Ausgabe 
22.3.1848
 
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Betragen an jenem Abend zu leugnen ein Mittel, wozu nur ein roher Menſch, der über dies ſeine Sache nicht rechtlich zu vertheldigen vermag, ſeine Zuflucht nimmt.

Wir möchten zum Vortheile des genannten Frelgeiſtes wünſchen, daß er oder einer ſeiner Geſellen durch eine wiederholte infame Lüge den Geſangverein dieſes nicht veranlaßt, ſeine Be hauptung in einer ausführlichen Erörterung des Sachverhaltes durch Zeugniß achtbarer Männer öffentlich zu rechtfertigen.

Zur Steuer der Wahrheit und zur Rettung der Ehre des Rodheimer Geſangvereins muß man auch noch den 2. Theil des famöſen Schmaͤhartikels für eine Lüge erklären, was auch noch durch eine beſondere Erklärung des Wirthes bezeugt wird.

Wenn man ſich nun die Schmähung, welche Nahen elne beſtimmte Perſon gerichtet iſt, leicht erklären kann, ſo weiß man dagegen durchaus kelnen Grund zu finden, der den Einſender der Erwiederung bewegen konnte, den Geſangverein auf ſolche lügenhafte Weiſe zu verdächtigen.

Wenn freilich die Mitglieder des hieſigen Ge⸗ ſangvereins nicht mehr Ehrgefühl beſäßen, als mehrerwähnter Freigeiſt an jenem Abend zeigte, ſo hätte es unzwelfelhaft zu dem kommen müſſen, was nur ein Verläumder ihnen jetzt nachreden kann.

Rodheim den 20. März 1848.

Der Geſangverein. Anzeige. (385) Ich Unterzeichneter erkläre hiermit, daß keine dem hieſigen Geſangverein im Artikel Nro.(328) dieſes Blattes zur Laſt gelegte Farin und Zerſchlagen von Mobilien am 25. ebr. in meinem Hauſe ſtattgefunden haben.

Rodheim den 20. Febr. 1848.

Philipp Holl, Gaſtwirth.

Empfehlung.

386) Meine ſeit vielen Jahren beſtehende Samenhandlung bringe ich für bevorſtehendes

Frühjahr wieder in geneigte Erinnerung, und

98.

bemerke, daß ich wieder mit allen Sämereien

beſter Qualität verſehen bin und ſolche ſehr

billig abgebe. Preisverzeichniſſe werden gratis abgegeben.

Friedberg im März 1848.

. M. Jung.

Zwei bis drei Gymnaſiaſten, Real- oder Gewerbſchüler

(387) können Koſt und Logis erhalten bei Darmſtadt. Zinngießer Sack, Gaſtwirth zum Ochſen.

Lehrlingsgeſuch. (388) Ein braver Junge kann in die Lehre

treten bei Dar mſtadt. Chriſtian Sack, Zinngießermeiſter.

Zum Verkaufen.

(389) Eine Specereireſteratur, 34 Schub⸗

laden, 24 Gefache, 6 Kaſten mit Klappen, 10

Fuß lang und 6 Fuß hoch, ein Ladentiſch mit

5 Schubladen und 3 Gefach, eine Waage und

ſämmtliches Gemäs iſt billig zu verkaufen bei Johs. Jo ſt u. in Niedereſchbach.

Zum Ver laufen.

(390) Der Nachlaß des Philipp Kuhlmann dahler wird Donnerſtag den 23. d. M., Morgens 9 Uhr, im Wirthshauſe des L. Buchecker(Lud⸗ wigsſtraße) meiſtbietend verkauft. Der Nach⸗ laß beſteht in Kleidung und Kieferwerkzeug. Friedberg den 19. März 1848. In Auftrag Grßh. Heſſ. Landgerichts Friedberg der Curator M. Jung.

Zum Verkaufen.

(391) Ein ganz neuer, ſtark gebauter, zwei ſpänniger Pferdewagen mit eiſernen Achſen und eines am Vorderwagen angebrachten Hemmwerks ſteht zu verkaufen in Petterweil bei Schmledemeiſter Göbel.

Zum Verkaufen.

(392) Unterzeichneter iſt geſonnen ſein Brenn⸗ haus, 45 Fuß lang und 35 Fuß breit, auf den Abbruch, ſowie ein vollſtändiges neues Brenne⸗ reigeſchirr, wovon der Keſſel 2 Ohm hält, aus der Hand zu verkaufen. Oſtheim den 18. März 1848. Con. Jung.

