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Ihr ſeht, meine lieben Mitbürger, ich verlange von einem Manne, dem ich meine Stimme nach Frankfurt gebe, nicht wenig, ſondern ſehr viel und Ihr fragt vielleicht
Werden wir ſolche Männer unter uns haben? — Will's Gott, ſo haben wir deren recht viele, und wenn ich ihrer drei mit Namen nenne, ſo will ich keinem Andern zu nahe treten. Die drei aber, die ich nenne, ſind der Hofgerichtsadvocat Trapp III., der Landrichter Hof⸗ mann, beide zu Friedberg und der Decan Thudichum zu Rödelheim. Alle drei ſind gewiegte und gewägte Männer,— jung genug, um für die junge Freiheit be— geiſtert zu ſein, alt genug, um den Kopf nicht zu verlieren, wenn auch's Haus in Flammen ſteht,— als unter dem Volke wohnend und jeden Tag mit dem Volke verkehrend bekannt mit dem, was zu des Volkes wahrem Frieden dient, von einer ſo durchgreifenden politiſchen Bildung, wie man ſie nur immer von einem Manne, der einem beſtimm— ten Berufe nachzugehen hat, verlangen kann,— Männer des Vertrauens, ſtets an der Spitze gemeinnütziger Unter— nehmen, ſtets um Rath befragt,— keine Neulinge im Dienſte der Freiheit und des Geſetzes, ſondern in demſel⸗ ben ergraut,— in der Schule politiſcher Erfahrungen groß geworden,— Trapp III. insbeſondere ein Freige⸗ laſſener Georgi'ſcher Gerechtigkeitspflege, der Freund manches damals Geſcholtenen, der Bruder des Theodor Trapp, ſo lange er lebte des Lieblings Aller, die ihn kannten, als er ſtarb eines Märtyrers für die Freiheit, die wir jetzo haben, der Mann, der gewiß ſchon längſt zum Land⸗ tagsabgeordneten gewählt worden wäre, wenn man nicht aus Rückſicht für ſeine perſönlichen Wünſche ihn bis⸗ her verſchont hätte, eine Rückſicht übrigens(höret es!), die jetzt, wo das öffentliche Leben eine ganz andre Geſtalt gewonnen hat, gar nicht mehr gefordert und gar nicht mehr genommen werden darf,— Hofmann gleichfalls, wenn auch nicht für die eigene Perſon, ſo doch für Andere und wegen Anderer bei den demagogiſchen (volksthümlichen) Kämpfen vergangener Zeiten betheiligt, der Schwager Weidigs, des blutigen Opfers geheimer Juſtiz, der Vormund der Weidig'ſchen Kinder,— und Thudich— um nicht minder von jeher freiſinnig und freimüthig und für die Freiheit kämpfend mit beharrlichem Muthe, jüngſt zwar geſchmäht, aber geſchmäht von Leuten unter Fittigen, denen erſt neuerdings die Freiheitskeile geſtoßen haben, während ſie ſonſt— daß Gott erbarm'!— gar jämmer⸗ lich anzuſehen geweſen ſind, vor kurzen noch mit in der Wahl zum Landtags abgeordneten nach Darmſtadt, was er wohl ſicherlich geworden wäre, wenn— wenn— wenn — es nicht ein Anderer geworden wäre.
Unter dieſen Dreien wählt Euch Einen, meine lieben Mitbürger und Freunde, und Ihr könnet verſichert ſein, daß Eure Wahl eine gute iſt. Ich meine aber nicht, daß Ihr von Oſt den Erſten, Ihr von Weſt den Zweiten, Ihr von Nord und Süd den Dritten wählen und ſo die Stim— men vertheilen ſollt, damit am Ende vielleicht gar ein Vierter, den die Mehrzahl nicht haben mag, die meiſten Stimmen bekommt und nach Frankfurt geht, ſondern ich meine, über Einen von dieſen Dreien ſucht Euch zu ver⸗ einigen, Einen von dieſen Dreien wählt mit möglichſt großer Stimmenmehrzahl und wenn Ihr, die Ihr den Erſten oder Zweiten oder Dritten wählen wolltet, ſehet, daß einer der beiden andern Candidaten mehr Stimmen ſchon hat oder gewiß bekommt, als der Eurige, ſo gebt ihm auch Eure Stimmen und helft ihm ſo zum Siege, hierdurch ſchon bei der erſten Wahl, die Ihr als freie Deutſche vornehmet, beweiſend, daß Ihr im Stande ſeid, auch— wenn nur der Grundſatz bleibt— eine perſonliche Meinung aufzugeben, um die Einheit zu bewahren.
