Ausgabe 
29.11.1848
 
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Nach einigen hin und wieder geſprochenen Worten ehrten die Beiden mißmuthig in ihr Dorf zurück. Der feldwebel aber hat unterwegs mauchen Fluch gethan, den um Gott wohl verzeihen wird!

Was habt ihr ausgerichtet? frug Anton, als die Nänner in die Stube traten.

Nichts! ſchrie der Feldwebel, indem er ſeinen dut unmuthig auf den Tiſch warf,ſo wie's jetzt geht, t Willkühr Geſetz und Unrecht Recht!

Wie geht es dem Georg? unterbrach der Vater en Zornigen.

O recht gut, und das halbe Dorf iſt ſchon hier ſeweſen und hat ihn beſucht. Die Leute achten und lieben ins jetzt noch mehr, als früher.

Alles bemitleidet den armen Georg, ſprach Maria, an Schande denkt kein Menſch!

Das hab' ich ja immer geſagt, rief der Feldwebel, die Schande bildeſt du dir nur ein, Alter; das ſind ſo deen, wie man ſie vor ſechszig Jahren hatte!

Und doch bin ich mit dieſen Ideen mit Ehren grau zeworden! bemerkte etwas freundlicher der Maierbauer.

Es war ihm ein großer Troſt, als er den ganzen Lachmittag und ſelbſt noch ſpät am Abend von vielen dachbarn Beſuch erhielt, welche mit der größten Theil ahme von Georgs Unglück, aber auch mit der größten Ichtung von ſeiner bisher untadelhaften Aufführung ſprachen.

Wie es der Arzt vorausgeſagt hatte, traf es auch nichtig ein; Georgs Zuſtand beſſerte ſich von Stunde zu Stunde, nach einigen Tagen konnte er wieder das Bett erlaſſen, und bald ſah man ihn wieder bei ſeiner Arbeit.

(Fortſetzung folgt.)

Die Jahresfeier der Rettungsanſtalt zu Arnsburg.

Da ſchon einigemal in dieſem Blatte über die Ret ungsanſtalt zu Kloſter Arnsburg Nachricht ertheilt wurde, w glauben wir unſern Leſern ſchuldig zu ſein auch die üngſt ſtattgehabte Feierlichkeit in wenigen Worten zu er⸗ wühnen.

Inmitten der Stürme politiſcher Ereigniſſe feierte die Kinderrettungsanſtalt zu Kloſter Arnsburg am 27. Oktober n friedlichen Weiſe ihr erſtes Jahresfeſt, und die aus Rahe und Ferne herbeigekommene Menſchenmaſſe war ſo edeutend, daß das Schullokal zur Abhaltung der Feier⸗ ichkeit den gehörigen Raum verſagte. Nachdem der Ver ummlung der große Saal des dortigen Wirthshauſes zur Zenutzung eingeräumt war, nahm das Feſt gegen 11 Uhr zinen Anfang. Nach Abſingung eines zweiſtimmigen Liedes von den Zöglingen der Anſtalt, ſprach Herr Pfarrer Bich mann ein paſſendes Feſtgebet, worauf in einem kurzen Examen der Hausvater, Herr Hörig, die Kinder in der »ibliſchen Geſchichte, in der Geographie und im Rechnen prüfte, wobei die Kinder recht ſchöne Kenntniſſe an den Tag legten. Nach geſchloſſenem Examen wurde von der ganzen Verſammlung ein FeſtliedAls Paulus einſt vom Heiſt getrieben ꝛc. abgeſungen und darauf hielt Herr

Pfarrer Deichert von Grüningen eine auch die jetzigen Zeitverhältniſſe beruͤhrende Rede, die dem Vernehmen nach