70 80 Stück jährige Hammellämmer

(393) ſind in Wohnbach zu verkaufen bei Schäfer Mühl.

Die Auferſtehung Münchhauſens und den Vogel erkennt man an ſeinen Federn.

(194) Auf die Erwiederung des W. Wag⸗ ner in Nr. 331 d. Bl. bebarre ich dabei, daß man den Vogel an ſeinen Federn erkennt ſogar die Nachtvögel wie z. B. Wagner, welcher vor mehreren Jahren bei Wittwe Dienſt⸗ bach dahier längere Zeit wohnte und ohne die Miethe zu zahlen nächtlicher Weiſe aus og bei Schneider Schneiders Wittwe keine lethe zahlte und bel Säckler Rauſch desgleichen noch ſchuldet. Kein Wunder, daß ſolche Vögel in ſtallähnlichen Wohnungen ſchmachten müſſen denn ſie bezahlen keine Miethe, weßhalb ſie kein ordentliches Logis erhalten können wie B. auf dem Neukräm, Liebfrauberg und Braune⸗ fels ꝛc. Ein Ranft aber hat ſeine Miethe ſtets redlich bezahlt.

Wäre Wagner ein hieſiger redlicher Buͤr⸗ ger dann würde ich mich weiter mit ihm einlaſſen. Indeſſen ſoll Gartenſchütz Volp die Wahrheit wegen dem Aepfelgelde veröffent⸗ lichen, weil derſelbe nicht einen Pfennig von demſelben erhalten hat und ich nie 2 fl. an Volp verſchuldete. Was das Herumziehen in Frankreich betrifft, ſo muß ich den Herrn Wag⸗ ner bitten mir hierüber beſſeren Aufſchluß zu erthellen, weil mir dieſer Punkt nicht deutlich genug erſcheint, und mag ſich auch bedanken für das was die Preſſe thun kann.

Frledberg. M. Ranft.

Ueberſicht der Vietualienpreiſe von

Alsfeld, 22. März. Butzbach, 22. März. 11. März. Grünberg 11. März.

Hungen, 11. März.

Büdingen, 22. März. Lauterbach, 22. März.

A. Fleiſchßpreiſe:

Darmſtadt, 22. März.

Friedberg, 22. März. Gießen, Mainz, 13. März. Nidda, 22. März,

* 2 5pp ͤ ˖ 9 7 2 5 ün⸗ U 5 * 3 n Pfund Alsfeld Buß bach Büdingen 1 Friedberg Gießen 17 Hungen 77 Mainz Nidda Vletu allen. kr. I pf. kr. L pf. I kr. I pf. kr. I pf. kr. I pf. kr. I pf. Uke. bf. kr. pf. kr. L pf. kr. p ene 1 2 12 12 12 12[12 12 10 12 12 Kuß fleiſ g 5%%% 0,, i e f ß e Rindfleiſc g 8 2 82 8 2 e e ee 1 6 1 7 19 1 6 6 6 2 6 21 6 10 6 Schweinenfleiſchch h.. 14 14 14 14 14 14 12 15 14 Hammelfleiſch h. N[( 9 10 10 9- 9, 9 8 10 10 Leberwurſt 1 0. 16 15 16 16 16 16 18 12 eee eee 16 15 16 16 16 f 16 1 12 Bratwurſt. 11 18 16 18 18 16- 18-18-- 7 Gemiſchte Wurſt. 5 e e ee r, Schwartenmagen 5 2 e ,,,, Geräucherter Speck. 1 TTTTTTTJTTTTT M 2s. Shen, e V 120 20 2 20 20 o Dörrfleiſch. 2n, 21 20 20 21 20 20 20.̃ 20 Nude ett?! ,,, x, Hammelsfett. 8 1 5 18 18᷑ 18%% n 17 Schweinenſchmalz, ausgelaſſ. 7/ /,,% unausgelaſſ./ n 2 221( 20 B. Brodypreiſe:

Ein Leib Roggenbrod. 2 1% 2% 3 2 f ,‚⏑ re 2144 1 einn 2 4] 2)(A/ /i e, ge 0 4 9 10 2 9 211( 10 210 9 3110 10[11 9 kr, Lotb. Lolh.] Loth. Loth. Loth. Loth. Loth.[ Loth. Loth.] Loth.] Loth.

Ein Milchbrod. 1 4755 49 5 47 495 49 5 4 7+ 929 5 Waſſerweck. 15 4 5 57% 5% 574 51 cb 5

Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.

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