Privat⸗ Bekanntmachungen. Anzeige.
(833) Vom Sonntag den 16. an fährt jeden
Tag ein Omnibus Morgens um 6 Uhr nach
Friedberg und von da Nachmittags 4 Uhr nach
Grünberg zurück.
Grünberg den 10. April 1848.
B. Flick.
Friſch angekommene Meß⸗ waaren,
(531) beſtehend in großen und kleinen Krä⸗ gen franzöſiſchen Stickereien, Blumen, Spitzen, Bänder,(auch ſchwarz⸗roth⸗ gold Band) und ſonſt viele in dieſes Fach einſchlagende Artikeln, find in großer Auswahl und zu billigen Preiſen zu haben bei Friedberg den 1. April 1848. a S. G. Simon jun., breite Straße dem Trapp'ſchen Gaſthaus gegenüber. Ein Contrebaß
(8110) ſteht zu verkaufen bei Friedberg. Michael Bauer, in der Kirchgaſſe.
Friedberg am 14. April 1848.
(513) Unſerm, in neueſter Zeit mehrfach, be⸗ ſonders aber im„ jüngſten Tage,“ auf eine ſehr heftige Weiſe angegriffenen Stadtvorſtand hat der geſunde Sinn der Bürgerſchaft eine glänzende Genugthuung verſchafft. Nachdem ſich am 11. d. M. die Kunde in der Stadt verbreitet hatte, daß Bürgermeiſter und Gemeinderath ihre Ent⸗ laſſung gefordert hätten, wurde alsbald eine all⸗ gemeine Bürgerverſammlung zuſammenberufen und dieſer die Frage vorgelegt: Ob der Stadt⸗ vorſtand noch dasjenige Vertrauen in der Bür⸗ gerſchaft beſitze, welches zu einer wirkſamen Amtsführung erforderlich ſei oder nicht? Dieſe Frage wurde durch ein faſt einſtimmiges Ver⸗ trauensvotum beantwortet, und die Verſamm⸗ lung begab ſich hierauf in geordnetem Zuge, des vom Himmel ſtrömenden Platzregens nicht achtend, vor die Wohnung des Bürgermeiſters, um den⸗ ſelben von dieſem Beſchluſſe in Kenntniß 3 ſetzen und ihn zu erſuchen, daß er nebſt dem emein⸗ derath im Amt verbleiben möge.
Nachdem der Bürgermeiſter, von ſichtbarer Rührung ergriffen, die Gefühle ſeines Dankes ausgeſprochen und die Erklärung abgegeben hatte, daß er auf dieſen ehrenvollen Beweis des öffent⸗ lichen Vertrauens geſtützt, auch fernerhin ſein Amt zum Nutzen der Gemeinde führen zu können hoffen dürfte, brachte ihm die Verſammlung ein dreimaliges weithin ſchallendes Lebehoch und ging dann friedlich auseinander.
Möge hiermit der ſo unzeitig angefachte Zwiſt vergeſſen und die gerade jetzt doppelt nöthige Eintracht unter der Bürgerſchaft dauernd wieder hergeſtellt ſein!“
Mehrere Bürger Friedbergs.
Oeffentliche Bekanntmachung.
(846) Wie an Großh. Landgericht Großkarben vom Landgerichts⸗Aſſeſſor Schmidt die Juſtiz verzapft wird, davon gebe ich hier ein Pröbchen.
Ich habe eine aus dem Boeiſchen Gutsver⸗ kaufe zu Altenſtadt herrührende Reſtforderung von über 10000 fl. an Rentmeiſter Müller in Florſtadt. Vielfache außergerichtliche Schritte, welche ich ſeither gethan, um zu meiner Befrie⸗ digung zu gelangen, waren erfolglos. Ich habe daher den Hofgerichtsadvokaten Briel in Gießen bevollmächtigt, meine Forderung einzuklagen. Dieſer hat auch bereits vor 15 Monaten() um Einſicht der über den Boe'ſchen Gutsverkauf erwachſenen Acten bei Gr. Landgericht Großkarben nachgeſucht. Trotz vielfacher Beförderungsge⸗ ſuche und Beſchwerdeführungen iſt es ihm aber
„
bis jetzt noch nicht gelungen, den Aſſeſſor Schmidt, der Recipient in der Sache iſt und der als Schiedsrichter in der Boe'ſchen Nachlaßſache dieſe viele Jahre lang verſchleift hatte, zu bewegen, ihm die Einſicht der Acten zu geſtatten. Dies iſt die Urſache, daß mein Anwalt die Klage egen Rentmeiſter Müller nicht erhoben hat. Durch die Nachläſſigkeit des Aſſeſſors Schmidt bei Behandlung der Boe'ſchen Nachlaßſache habe ich ſchon bedeutenden Schaden gelitten und jetzt muß ich ruhig zuſehen, wie Rentmeiſter Müller von dem Gute, wofür er mir noch über 11000 fl. verſchuldet, einen Acker nach dem andern ver⸗ kauft und kann nicht einmal Klage erheben, weil Aſſeſſor Schmidt meinem Anwalt die Akten verweigert, die er zur Anſtellung der Klage nöthig hat. Iſt das Juſtiz? Wilhelm Carl, geweſener Pachter von der Haſelhecke.
