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rockige Grenadiere und Fuͤſiliere in blauen Röcken machten ſich dort die ausgeſuchteſten Grobheiten mit Schießen, Hauen und Stechen. Wenn ſie ſich in Güte hätten vertragen wollen, wäre für beide Parteien Platz genug dageweſen, doch jede wollte eben das Gehölz für ſich allein haben. Mitten drin im Forſt, auf der Höhe eines Abhanges, kamen ihrer zwei beſonders in's Handgemenge, rüſtige junge Kerls, beide gleich ſtark und gewandt. Sie gingen ſo hitzig auf— einander los, daß ſie ſich gegenſeitig unterliefen, um den Leib packten und mitſammen den Abhaug hinunter kollerten. Drunten aber kam's ihnen mit einemmal vor, als ob der Boden ſie verſchlänge, und es war auch ſo etwas derglei— chen. Durch die Decke von Reißig fielen ſie in eine tiefe Wolfsgrube, und da ſie im erſten Schrecken ſich losgelaſ— ſen hatten und von einander gefahren waren, ſtanden ſie ſich gegenüber, und zückten die Seitenwehr, um den Kampf zu erneuern.„Kerl, du mußt ſterben,“ ſchrie der eine.„Kerl, es iſt dein Letztes,, drohte der andere. Es muß ſchauerlich ausgeſehen haben, wie die zwei in der engen Grube ſich gegenüber ſtanden, den Säbel in der Fauſt, das ſchnurrbärtige Angeſicht grimmig ver— zerrt, die Augen roth vor Wuth. Jeder wartete, daß der andre den erſten Hieb führe, und je länger es dauerte, um ſo weniger konnte ſich einer entſchließen, aus der Ver— theidigungsſtellung zum Angriff überzugehen. Dennoch ſtei— gerte jeder Augenblick die Peinlichkeit der Lage, bis end— lich der Weißrock ausrief:„Kerl, fall aus.“„Dem Gre— nadier die Ehre,“ antwortete der.
„Wir müſſen alſo drum loſen,“ begann der erſte wieder.„Meinetwegen, antwortete der andere:„ſag nur wie?, Der Grenadier beſann ſich.„Ich habe Würfel im Sack,“ ſagte er.„Richtige?“„Verſteht ſich. Du kannſt nach Belieben halten oder werfen.“ Die Antwort befrie— digte den Blauen, weil der Feind mit ſogenannten Glücks— knochen kein ſolches Anerbieten hätte machen können; darum ſprach er„Waffenſtillſtand.,„Auf Soldatenwort, eine Viertelſtunde lang,“ entgegnete der Weiße, und fügte mit erhöhter Stimme hinzu:„ſteck ein d' Weeehr! Eins, zwei, drei! klirrten die Säbel in die Scheiden, die Sol— daten reichten ſich die Hände, um den Waffenſtillſtand zu beſiegeln, und der Weiße fragte:„Kamrad, wo biſt du her?“ „Von Ehingen. Und du?“„Ich bin von Ulm,“ beſchied der Grenadier:„und ſchreibe mich zum Geſchlecht Oechsle.“
Der Ehinger hieß Löffler, und war ein Vetter zum Oechsle. Es iſt nämlich zu wiſſen: wenn zwei Schwaben in der Fremde zuſammentreffen, ſo fragen ſie ſo lange an einander herum, bis ſie die ganze Freundſchaft wiſſen, und da fügt ſich's denn gewöhnlich, daß ſie ein jeder zu des
andern Freundſchaft gehören; wer ein rechter Schwab iſt, hat wenigſtens einen weitloſen Vetter zu Kirchheim unter Teck ſitzen, wenn er nirgends ſonſt einen Verwandten weiß, und die Kirchheimer ſind alleſammt Gevattersleute. Der Weiße und der Blaue waren übrigens viel näher befreun— det; ihre Großväter, ein mütterlicher und ein väterlicher, ſtammten von einem gemeinſchaftlichen Großvater aus Bopfingen her.„Da ſind wir ja ganz nahe Freunde,“ rief Oechsle.„So zu ſagen Geſchwiſtrigkind,“ beſtätigte Löffler, und fügte hinzu:„wie Schade, daß wir uns die Hälſe brechen müſſen.“„So ſag' ich auch,“ ſeufzte der Grenadier, um gleich darauf mit trutzigem Geſicht auszu— rufen:„doch Eid und Pflicht vor allem“.„Ja, vor allem Eid und Pflicht, einer von uns muß auf dem Platze bleiben.“
„Nur Einer? fragte der Grenadier:„ich denke alle zwei, der eine todt, der andere lebendig, vielleicht verwun— det und langſam dahinſchmachtend. Horch, Vetter, wenn der Fahneneid nicht wäre, ſo moͤcht' ich ſagen: ſchlag' mich in Gottes Namen todt, denn wenn du als Leichnam neben mir liegſt in dem verdammten Loch, ſo bringt mich das Grauſen um.,
Der Füſilier wurde nachdenklich. Langſam ſprach er vor ſſch hin:„Vor einem friſchen Leichnam hätt' ich eigent— lich keine Scheu, doch wer weiß, wie lang es dauert, bis ich erlöſt werde? Das Wetter iſt heiß; bevor zwölf Stun— den vergehen, fängt der Todte übel zu riechen an, und ich erſticke im Moderduft. Ja, und kämen Leute, mich zu erretten, ſo könnten das juſt des Weißen Kameraden ſein; den Todten ſehen und mir den Garaus machen, das wäre dann Eins und Zwei..
