ſcriptionspflichtigen bei der Muſterung perſönlich erſcheinen, gegenfalls ſie als dem Geſetze ausgewichen angeſehen und zum Zuerſtmarſchiren beſtimmt werden.

Außer den im Jahr 1829 Gebornen muͤſſen auch die⸗ jenigen, welche bei der vorigen Muſterung als temporaͤr

untauglich, als unterm Maas, oder aus andern Grunden

wähnten Gemeindeliſten eingetragen werden und l dem Ende nachſtehend das Verzeichniß derſelben. e Friedberg am 25. Dezember 1848.

Ouvrier.

zur nächſten Muſterung verwieſen wurden, in die vorer⸗

Verzeichniß der von der Muſterung 18438 zu der von

1849 verwieſenen Militärpflichtigen. Regierungsbezirk Friedberg. a) Kreis Friedberg.

Joh. Peter Meininger aus Engelthal, Johannes Dietz aus Heldenbergen, Chriſtian Möckel aus Langenhain, Jo- hannes Hochwald aus Niedermörlen, Peter Möbs aus Niedermörlen, Heinrich Philipp aus Niedermörlen, Johs. Peter Kliem aus Kloppenheim, Nicolaus Georg aus Ock⸗ ſtadt, Heinrich Klein aus Ockſtadt, Joh. Friedrich Diehl aus Rendel, Wilhelm Konrad Bönner aus Rödelheim, Kas⸗ par Deiß aus Rödelheim, Philipp Kinnel aus Vilbel, Hein⸗ rich Koſt aus Burggräfenrod, Johannes Rupp aus Burg⸗ gräfenrod, Joh. Karl Kautz aus Florſtadt, Michel Schakal aus Groskarben, Georg Weber aus Ilbenſtadt, Georg Ludwig Fink aus Kaichen, Joh. Gottfried Kempf aus Kaichen, Joh. Joſeph Decher aus Oberwöllſtadt, Peter Klein aus Ockſtadt, Jacob Andreas Ochs aus Vilbel, Joh. Georg Hildebrand aus Niederweiſel.

b) Kreis Hungen.

Andreas Sames aus Holzheim, Heinrich Weiſel aus Muſchenheim, Alexander Möll aus Röthges, Konrad Ban⸗ gel aus Wölfersheim, Adam Rieß aus Wölfersheim, Jonas Roßmann aus Wölfersheim.

Gießen den 21. Dezember 1848. 4

Der Dirigent der Gr. Heſſ. Regierungs⸗Commiſſion des Regierungsbezirks Gießen Küchler.

Dieſelbe an dieſelben.

Betreffend: Die von den Gr. Bürgermeiſtern am Schluſſe des Jahrs einzuſendenden Tabellen, jetzt die Einſendung für 1849. Bis zum 10. Januar k. J. ſind von Ihnen vorſchrifts⸗ mäßig und bei Meidung eines Wartboten folgende Verzeich⸗ niſſe hierher einzuſenden: 1) über die Eingewanderten, oder Beſcheinigung, daß keine eingewandert ſind, 2) desgleichen über Ausgewanderte, 3) Beſcheinigung über erfolgte ordnungsmäßige Bekannt⸗ machung der Gr. Regierungsblätter für 1848. Zugleich bemerken wir Ihnen noch, daß nur die wirklich aus dem Ausland in Ihre Gemeinden und die aus Ihren Gemeinden in das Ausland gezogenen Perſonen in die Verzeichniſſe über Ein⸗ und Ausgewanderte aufzu⸗ nehmen ſind.

Die Verzeichniſſe ſind mit der größten Puͤnktlichkeit aufzuſtellen.

Nur auf gedruckten Formularien*) werden die Ver⸗ zeichniſſe angenommen.

Friedberg den 26. Dezember 1848. 0

Oi vier i e x.

) Dieſelben ſind durch C. Bindernagel in Friedberg zu beziehen

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