Ausgabe 
23.8.1848
 
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Abend angekommen war, nach dem Converſationshauſe, und blieb dort, ehe ich's mich verſah, vor dem Rouletttiſche ſtehen. Es war ſchon ſehr ſpät und das Spiel wurde ſehr intereſſant. Eine Gruppe Spieler und Neugieriger folgten mit geſpannter Theilnahme allen Phaſen eines Kampfes, welchen ein noch junger Mann von militäriſchem Ausſehen mit dem Zufall in Geſtalt einer Roulettkugel begonnen hatte. Der junge

Mann ſtand noch in der Blüthe der Jünglingsjahre, bild

ſchön von Wuchs und Geſicht, mit reichen blonden Locken und dem erſten Flaum eines Bartes um die Lippen. Mit einer Miene voll Unbefangenheit und Unſchuld, ſchien es unglaublich, daß er bereits der verhängnißvollen Leidenſchaft des Spiels verfallen ſei, und dennoch ſpielte er mit einer Kühnheit, die ſich nur durch ſein augenblickliches Glück rechtfertigen laſſen konnte. Dies Glück war in der That anfangs fabelhaft, indem der junge Spieler, der, wie ich nachher erfuhr, öſterreichiſcher Offizier war, eine Summe von wenigſtens 30,000 Franken gewonnen hatte; allein plötzlich ſchlug das Glück um und er verlor ſie und min⸗ deſtens eben ſo viel noch dazu, ohne daß deßhalb ſeine Leidenſchaft aufgehört hätte. Der junge öſterreichiſche Graf war es jedoch nicht allein, der meine Aufmerkſamkeit erregte.

Auf der andern Seite des Spieltiſches, ihm gerade gegen⸗ über, ſaß ein Mann mit bleichem hageren Geſicht, ziemlich nachläſſig gekleidet, deſſen ganzes Aeußere eine Art verhäng⸗ nißvoller Anziehungskraft hatte; ſeine tiefliegenden, von langen dichten Wimpern verborgenen Augen ſchoſſen gleich ſam Blitze, indem ſie an der verhängnißvollen Meſſingnadel hafteten, die in ihrem ſilbernen Becken ihre raſchen Kreiſe beſchrieb. Es war, als verfolge ihn irgend eine fixe Idee; theilnahmlos für alles Andere als für das Spiel beobachtete er deſſen Veränderungen mit peinlicher unerbittlicher Spannung und Aufmerkſamkeit; mit geſtrecktem Halſe und vorwärts gebeugtem Oberleib folgte er jeder Bewegung der Kugel, damit ihm ja keine der fallenden Nummern entgehe. Bei jedem unglücklichen Wurfe, der für den hartnäckigen Spieler ihm gegenüber fiel, zeigte dieſer unbarmherzige Beobachter fremden Unglücks in ſeinen Zügen eine wilde Freude und ermuthigte den verblendeten Jüngling noch mit Blick und Geberde zur Fortſetzung ſeines Spiels. Er erinnerte mich lebhaft an Bertram, der in Meyerbeer's Oper den wilden Robert ebenfalls ſeinem Verderben entgegenführt, um ihm hernach ſeine Seele abkaufen zu können.

(Jortſetzung folgt.)

Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.

INN NN NN NN Oeffentliche Bekanntmachung. (1102) Auf Antrag der Intereſſenten wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Konrad Brethauer dahier dem Wagnermeiſter Adam Menges die Verwaltung ſeines Vermö⸗ übertragen hat, daß Letzterer demgemäß allein erbindlichkeiten eingehen und gültige Zahlung

empfangen und leiſten kann. 0 Friedberg den 26. Juli 1848. Großh. Heſſ. Landgericht Dr. Gilmer. Jagd 5 ö (1195) Samſtag den 26. Auguſt, Vormit⸗ tags um 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die Jagd in der Gemarkung Stadt Friedberg, meiſtbietend verpachtet. Friedberg am 21. Auguſt 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Grummetgras-Verſteigerungen. (1196) Das diesjährige Grummetgras von nachgenannten fiscaliſchen Wieſen, wird folgen⸗ dermaßen verſteigert:

1) Zu Lindheim, bei Gaſtwirth Herrn Bechtold, Dienſtag den 29. Auguſt, Mit⸗ tags 12 Uhr, von ungefähr 50 Morgen.

2) Zu Okarben, an dem Mineralbrun⸗ nen, Mittwoch den 30. Auguſt, Nachmit⸗ tags 2 Uhr, von der ungefähr 50 Morgen haltenden ſ. g. Burgwaldswieſe.

3) Von der ſ. g. Markwieſe bei Bauern⸗ heim, ungefähr 300 Morgen haltend, Frei⸗ tag den 1. September, Mittags 12 Uhr, an Ort und Stelle, oder bei ungünſtigem Wetter zu Bauernheim, bei Gaſtwirth Herrn Höres.

4) Zu Stammheim, Dienſtag den 5. Sep⸗ tember, Nachmittags 2 Uhr, an Ort und Stelle, von ungefähr 10 Morgen, der See genannt.

Friedberg den 19. Auguſt 1848.

Der Gr. Renktamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Bau ß.

