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bei den Herrlein'ſchen Eheleuten in Schlafſtelle befindliches Mädchen bezeichnet. Als auf deſſen Hilferuf der Nacht— wächter und andere Perſonen in die Stube drangen, fanden ſie dieſe Perſon unter unverkennbar erkünſtelten Krämpfen auf dem Boden liegen, und ſpater zeigte ſich dieſelbe höͤchſt verwirrt bei ihren Angaben. Sie trug zwar auch einige ganz leichte Wunden am Halſe und an der einen Hand, doch ſchienen die wohl von eigener Hand gemacht zu ſein. Noch mehrere andere Indicien und der ſchlechte Lebenswan— del des Maͤdchens machten den Verdacht gegen daſſelbe ſo dringend, daß ſie gleich am Morgen nach dem Inquiſitoriats— gefängniſſe abgefuͤhrt wurde, wo ſie bereits Geſtändniſſe gemacht haben ſoll, nach welchen ſie zwar nicht die Thäterin, wohl aber Mitwiſſerin und Helferin geweſen iſt.
Die Macht des Traumes. In das Caſino des zöſterreichiſchen Offizier-Corps in Mainz kam vor einiger Zeit ein junger Offizier und erzählte ſeinen Kameraden über Tafel, er habe verfloſſene Nacht einen eben ſo ſeltſamen als tieferſchütternden Traum gehabt, von dem er, ſo viele Anſtrengung er ſich auch gebe, durchaus nicht loskommen könne. Er ſei vor einem Kriegsgericht geſtanden, und ſeine Kameraden, die er ſämmtlich an der Tafel verſammelt ſah, hätten ihn, ſo ſehr er ſich auch bemüht habe, ſeine Unſchuld zu beweiſen, zum Tode verurtheilt. Auf das Beſtimmteſte
ſei ihm angekuͤndigt worden, binnen drei Tagen das Leben zu verlieren. Man lachte und ſcherzte darüber und der junge Offizier, der ſich der beſten Geſundheit erfreute, ſtimmte zuletzt ſelbſt in die Thorheit, an Träume zu glauben, mit ein. Den folgenden Tag erſchien der Offizier wieder, aber weit niedergeſchlagener, und bat, einige ihm näher befkceun⸗ dete Kameraden möchten die Nacht bei ihm wachen, da die Fortſetzung des Traumes mit allen Schrecken der Todes- furcht in der zweiten Nacht erfolgt ſei und er nur noch 24 Stunden zu leben hätte. Mehrere Aerzte waren zugegen, die den Geſundheitszuſtand des jungen Mannes als voll⸗ kommen zufriedenſtellend erklärten. Der Offizier bat jedoch, daß die Freunde ſich die Nacht, da ihm doch irgend ein Unglück drohen könnte zur Abwendung und Sicherheit bei ihm zu Spiel und Wein einfinden möchten. Sechs bis acht folgten ſeiner Aufforderung. Man ſetzte ſich um ſein Bett und vertrieb ſich die Zeit bei Spielgelag und Wein und ſuchte ihn auf jede Weiſe aufzuheitern und ihm den Schlaf zu verſcheuchen. Letzteres gelang, doch plötzlich ſank er mit einem Schrei:„ich bin getroffen!“ zurück. Er war todt! Alle Anſtrengung, ihn in's Leben zurückzurufen, war vergebens.— Der Tod des jungen Mannes machte großes Aufſehen. (Neue illuſtr. Ztſchrft.)
Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.
NUN
Ediectalladung. 1401) Ueber das Vermögen des Gerbers Philipp Hanſtein von Friedberg, hat Gr. Hof⸗ gericht den formellen Concurs erkannt. Bekannte und unbekannte Gläubiger werden daraum auf
Freitag den 13. k. M. Ottober, Vormittags
um 10 Uhr,
gur Anzeige und rechtlichen Begründung ihrer Forderungen oder ſonſtigen Anſprüche, bei Mei⸗ Sung des ſtillſchweigend erfolgenden Ausſchuſſes Jon der Maſſe, vorgeladen. Im Termin ſoll zugleich die Güte nochmals verſucht werden, in deren Entſtehung aber ein Maſſecurator und Gläubigerausſchuß erwählt und überhaupt Be⸗ ſchluß über die weitere Behandlung dieſes Schul⸗ denweſens gefaßt werden.
Die Ausbleibenden werden dem, was die Mehrheit der Erſchienenen beſtimmt, beitretend ungeſehen.
Friedberg den 17. September 1848.
Großh. Heſſ. Landgericht Gilmer. Zeitz.
Hofraithe-Verſteigerung. 1409) Dienſtag den 10. Oktober, Vormit⸗ zags um 9 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die Hofraithe der Chriſtian Friedrich Stleks Wittwe, beſtehend in Wohnhaus und Brauhaus, i Ludwig Lang J., ſodann 88[IKlafter Hausgarten, in den Ccaben⸗ zärten, neben Paul Falk, meiſtbietend verſteigert.
