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haftes Gefühl für die Ehre und Größe ſeines Hauſes, durch regen Haß gegen die Unterdrückung, durch einen Schatz militäriſcher und geſchichtlicher Kenntniſſe und Entwürfe, durch kaum glaubliche Localorientirung und durch die herz⸗ lichſt erwiederte Liebe zu jenen Bergvölkern von Wallis bis in's Ennsthal, durch gleich offenen Sinn für die Kriegs— wie für die Naturwiſſenſchaften und für die bildende Kunſt, das Hauptaugenmerk Vieler gerichtet, denen die Erbärmlich⸗ keit der Gegenwart das muthige Hoffen auf eine beſſere Zukunft noch nicht aus dem Herzen vertilgt hatte. Aber dieſe beneidenswerthe Popularität vermehrte den Neid und Argwohn gegen ihn. Verdacht und Mißgunſt vereitelten ſeine beſten, nur fuͤr das Wohl des Vaterlandes gefaßten Pläne, denn wären z. B. ſeine ſchon in den Jahren 1801 bis 1802 angeregten Ideen über ein großartiges Forti⸗ fications- und Landwehrſyſtem in's Leben gerufen worden, ſo würden ſie die Kataſtrophe von 1805, wo eine Handvoll kecker Franzoſen faſt ohne allen Widerſtand in ein paar Tagen Tyrol eroberte, unmöglich gemacht haben. Als im September 1805 der Krieg wieder ſeinem Ausbruch nahe war, eilte er mit dem Auftrage nach Tyrol, dort und in Vorarlberg die Militärorganiſation in ſchnellen Vollzug zu bringen. Darauf befehligte er die Heerabtheilung in Tyrol, welche die Baiern beim Paſſe Strub ſchlug und die Schar— nitz heldenmüͤthig, wiewohl vergebens, vertheidigte. Nach dem Verluſte Tyrols wendete er ſeine Aufmerkſamkeit auf die noriſchen Alpen, auf die Alpen von Salzburg, Steier—
mark und Kärnthen, und faßte ſchon damals den Vorſatz
zur Gründung des Johanneums in Grätz, den er 1811 verwirklichte. Als bald nach dem Tilſiter Frieden Oeſtreichs neue Rüſtungen begannen, arbeitete der Erzherzog an einem Syſteme des Angriffs und der Vertheidigung für Salzburg und Inneröſtreich. Unter ſeinem Vorſitze wurden die großen Maßregeln der Reſerven und der Landwehr beſchloſſen und ausgefuͤhrt. Er leitete durch Hormayr die Vorbereitungen zu dem ruhmvollen Tyroler Aufſtande, befehligte beim Aus⸗ bruche des Kriegs 1809 das nach Italien und Tyrol be— ſtimmte Heer von Inneröſtreich, ſiegte bei Venzone, Porde— none, ſchlug bei Sacile den Vicekönig Eugen und war bis an die Etſch vorgedrungen, als der Unfall bei Regensburg ihn zum Rückzug nöthigte. Am 14. Juni verlor Johann die Schlacht bei Raab durch die Schuld der ungariſchen Inſurrection, wie ihm vorher durch Jellachich's Fehler der Plan vereitelt worden war, die verlorene Verbindung mit Tyrol wieder herzuſtellen und durch einen Marſch gegen Wien Napoleon's Macht zu theilen. Bei der Schlacht von Wagram hatte er Befehl, ſich mit dem äußerſten linken Flügel des Erzherzogs Karl zu vereinigen, was, wenn er es hätte bewerkſtelligen können, dieſer Schlacht eine ganz andere Wendung gegeben haben würde. Nach dem Frieden widmete er ſich ganz ſeinem Beruf als General-Genie—
Director und Vorſteher der beiden Akademieen, wie auch der Gründung des erwähnten Nationalmuſeums, welches ſeinen Namen trägt. Später beſuchte er Italien, wo er in Mailand als Stellvertreter des Kaiſers die Huldigung an— nahm, und die Schweiz. Dann befehligte er die Belagerung von Hüning, 1815, erzwang die Uebergabe und ordnete die Zerſtörung dieſer Feſtung an. Darauf ging er nach Paris, beſuchte England, und kehrte 1816 über die Niederlande nach Wien zurück.
