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— Intelligenz-Blatt
des
fuͤr die
Provinz Oberheſſen
im Allgemeinen,
den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke
im Beſonderen.
3—
W 42.
Sonnabend, den 27. Mai
1848.
Amtlicher Theil.
Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die Großh. Bürgermeiſter des Kreiſes.
5 Betreffend: Die Ausweiſung fremder Geſellen und Gewerbegehülfen
aus Berlin.
Das Königlich Preußiſche Polizei⸗Präſidium zu Berlin ſoll die Abſicht haben, in der nächſten Zeit die fremden Handwer'sgeſellen und Gewerbegehülfen aus Oerlin zu ent⸗ fernen, um den Einheimiſchen den täglich abnehmenden Ver⸗ dienſt für die nächſte Zukunft allein zu ſichern. N
Sie werden von dieſer Maßregel mit dem Auftrage in
Kenntniß geſetzt, die aus ihren Gemeinden wegwandernden
oder durch dieſelben paſſirenden inländiſchen Handwerksge— ſellen zu warnen, ſich nicht ferner nach Berlin zu begeben. Friedberg den 23. Mai 1848. f Küchler.
Derſel be an ſämmtliche Kirchenvorſteher und Kirchenrechner des Kreiſes. Betreffend: Die Inſtructionen zur Fertigung der Voranſchläge über
B Vermsgensverwaltung ver Kirchen, Stiftungen und Schulen
und zur Geſchäftsführung der Rechner dieſer Fonds.
Neuerdings iſt von verſchiedenen Seiten mehrfache Nachfrage nach der in Nr. 43 des Gr. Regierungs⸗Blatts von 1835 erſchienenen Inſtruction zur Fertigung der Vor⸗ anſchläge über Vermögens verwaltung der Kirchen, Stiftungen und Schulen und zur Geſchäftsführung der Rechner dieſer Fonds geſchehen und, eingezogener Erkundigung nach, der frühere Vorrath an ſolchen Inſtructionen ſchon ſeit einigen Jahren aufgegangen.
Die Hofbuchdruckerei von Ernſt Bekker zu Darm⸗ ſtadt hat dem hiernach eingetretenen Mangel durch Veran⸗ ſtaltung einer dritten, die immittelſt erfolgten Zuſätze und Erläuterungen enthaltenden Ausgabe jener Inſtruction ab— geholfen, wovon ich Sie mit dem Anfügen in Kenntniß ſetze, daß ein eingebundenes und mit allen Formularien ver⸗ ſehenes Exemplar gedachter Inſtruction 24 kr. koſtet.
Friedberg den 23. Mai 1848.
Ku ch leer.
An alle Deulſche, denen das Geſchick hungernder Mitbürger und ihr eignes Wohl am Herzen liegt.
Dringende Bitte
um ſchleunige Veranſtaltung einer National⸗Sammlung zur Abwehr der Gefahr drohenden Volksnoth.
Dunkle Wolken thurmen ſich am Horizonte des Vater— landes, der unlängſt noch von der Morgenröthe der jungen Freiheit erglänzte; die Jubelklänge ſind verrauſcht und es ertönen angſtvolle Klagen und Berichte von nah und fern. Vor Allem betreffen ſie die ſtündlich wachſende, ſchon manchen ſtarken Damm zerbrechende Noth der beſitz- und arbeitsloſen Mehrheit des Volkes, die kaum noch des Rufes der allgeſchäftigen Verführung bedarf, um zu dem Aeußerſten bereit zu ſein. Ruͤſte man ſich doch darum nicht blos zur Aufrichtung des neuen Staatsgebäudes, ohne den Grund und Boden deſſelben vollkommen zu ſichern, ohne die aufgeregten Maſſen zu beſchwichtigen, die in blinder Wuth ſich einherwälzend ſchon das Fundament des kühn geträumten, hoffnungsreichen Baues zertrümmern koͤnnten. Denn wer bürgt dafür, daß jene anarchiſchen Zuſtände, welche bereits in allen Theilen Deutſchlands zum erſchreckenden Ausbruche kamen, nicht bei irgend einem unerwarteten, vielleicht nur zu nahen Wendepunkte in allgemeine Verheerung und Plünderung ausarten, die freilich den Armen ſelbſt, was manche von ihnen nicht begreifen, kaum für den Augen⸗ blick nützen, alle Beſitzenden aber zu Grunde richten und das Vaterland einer blutigen Schreckensherrſchaft, einem völligen Ruin, einer jammervollen Sclaverei Preis geben würde. 5 i
Eine große, allgemeine Gefahr, die man ſich nicht langer verhehlen kann und darf, erheiſcht eine außerge— wöhnliche Vorkehr, an der ſich raſch und nachdrücklich alle Freunde des Volkes und Vaterlandes betheiligen müſſen, ohne die Wirkſamkeit des Parlamentes abzuwarten. Wohl wird ſich dieſes auf's redlichſte und entſchiedenſte der gerechten Sache unſerer leidenden Brüder annehmen, aber welche lange, bedenkliche Zeit muß noch verſtreichen, bis die Maßregeln zur Abhülfe eines inzwiſchen vielleicht unüberwindlich werdenden Nothſtandes nur erſt berathen und ins Werk geſetzt ſind!— Auch handelt es ſich zu— nächſt nur um Verhütung einer Gefahr, die einzig und