Möchten meine Worte Beifall bei Euch finden und Ihr nach denſelben Euer Verhalten bei der bevorſtehenden Wahl bemeſſen! Ich darf mit dieſem Wunſche um ſo eher ſchließen, als ich mir bewußt bin, daß ich's von Herzen mit dem Geſammtvaterlande und mit Jedem von Euch wohlmeine.
Lebet wohl; rathet gut; wählet fein!—
Kirchenbuchsauszug vom Maͤrz 1848. Friedberg. Getraute: 23. Ludwig Friedrich Wilhelm Trapp III., Großh. Hof⸗ gerichtsadvocat dahier, ein Wittwer, und Sophie Henriette Fertſch, des Großh. Profeſſors und Stadt—
pfarrers Dr. Ferdinand Friedrich Fertſch hierſelbſt, ehelige ledige Tochter.
Getaufte: Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Johann Hartmann Lang ein Sohn, Wilhelm, geb. den 12. Febr. Dem Ortsbürger zu Langgöns und Bedienten dahier Anton Ebel ein Sohn, Chriſtoph, geb. den 14. Febr. Dem hieſigen Bürger und Oekonomen Chriſtian Han⸗ ſtein ein Sohn, Ernſt Wolfgang, geb. den 21. Febr. Dem Großh. Oberlieutenant im 2ten Bataillon des
Aten Infanterieregiments Karl Bichmann dahier ein
Sohn, Karl, geb. den 16. Febr.
9. Dem hieſigen Bürger, Conditor und Bäckermeiſter Georg Martin Philippi ein Sohn, Ernſt Karl Philipp, geb. den 24. Febr.
9. Dem hieſigen Bürger und Gaſtwirth Johann Heinrich Salzman III. eine Tochter, Maria Suſanne, geb. den 12. Febr.
12. Dem hieſigen Bürger und Lohgerbermeiſter Ernſt Philipp Philippi, eine Tochter, Maria Eliſabetha, geb. den 14. Febr.
19. Dem hieſigen Bürger Heinrich Rauſch IV. ein Sohn, Jakob, geb. den 2. März.
19. Dem hieſigen Burger und Handarbeiter Konrad Kuh ein Sohn, Martin, geb. den 25. Febr.
19. Dem hieſigen Bürger und Schriftſetzer Johann Adam Reinhard eine Tochter, Eliſabetha Bertha, geb. den 29. Febr.
22. Dem Großh. Lehrer an hieſiger Muſterſchule Johannes Ramſpeck eine Tochter, Sophie Louiſe, geb. den 26. Febr.
22. Dem hieſigen Bürger und Gaſtwirth Heinrich Wind J. eine Tochter, Eliſabethe, geb. den 24. Febr.
29. Dem Großh. Lehrer an hieſiger Muſterſchule Auguſt Störger eine Tochter, Maria Louiſe Henriette Liſette Emma, geb. den 1. März.
Beerdigte:
1. Karl Ferdinand Rückert, des hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Johannes Rückert ehelicher lediger Sohn, alt 26 Jahre, 7 Monate und 11 Tage, 1 den 28. Febr.
3. Johannes Geck, des hieſigen Bürgers und Fuhrmanns Joſeph Geck eheliches Söhnlein, alt 2 Jahre, 4 Mo⸗ nate und 23 Tage, t den 29. Febr.
7. Johann Jakob Rauſch, des hieſigen Buͤrgers und Schreinermeiſters Konrad Chriſtoph Heinrich Rauſch eheliches Söhnlein, alt 9 Monate, 19 Tage, r den 5. März.
10. Clara Eliſabetha, geborne Engel, des weiland hieſigen Bürgers und Schneidermeiſters Johann Valentin Ebert nachgelaſſene Wittwe, alt 86 Jahre, 3 Monate und 20 Tage, 7 den 8. März.
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