nannten Tage die Verabfolgungs⸗Anweiſungen gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine bei Unter⸗ zeichnetem in Empfang zu nehmen haben. Die Abfuhr des Holzes beginnt Mittwoch den 20. d. M. und muß mit dem 12. Januar been⸗ digt ſeyn. Oberrosbach den 5. December 1848. Der Gr. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bing mann. N ον⏑
Privat ⸗ Bekanntmachungen.
Verpachtung.
(1712) Unterzeichnete ſind willens Donnerſtag den 14. d„ihr neu eingerichtetes Haus nebſt einem neu erbauten Backofen(worin ſchon über 50 Jahre eine vorzügliche Bäckerei be⸗ trieben worden iſt), auf 6 Jahre zu verpachten. Bedingungen werden vor der Verpachtung be⸗ kannt gemacht, auch können ſie zu jeder Zeit bei den Erben eingeſehen werden, wir laden ſodann Pachtluſtige hiermit gefälligſt ein. Staden den 4. Dezember 1848. Die Johs. Junghenns Erben.
Anzeige.
(1562) Guter reingehaltener Pfäl⸗ zer Wein wird zu 16, 18, 20 und 24 fl. die Ohm, ſowie alle anderen Sorten billigſt abgege⸗ ben: Döngesgaſſe Nro. 6 neu(alt H Nro. 163) im Hofe in Frank⸗ furt am Main.
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Zu Vermiethen.
(17160 Eine vollſtändige Wohnung nebſt allen Bequemlichkeiten, welche ſogleich bezogen werden kann, hat zu vermiethen Friedberg den 5. Dezember 1848. Ph. Wilh. Sieck.
Beſter hollaͤndiſcher Shrup!!
1717) zum billigſten Preiſe bei ke dg Wil bel Fertſch, Fruchtmarkt Nr. 209.
Anzeige.
(1719) Mit ſchöner und großer Auswahl von Kinderſpielſachen bin ich für dieſes Jahr wieder verſehen, welche ich zu den billigſten Preiſen abgebe. Friedberg den 6. Dezember 1848. Wilhelm Map, Uſergaſſe.
Anzeige.
(1721) Mit vorzüglich blauem türkiſchem, gebleichtem und ungebleichtem Zettel⸗ und Ein⸗ ſchlaggarn, 1 3 4 und 6dräthige Strickwolle, weißem und blauem Baumwollengarn, Spitzen⸗ garnur und% breitem Till, Moll, Shärting, alle Arten Schnur, Nähſeide, Eiſenzwirn, Be⸗ ſtechgarn, Lothband, kleine und große Watten, Rollenzwirn, Saſſinet und in dieſes Fach ein⸗ ſchlagende Artikeln empfiehlt ſich zu den mög⸗ lichſt billigſten Preiſen Friedberg im Dezember 1848. Nathan Hirſchhorn, Uſergaſſe Nr. 244.
Geſchäfts⸗ Empfehlung.
(17150 Ich beehre mich, ein geehrtes Publikum zu benachrichtigen, daß ich
auf hieſigem Platze ein Geſchäft in
Colonial- Waaren, Glas und Porcellain
errichtet habe. Durch reelle Behandlung und wohlfeile Waare, werde ich mir das Vertrauen meiner geehrten Abnehmer zu ſichern ſuchen.
Friedberg im December 1848.
L. Goldmann, Junior, a Eck der Judengaſſe, ohnweit des neuen Prediger? Seminars.
(1731) Für bevorſtehende Weihnachten bringe ich meine 5 4 Conditorei⸗Waaren in großer und geſchmackvoller Aus⸗ wahl in empfehlende Erinnerung. 1 Friedberg. Martin Philippi.
Aus zuleihen.
(1732) Mehrere Tauſend Gulden liegen zum Ausleihen bereit. Nähere Auskunft ertheilt P. Weigand zu Hungen. Zum Verkaufen. (1733) Ein weitſpuriger Wagen mit eiſernen Achſen, ſowie ein noch brauchbares Pferd, ſteht zu verkaufen bei
Friedberg im Dezember 1848. Heinrich Müller II.
Conditorei⸗Waaren
13) in ſchöner Auswahl, empfiehlt zu be⸗ 1 Weihnachtsfeſte Friedberg. Friedr. Noll.
Bekanntmachung.
(1735) Die Wahl einer neuen Verwaltungs⸗ Tommiffton bei dem iſraelitiſchen Kranken⸗Ver⸗ pflegungs⸗Verein findet Samſtag den 16. d. M.
ſtatt, was man mit dem Bemerken zur Kenntniß der Mitglieder bringt, daß an beſagtem Tage die ſchriftliche Abſtimmung in dem Hauſe des Herrn M. Goldmann um 6 Uhr Abends beginnt und um 9 Uhr geſchloſſen wird. Friedberg den 11. Dezember 1848. Die Verwaltungs-Mitglieder als befugte Wahlcommiſſion.
Antwort.
