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Wegwoͤrter Erbe dieſes
5
14
Intelligenz Blatt
4
für die
Provinz Oberheſſen
im Allgemeinen,
den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke
8 im Beſonderen.
M11.
Sonnabend, den 5. Februar
1848.
So war's recht. (Fortſetzung.)
Doch ich wollte Euch eine ſchöne Geſchichte erzählen, in der die Zigeuner auch ein Plätzchen haben, wenn auch kein ſchoͤnes.
Ludwig der Achte, Landgraf von Heſſen, der gewöhn⸗ lich im Sommer auf dem nahe bei Darmſtadt gelegenen ſchönen Schloſſe Kranichſtein wohnte, war ein vortrefflicher Fuͤrſt, ein milder und doch gerechter Herr, und die braven Heſſen hatten ihn lieb, wie er's verdiente. Er hielt im Lande anf Zucht, Sitte, Recht und Ordnung, und mochte die herumziehenden Zigeuner, die damals noch viel haufiger, als jetzt, hordenweiſe in Deutſchland herumlungerten(denn Arbeit iſt ihnen ein Greuel), nicht leiden. Sie trieben's damals auch toll genug; mauſeten in den Häuſern, brachen Nachts ein, und fielen die Reiſenden auf der offenen Land⸗ ſtraße an. Er hätte die Landplage gerne von ſeinen Unter⸗ thanen ferne gehalten. Dazu war kein beſſeres Mittel, als ſie, wenn ſie etwas Unrechtes trieben, tüchtig zu ſtrafen. Das wurde allen Amtleuten anbefohlen. Wie frech aber das Geſindel durch zu große Schonung und Nachſicht ge— worden war, möget Ihr daraus erkennen, daß ſie trotz dieſer Maßregeln in Heſſen herumzogen und mitgehen hießen, was ſich nicht wehrte und— auch die Narrenſteuer erhoben.—
Auf den ſtrengen Landgrafen hatten ſie aber daher einen Pick, und dieſer Pick wurde noch größer, als ſich Folgendes ereignet hatte: In dem prächtigen Walde, der ſich bei dem Schloſſe Kranichſtein befindet, hatten ſich ſeit einigen Tagen die Zigeuner in ziemlich großer Anzahl nie— dergelaſſen und hatten ihr Weſen darin. Einer von ihnen, und zwar der ſogenannte Herr Hauptmann der Horde, ließ per Gelegenheit auf einem Jahrmarkte in der Nähe, ſeine Finger in der Taſche eines ehrlichen Mannes, nach dem Geldbeutel ſuchend, ſpazierengehen. Dem ehrlichem Manne ging es nicht wie Jenem, der auch ſo etwas fühlte und
meinte, es ſeien ſeine eigenen Finger, ſondern fuhr darnach herum und erwiſchte die Hand des Herrn Zigeunerhaupt⸗ mannes, die eben den Geldbeutel des ehrlichen Mannes in Sicherheit bringen wollte, damit er nicht von einem Spitz⸗ buben geſtohlen würde. Auf dem Jahrmarkte fehlte es nicht an Hülſe. So wurde denn der ſaubere Vogel in Nro. Sicher gebracht.
Als der Landgraf das hörte, erwachte ſein gerechter Unwille noch mehr, den ſchon die Frechheit der Zigeuner erregt hatte, ſo nahe ſeinem Schloſſe ſich aufzuhalten. Nach ſtrengem Recht wurde dem Strauchdieb der Proceß gemacht und das Urtheil lautete: er ſolle gehängt werden.
Da hatte man denken ſollen, die Zigeuner hätten den Weg unter die Füße genommen und ſich aus den Reiſern gemacht; aber erſt meinten ſie: das ſei nur ſo ein Schrecken⸗ berger; dann, als der Herr Hauptmann am Galgen hing und die Raben kamen, ihn zu beſuchen, da verbargen ſie ſich im dichteſten Forſte und beſchloſſen, ſich zu rächen und den Landgrafen— todt zu ſchießen. Sie wußten nämlich recht gut, daß der Landgraf oftmals gegen Abend nach Darmſtadt fuhr und daß er dann immer in der erſten Kutſche ſaß und die Herren ſeines Gefolges in der zweiten. Nun wollten ſie aufpaſſen und ihren hölliſchen Plan am nächſten Abend ausführen.
Auch in einer gelbbraunen Zigeunerhaut ſteckt wohl mal ein guter Menſch. Man darf halt nicht Alles uber einen Leiſten ſchlagen wollen, ſonſt würde man das nicht zugeben dürfen. Und doch war es ſo. Unter der Horde war ein junger, bildhübſcher Burſche trotz ſeiner Hautfarbe, dem dünkte es denn doch ein Unrecht, den guten Fuͤrſten meuchlings zu ermorden. Gott bediente ſich dieſer guten Seele, das Entſetzliche zu hindern, was die ruchloſen Boͤſe⸗ wichte, die wohl nicht zum erſten Male nach einem Leben ſtanden, ſich vorgenommen hatten.
Morgens in der Frühe ſchon eilt der junge Zigeuner