Denſelben Tag, Nachmittags um 2 Uhr, wer⸗ nen in der Hofraithe die väterlichen und errun⸗ zenſchaftlichen Mobilten, beſtehend in Holzwerk, las ꝛc., dem Meiſtgebot ausgeſetzt.
Friedberg-den 27. September 1848.
In Auftrag: Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter
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Bender. Ediectalla dung. (1422) Nachdem Gr. Hofgericht zu Gießen über das überſchuldete Beinen 4 e BZaminer zu Bellmuth den förmlichen Concurs⸗ kroceß erkannt hat, ſo werden hiermit ſämmt⸗ iche, ſowohl bekannte als unbekannte Gläubiger
deſſelben, zur Geltendmachung ihrer Forderungen und ſonſtiger Rechts anſprüche, bei Vermeidung des ohne beſonders zu erlaſſendes Präcluſivdecret erfol⸗ genden Ausſchluſſes von der Maſſe, auf den auf Dienſtag den 21. November l. J., Morgens um 9 Uhr, anberaumten Liquidationstermin anher vorge⸗ laden.
Zugleich ſoll in dieſem Termin ein Vergleich verſucht, ein Maſſecurator beſtellt, ein Gläu⸗ bigerausſchuß gewählt und wegen Verſilberung des Vermögens verhandelt werden, und werden die desfalls von der Mehrheit der erſchienenen Gläubiger gefaßt werdenden Beſchlüſſe, auch für die nicht perſönlich erſchienenen oder durch nicht gehörig Bevollmächtigte vertretenen Cre⸗ ditoren hiermit für bindend erklärt.
Nidda den 25. September 1848.
Großh. Heſſ. Landgericht daf. SGatt rein, Verlooſung Stadt Niddaer au pourteur
Obligationen..
(1423) In Folge der heute ſtattgefundenen 10. Verlooſung des durch das Handlungshaus Herrn Simon Lindheimer in Friedberg ad 65000 fl. zu 3½ pC. Zinſen negotiirten Anlehens hieſiger Stadt, wurden die Obligationen Lit. D. Nr. 191, 194 und 263, à 100 fl.— 300 fl., zur Rück⸗ zahlung auf den 31. Dezember d. J. beſtimmt.
Dieſes wird den Intereſſenten unter dem An⸗ fügen mitgetheilt, daß es ihnen frei ſteht, den Betrag dieſer Obligationen entweder bei obigem Handlungshaus oder an der hieſigen Stadtkaſſe in Empfang zu nehmen.
Vom 1. Januar 1849 an hört die Verzin⸗ ſung derſelben auf.
Nidda den 28. September 1848.
Der Großh. 1 61 Bürgermeiſter b l.
Verſtei gerung. (1422) Samſtag den 14. Oktober d. J., Vormittags um 9 Uhr, ſollen auf dem Bü⸗ reau des Unterzeichneten nachbenannte Brauerei⸗ Geräthſchaften öffentlich verſteigert werden:
1) ein kupferner Keſſel, 4 Ohm haltend, 2) vier noch gut erhaltene Bütten von 8, 5 und 4 Ohm, 3) ſonſtige Brauerei⸗Geräthſchaften. Villingen den 28. September 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Jim mer.
Holz-Verſteigerung. (1425) Montag den 9. Oktober d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll in dem vom Died'ſchen Kirchwalde dahier: 1) 500 Backwellen, und 5 2) alles Stecken- und Wellenholz, welches von den früheren Verſteigerungen ſitzen geblieben iſt, öffentlich an Ort und Stelle an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Ziegenberg den 30. September 1848. Rig chuer.
(Butzbach.) Verkauf ausrangirter
Reitpferde.
(14260 Freitag den 6. Oktober 1848 werden 24 Stück ausrangirte Reitpferde in hieſiger Caſerne meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung öffentlich verſteigert. Die Verſteigerung beginnt des Vormittags um 10 Uhr.
Butzbach den 2. Oktober 1848. ö
In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter.
S ν NN
Privat ⸗ Bekanntmachungen.
Zum Verkaufen. (1110 unterzeichnete iſt geſonnen ihre Hof⸗ raithe, beſtehend in Wohnhaus, Nebenbau nebſt Kegelbahn und Hausgarten, in der Uſaſtraße und un der Eiſenbahn gelegen, aus freier Hand zu verkaufen, mit dem Bemerken, daß ſolche ſehr zur Wirthſchaft geeignet iſt.
Friedberg den 24. September 1848. Anton Eich's Wittwe.
3 u m Verkaufen. (1415) Einen g Kochofen, einen im beſten Zuſtande befi en Sparheerd, ſowie 3 bis 4 Ohm rein gehaltenen Aepfelwein hat zu verkaufen 4 Trapp III., Hofgerichts-Advocgt.
Wohnungs⸗Veraͤnderung.
(14106) Ich wohne nunmehr in dem Spameriſchen Hauſe, Metzgergaſſe Nr. 369, und empfehle mich in allen Sorten Schaafleder und einſchlagenden Artikeln.
R. Hirſchhorn, Weißgerbermeiſter.


