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Intelligenz Glatt
fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen,
den Regierungsbezirk Friedberg
im Beſonderen.
* 95.
Sonnabend, den 2. Dezember
1848.
Wie es einem ehrlichen Manne gehen kann! (Fortſetzung.) VI.
Es war der 22. Julius. Georg ſtand, ſtill vor ſich hinlächelnd, in ſeiner Kammer. Er hatte die ſilberne Kette vor ſich liegen, welche er von der Hauſirerin ſo billig er⸗ kauft hatte. Heute war Maria's Namenstag und für ſie hatte er die Kette zum Geſchenk im Sinne.
„Sie verdient wohl mehr noch, als dieſe Kette“, ſprach er ſtill vor ſich hin;„ſie iſt von jeher uns ſo freund⸗ lich zugethan geweſen, ſie iſt unermüdlich, uns zu dienen, wo und wie ſie nur kann; ſie hat mich während meiner Krankheit ſo treulich gepflegt und viele ſchlafloſe Nächte meinetwegen durchwacht!“ 5 g N
Nach kurzem Beſinnen eilte er die Stiege hinauf in Maria's Kämmerlein, legte die Kette auf den Tiſch, und verbarg ſich, da Maria eben ſingend die Stiege herauf⸗ eilte. Erſtaunt blieb ſie vor dem Tiſche ſtehen—„das iſt ein Angebind,“ rief ſie freudig,„von wem 2.“—
„Von mir!“ rief Georg, aus ſeinem Verſtecke her⸗ vorſpringend und ſie umarmend.„Dir gehört dle Kette, dir mein Herz— dir alles, was ich habe— du biſt von heute an meine Braut— wenn du willſt,“ ſetzte er leiſe
inzu.
A Maria erwiederte nichts, aber die Thränen, welche ihre klaren blauen Augen füllten und der Händedruck, mit welchem ſie Georgs dargebotene Hand erfaßte, waren dieſem Antwort genug! Georg ſchmückte nun Maria mit der Kette und zog ſie mit ſich die Stiege hinab, zum Vater.
Erſtaunt blickte dieſer auf die Eintretenden, welche vor ihm ſich auf die Kniee warfen und ihn um ſeinen Segen baten. Gerührt umarmte er die Kinder und ſeg⸗ nete ihren Bund mit Thränen in den Augen.„Seit langer Zeit die erſte frohe Minute,“ ſeufzte er,„Herr Gott, ich danke dir!“
Anton und Anna, welche unterdeſſen gleichfalls her⸗ beigekommen waren, wußten ſich vor Freude kaum zu faſ⸗ ſen; der Feldwebel wurde herbei gerufen, und während des in Eile vergrößerten Mittageſſens wurde beſchloſſen, zur Feier des heutigen Tages einen Spaziergang nach den drei Eichen zu machen.
Die drei Eichen ſind ein ſehr beſuchter Vergnügens⸗
platz, nicht fern, zwiſchen Föhrenbach und der benachbarten Stadt. Mitten in einem herrlichen Buchenwalde erhebt
ſich auf einem ziemlich hohen Felſen eine kleine Capelle, beſchattet von drei rieſigen Eichen. Eine entzückende Aus⸗ ſicht belohnt reichlich die geringe Mühe des Bergſteigens, und auch für reellere Genüſſe, für die des Magens, iſt hinlänglich Sorge getroffen.
Gegen drei Uhr Nachmittags kamen die fröhlichen Spaziergänger bei den drei Eichen an. Georg und Maria wußten ſich gar nicht von ihrem Erſtaunen zu erholen, daß man diesmal ſo ſchnell den dreiviertelſtündigen Weg zurückgelegt habe!
„Glaub's wohl!“ lachte der Feldwebel und blickte zum alten Maierbauern hinüber, der ihm die Hand reichte; „laß ſie,“ ſprach er;„nach ſo viel Noth und Kummer thut ihnen und uns ein Augenblick Freude und Vergeſſen doppelt wohl!“
„Freilich! alter Junge!“ rief der Feldwebel wieder, „und nicht minder wohl ſoll uns jetzt ein kühler Trunk thun! Heda Wirthſchaft!“
Während die Alten und Anton mit ſeiner Anna an einem Tiſche Platz nahmen, gingen Georg und Maria in die Capelle und flehten dort um Gottes Segen und Bei— ſtand für den heut geſchloſſenen Bund der Herzen.
Kurz nach ihnen trat eine Familie aus der Stadt in die Capelle. Maria, in tiefer Andacht, achtete der Eintretenden nicht, wohl aber Georg, den die Aufmerk- ſamkeit, mit welcher die Frau Marien beobachtete, auffiel. Ohne aber über deren Grund länger nachzudenken, erhob er ſich bald und ging mit Marien hinaus zu den Andern. Raſch erhob ſich auch der Mann und die Frau aus der Stadt, fluͤſterten unter ſich, und kaum außen angekommen, packte die Frau Marien am Halſe; Maria rief um Hilfe, und Georg wollte eben die Hand der Fremden von Mariens Halſe entfernen, als erſtere ſchon die Kette abgeriſſen hatte. Georg entriß ihr dieſelbe und die beiden Alten eilten nebſt Anton und Anna herzu. Ein wilder Wirrwar von Fragen und Antworten erfolgte, bis die fremde Frau in Schimpf⸗ worte, wie:„Diebe, Diebsvolk,“ ausbrach, und behaup⸗ tete, die Kette ſei ihr Eigenthum und ihr geſtohlen wor⸗ den! Unterdeſſen hatte ihr Mann den Wirth herbeigerufen und ihm aufgetragen, ſich des Weibsbildes zu verſichern, welches an dem bei ihm verübten Einbruche betheiligt ſei, wie die Kette, welche ſie trage, deutlich bezeichne. Georg trat vor Maria, welche, todtenblaß, am ganzen Leibe zitterte.
„Wagt es, ſie zu berühren!“ ſchrie er,„wagt es!“ und hob drohend den Arm.