(1736) Auf die wiederholte Anfrage des Heinrich Alles in Nro. 97 des Intelligenz⸗Blattes, Inſerat 1723, diene meinerſeits zur Antwort: daß ich das Wetterauer Volksblatt bis jetzt nicht als das Forum anerkenne, vor welchem ich mich zu verantworten habe, daß ich aber der zu ver⸗ anlaſſenden richterlichen Unterſuchung mit großer Gemüthsruhe entgegenſehe. Friedberg den 9. Dezember 1848. 5 Der Gr. Bergrentmeiſter eto:
„Wenn der Herr das Wohl will, ſoll kein Diener dawider ſein.“
(1737) Als unſer guter Großherzog in die⸗ ſem Jahre das unentgeltliche Einſammeln des dürren Leſeholzes geſtattete, ſo wollte er doch gewiß, daß es den ärmeren Bewohnern des Großherzogthums zum Vortheile gereichen ſollte.
„Ganz anders dachte aber der Gr. Revier⸗ förſter Bingmann, dieſer Mann glaubte wahr⸗ ſcheinlich, der Staat würde zu Grunde gehen, wenn man den armen Leuten das dürre Holz zukommen laſſe, und ordnete deßhalb an, daß, namentlich in den Diſtricten: Mainzerhecken, Katzenſtirn— dem bekannten Schießplatze— alles dürre Holz acht Tage vor der Eröffnung der Waldtage auf Staatskoſten eingeſammelt wurde, um es ſpäter zum Vortheile des Staates öffentlich zu verſteigern. Die ärmere Klaſſe, zu deren Vortheil das dürre Holz hätte gereichen können, erblickt in der Handlungsweiſe des Re⸗ vierförſters einen ſchneidenden Hohn gegen ſich und das Wohlwollen unſers guten Regenten; vielleicht läßt ſich aber die Sache ein anderes Mal beſſer beſprechen als jetzt.
Oberrosbach den 10. Dezember 1848. Mehrere Orts bürger.
Zur Nachricht.
(1738) Beim Gemeindehaushalt der Ge⸗ meinde beider Florſtadt ſind die Weggebühren —(nach Friedberg, welcher Weg von Florſtadt aus bequem in einem Tag zweimal geſchehen kann, wird für einen Gang bekanntlich 1 fl. 30 kr. gut geheißen, während in Civilangelegenheit am dor⸗ tigen Gericht nur 20 kr. gebilligt werden)— ſo heimiſch geworden, daß über jedes geringfügige Anliegen in Gemeindeangelegenheit, ſtatt mit einigen Zeilen abgemacht, dieſerhalb, den ſchön bezahlten Weggebühren wegen, Gänge gemacht werden;— und nicht genug, daß eine Perſon vom Ortsvorſtand allein dieſer Art— oft zweck⸗ loſe— Gang beſorgt, ſondern 2, 3 und 4 Per⸗ ſonen paaren ſich auf einen Tag zuſammen und ſuchen ſich dieſe ſchöne Gebühren, nach Friedberg à Perſon 1 fl. 30 kr., zu eigen zu machen.— Sogar liegen bei dem diesjäßrigen Treiben, wo die Gemeinde Florſtadt auch nicht zurückgeblieben iſt, Fälle vor, daß Ortsbürger, nicht zum Orts⸗ vorſtand zu zählen, der Art Weggebühren— Verzeichniſſe beim ehehinigen Kreisräth eingereicht haben und auch zur Zahlung aus der Gemeinde⸗ kaſſe gut geheißen worden ſind.— An 180 bis 200 fl. dürfen dieſe Weggebühren für d. J. in Ausſicht kommen. Wie nützlich und ſchön aber wären jene— größtentheils zweckloſe— Aus⸗ gaben der Gemeinde nicht allein dadurch geweſen, wenn gedachte Summe zu der ſehr nothwen⸗ digen Unterhaltung der Vieinalwege und Wie⸗ ſenkultur, woran dieſes Jahr gar nichts geſchehen iſt, verwendet worden wäre, und welcher zu wün⸗ ſchende Verdienſt wäre doch der Handarbeiter⸗ Klaſſe, deren Florſtadt ſehr viele Ortsbürger der Art aufzuzählen hat, durch Verwendung dieſer Summe zu fraglichen Zwecken— in dekmals arbeitsloſen und aufgeregten Zeit— zugefloſſen. Florſtadt im Dezember 1848. Mehrere Orts bürger.
Anzeige. (1739) Der geweſene Bürgermeiſter
Brack von hier ſoll zum Bevoll⸗
maͤchtigten der Regierungs⸗Commiſſion ernannt werden. Vorausgeſetzt, daß zu dieſem Amte nur unbeſcholtene Männer angeſtellt werden können, fordert man den ꝛc. Brack hiermit auf, ſich wegen der ihm von den Gemeinderäthen Heß und Nahrung zur Laſt gelegten groben Vergehen zu rechtfertigen, widrigenfalls man genöthigt wäre, im allgemeinen Inte⸗ reſſe Einſprache gegen dieſe neue Anſtellung zu thun. 2
Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.
an di Betre
S Gagen