Br p lieferung. (1197) Donnerſtag den 31. dieſes Monats, des Vormittags 10 Uhr, ſoll die Brodlieferung auf das 4. Quartal 1848 auf dem Soumiſ⸗ ſionsweg vergeben werden. Diejenigen, welche ſich hierbei betheiligen wollen, werden aufgefor⸗ dert, ihre Soumiſſionen mit der Aufſchrift

Brodlieferung betreffend bis zu dem er⸗ wähnten Termin in dem am Eingange des Ver⸗ waltungs-Büreaus des 2. Bataillons 4. Infanterie⸗ Regiments angebrachten Käſtchen, einzulegen. Die Bedingungen, welche auch zugleich das Soumiſ⸗ ſionsverfahren enthalten, können des Vor- und Nachmittags in der Wohnung des Unterzeich⸗ neten, Ludwigsſtraße Nr. 26, eingeſehen werden. Friedberg den 20. Auguſt 1848. In Auftrag: A h l

Quartiermeiſter. Bekanntmachung. (1198) Am 18. Juni d. J., wurde Philipp Rullmann von Staden mit einem Packe, der

nachſtehende Effecten enthielt, als: 1) einen weißen Weibsunterrock, 2) ein Paar baumwollene weiße Strümpfe, M. H. roth gezeichnet, 3) ein Paar weiße Unterhoſen, 4) eine ſog. Schleifkette, 5) eine Spannkette, 6) eine kleine Kette, zu Okarben angehalten. Er will dieſe Gegen ſtände, die wahrſcheinlich irgend wo entwendet worden ſind, in der Nähe von Dortelweil ge funden haben, und da die zeitherigen Nachfor⸗ ſchungen nach dem Eigenthümer vergeblich geweſen ſind, ſo fordert man die etwaigen Eigenthümer dieſer Gegenſtände auf, ſich baldigſt daher zu melden und ihre Angaben über die Art und Weiſe des Abhandenkommens der Sachen zu Protokoll zu geben. Groskarben am 15. Auguſt 1848. Großh. Heſſ. Landgericht Jäger. Schmidt. Jagd Verpachtung. (1199) Freitag den 25. l. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll die Jagd in hieſiger Gemarkung, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, auf dem Rathhauſe dahier, öffentlich meiſtbietend verpachtet werden. Rödelheim am 17. Auguſt 1848. Der Großh. Heſſ. Beigeordnete FSi ſih er Bekanntmachung. (1200) Donnerſtag den 24. Auguſt l. J., des Vormittags um 10 Uhr, ſollen in dem Ober⸗ mörler Gemeindewald, Diſtrict Reſersſchlag, 3025 Gebund Ginſterwellen, vorzüglich zu Backholz geeignet, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Obermörlen den 17. Auguſt 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Nie ol ai.

Jagd Verpachtung. (12010 Montag den 28. Auguſt d. I., des Vormittags um 10 Uhr, ſoll die der Gemeinde Obermörlen zu Theil gewordene Jagd, für mehrere Jahre einer nochmaligen öffentlichen Verpachtung, auf der Gemeindeſtube dahier, aus⸗ geſetzt werden, wozu Steigliebhaber hiermit eingeladen werden.

O bermörlen den 17. Auguſt 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Nicolai. Bekanntmachung. (1202) Die Gemeinde Wiſſelsheim iſt ge⸗ ſonnen 1600 Gulden, zur Erbauung eines neuen Vicinalwegs, anzuleihen, es werden deshalb diejenigen Kapitalliſten aufgefordert, welche ge⸗ ſonnen ſind dieſes Kapital zu ſchießen, fich bei dem unterzeichneten Ortsvorſtand zu melden. Der Ortsvorſtand zu Wiſſelsheim: Heinrich Schmidt. Heinrich Weller. Georg Huber. Heinrich Otto.

Ludwig Philippi. Bekanntmachung. (1209) Freitag den 25. d. M., Mittags 12 Uhr, ſoll der Gemeinde-Faſſelochs dahier, auf der Gemeindeſtube, öffentlich meiſtbietend ver

ſteigert werden. Kleinkarben den 20. Auguſt 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter S ee

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Privat Bekanntmachungen.

Mobiliar ⸗Verſteigerung. (1182) Dienſtag den 29, d. M., des Mor⸗ gens um 9 Uhr anfangend, und die darauf folgenden Tage, ſollen in der Kreisrathswohnung zu Hungen eine bedeutende Quantität Mobilien, namentlich Haus- und Küchengeräthe, Fäſſer, darunter ein großes Regenfaß, Waſch- und Badbütten, Züber, Porzelain, mehrere Schränke von Eichen- und Nußbaumholz, mehrere Sopha, Stühle, ein ſ. g. Seeretär, Spiegel, Garten- bänke und Stühle, Oekonomiegeräthſchaften, als Wagen, Pflug und Egge, ſowie Pferdegeſchirr, Sattel und Zäume, verſteigert werden.

Auch werden zwet Pferde und 150 Centner Heu aus der Hand verkauft. Hungen am 15. Auguſt 1848.

Ein Logis (1204 gleicher Erde hat zu vermlethen A. Eichs Wittwe.