waltung ihr auf's neue reich aſſortirtes Lager ſowohl in Schreiner- und Tapezierarbeiten, als auch in allen andern Zweigen des hieſigen Ge⸗ werbbetriebs unter Garantie beſter Arbeit zu möglichſt billigen feſten Preiſen.
Aufträge, welche das Lager nicht ſofort effek⸗ tuiren kann, werden unter Garantie durch die Anſtalt in kürzeſter Zeit ausgeführt, wozu die⸗ ſelbe ſich auch für die Folge empfohlen hält.
Mainz den 1. Februar 1848.
Die Verwaltung der Induſtriehalle.
Einige Hundert Aepfelbäumchen (223) hat zu verkaufen 5 H. Sang in Fauerbach II.
Schlußerklärung.
(22 Eine Erwiederung in Nr. 12. d. Bl. die, wie aus dem erſten Satze derſelben zu ent⸗ nehmen, vom Vorſtande des Steinfurther Ge⸗ ſangvereins ausgegangen iſt, veranlaßt mich zu der nachfolgenden Schlußerklärung:
In Nr. 1. dieſer Blätter erklärt der Vorſtand des Geſangvereins unter Berufung auf Diejenigen, die die Mitglieder jener Geſellſchaft näher ken⸗ nen,(damit ſoll wahrſcheinlich geſagt ſein, die⸗ jenigen, die die Mitglieder genauer kennen, ſind auch von der großen Sittlichkeit jedes Einzelnen durchdrungen)„daß das ſich über die Feier des Stiftungsfeſtes verbreitete Gerücht Lüge und Verläumdung ſei, gegen deſſen Urheber und Ver⸗ breiter geſetzliche Hülfe in Anſpruch genom⸗ men werden ſoll“. Nachdem ich nun vom Tage des Erſcheinens dieſer Erklärung vom 1. Januar an bis zum 19. deſſelben Monats vergebens ge⸗ wartet habe, daß der Vorſtand des Geſangver⸗ eins ein Verſprechen erfüllen und gerichtliche Anzeige zur Ermittelung des oder der Verbreiter jenes Gerüchts machen würde, das dem Vereine ein ſolch abſurdes Vergehen zur Laſt legt und von dem man ſich nicht nur in Steinfurth, ſon⸗ dern auch in der ganzen Umgegend unterhielt, glaubte ich es um ſo weniger nſte kaſſen zu müſſen, als die Unterhaltung hierüber täglich eine größere Ausdehnung gewann, in einer Erwiederung, welche in Nr. 6. d. Bl. er⸗ ſchien, daran erinnern zu müſſen, daß der Vor⸗ ſtand nicht ſo lange mit der Betretung des Ge⸗ richtswegs zögern; ſein Verſprechen endlich er⸗ füllen und die Schande, die ſeit dem 11. Nov. v. J. auf dem Vereine unverdient laſten ſoll, möglichſt ſchnell abzuwälzen. Seit dieſer Zeit ſind ſchon wieder drei Wochen verfloſſen und noch hat der Vorſtand des ſo ſehr compromit⸗ tirten Geſangvereins keine Schritte gethan, die ſeine erſte Erklärung bewahrheiten. Statt deſſen aber leſe ich in Nr. 12. d Bl. die Eingangs bewährte Erwiederung, in welcher von längſt Geſchehenem, was des Vorſtandes Amtes ge⸗ weſen, die Rede iſt, in welcher abermals von Verläumdung geſprochen und ferner Derjenige als ſchlechter, niederträchtiger Verläumder be⸗ zeichnet wird, der die den Verein befleckende That als Wahrheit behaupten will.
Sonderbar bei dieſer Erklärung iſt es vorerſt, daß dem Publikum nicht geſagt wird, durch welche Amtsthätigkeiten der Vorſtand die Ehre des Vereins zu retten ſich bemüht hat; das Sonderbarſte aber liegt in dem Schlußſatze, worin der anonyme Einſender der Erwiederung in Nr. 6. d. Bl.(alſo ich) aufgefordert wird, ſeinen Namen zu ſpendiren unter Angabe, wer den gedachten Verein mit dieſer Schande be⸗ laſten will.
