Privat- Bekanntmachungen.
3 5 0 fl. Curatel⸗ Gelder,
(1748) werden bis zum 21. Januar nächſten Jahres zum Ausleihen bereit. Fauerbach II. Martin Billaſch.
Conditorei⸗Waaren
(1730 in ſchöner Auswahl, empfiehlt zu be⸗ vorſtehendem Weihnachtsfeſte Friedberg. Friedr. Noll.
Bei L. Goldmann jun.
4720), hübſche Kinderſpielwaaren in Por⸗ cellaln zu billigen Preiſen.
Anzeige. (1768) Beſter Nord⸗Lapperdan, hol⸗ ländiſche Voll⸗Bückinge, das Stück 2 kr., holländiſche Voll⸗Häringe, das Stück 3 kr., feinſter Rum de Jamaica, die Flaſche 45 kr., feinſter Punſch⸗Eſſenz, bei
l J. Jöckel, in der Burg Friedberg.
Local-Veraͤnderung.
(1769) Ich zeige hiermit an, daß ich meine ſeitherige Wohnung bei Chr. Eich's Wittwe verlaſſen und mein älterliches Haus Nr. 50, 70 Herrn Bäckermeiſter Steinhäußer, bezogen abe. Meinen verehrlichen Abnehmern für das mir geſchenkte Zutrauen dankend, verbinde ich die Bitte, daſſelbe mir auch in meiner neuen Woh⸗ nung angedeihen laſſen zu wollen. Friedberg den 15. Dezember 1848. Chriſtian Vogt. Bekanntmachung.
(17710) Am vergangenen Markt, den 13. Dezember dieſes Jahres, iſt ein Beutel mit 2 fl. Geld bei mir liegen geblieben; der Eigenthümer kann denſelben gegen Erſtattung der Inſeratge⸗ bühren bei mir in Empfang nehmen. Friedberg im Dezember 1848. Bäcker Stel z.
Zum Verkaufen.
(1771) Eine friſchmelkende Kuh mit dem Kalbe, ſteht zu verkaufen bei Karl Berg.
Friedberg. Anzeige.
(1772) Guter reingehaltener Pfäl⸗ zer Wein, die Ohm zu 16, 18, 20 und 24 fl., ſowie mehrere andere Sorten, werden zu den bil— ligſten Preiſen fortwährend abgege⸗ ben. Der große Zudrang bis jetzt iſt hinlänglicher Beweis, daß Jeder, wer einmal einen Verſuch gemacht hat, vollkommen befriedigt iſt. Der Keller iſt offen von 8 bis 12 und von 2 bis 6 Uhr. Döngesgaſſe Nro. 6 neu(alt H Nro. 165) im Hofe in Frankfurt am Main.
Zeu m Ver ka u f e y. (17178) Ein ſchwarzes Pferd(Wallach), fehler⸗ frei, 3½ Jahr alt, ſteht zu verkaufen. Näheres zu erfragen bei der Expedition d. Bl.
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Geſchäftslocal⸗Veränderung.
(1774) Indem ich einem geehrten Publikum die Anzeige mache, daß ich meine ſeitherige Wohnung verlaſſen und meine neue, gegenüber dem Hötel Tra
bezogen habe, danke ich für das mir ſeither bewieſene Vertrauen und hoffe durch die reellſte Bedienung in allen Zweigen des Material-, Colonial⸗ und Farbwaaren⸗Geſchäfts daſſelbe auch für die Zukunft ſoweit zu verdienen, daß ich auch in meinem neuen Lokal einem recht zahlreichen Zuſpruch ent⸗
gegenſehen darf.
Friedberg den 16. Dezember 1848.
H. Hahn.
Entlaufener Hund.
(1775) Ein Hund(Männchen) in der Größe eines Dachshundes, von hellbrauner Farbe, iſt am 16. l. M. entlaufen, wer denſelben an den Geometer Schneider zu Nauheim ab⸗ gibt, erhält eine angemeſſene Belohnung.
Ein Zimmer, (1776) mit oder ohne Meubel, iſt gleich zu
beziehen, auf Verlangen kann auch die Koſt ge⸗ geben werden. Näheres ertheilt die Expedition.
An t w oer k.