„Ich hab's, ſchrie der Grenadier, den andern unter— brechend:„was dir gilt, gilt auch mir. Weißt du, wie wir's machen? Kommen die Blauen, ſo geh' ich zu den Blauen über; kommen die Weißen, ſo wirſt du mein Kamerad. Wir ſind Blutsfreunde und wollen zuſammen— halten in Noth und Tod. Schlag' ein Bruderherz.„Topp, es gilt,“ antwortete der Vetter aus Ehingen.——
Unſer Herrgott wird ein Einſehen thun, und die deutſchen Brüder auch ſo in eine Wolfsfalle werfen, damit ſie in gemeinſamem Ungemach einig werden. Wenn wir als treue Kameraden nur einer Fahne folgen, ſo wird es etwa einerlei ſein, ob der deutſche Adler über den Häup— tern die Krone oder die rothe Mütze trägt, und auf der Bruſt ein Schildlein, roth mit weißem Querſtreifen, oder mit den bayriſchen Wecken, oder ſchwarz und weiß geviert, oder auch ohne beſonderes Wappen. Die Hauptſache iſt, daß es unter dem Schilde heiße:„Alle Herzen und ein Schlag!-(Fl. Bl.)
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Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.
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Edictalladung.
(1040) Die Heinrich Briels Wittwe von hier hat um Zuſammenberufung ihrer Gläu⸗ biger zum Verſuche eines Arrangements gebeten, weßhalb bekannte wie unbekannte Gläubiger derſelben hiermit aufgefordert werden,
Freitag den 11. Auguſt, Morgens 10 Uhr,
zu erſcheinen und etwaige Anſprüche anzumelden und rechtlich zu begründen, auch Vorſchläge wegen des Güteverſuchs anzuhören, als von den Ausbleibenden angenommen wird, daß ſie gegen Ausführung eines zu Stande kommenden Arrangements nichts einzuwenden hätten. Friedberg den 13. Juli 1848. Großh, Heſſ. Landgericht Gilmer. Zeitz.
Edfetal ladung.
(1075) Nachdem der Bäckermeiſter Friedrich Pauli von Friedrichsdorf bei der unterfertigten Stelle ſeine Juſolvenz angezeigt hat, werden andurch deſſen Gläubiger vorgeladen, in dem zur Liquidation der Forderungen auf Freitag den 25. Auguſt d. J., Vormittags um 10 Uhr, anberaumten Termin um ſo gewiſſer zu erſchei⸗ nen und ihre Forderungen zu liquidiren, als ſie anſonſten mit ihren Anſprüchen von der vorhandenen Maſſe ausgeſchloſſen werden ſollen. Der Präcluſivbeſcheid wird nur auf der Amts— ſtube eröffnet. Homburg den 15. Juli 1848. Landgräfl. Heſſ. Juſtiz-Amt Dre v. Haupt. Arbeits ⸗Verſtelgerung.
(1076) Künftigen Donnerſtag den 3. Auguſt J. J., Vormittags um 11 Uhr, ſoll die bei Herſtellung eines Ableitungsgrabens am Vil⸗
beler Mühlenwehr vorkommende Erdarbeit an Ort und Stelle öffentlich an die Wenigſtneh— menden verſteigert werden. Friedberg den 30. Juli 1848. Der Gr. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen.
Holz-Verſteigerung. (1077) Montag den 7. Auguſt l. J., Vor⸗ mittags um 9 Uhr, werden in dem Pfaffen⸗ wiesbacher Gemeindewald: Diſtriet eigene Hecken: 3 eichene Bauſtämme von 62 Cubikfuß, 3 Klafter eichen Prügelholz, 275 eichene Wellen, Diſtriet Triebberg: 4 eichene Stämme von 200 Cubikfuß. Unterkolbenroth: 88 Stück birken Wellen und im Ort ſelbſt 1 eichener Stamm von 106 Cubikfuß,