Wohnungs-Veränderung. (847) Ich mache hiermit die ergebenſte Anzeige, daß ich meine ſeitherige Wohnung bei Herrn 50 P. Rappolt verlaſſen habe und daß ich jetzt bei Herrn Adam Kehr im goldenen Anker wohne.
Indem ich mein Geſchäft einem geehrten
Publikum in gütige Erinnerung bringe, erlaube
ich noch zu bemerken, daß ich Jede Art von Clavier⸗Inſtrumenten auf Beſtellungen verfertige und zur größten Zufriedenheit ausführen werde. Auch habe ich wieder mehrere gebrauchte Flügel und Claviere, die ich billig verkaufe oder ver⸗ miethe. Friedberg den 12. April 1848. 2E. L. Glück, Clavier⸗Inſtrumentmacher.
Empfehlung.
(818) Ich beehre mich hiermit den Städten und Dörfern, wo Bürgergarden errichtet werden, ergebenſt anzuzeigen, daß ich Beſtellungen auf Trommeln und Pauken aller Art annehme, und dieſelben beſtens und billig anfertigen laſſe, ſo⸗ wie Reperaturen derſelben übernehme.
Gleichzeitig bringe ich mein wohl aſſortirtes Lager von muſikaliſchen Inſtrumenten in gefällige Erinnerung.
Butzbach im April 1848.
Val. Wießler.
Holz⸗Verſteigerung.
(5449) Dienſtag den 25, April d. J., werden in dem Herrn v. Rothſchild'ſchen Walddiſtrikt Altenberg bei Rodheim; 1) 3750 birken Reisholzwellen, 2) 700 eichen 1 öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert, wozu die Kaufliebhaber hiermit eingeladen werden. Die Zuſammenkunft iſt Morgens 9 Uhr im Altenberg am Weg, von Rodheim nach Okarben. Okarben den 15. April 1848. Hilgenreiner.
Zu verkaufen.
(530) 10 Centner guten Kleeſamen hat zu verkaufen Oeconom Hammel zu Staden.
Ein Nußbaumſtamm,
(880 130 Cubikfuß haltend, und trockene Bohlen von 12 bis 16“ lang, 14 bis 26“ breit und 3 bis 5“ ſtark, ſind bei Unterzeichnetem zu verkaufen. 5 Bingenheim den 13. April 1848. Wilhelm Winter IV.
Empfehlung. (852) Mehrere recht gute Clarinetten, Flöten, Kappporn, Waldhorn, Trompeten und Poſaunen ſind billig zu verkaufen bei Inſtrumentenmacher C. L. Glück in Friedberg.
Nauheimer Teichhaus.
(883) Den zweiten Oſterfeiertag iſt auf dem
Nauheimer Teichhauſe Harmonie und Tanzmuſfik
anzutreffen, wozu höflichſt einladet Ni enkel.
Bekanntmachung.
(8810) Es wird hier zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß im Intelligenzblatt Nro. 31 über die Volksverſammlung und Wahlangelegenheiten, was in Friedberg vorgenommen werden ſoll, mir ſehr gefällt, und die vorgeſchlagenen Männer auch küchtige Männer ihres Amts und Dienftes ſind, jedoch bemerke ich, ſoll man dem Volk keine Männer vorſchlagen, ſondern nach ihrer eigenen Anſicht handeln, ſonſt würde ich noch einen vorſchlagen können, der gewiß ein tüchtiger Volksmann iſt und für uns auch ſchon hat leiden müſſen, und das, was wir jetzt wünſchen, das iſt Hr. Dr. Fritzel aus Niedereſchbach.
Mobiliar⸗Verſteigerung.
(855) Dienſtag den 25. April l. J., von Morgens 9 Uhr an, ſollen in dem Freiherrlich v. Löw'ſchen Hofhauſe zu Ziegenberg die noch vorhandenen, den Erben der verſtorbenen Anton Kopp'ſchen Eheleute zugehörigen Mobilien, be⸗ ſtehend in einer Komode mit Schreibpult, einer Bettſtelle, einem runden Tiſche, ſechs Stühlen von kirſchbaumenem Holze und in noch ganz gutem Zuſtande; ferner einen großen Spiegel, Bettung, Kleidungsſtücken, Weißzeug, etwas Blechwaaren, Silber u. ſ. w. öffentlich an den Meiſtbietenden gegen gleich baare Zahlung ver⸗ ſteigert werden. Langenhain den 15. April 1848. In Auftrag Kitz, Lehrer
Dankſagung.
(556) Meinem freundlichen Reiſegefährten auf der Eiſenbahn von Darmſtadt nach Frankfurt, unterm 11. v. M., ſage ich hierdurch für die mir zugeſandten ſo ſehr intereſſanten Tagesblätter u. ſ. w. recht herzlichen Dank.
Dieſelben gewährten meinen Bekannten und mir großes Vergnügen. Jede weitere Mitthei⸗ lung wird uns eben ſo willkommen ſeyn, als zum ſtillen Dank verpflichten.
Niederrosbach den 17. April 1848. 5 Anton Kitz I.
Lai terer i ſ che
Anzeige-
(3577) Bei Heinrich Hoff in Mannheim iſt erſchienen und durch die Buchhandlung von C.
Bindernagel in Friedberg zu beziehen:
Monarchie oder
Republik?
Ein Urtheil, von Julius Froͤbel. Aus der Deutſchen„Volkszeitung“ beſonders abgedruckt.
Preis:
3 kr.
it von Carl Bindernagel in Friedberg.


