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Intelligenz- Glatt
Provinz Oberheſſen
im Allgemeinen,
den Regierungsbezirk Friedberg
im Beſonderen.
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g Amtlicher Theil.
Die Großherzoglich Heſſiſghe Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg
an die Großh. Buͤrgermeiſter dieſes Regierungsbezirks.
Betreffend: Diebſtahl mittelſt Einbruchs zum Nachtheile des Bierbrauers Joh. Joſ. Müller zu Frankfurt a. M.— Im Laufe dieſes Monats ſind dem Rubrikaten fol⸗ gende Gegenſtände entwendet worden:
Eine mit Roßhaaren gefüllte, mit grau geſtreiftem Bar⸗ chent überzogene Canapeematraze, nebſt den dazu ge⸗ hörigen 3 Rückkiſſen, welche mit gelbem rothbeſterntem Kattun überzogen ſind;
ein Kinderunterbett mit einem Ueberzug von Kattun;
ein Kinderkopfkiſſen, deſſen unterer Ueberzug von weißem Pique, der obere von weißer Leinwand und L. M. 6. roth gezeichnet iſt; i
ein weiß leinener Schürz L. S. 18. gezeichnet;
ein kornblumblauer Tiſchteppich mit gelben Blumen.
Wir beauftragen Sie wegen dieſes Diebſtahls die geeigneten Nachforſchungen anſtellen zu laſſen und uns von einem etwaigen Reſultate alsbald Anzeige zu machen. Friedberg am 28. November 18428. ir ien.
Dieſelbe an dieſelben. Betreffend: J. U. S. gegen Franz Louis von Ilbenſtadt.
Franz Louis, Steinmetz, von Ilbenſtadt hat eine 14tägige Arreſtſtrafe zu verbüßen und ein Fofgerichtliches Strafurtheil anzuhören. Da nun aber deſſen Aufenthaltsort unbekannt iſt, ſo weiſen wir Sie an, denſelben falls er ſich in einer Ihrer Gemeinden befinden ſollte, zu bedeuten, ſich dei Meidung gefänglicher Vorführung bei Gr. Land⸗ gericht Rödelheim zu ſtellen.
Von einem etwaigen Erfolg iſt Anzeige zu erſtatten.
Friedberg am 3. Dezember 1848.
Bubi
Wie es einem ehrlichen Manne gehen kann! (Schluß.) Dies geſchah auch— aber leider auch dieſes Mal wurden ſie ſowohl auf den früheren Grund hin abgewieſen,
Sonnabend, den 9. Dezember
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1848.
als auch deßhalb, weil Maria durch ihren Lebenswandel ſich als eine höchſt leichtſinnige Perſon charakteriſire.
Auf dieſe Weiſe war ihnen der Weg zu den vom Geſetz vorgeſchriebenen Formen, zur Ehe, verſchloſſen. Allein die innige Liebe, deren Unterpfand Maria's Kind war, ließ ſich durch die Vorenthaltung jener weltlichen Rechte nicht vernichten. Georg und Maria, eng verkettet durch lange und ſchwere Prüfungen, konnten ſich nicht mehr trennen; die Treue, welche ſie ſich gelobt, hielten ſie um ſo feſter, je mehr ihre Verbindung von außen be⸗ droht war!
Georg, welcher jeden freien Augenblick bei Maria zubrachte, war ſchon mehrmals wegen Uebertretung der achten Stunde geſtraft worden, und ein zweites, kummer⸗ volles Jahr war kaum abgelaufen, als Maria zum zweiten Male Mutter wurde!
Zum zweiten Male wurde ſie auf's Amt citirt und wegen ihres ſittenloſen Lebenswandels zur Verantwortung aufgefordert.
„Iweimal,“ erwiederte Maria ruhig,„zweimal haben wir den Verſuch gemacht, dem Geſetze zu genügen— zweimal wies man uns zurück.“
„Und jetzt glaubt ihr Lumpenpack auf dieſe Weiſe die Gerichte zur Genehmigung zu zwingen?“ hereſchte der Commiſſär.
„Zwingen? die Gerichte zwingen?“ erwiederte Maria mit ſchneidendem Hohne—„o nein! das haben wir längſt eingeſehen, daß wir das nicht können!— Vier ich bitte, laßt uns in Ruhe, wir fallen ja Niemand zur Laſt und können die Kinder und uns ernähren! Was die kirchlichen Formen belangt, ſo haben wir das mit unſerm Gewiſſen auszumachen und auf alle etwaigen Geſetzesvortheile längſt verzichtet!“ a N N„Warte!“ ſchrie der Commiſſär,„dein loſes Maul ſoll dir theuer zu ſtehen kommen— jetzt ſollſt du einmal die Nachtheile der Geſetze fühlen, weil du von ihren Vor⸗ theilen nichts wiſſen willſt!“ Mit dieſen Worten entließ er das unglückliche Mädchen, die, nicht ahnend, welcher Be— ſchluß ihr und Georg drohte, zu ihren Kindern nach Hauſe ging.
An einem kalten Januartage des Jahres 1847 befand ſich Georg, der arbeitslos war, bei Marien. Er ſaß neben ihr und freute ſich ſeiner beiden Kinder, dem Ein— zigen, was ihm außer Marien noch Freude machen konnte. Sie ſprachen von der Zukunft, und Georg war mit Marien