Hierauf it dem zu großem Renommee gelangten Geſangvereine und deſſen Vertreter, dem ſehr ehrenhaften Vorſtande deſſelben, ganz
länger anſtehen
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zu erwiedern: daß ich dieſes Anſinnen nur als eine leere Ausflucht und ganz im Widerſpruche mit der von ihm in Nr. 1. d. Bl. abgegebenen Erklärung finde, da er ſelbſt auf einen Ver⸗ breiter jenes Gerüchtes darin hinweiſet, demnach ein ſolcher ſchon zur Kenntniß des Vorſtandes gelangt, die Grundlage zur Einleitung gericht⸗ licher Schritte vorhanden war. Wie konnte es auch dem Vorſtande an der bei Gericht vorzu⸗ bringenden Angabe von Perſonen, die ſich von dieſer„ſauberen Geſchichte/ erzählten, fehlen, da ſo che in der ganzen Gegend in Umlauf iſt? Nicht an der Spendirung meines Namens liegt die Ehrenrettung des Steinfurther Geſang⸗ vereins, der hat vor Allem, um ſich rein zu waſchen, die Aufgabe, ſein in der erſten Er⸗ klärung enthaltenes Verſprechen zu erfüllen, ſo ſchnell als möglich Anzeige bei Gericht zu machen, wenn er ſich nicht noch obendrein der öffentlichen Lüge ſtrafen will. Noch weniger werden die in den veröffentlichen Erwiederungen des Vorſtands des Geſangvereins enthaltenen gemeinen Be⸗ zeichnungen geeignet ſein, denſelben zu rechtfer⸗ tigen. Nur eine gewichtige Freiſprechung halte ich und, wie ich voraus zu ſetzen glaube, auch das um die Sache wiſſende Publikum, als das einzige Mittel, von ſo graver Beſchuldigung ent⸗ bunden zu werden.
Dieſes meine Abſicht und meine Schlußer⸗ klärung.
— den 14. Februar 1848.
Der Einſender der Erwiederung in Nr. 6. d. Bl.
Eine gute Säugamme (225) wird bei einer Familie auf dem Lande dis Mitte März d. J. geſucht. Das Nähere ertheilt die Expedition d. Bl.
Z u m Verkaufen. (226) Eine moderne, ein⸗ auch zweiſpännige Chaſſe, in welcher 3 bis 4 Perſonen Platz haben, ferner ein einſpänniger, alter Wagen, welcher noch in gutem Zuſtande iſt, ſind zu billigen Preiſen zu haben bei
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(229) Sonntag den 20. Februar d. J fin⸗ det die 3. Abendunterhaltung in Beienheim ſtatt. Der Vorſtand.
Ein noch ſehr brauchbares Wallachpferd
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einfach
Frankfurter Gold-Cours vom 18. Februar.
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2
— SSR
Neue Louisd'or Friedrichsd'or
Holländiſche 10 fl. Stücke Rand⸗Ducaten
20 Frankſtücke
Engliſche Souverains
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8 2 AA
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Kirchliche Anzeigen für Friedberg.
Sonntag Septuag. den 20. Feb. 1848. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Sell.
(Abendmahl.)
Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Baur. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Schaffnit.
Nachmittags predigt in der Burgkirche:
Herr Candidat Köhler.
Fruchtpreiſe.
16. Febr. H1. Febr. O. Febr. Gattung. Fried⸗ f Die⸗ berg Mainz burg i fl. kr. fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter 10 31018 950 Korn 1 7 171 740 6145 Gerſte„ 75 547 6 421 530 C
Polizei ⸗ Taxe
für die Städte Friedberg und Butzbach vom 19. bis 25. Febr. 1848.
Pfund.
l Fried⸗ Butz⸗ Brod-Preiſe. berg. bach. kr. pf.] kr. pf. Leib⸗Roggenbrod 231 213 7, 5 1 5 1 „ 7 10 1 10 13 f th. eth. Milchbrod 144% 14 Waſſerweck 1* 0. Gemiſchtes(Tafel⸗/ Brod 15 15 ¼ Fleiſch-Preiſe. pf. pf. Ochſenfleiſch les 770— 12— 1 gemäſtete—. Kühfleiſch e 9— 25— Hindgeiſch! gemäſtetes 8— 19— Rindfteich ungemäſtetes 1218 Kalbfleiſch 6116 Schweinenfleiſch 14— 14— Hammelfleiſch 94— 124— Schaaffleiſch 7— 17— Wurſtvon blos Schweinen 16— 16— Gemiſchte Wurſt 10— 4— Bratwurſt 19— 19— Schwartenmagen 18— 18— Geräucherter Speck 28— 28— Schinken 20— 2— Dörrfleiſch 21— 21— Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 28— 28— unausgelaſſen 24— 24— Nierenfett 24— 24— 10 Hammelsfett 181— 181—
Der Gr. Heſſ. Kreisrath d
Küchler.
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. Friedberg
Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Car! Bindernagel in Friedberg.
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Poli macht zu br