Von da an lebte Erherzog Johann ganz zurückgezogen. Inmitten eines Regierungsſyſtems wie das Metternich'ſche, während deſſen er, um ſeines Freiſinns, um ſeines Scharf— blicks, um ſeiner Volksbeliebtheit willen am Kaiſerhofe nicht erſcheinen konnte, nicht erſcheinen wollte, waltete er in ſei— nem ſchönen Steiermark als ächter Mann des Volkes, mit großartigem Sinne und unermüdlichem Fleiße, die Boden— cultur, die Kenntniß der Geſchichte, die Pflege der Wiſſen— ſchaften fördernd und Volksaufklärung und Humanität aus⸗ breitend, wo und wie er es nur irgend vermochte. Wie er ſich die Gattin nicht aus einem Fürſtenhauſe geholt, ſon⸗ dern aus dem Volk, ſo war er auch in keinem Fürſtenſchloß zu finden, ſondern in ſeinem einfachen Brandhof, oder in jeder Hütte, wo er rathen und helfen konnte, im ſchlichten Rocke mit dem Jägerhut auf dem Kopf, mit den treuen Augen und dem biedern Herzen. Aber dennoch hat er in ſeinem Wirkungskreiſe die höchſten Fragen der Völker und Staaten nicht vergeſſen. Fortgeſchritten iſt er im Geiſte mit der großen Bewegung der deutſchen Nation, und als auch in Wien die Stunde der Entſcheidung geſchlagen, war er einer der Erſten, der voll jugendlicher Kraft aufſtand und dem langjährigen Verräther des Vaterlandes, ja ganz Deutſchlands, das Wort der Vernichtung zurief. Auf dem Wege, an ſeines Neffen, des Kaiſers, Stelle den verfaſſung⸗ gebenden Reichstag in Wien zu eröffnen, traf ihn die ehrende Wahl des deutſchen Volkes durch ſeine Vertreter, die ihn zum Verweſer eines neuen deutſchen Reichs beriefen, ein Ruf dem er auch bereitwillig Folge leiſtete.— Hat man den Erzherzog getadelt, daß er dem gefallenen verabſcheu— ungswuͤrdigen Syſteme, das ihn ſelbſt durch die unwürdig⸗ ſten Polizeikünſte von aller politiſchen Wirkſamkeit verdrängte, dreißig Jahre hindurch nur paſſiven Widerſtand und Ver- zichtung auf die Theilnahme am öffentlichen Leben entge— gengeſetzt hat, ſo theilt Johann dieſen Vorwurf mit den Edelſten ſeiner Zeit, und es gehört mit zu den merkwür— digen Zeichen unſerer großen Gegenwart, daß die glänzendſten Namen ſich im deutſchen Parlamente zuſammenfinden, die noch vor einem Jahre auf der Liſte der Geächteten ſtanden, und daß die höchſten Ehren ſich an den Namen eines Prinzen knüpfen, gegen welchen ebenfalls die Polizeiherrſchaft die Anklage auf Hochverrath und Verſchwörung bereit gehalten hatte.(Neue illuſtrirte Zeitſchrift.)
um 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 50
Bekammmachungen von Be⸗ hoͤrden.
Arbeits-Verſteigerung. (13445) Donnerſtag den 21. l. M., Nach⸗ mittags um 3 Uhr, wird an Ort und Stelle die Herſtellung der beiden Hauptgräben, in dem Straßheimer Wieſengrund, wenigſtnehmend ver⸗ ſteigert. Die Zuſammenkunft iſt an der Brücke des Wieſengrundes.
Nasen von heute an bis zum erſt gstermin bei dem Unterzeichneten zur Einſicht offen. eite 3 Friedberg den 11. September 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.
Frucht-Verſteigerung.
(1318) Freitag den 22. l. M., Nachmittags
Malter Korn, dem vereinigten Armenfonds dahier gehörend, zweimalterweis, meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 13. September 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.
Mobiliar-Verſteigerung.
(1350) Donnerſtag den 21. September d. J., Vormittags um 9 Uhr, läßt Frau Heinrich Lorenz Wittwe in ihrer Behauſung, in der Weedgaſſe, nachſtehende Mobiliar-Gegenſtände, als: Weißzeug, Bettung, Bettſtellen, ein Kü⸗ chenſchrank, Zinn, eine große Waſchbütte, ein⸗ gemachte Bohnen und Gurken ꝛc., öffentlich freiwillig an den Meiſtbietenden verſteigern. Friedberg den 13. September 1848. In Auftrag: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.
Schaafpferche⸗- Verpachtung. (1365) Mittwoch den 20. I. M., Vormit⸗ tags um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 5— 10 Schaafpferche meßtbietend verpachtet.
Friedberg den 18. September 1848.
Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.
Ve rnſtei gerung. (1366) Montag den 25. l. M., Vormittags um 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe das Anliefern von 200 Fuß gußeißernen Röhren, von 6 bis 7 Zoll Weite, an den Wenigſtneh⸗ menden verſteigert.
Friedberg den 18. September 1848.
Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn.
(1367) Mittwoch den 27. d. M. Vormit⸗ tags um 10 Uhr ſollen auf dem Rathhauſe