(1777) Den mehreren Ortsbürgern von Florſtadt wird auf den Art. 1738 des Intelli⸗ genzblattes Nr. 98 Folgendes geantwortet:
Aus eigenem Antrieb hat der unterzeichnete Ortsvorſtand die Weggebühren per Tag auf 50 kr. heruntergeſetzt und das deßhalb aufge⸗ nommene Berathungsprotokoll ſchon vor zwei Monaten Gr. Heſſ. Regierungscommiſſion zu Friedberg zur Genehmigung eingeſendet. Alle Gemeindeſachen, worüber bei Amt verhandelt wird, können nicht als geringfügig bezeichnet werden und wenn die Gänge nicht im Intereſſe der Gemeinde geſchehen wären, ſo wurde der vorhinnige Kreisrath die Gebühren nicht gut ge⸗ heißen haben.
Auch iſt es eine grobe Lüge, daß ſich 2, 3 und 4 Perſonen auf einen Tag zuſammen ge⸗ paart haben, um die ſchönen Gebühren, à 1 fl. 30 kr., zu eigen zu machen. Hierüber ſprechen die bei dem Gemeinderechner ſich befindenden Gebühren⸗ verzeichniſſe, die jeder Betheiligte einſehen kann.
Von einem gewiſſen Treiben in Florſtadt iſt uns nichts bekannt und muß wahrſcheinlich nur — und nur allein bei den mehreren Ortsbür⸗ gern— ſtattgefunden haben. Daß auch Orts⸗ bürger außer dem Ortsvorſtand Weggebühren erhalten haben, ſteht richtig; die mehreren Orts⸗ bürger ſcheinen aber vergeſſen zu haben, daß über den mit den Mitgliedern der weiteren Ge⸗ meinde abgeſchloſſenen Vergleich, in Betreff des Allemendnutzens, neun Deputirten in Ober- und Niederflorſtadt ernannt ſind, und daß denſelben Weggebühren gehören, wird wohl Niemand außer den Genannten, unbillig finden. Bis jetzt ſind für d. J. für den Ortsvorſtand 49 fl. und für die Deputirten 52 fl., zuſammen 101 fl., für fraglichen Zweck verausgabt und die Angabe von 180 bis 200 fl. iſt gleichfalls eine Lüge.
Ueber die hiefige Wieſeneultur mögen die letzten Grasverſteigerungen und die auswärtigen Käufer ſprechen. An Unterhaltung der Vicinal⸗ wege d. J. konnte allerdings wenig geſchehen und zwar aus Mangel an Mitteln, denn dieſe waren kaum zureichend, um die uns aufgedrun⸗ genen Penſionäre— befriedigen zu können.
Vögel, die ihr eigenes Neſt zu beſudeln ſuchen, trifft man— mit Ausnahme der berüchtigten Withoppe— ſehr ſelten in der Thierwelt, aber deſto mehr———!
Florſtadt den 16. Dezember 1848.
Der Orts borſtand.
Literariſche Anzeigen.
Im Verlage der Has pel'ſchen Buchhandlung in Schwäbiſch-Hall iſt erſchienen: a Sibylliniſche Weiſſagungen der
Seherin Lenormand über die Zu⸗
kunft der Jahre 1848 bis 1860.
Preis nur 6 kr.
Die ſe Schrift der berühmten Lenormand, welche Napoleons Größe und Fall, ſowie den Sturz des Julithrons vorhergeſagt, erregte in Frank⸗ reich das größte Aufſehen; nach allen Erlebniſſen des Jahrs 1848 ſcheinen obige Weiſſagungen genau in Erfüllung gehen zu wollen.
Vorräthig bei E. Bindernagel in Friedberg.
Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt ferner vorräthig:
Schwerdgeburth's Bilder ans Luthers
Leben, 4 Blätter groß Quer-Folio:
Luthers Ankunft auf der Wartburg. Luther im Kreiſe ſeiner Familie am Chriſtabend. Luthers Abſchied zu Wittenberg. Luther. predigt im Dorfe Möhra. Preis per Blatt 1 fl. 12 kr.
Zu Weihnachts⸗Geſchenken
empfiehlt die Buchhandlung von C. Vindernagel in Friedberg
ihr wohlaſſortirtes Lager von Kinder- und Jugendſchriften, Bilderbücher, Andachtsbücher und ſonſtigen zu Geſchenken paſſenden Werken.
Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.
S e.