im Drucke erſcheinen wird und mit deren in vieler Bezie

hung intereſſantem Inhalte darum auch die, welche der fraglichen Feier nicht beigewohnt haben, ſich werden bekannt machen können. Hiernächſt wurde der von Herrn Lehrer Anthes in Lich mit vieler Sorgfalt und unverkennbarer Liebe zur Sache ausgearbeitete Rechenſchaftsbericht vorge leſen. Unter den zahlreichen Liebesgaben, welche noch dieſem Berichte im verfloſſenen Jahre eingegangen ſind, fehlte auch das Schärflein der Wittwe am Gotteskaſten nicht, und wo die Mildthätigkeit nicht Gaben an Geld darbrachte, da waren es Naturalien, welche der Anſtalt von allen Seiten geſchenkt wurden, ſo daß man nicht genug die Freundlichkeit unſeres Gottes rühmen konnte, als der Be⸗ richterſtatter erwähnte, daß im verfloſſenen Jahre im Ganzen etwa 800 1000 fl. eingegangen waren. Den Schluß der Feier bildete noch ein abgeſungenes Lied und ein ſalbungs⸗ reiches Gebet, das Herr Pfarrer Uhrig aus Neu⸗Yſen⸗ burg ſprach. Ein einfaches Mittagseſſen mit manchen an⸗ regenden Tiſchreden bildete den Schluß.

Fröhlich zogen alsdann die Fremden ihre Straße wieder nach Hauſe und gewiß wurde ihr Innerſtes von dem Wunſche bewegt, daß es fernerhin der Anſtalt recht wohlgehen möge. Hoffentlich wird auch der geneigte Leſer dieſes wünſchen und durch Wort und That für das künftige Beſtehen und fröhliche Gedeihen der Rettungsanſtalt ſein Schärflein deitragen. Wenn Gaben aller Art zu jeder Zeit fröhliche Empfänger finden, ſo wird das herannahende Weihnachtsfeſt gewiß manches Chriſtenherz bewegen, an dieſem Tage den Kindern zu Kloſter Arnsburg eine be ſondere Freude zu bereiten.

Ich ſchließe mit den Worten des Pſalmiſten:Wohl dem, der ſich des Dürftigen annimmt, den wird der Herr erretten zur böſen Zeit.

Friedberg am 10. November 1848..

Eingegangene Geldbeiträge. Für die Wiener.

Transport aus Nr. 92 d. Bl. 62 40 Bei Ch. Hecht:

Von Fuhrmann Baltzer 24 Bei Ph. Vogt:

Von Eliſe W. 12

Wilh. Hanſtein hier 24

Wilh. Ulrich hier 24

Zuſammen 64 4

Für Rob. Blums Familie. Bei Ch. Hecht:

Von C. Whl. 1 Bei Ph. Vogt:

Von R. 1

einer Ungenannten 1

Zuſammen 3

Aufrichtigen Dank den edeln Gebern. Namens des deutſchen Volksvereins: Vogt, Schriftführer.

Bekanmmachungen von Be⸗ hoͤrden.

N νιιν

Brodlieferung, Oel- und Lichter⸗

Lieferung. 1642) Freitag den 1. k. Monats ſoll das Brod für die hieſige Garniſon auf das erſte Snartal 1849 und das nöthige Brennöl und Sichter für das erſte Semeſter 1849 auf dem Soumiſſionsweg an den Wenigſtfordernden in Accord gegeben werden. Die Bedingungen kön⸗ nen jeden Vormittag von 10 bis 12 Uhr auf dem Verwaltungs⸗Büreau, neben der Woh⸗

nung des Caſernen⸗Commandanten in der Burg⸗ Caſerne, eingeſehen werden.

Luſttragende wollen ihre Soumiſſionen, deut lich geſchrieben, unterſchrieben, verſiegelt und mit der Aufſchrift:Brodlieferung oder Oel und Lichter-Lieferung verſehen, in das auf dem Gange des Verwaltungs-Büreaus aufgehängte Soumiſſionskäſtchen einlegen. Die weiteren Verhandlungen werden an dem genannten Tage für das Brod, Vormittags 10 Uhr, für das Oel und die Lichter um 11 Uhr vorgenommen.

Friedberg am 20. November 1848.

In Auftrag: Kreſſel, Oberquartiermeiſter.

Lokalſection des Gr. Heſſ. Gewerbvereins für Friedberg und die Umgegend.

(1619) In der am 1. Dezember l. J. be⸗ ginnenden Gewerbſchule ſind als Unterrichtsſtun⸗ den feſtgeſetzt:

Sonntag: 11 12 Uhr Vormittags, 1 bis 4 Uhr Nachmittags.

Montag, Dienſtag, Mittwoch und Donnerſtag, jeden Abend von 9 Uhr.

Unterricht ertheilen:

Hr. Bauaufſeher Hechler: über Körperlehre (Stereometrie), Materialienkunde und Voran⸗

ſchläge. Hr. Lehrer Volk über: Arithmetik, Geo⸗